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Diskutiere im Thema Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Hi an alle,

    Nachdem ich seit einiger Zeit einiges im Internet über ADHS gelesen habe, denke ich dass ich wohl ADHS haben könnte. Wobei schon sehr viel gerade auch aus dem Kindesalter auf mich zutrifft. Ich war auch schon bei einem Psychiater, der mich dann aber zu einer weiteren Klinik überwiesen hat, die das jetzt abklären sollen.

    Ich habe wahrscheinlich ADHS, habe aber seit meiner Kindheit gelernt meine Hektik/Unruhe zu unterdrücken und "ruhig zu tun", mit Disziplin (zu versuchen) Dinge anzupacken und durchzuziehen, was in 51% der Fällen auch funktioniert hat. Habe mit eiserner Disziplin irgendwie auch mein Studium beendet. Mein Gefühl sagt mir, dass ich unbedingt Ritalin/Medikinet ausprobieren möchte, da ich das Ganze: "Den Alltag strukturieren..." bereits (von alleine) ausprobiert habe und es damit zwar besser wurde, aber nicht besonders toll. Das Ausmaß mit dem ich mittlwerweile meinen Alltag kontrolliere ist nicht mehr zu steigern.

    Meine Angst/Sorge: Ich habe jetzt die Angst, dass ich zu sehr gelernt habe mit ADHS zu leben (bin 31 Jahre alt), dass ich nicht mehr erkannt werde - und die Klinik dann sowas sagt wie: sorry die meisten ADHSler kommen viel weniger gut zu recht als sie - sie brauchen keinen Verschreibung. Was er allerdings nicht sieht ist wieviel psychische Energie und Willen mich das die ganze Zeit kostet und ich eigenltich gar nicht so gut zu recht komme.

    1.) Nun meine eigentliche Frage: Wenn einmal ein spezialisierte Klinik gesagt hat Diagnose kein Adhs, darf ein Arzt dann noch Medikinet auf Kasse verschreiben, weil ich seiner Meinung nach Adhs habe, oder ist der Zug dann abgefahren für die Krankenkasse. Bzw. würde sich die Krankenkasse dann bei dem Arzt melden so nach dem Motto: " Also Herr XXXX hat doch gar kein ADHS wie die Untersuchung in der Klinik XXXX ergeben hat, sie dürfen das nicht mehr weiter verschreiben"....

    2.) Wie wurde bei euch die Diagnose ADHS erstellt, gibt es dafür eine Art "Gentest" oder habt ihr einfach einen Fragebogen ausgefüllt, oder wie kam der Arzt zu dem Urteil ADHS?

    Freue mich auf eure Einschätzungen und Ideen. Habe das Gefühl, dass Medikamente im Augenblick meine letzte Chance sind mein Leben noch in den Griff zu kriegen.Ich will das auf keinen Fall versauen!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Hallo ANN999,

    schön, dass du zu uns gefunden hast.



    Ich denke, was deine Fragen betrifft, findest du bestimmt im Forum einiges an Antworten.

    Nur kurz zu deiner Sorge, dass du nicht ernst genommen wirst, weil du dich bisher einigermaßen durchgebissen hast. Die Sorge kann ich verstehen und doch möchte ich dich motivieren einen vernünftigen ADHS-Spezialisten in deiner Nähe zu kontaktieren.

    Bitte versuche das Wenn-, Dann-, Sonst-Denken ein bisschen zu reduzieren (sofern es dir möglich ist (kann ich auch nicht immer )) und erst eine Klinik oder Spezialisten aufzusuchen.

    Auch ich habe mich im Laufe meines Lebens so gut "organisiert", dass mein Leidensdruck sicherlich nicht mit dem von anderen hier vergleichbar ist. Im Gegenteil! Aber das hatte keinen Einfluss auf die Diagnose, die bei mir trotzdem gestellt wurde.

    Ganz liebe Grüße
    Lucy

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Hi Lucy,

    danke für dein Post, aber wie war das denn nun bei Dir. Anhand was hat der Arzt die Diagnose denn nun erstellt?

    Das wenn dann Denken ist mir halt so angeboren das hat glaube ich auch nichts mit ADHS zu tun

    Grüße

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren



    Sorry, dass ich mich jetzt totlache aber ich hatte gedacht, du hast dich Vorgestellt und nicht darauf geachtet, dass du ja gar nicht im Vorstellungsbereich gepostet hast. *ichlachmichschlapp*

    Aber siehste, das war der Beweis dessen: ICH HAB ADHS!!!

    Jetzt muss ich mich erst einmal etwas von meinem Lachanfall beruhigen und dann werde ich dir Antworten

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Bei mir lief die Diagnostik so ab:
    • Ausfüllen von Fragebögen auf Papier und am PC (nicht nur zu ADHS, sondern auch Depressionen, Sucht, Persönlichkeitsstörungen, etc.), ein Angehöriger/Freund musste auch einen Fragebogen ausfüllen
    • mit der Psychiaterin hatte ich ein Erstgespräch, dort wurde ich nach meiner medizinischen Vorgeschichte befragt und welche (Psycho-) therapien ich bisher gemacht habe. Außerdem habe ich meinen bisherigen Lebensweg beschrieben und meine Probleme, die ich so im Alltag und vor allem im Beruf habe/hatte, sie hat dann noch nach psychischen Erkankungen in der Familie gefragt
    • Gespräch mit der Psychologin: dort sollte ich dann auch nochmal erzählen, wie mein Leben bisher so verlaufen ist und was momentan die Probleme sind und wie ich meinen Berufsalltag und mein Leben allgemein so meistere
    • Konzentrations- und Intelligenztests am PC und auf Papier, in Ab- und Anwesenheit der Psychologin
    • Dann hatte ich noch einen Termin, wo die Psychologin mir nochmal verschiedene Fragen gestellt hat
    • Blut wurde abgenommen und untersucht, EEG und EKG
    • Ich musste außerdem bisherige Arzt- und Psychologenberichte mitbringen und meine Zeugnisse
    Daraufhin haben die Psychologin und die Psychiaterin gemeinsam die Diagnose gestellt und mir dann in einem Abschlussgespräch mitgeteilt.
    Ich bin bisher ganz gut durchs Leben gekommen: Abi, Studium, Job etc. Aber auf die Probleme, die es dabei gab (Klasse wiederholt, zeitweise kaum Freunde, Depressionen, langes Studium, Probleme mit Vorgesetzten und sehr lange Arbeitszeiten, weil ich anders meine Arbeit nicht schaffe, etc.) sind die beiden sehr gut eingegangen und haben das berücksichtigt. Mach dir daher keinen Kopf.
    Ich denke, dass der Arzt, der dir Medikamente verschreibt, dies auch rechtfertigen können muss. Und wenn er der Meinung ist, dass du ADHS hast, dann kann er dir auch mit der Diagnose Medikamente verschreiben. Wenn das Medikament für die Erkankung zugelassen ist und fest steht, dass die Kasse es bezahlen muss, dann darf die Kasse dem Arzt nicht vorschreiben, was er verschreiben darf.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Hi Fliegenpilz,

    super dein ausführlicher Erfahrungsbericht! Wie lief das bei den anderen?

    @Lucy geht mir auch oft so....

    P.S. Hattest du eigentlich irgendwelche Einschränkungen durch die Diagonose ADHS wie Führerschein, Bootsführerschein, Segelflugzeugschein - was weiss ich...?

  7. #7
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Man braucht sich keine Sorgen zu machen.
    Wenn du ADHS hast, dann wird ein guter Spezialist das herausfinden.
    Fliegenpilz hat das gut eruiert.
    Es gibt gute Tests im Internet, die einem im Vorfeld klarmachen
    ob man zur Riege der ADHS´ler gehören könnte.

    Sieh dich hier um und nach einem Streifzug hier könnte dir einiges klar werden.

    LG --hirnbeiß--

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Hallo ANN999,

    jetzt wo ich dich schon so freundlich begrüßt habe, könntest dich ja auch gleich noch Vorstellen gehen und ich bräuchte nur noch Copy/Paste machen und würde dich dann offiziell begrüßen

    So jetzt aber zu deinen Fragen...

    ... ich finde auch das Fliegenpilz das gut erklärt hat und dem hab ich auch nichts besseres beizufügen.

    Ich hatte meine Führerscheine (Auto/Motorrad) ja schon vor der Diagnose und ich bin ehrlich gesagt auch noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass man deswegen eingeschränkt fahrtüchtig sein könnte. Meine Unfallstatistik ist gleich 0.

    Aber vielleicht haben ja andere mehr Erfahrung als ich.

    Viel Glück und alles Liebe
    Lucy

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Lucy schreibt:
    Ich hatte meine Führerscheine (Auto/Motorrad) ja schon vor der Diagnose und ich bin ehrlich gesagt auch noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass man deswegen eingeschränkt fahrtüchtig sein könnte. Meine Unfallstatistik ist gleich 0.

    Aber vielleicht haben ja andere mehr Erfahrung als ich.
    Es gibt schon Studien, die eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit von ADSlern belegen. Das hat aber in der Praxis (noch) keinerlei Auswirkungen. Das lustige ist, das diese Studien auch belegen, dass die Fahrtüchtigkeit von ADSlern durch MPH deutlich gesteigert wird. Allerdings dürfte man streng genommen unter dem Einfluss von MPH garkein Auto fahren. Find ich schon etwas Krank. das ist ja fast als würde man per Gesetz gezwungen leicht angetrunken zu fahren.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Falls Diagnose nicht ADHS ist dann der Zug abgefahren

    Ich denke mal, dass man fahren darf, wenn man die Führerscheinprüfung geschafft hat.
    Wenn man nicht dazu in der Lage ist zu fahren, wird man das wohl nicht packen... Ein Blinder zB...
    Danach darfst du dir nur nichts zu schulden kommen lassen, ansosnten Freie Fahrt forever...
    Selbst wenn man mit 18 den Führerschein macht, dann 50 Jahre nicht fährt, kann man sich ja jederezeit in ein Auto setzen und losdüsen.
    Es dürfen ja auch noch über 100 Jährige fahren, jedenfalls theoretisch... Die haben dann zwar keine Reflexe mehr, aber dafür viel Erfahrung

    PS: als Fluglotse werden sie dich wohl nicht mehr einstellen... Aber auch da fraglich, ob du die Prüfung schaffen würdest.
    Geändert von Evermind (15.07.2011 um 19:42 Uhr) Grund: was vergessen

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