Hallo erst mal an alle!

Ich habe ein großes Problem mit meinem zukünftigen Werdegang und hoffe darauf, das mich diese Konversation weiter bringt.

Erst mal möchte ich ein paar sachen zu meiner Person erklären, damit die Problemstellung deutlich wird.


Habe meinen Realschulabschluss ohne "sitzenbleiben" mit einem mittelmäßigen Abschluss (3,2)im Jahre 2003 beendet. die lehrer sagten immer, dass ich mehr kann, aber mein interesse fürs unterrichtgeschehen stark zu wünschen übrig lässt. Aufgrund meines starken privaten interesses an Kraftfahrzeugen und Motorrädern war klar, wie es weiter gehen musste. Also habe ich eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit verkürzter Lehrzeit in 3 Jahren mit einem eher schlechten Abschluss (3/4) aufgrund von mangelndem interesse an den "langweiligen KFZ-themen" bestanden. Daraufhin ging ich wieder zur Schule und machte meine Fachhochschulreife, allerdings erst im zweiten Anlauf aufgrund einer leichten depression wegen dem verlust der "ersten großen liebe" mit naja, auch nur einem mittelmäßigen abschluss (3,3). Dazu ein kurzes Zitat meines Englischlehrers, als es um die Note im Abschlusszeugnis ging:"Du kriegst die ZWEI! Jemandem, der so schlampig mit seinen Ressourcen umgeht, dem geb ich keine EINS!" 2008 begann ich Maschinenbau zu studieren, an der Fachhochschule Koblenz. Hab das aber wiederrum kurz nach dem 1. Semster mit einem Bandscheibenvorfall abgebrochen. Zudem war mein Engagement und interesse ziemlich lasch. Nachdem der Bandscheibenvorfall behoben war, bin ich aus lauter Frust und Geldmangel in der Bau-Firma eines "Freundes" von Januar 2010 bis September 2010 arbeiten gegangen. Das Arbeitsverhältnis wurde aufgrund finanzieller Differenzen beendet und ich warte heute noch auf ca 2000 Euro. Im Anschluss fing ich wieder an Maschinenbau an der FH Gießen zu studieren (glücklicherweise hatte ich mich einfach mal so beworben). mitte des ersten semesters, als ich noch Pendler (pro Fahrtstrecke knapp 2Std) und das Engagement immernoch ziemlich lau war, folgte aufgrund privater, als auch studentischen Gründen ein Burnoutsyndrom mit anschließender Depression. schwere körperliche beschwerden und maßlose antriebslosigkeit waren das problem. ich kam nicht mal zum essen von der couch hoch. das erste semester war erfolglos zur geschichte geworden, aber nach den ersten psychodoc-aufenthalten bekam ich mein leben scheinbar langsam wieder in den griff und löste auch nur scheinbar nach und nach meine Problem. die körperlichen beschwerden lösten sich in wohlgefallen auf und zwischenzeitlich wurde bei mir ADS festgestellt.

Im nachhinein macht das auch sinn, da ich schon immer äußerst desinteressiert bei für mich nicht-relevanten,bzw nicht direkt daran interessierten Themen war. Jedoch themen, die mich interessieren, behandle ich so lange, bis ich alles weiß. Bin ein sehr sprunghafter Mensch, emotional und vor allem mental. meine gedanken springen in kürzester zeit von thema zu thema und ich ich behandle meine problem immer nur kurz, aber nicht gründlich. das bringt einen im leben oft in schwierige situationen. Man sagte mir schon immer, das ich "keine Ruhe im arsch hab" und immer auf "dem Sprung" bin. nehme jetzt methylphenidat in einer geringen medikation, aber einen effekt spürt man definitiv. bin viel ruhiger und abgeklärter. mein gedanken springen nicht mehr so viel hin und her. beim lernen wippe ich nicht mit stuhl, ich spiele nicht mit dem stift und interessiere mich nicht für vorbeieilende leute und geräusche. beim arbeiten bin ich bei der sache. werkzeug verlegen und wiederfinden fällt weg, ich denke vorab über das was ich tue nach und mache weniger fehler, bleibe ruhig auch bei schwierigen situationen und bin erfolgreicher und schneller.

aber zurück zu meinem eigentlichen problem:

ich hab ein letzter zeit keinen blick mehr für meine zukunft. ich weiß nicht, wo ich stehe, ein mangel an gesunder selbsteinschätzung ist bei mir schon lange sehr stark ausgeprägt. ich kann mir nicht vorstellen das studium erfolgreich zu beenden, die ziele sind zu weit gesteckt, für meine auffassung. mein gesamtes zukünftiges leben stellt sich mir nur als aneinanderreihung von problem dar.

welche alternativen seht ihr bzgl einer weiter-/fortbildung?

man sagt mir schon immer nach handwerklich und technisch sehr begabt zu sein, aber die "einfachen" handwerklichen tätigkeiten waren mir immer zu unterfordernd, vor allem aus geistiger sicht. meine interesse liegt immernoch im kfz bereich und ist mittlerweile auch bis in die details der kft-technik stark ausgeprägt.

verliere gerade den mut am studium dran zu bleiben. möchte bitte konstruktive vorschläge, die mich vllt weiter bringen. bin ja immerhin schon 24 jahre alt. so langsam sollte ich mal meinen weg finden!

viel dank für euer interesse!

gruß tobi