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Diskutiere im Thema Nachfahren der Jäger im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    Nachfahren der Jäger

    Hallo Community,

    Ich lese viele Bücher zum Thema AD(H)S und bin auf eine Theorie von Thom Hartmann gestoßen:

    ADSler sind die Nachfahren der menschlichen Jäger.

    Ich erkläre euch die Beispiele:


    - Impulsivität
    - Hyperaktivität
    - Hyperfokussierung
    - kurze Konzentrationsspanne
    - geringe Planertätigkeiten
    - hohe Umgebungswachsamkeit
    - geringe Selbstwahrnehmung


    Ein Jäger muss impulsiv sein. Streunt er durch den Wald und sieht eine Beute so muss er blitzschnell ohne nachzudenken bereit sein, diese zu verfolgen,
    sonst ist sie weg. Der Jäger muss sich bewegen, wenn er lange sitzt oder ruht dann degeneriert er und sein Geist rostet. Er braucht ständig Bewegung und Abenteuer, das verhilft ihm zu einer hohen Motivation denn seine Stimulation wird nur duch Schnelligkeit und Adrenalin befriedigt. Wenn er seine Beute einmal im Blick hat wird er geradezu süchtig nach ihr. Er hyperfokussiert auf sie und sieht nur noch sie in seinem engen Blickfeld. Sich selbst nimmt er nur noch wenig wahr. Wichtig, denn bei den ersten Anzeichen der Müdigkeit darf er nicht gleich aufgeben, sondern muss diese ignorieren können um erfolgreich zu sein. Seine kurze Konzentrationsspanne beruht auf der Tatsache dass er chronisch unterstimuliert ist, sobald keine Beute in der Nähe ist. Er muss immer auf der Jagd sein, sonst ist seine Genetik für ihn ein Nachteil.
    Ein Jäger muss das kleine Detail in seiner Umgebung wahrnehmen. Er hat gar keine andere Wahl, denn es ist überlebensnotwendig. Übersieht er, für andere Menschen nicht sichtbare Details, dann wird es für ihn lebensgefährlich.

    Ich glaube dass wir ADSler Nachfahren der Ur-Jäger sind. Wenn ich ehrlich bin kenne ich auch viele ADSler die Sport studieren um ihren Bedürfnissen recht zu werden.
    Befriedigt man als ADSler seine Bedürfnisse nicht ausreichend so wird man schnell zum Opfer der Zivilisation. Man darf einfach keinen Bürojob nachhängen. Lange sitzen ist Gift für unsere Veranlagung.

    Was haltet ihr davon?


  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Nachfahren der Jäger

    Hallo,

    bin auch neu hier. So neu, weil ich mich nach der Lektüre Deines Forum-Beitrags spontan entschieden habe, Mitglied in diesem Forum zu werden. Ich stelle an mir selber jeden Tag fest, dass die entscheidende Frage für mich ist: Welche Aufgabe habe ich auf dieser Welt? Mit diesen besonderen Eigenschaften muss es doch auch eine besondere Aufgabe geben.
    Ich glaube auch, dass ich Gene habe, die in der Vergangenheit etwas mit Jägern und/oder Kriegern zu tun hatten. Deine Schilderung ist sehr naheliegend. Aber man kann auch mit einem Bürojob Jäger sein. Jäger im Internet. Ständig auf der Suche nach der Information, die Dir den absoluten Kick gibt, Dich weiter bringt/treibt. Oder das Suchen nach den genauen Hintergründen für aktuelle Entwicklungen. Immer auf der Suche nach Neuem. Oder nach Schwachstellen. Schwachstellen im System oder der Umgebung. Völliges Hintenanstellen der eigenen Bedürfnisse, Zweitrangigkeit des Aussehens und der Mimik. Hohe Sensibilität für Eindrücke.
    Am liebsten bin ich unterwegs, Autofahren begreife ich manchmal als Kampf.

    Wobei ich letztens irgendwo gelesen habe, dass ADSler auch nach dem Prinzip leben: live fast, die young. Lebe Dein Leben schnell und intensiv. Ich denke, uns fehlt in dieser Welt ein wenig "die Aufgabe". Ich habe heute beschlossen, nicht mehr die aktuellen Nachrichtenmagazine zu lesen - mit Berichten, die mir eh zu ungenau sind. Aber wahrscheinlich werde ich Morgen wieder reinschauen. Habe auch schon mal darüber nachgedacht, bei der Polizei zu arbeiten. Jagen und finden. Klasse Gefühl, etwas gefunden zu haben. Zum Beispiel ein Schnäppchen.
    Aber glaubst Du wirklich, dass unsere Gene so weit (wie wei wirklich?) in die Gegenwart wirken? Ich glaube schon, dass auch wir uns evolutionieren. Ich habe zwei kleine Kinder. Bin gespannt, welchen Weg sie einmal gehen werden.

    Was mich interessiert: Wieso meinst Du, dass ADSLer Sport studieren müssen, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden? Ich stehe körperlich zwar oft unter Spannung, aber das wird daran liegen, dass ein Bein länger ist als das andere und sich daher die Wirbelsäule verschiebt und verspannt. Daraus könnte man natürlich die Frage entwickeln, ob viele ADSLer solche Beschwerden haben. Aber das ist ja ein anderes Thema.

    Jagen - nach dem nächsten Kick.

    Greetz

    Christian

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Nachfahren der Jäger

    Hi Christian,

    Ich heiße dich im Forum willkommen und hoffe du schreibst weiter so coole Antworten. Danke für deine Denkanstöße, hier meine Antworten:

    Es gibt relativ viele "Krankheiten und Störungen" die genetisch aus Ur-zeiten noch heute an den Menschen überliefert worden sind... Zum Beispiel: die "Sichelzellenanämie" die gegen Malarie hilft, oder die "Wolfskrankheit" die deinen ganzen Körper behaaren lässt. Aber auch jeder Mensch hat am Steißbein bzw. Kreuzbein ein kleines Überbleibsel vom Affenschwanz... Ob AD(H)S nun tatsächlich eine Krankheit ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke es ist eine andere Art von Dasein.

    In der frühsten Menschheitsgeschichte haben sich zwei gegensätzliche Kulturen entwickelt. In Gegenden, in denen eine reiche Pflanzen- und Tierwelt vorhanden war, war die Bevölkerungsdichte niedriger und es herrschten Jäger und Sammler dort vor. In anderen Gegenden, überwiegend Asien, entwickelten sich die landwirtschaftlichen Gesellschaften heraus.

    Sei es beim Jagen von Hirschen in den Wäldern von Germanien, oder die Büffeljagd von Indianern in Amerika.. Die damaligen Jäger brauchten die im ersten Beitrag von mir aufgelisteten EIgenschaften, die Ihnen ein erfolgreiches Jagen und Überleben sicherten.

    Im Laufe der Zeit hat sich Gesellschaft hat sich gewandelt. Die Eigenschaften eines menschlichen Jägers werden nicht mehr benötigt. Vielmehr ist der Bauer, der tagtäglich plant und genau nachmisst, der "evolutionäre" Sieger. Nach Darwin sind die AD(H)Sler also auf dem absteigenden Ast.

    Ich vergleiche auch gerne mit dem Film Wanted, in dem der Protagonist eben so ein Leben im Büro führt, bis er merkt dass er auch "anders" ist. Er nimmt sogar Tabletten um sich ruhig zu stellen (Ein Schelm wer gleich an Ritalin denkt!!)

    Ich empfehle dir den Trailer: YouTube - ‪Wanted Trailer - German‬‏ und besondern 00:54-01:03 anzuschauen.

    Klar, als Jäger muss man sich stimulieren, sonst ist man nicht glücklich. Heutzutage kompensieren wir die uns fehlende Jagd mit schnellen Autos, Stimuli wie Alkohol und Drogen, Ritalin und was weiß der Teufel noch.

    Ich selbst überlege, ob ich nach meinem Lehramtstudium irgendwo im Wald lebe. Denn ich habe auch gemerkt dass es für mich nichts schöneres gibt als durch den Wald zu joggen... und die Natur zu genießen, ich bin ein anderer Mensch dadurch geworden.

    [[[Was mich aber irritiert ist, was sind dann eigentlich hypoaktive ADSler?
    Sammler? ]]]


    Ich liebe es auch Autozufahren. Rasant schnell nehme ich alles wahr und heize auch gut durch die Gegend. Vorallem aufgrund der Stimulation. Ich hab es noch nie gemacht, aber ich schätze aufgrund unserer anderen Hirnfunktionsweise sind wir auch gegenüber Drogen wie Kokain anders eingestellt. Ich nehme an, dass diese uns "klar" machen. Während "Bauern" (was kein beleidigender Begriff sein soll) dabei in Fantasien abdriften...
    Das Paradoxe, was ich nie verstanden habe, sobald ich eine längere Strecke, zum Beispiel nach Dänemark mit konstant 120km/h fahren muss, bin ich chronisch müde und gestresst, es macht mir kein Spaß und ich mache mehr Fehler als wenn Ich im Geschwindigkeitsrausch auf der Autobahn brettere. Genauso ist es bei alltäglichen Aufgaben. Aufräumen= eine Qual, Einkaufen= eine größere Qual, Blätter sortieren= Ein Alptraum.
    Andere genießen es geradezu langsam und behäbig durch die Gegend zu schlendern.

    Ich bin auch sehr gerne unterwegs. Es scheint als könnte ich am besten Denken wenn ich in Bewegung bin. Auch nehme ich meine Umgebung anders wahr. Ich mag es überhaupt nicht wenn ich mit dem Rücken zu einer Tür sitze.
    Vielleicht habe ich auch Angst vor der Nacht, weil es ein Naturinstinkt ist. Nachts sehen Raubtiere schließlich besser.


    Die Menschheit evolutioniert sich in der Tat. Aber die Gene verändern sich viel langsamer als unsere Sitten. Rasant schnell; innerhalb von Jahrzehnten werden Lebensbedingungen geändert: Handys, Autos, Fernseher, Autobahnen werden zum Stimulanzen für jeden Jäger. Aber auch zur Überforderung! Es hört nicht mehr auf. Der Stress macht uns kapputt. Sind wir doch früher per Körper durch den Dschungel gerast, auf der Jagd nach dem Wild, haben wir uns früher bewegt und vor allem IN der Natur. Bewegen wir uns heute durch übervölkerte und reizüberflutende, dreckige Innenstädte. Sitzen stunden lang vor dem PC und schaukeln unserem Körper Stumulanzen vor. Wir verarschen uns selbst. Der Körper denkt wir wären auf der Jagd, dabei sind wir nur im 20ten Stock eines Bürogebäudes. Im Großraumbüro 8a und werden von all den Geräuschen, falschen Licht und Menschen "geflashed".

    Deswegen werden wir ADSler, wenn wir keine geeignete Nische in dieser "Bauern"-Gesellschaft finden, aussterben oder noch weiter degenerieren und pumpen uns noch mehr Ritalin und Reize rein.

    Witzig ist. Ich bin auch permanent angespannt. Vorallem jetzt im stressigen Bachelor-Studium.
    Nicht witzig ist:
    Ich habe deswegen einen Bandscheibenvorfall UND auch eine verschobene Beindifferenz...
    Zu dem kommen Neurodermidtis, Heuschnupfen und all der Zivilisationsmist, der mich jedesmal daran denken lässt wie wenig ich in diese Zeit gehöre. Manchmal sehne ich mich wirklich nach der Ur-Zeit zurück.

    Nachdem ich den Film "Avatar" in 3D in einem geilen Kino gesehen habe, war ich wahrlich geflashed. Dieser Film hat UR-Instinkte in mir ausgelöst. Durch den Wald jagen und kämpfen, sich eine Frau raussuchen und in einem Stamm zu leben...
    Ich wollte wie der Protagonist einfach in dieser zauberhaften Jäger-natur-Welt bleiben... Ich war emotional echt aufgerührt und ein wenig traurig wieder in die Realität zu müssen..

    Die meisten ADSler, die ich kenne, sind bei der Polizei oder studieren eben Sport um ihre körperlichen und ihre Jäger Bedürfnisse zu stillen. Ein Opa von mir ist sogar ein erfolgreicher Hobby-Jäger. . . Klar kann man auch im Büro sitzen und erfolgreich sein. Ich denke, man kann viele Faktoren günstig beeinflussen umd sein eigenes ADSler-Dasein auch in den Griff zu bekommen..
    Jeder sollte die Chance auf eine "normale" Karriere haben Ich seh uns ADSler aber eher in außergewöhnlichen Zweigen Karriere machen... und du? (Kaum auszudenken wenn ein stimulierter Strafverteidiger mit ADS wütend auf der Justiz rumhackt ; auch kaum auszudenken wenn er die juristische Bürokratie abwickeln muss, die dann anfällt. Deswegen denke ich man sollte sich gerade als ADSler zweimal überlegen einen ADSler auch als Partner zu nehmen. Das gibt doppeltes Chaos. Ich denke die optimale Mischung wäre ein Duo mit Jäger und Bauer. Der Jäger ist an der Front während der Bauer sich um das Alltägliche kümmert ... Aber man weiß nie wo die Liebe hinfällt!!



    Ich bin für eine tolerante Welt, auch gegenüber unserer "Störung". Aber als eine Störung war schon immer alles, was von der Gesellschaftsnorm abweicht und nicht in diese reinpasst bzw. anders ist... Take a second & Think about it.

    Vielen Dank für die wertvolle Aufmerksamkeit!


    Anmerkung: Ich habe größtenteils erklärt, aufgebaut und meine Gedanken erweitert anhand des Buches von Thom Hartmann - "Eine andere Art, die Welt zu sehen". Es hat mir die Augen geöffnet.
    Geändert von zlatan_klaus ( 8.06.2011 um 02:10 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Nachfahren der Jäger

    Ja klar, wenn die ADS'ler die Jäger sind, dann sind die Schizophrenen die Schamanen und die Zwangskranken die Sammler und Beschützer. Sorry, aber... hmmm?

    Was du beschreibst trifft auf mehrere Millionen anderer Menschen auch zu und hat eher etwas mit differenziertem Denken, Intelligenz und einer sensitiven Art der Wahrnehmung zu tun und garantiert nichts mit ADS.

    ADS zeichnet sich in erster Linie durch weniger Hirnmasse aus. Sorry, aber is leider so. Sage nicht, dass es etwas krankhaftes sein muss. Aber wenn es nicht irgendwo "krankhaft" wäre, dann würden die meisten wohl auf ihre Stimulanzien verzichten.

    Die Menschheit evolutioniert sich in der Tat. Aber die Gene verändern sich viel langsamer als unsere Sitten.
    Vielleicht tröstet es dich zu wissen das im Schnitt jede Person einer Generation 4,2 Mutationen in sich trägt. Im Genom! Davon ausgenommen sind die Spontanmutationen jeder Körperzelle, die unabhängig davon auftreten.

    Jeder von uns ist ein einzigartiges Konstrukt. Kein Mensch gleicht dem anderen. Da das Gehirn bei Weitem das komplexeste Organ der Welt ist, gleicht folglich kein Gehirn dem andern und damit auch keine "psychische Krankheit" der anderen. Auch wenn immer wieder versucht wird, Menschen die sich in einem Symptomkomplex ähneln in Gruppen zu sortieren.

  5. #5
    Weltenwandlerin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 422

    AW: Nachfahren der Jäger

    MmmBop schreibt:

    ADS zeichnet sich in erster Linie durch weniger Hirnmasse aus. Sorry, aber is leider so. .
    Kannst du dafür bitte die Quelle nennen?

    Die These ist mir recht neu.


    Und mir persönlich gefällt der Satz:

    """Ob AD(H)S nun tatsächlich eine Krankheit ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke es ist eine andere Art von Dasein. """



    Vlg, tiganii.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Nachfahren der Jäger

    Hallo Klaus,

    ich habe das Buch von Thom Hartmann nicht gelesen. Ich habe auch mittlerweile keine Lust mehr, entsprechende Bücher zu lesen. Ich vergesse eh nach einiger Zeit, was darin stand, obwohl es mich zum Zeitpunkt des Lesens sehr interessierte.
    Ich habe mir aber einmal eine Zusammenfassung des Buchs angeschaut.

    Zwei Dinge treffen auch in erheblichem Maße auf mich zu:
    Ich denke auch visuell und kann mir Dinge gut visuell einprägen. Wenn jemand etwas verloren hat, finde ich es meistens schnell wieder. Sei es den Schlüssel im Strohfeld oder ein Brillenpad in der Wohnung. Suchen macht mir überhaupt viel Spaß. Das ist vielleicht auch der Grund, warum es in meinem Arbeitszimmer (Keller) so chaotisch aussieht. Natürlich habe ich keine Lust, den ganzen Kram aufzuräumen oder Papiere weg zu sortieren, obwohl ich das dringend tun müsste. Ich habe mich auch schon ausgiebig mit dem Thema "Prokrastination" beschäftigt, aber letztlich falle ich immer in "gewohnte" Zustände zurück.
    Es stellt sich die Frage, was "uns" überhaupt motiviert. Das Belohnungssystem funktioniert bei uns ja nicht so, wie bei normalen Menschen. Mich motiviert ein konkretes Ziel oder Ergebnis (Projekt?), das es zu erreichen gilt.

    Körperliche Bedürfnisse: Ich stelle immer wieder fest, dass mein Körper ständig seinen Verstand über die körperlichen Bedurfnisse stellt, die dann auf der Strecke bleiben. Ich müsste viel mehr Sport machen. Doch wozu? Der längerfristige Sinn überzeugt mich nicht und kurzfristig ist nicht viel zu erreichen.

    Ich glaube auch, dass ein Jäger zu Hause einen Bauer benötigt, der als ruhender Pol die Planung und Übersicht behält - wobei ich mir vorstellen kann, dass das auch sehr schnell wieder langweilig wird. Das hängt sicher von den individuellen Anlagen ab.

    Ich fühle mich auch manchmal fehl am Platz in dieser Zeit, habe aber dann immer noch das Urvertrauen, dass ich mit meinen Anlagen für etwas bestimmt bin, eine bestimmte Rolle in dieser Gesellschaft zu erfüllen habe. Vielleicht als beharrlicher, kreativer Querdenker. Vielleicht müssen wir aber auch nur einfach lernen, mit dem ruhigen Tagesablauf klar zu kommen und uns anzupassen - tja, das hängt davon ab, wo wir uns hin entwickeln.
    Pegeln wir uns alle auf ein Niveau ein, oder haben unsere Gene noch einen höheren Sinn, der sich uns irgendwann offenbart?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Nachfahren der Jäger

    Zu den Quellen:

    "Stunning" Decrease in ACC Volume
    Preliminary MRI studies in adults with ADHD have revealed that, compared with healthy controls, these individuals have much smaller dorsolateral prefrontal and anterior cingulate cortex (ACC) volumes. These volume differences in regions of the brain that are involved in attention and executive control support the concept that adults with ADHD have a biological disorder, said Dr. Seidman.
    Volume deficits have been reported in a number of studies of children with ADHD, he noted, adding that, however, in 2005, there had only been 1 previously published report of an MRI study of adults with ADHD. MRI, which is very flexible, largely very safe, and most easily available at many sites, is the tool that has been most used in neuroimaging studies in ADHD, he observed.
    American Academy of Child & Adolescent Psychiatry 54th Annual Meeting: Symposium 2. October 23-28, 2007

    ADHD may lower volume of brain

    Youngsters diagnosed with attention-deficit hyperactivity disorder (ADHD) lack concentration, patience, and organizational skills. A new study reveals that the brains of these children are slightly smaller than those of their peers who are free of psychiatric disorders.

    This disparity is most pronounced for the children and teenagers with ADHD who have never taken a stimulant medication, such as Ritalin, say psychiatrist F. Xavier Castellanos of New York University and his colleagues.
    Overall, kids with ADHD had total brain volumes about 3 percent less than those of unaffected youngsters. Brain development followed parallel paths for participants with and without ADHD, but the 3 percent disparity in brain volume stayed constant.
    Never-medicated children with ADHD also exhibited smaller white-matter volume in the brain than did both those taking stimulants and those free of mental ailments. White matter, which grows thicker as a child matures, consists of fibers that establish long-distance neural connections.
    Science News This Week; Vol 162 page 227


    Brain Scans Reveal Physiology of ADHD

    Sowell and Peterson observed significant differences in brain structure in the frontal cortices of both sides of the brains of the children with ADHD, with reduced regional brain size mainly confined to small areas of the dorsal prefrontal cortices (see images). Children with ADHD also were observed to have reduced brain size in anterior temporal areas, again on both sides of their brains.
    Abstract: "Cortical Abnormalities in Children and Adolescents With Attention-Deficit Hyperactivity Disorder”

    usw. usw. usw.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Nachfahren der Jäger

    Hey,

    Keine Ahnung, ob Ich AD(H)S habe; ich weiß nur, dass 20 von 21 Symptomen vollständig zutreffen und kann mich sehr stark mit ADSlern, die hiier so schreiben, stark identifizieren.

    Ich mag die HunterTheorie Denke schon, dass die Gene viel in unsere Leben bestimmen und dass die lange Angepasstheit ans Jagen noch in der heutigen Zeit Spuren hinterlassen hat, bei manchen deutlicher, bei anderen nicht. Das ändert aber nichts daran, dass Jeder von uns ein Mensch ist und daher wäre ich vorsichtig mit solchen Unterteilungen.

    Jedenfalls kann das mit den Stimulanzien von mir bestätigen. Wenn ich nicht gerade Sport amche, Schlagzeug spiele oder anderes was interessant ist, habe ich einen ausgeprägten Drang irgendwas zu tun, den ich mich Stimulanzien wie Kaffee in den Griff bekomme. Oder einfach mal ein paar Bierchen (nicht allzu häfig versteht sich).

    Freue mich auf weitere diskussionen. Finde das Thema viel zu interessant, als es zu ignorieren oder unsachlich als "Quatsch" abzustempeln. Wie gesagt, ich mag den Gedanken einfach, mir egal obs stimmt oder nicht


    Gruß,
    Rager

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Nachfahren der Jäger

    Hallo MmmBop,

    Ich gebe zu du hast im medizinischen Sinne Recht. Ich war am letzten Mittwoch auf einem Vortrag von der Psychiaterin Helga Simchen. Sie hat das Thema "AD(H)S" sehr sachlich abbehandelt, zu dem habe ich Ihr Buch, "Die vielen Gesichter des ADS" gelesen:

    Unser Frontalhirn, das für Emotions-, Verhaltens- und Handlungskontrolle zuständig ist, hat eine Unterfunktion bzw. ist "unterentwickelt", auch unsere Reizfilterung ist gestört. Wir nehmen fast ungebremst alle Reize aus der Umgebung auf. Und sind dadurch auch leider Stressanfälliger. Jedoch ist die Kreativität dadurch erhöht. Denn im Gegensatz zum "Normalhirn", haben ADSler diffuse Denkbahnen. Wenn wir gestresst sind explodiert ein Feuerwerk der Gedanken im Kopf. Sind wir unterstimuliert haben wir eine Leere im Kopf. Durch die ständige Reizüberflutung aus der Umwelt sind wir quasi im Dauerstresszustand aus dem sich ab der frühen Kindheit Krankheiten und Anfälligkeiten ergeben können. Ich könnte jetzt noch genauer und medizinischer darauf eingehen, es ist aber leicht nachlesbar. Auch hier im Forum. Du hast ja auch dazu schon eine Quelle genannt.

    Was mich an diesem Thema reizt, ist die hohe Vorkommensart dieser "Störung" bzw. "Krankheit". Thom Hartmann behauptet, dass ca. 20% der Bevölkerung ADS haben. Nach Vorkommen und Entwicklung der AD(H)S - ADS bei Erwachsenen - Jetzt geht es aberlos.de - AD(H)S bei Erwachsenen sind es sogar ca. 25 %. Und nach Helga Simchen sind es in Deutschland 1 Millionen Kinder und Jugendliche, sowie 1,5 Millionen Erwachsene.
    Klar ist, es gibt natürlich "Krankheiten". Ich würde auch nicht soweit gehen und sagen dass Krebs oder AIDS einen evolutionären Zweck haben. Außer vielleicht der "natürlichen Selektion".

    Für mich stellt sich die Frage, ob AD(H)S überhaupt eine Krankheit genannt werden kann, oder eben eine veraltete Systemkonfiguration ist, abgestimmt auf Jagdmechanismen die dem Überleben dienen. Diese Systemkonfiguration (ca. 20 Gene sind dafür "verantwortlich" ) ist genetisch übertragbar und deshalb auch mutiationsanfällig. Da hast du also auch da völlig Recht:
    Kein Mensch gleicht folglich einem anderen.

    Auch ich habe Zweifel an dieser Theorie. Was sollen hypoaktive ADSler dann sein?
    Dafür stellt sich für mich noch kein Erklärungsansatz. Jedoch:
    Die Theorie von Thom Hartmann geht eher um hyperaktive ADSler. Da jedoch ADS, wie schon erwähnt, genetisch bedingt ist und wie du erwähnt hast, sich anscheinend die Genetik permanent ändert, kann es sein dass hypoaktive ADSler eine nochmalige genetische Mutation haben. Vielleicht eine verzweifelte Maßnahme von hyperaktiv-machenden Genen, sich an die Gegebenheiten der Neuzeit und der Bauerngesellschaft anzupassen. Wer weiß das schon ? Schwer sowas nachzuweisen.

    Schizophrenie und Zwänge haben relativ oft stressbedingte Ursachen. Es gibt unzählige geistige Krankheiten. Viele brechen auch oft bei sensiblen Menschen aus weil diese sich in dieser Gesellschaft und den Lebensumständen nicht erwehren können.
    Diese Krankheiten haben scheinbar keine evolutionäre Funktion.

    Aber fangen wir mal mit den Zwangskrankheiten an. Oft eine Reaktion des Gehirnes auf ungelöste Probleme. Beispiel:

    Der Sohn spielt mit seinem Vater Schach. Der Sohn gewinnt immer gegen den Vater. Im letzten Spiel bemerkt der Sohn dass er beim nächsten Zug gewinnen würde. Da er aber seinen Vater nicht traurig machen will, wenn er gewinnt und nicht wütend machen will, wenn er einfach geht. Fliegt er halb bewusstlos vom Stuhl und bricht das Schachspiel somit ab. Es wurde für ihn entschieden.

    Der Sohn ist das Gehirn. Und der Vater stellt zwei Probleme dar, für die es keinen Ausweg gibt. Also sucht sich das Gehirn einen dritten.

    So ensteht eine krankhafte Verhaltensweise. Oft ausgelöst durch Unsicherheit und Stress. Stress ausgelöst durch Probleme die anscheinend nicht gelöst werden können.

    Komorbiditäten gibt es unwahrscheinlich viele.

    Ich möchte betonen,

    Meine Theorie lautet:
    AD(H)S ist eine veraltete Systemkonfiguration von Jägern und Sammlern.
    Die in der heutigen Zeit nicht mehr reinpasst. Und durch ihre "Eigenschaften" bzw. "Symptome" auch "Krankheiten" auslösen kann.
    Wenn man sich nicht den heutigen Spielregeln anpasst, wird man als AD(H)Sler mehr oder wenig "natürlich selektiert".


    Zitat: MmmBop " Auch wenn immer wieder versucht wird, Menschen die sich in einem Symptomkomplex ähneln in Gruppen zu sortieren. "

    Ich hab keinen Vorsatz Symptomkomplexe Gruppen zuzuordnen. Auch will ich mich sicherlich nicht abheben von der Gesellschaft oder mich selbstbemitleiden. Ohne ADS hätte ich sicherlich mehr Vorteile heutzutage. Man ist aufjedenfall angepasster.


    Jedoch :
    Es gab schon immer Kastensysteme in allen Gesellschaften der Erde. Heute offiziell, zum Glück(!), abgeschafft, wird es eigentlich immernoch subtil angewendet. Bestes Beispiel ist Indien. Beurteilt, wer oben oder unten steht, wird dabei meistens nach Leistung oder Fähigkeiten und Fertigkeiten. Soziologisches Klischee: Leute mit hohen IQ werden gebildet, Leute mit niedrigen IQ werden Arbeiter. Und zack man hat eine Gruppenaufteilung.
    Oder : Menschen die schnell rational denken können und logisch sind sind eher Mathematiker, als kreative Köpfe die Germanistik studieren. Und schon wieder hat man eine Aufteilung.


    Mathematiker oder Germanist.
    Jäger oder Bauer.
    Mann oder Frau.

    Überall gibt es biologische Unterschiede bzw. Symptomkomplexe die sich unterscheiden. Was Symptom oder Eigenschaft ist, das wird nach aktuellen Begebenheiten definiert.
    Subjektiv also.

    Zum Schluß:

    Ich bin der Meinung, dass AD(Hyperaktive)Sler vor 10.000 Jahren, aufgrund ihrer Risikobereitschaft, ihrem Bewegungsdrang, ihrer schnellen Auffassungsfähigkeiten, ihrer Sensibilität für Reize und ihrer Möglichkeit schnell umzuschalten und ihre Kreativität bei auftauchtenden Problemen anzuwenden, zu den besten und sensibelsten Jägern / Spähern gemacht hat. Und damit zu einem wertvollen Bestandteil einer Gesellschaft. Und dafür auch geschätzt wurden. Heute ist die Gesellschaft nicht mehr auf Jagd und Spähen angewiesen und somit fallen diese menschlichen Jäger aus der Norm heraus und werden als Störung oder Krankheit gesehen.
    Heute gewinnt der, der planen kann, und nicht jagen.

    PS:Ich finde es ist ein interessantes Thema. Da du deine Stimmung als negativ bzw. "nicht gut" eingestellt hast, bitte ich dich darum meinen Beitrag nochmal mit guter Stimmung zu lesen und vielleicht auch mehr dazu zu schreiben. Auch Todschlagargumente und am besten eine totale Gegenansicht. Denn ich danke dir für deine Gegenansicht! Sie fordert heraus.
    Aber irgendwie macht sich bei mir das Gefühl breit du willst das Thema abhaken bzw. abwürgen... Das wäre der Tod jeder Diskussion und Weiterstrickung von Möglichkeiten und Gedanken. Es ist nur mein Gefühl, vielleicht täuscht es mich


    Zu:Zitat Rager: "Das ändert aber nichts daran, dass Jeder von uns ein Mensch ist und daher wäre ich vorsichtig mit solchen Unterteilungen."
    Du hast natürlich Recht. Wir sind alles Menschen mit Emotionen, Leidenschaften und Idealen. Aber wir haben eben auch tierische Seiten ins uns, denn "Die Jagdleidenschaft ist in der menschlichen Seele tief verwurzelt". Charles Dickens (Oliver Twist, 1837)

    Meiner Meinung nach sind Menschen "zivilisierte Tiere". Eine extreme Ansicht, die ich auch manchmal gerne widerlegt haben würde. Ich führe auch einen inneren Diskurs darüber. Denn sie ist nicht so romantisch wie der der Kirche, in dem wir gottesähnliche Lebewesen sind, die einmal auf der Erde, für immer leben, ob hier oder im jenseits. Die nächsten zu Gott also. Ein weites Feld, das ja auch ständig diskutiert wird.

    Dennoch spielen wir mit den Spielregeln der Natur: Fortpflanzung, Nahrung suchen / anbauen / jagen ...
    Und stammen aus Ihr ab.

    Todschlagargumente dagegen, hat die Kirche schon immer gebracht, alles andere war schließlich Blasphemie... auch das die Erde rund ist!

    Meine Meinung.
    Geändert von zlatan_klaus (11.06.2011 um 01:20 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Nachfahren der Jäger

    Ja das mit dem Krankheitsbegriff ist ja an sich schon ne Sache für sich. Mein Therapeut meinte letztens, dass immer mehr Therapeuten und Psychiater sich inzwischen dagegen wehren den Leuten Diagnosen zuzuschreiben, auch wenn die Krankenkasse sie dazu zwingt. Daher wird halt oft mal schnell was gezaubert, damit die Behandlung weitergehen kann oder es wird immer wieder (sozusagen als Trotz) dieselbe Diagnose gegeben. Depression.


    Finde das gut, dass es so langsam in den Köpfen angekommen ist. Bei der Vielzahl der Störungen, die wir heute zur Verfügung haben. Ich denke die reichen aus, um 90% der Menschheit "behandlungsbedüftig" zu machen. Da ich selbst vom Fach bin, fällt es mir halt extrem auf, wie lächerlich auch gerade dieses "Persönlichkeitsstörungsroul ette" ist. Tatsache ist, wir wissen rein garnix über das menschliche Gehirn. Wir können selbst die groben Strukturen nicht vollständig erfassen, sprechen immer noch von der divergenten Informationsverarbeitung, waren aber immerhin schon in der Lage Areale zu identifizieren, die im Zusammenhang mit bestimmten Aufgaben und Funktionen stehen KÖNNTEN.

    Das auf Handlungsebene zu untersuchen, sprich Motorcortex, ist eventuell noch machbar. Selbst bei uns, wobei das ja verboten ist, aber wenn man den Stromimpuls an die richtige Stelle injiziert, dann fängst du an zu tanzen, ob du willst oder nicht. -> Synapsentier!

    Und wenn es dann auf Wahrnehmungsebene geht und gar noch um "psychische Störungen", ab da ist dann alles spekulativ. Welche Transmitter da wirklich oben noch eine Rolle spielen, dass wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht welche Transmitter in welchen Arealen zuviel oder zu wenig sind. Alles Humbug.

    Wieviele Leute nehmen heute jeden Tag Tabletten ein und wissen garnicht, ob DIESE Tablette für IHR spezifisches Gehirn auch die Richtige ist. Man kann es nicht wissen. Das lässt die Technik noch nicht zu. Antidepressiva wurden auch zur (wie so vieles damals) durch Zufall als Mittel gegen Depressionen entdeckt. Ob der tägliche SSRI nun auch da oben im Kopf genauso seine Arbeit macht, wie es gern postuliert bzw hypothetisch bisher so angenommen wird, da stell ich ein ganz großes Fragezeichen hinter.

    Und daher finde ich es so schade, dass viele Leute sich so sehr davon beeinflussen lassen, oder sich gar mit einer "Störung"/ihrer "Störung" zu identifizieren beginnen. Hab letztens in einem anderen Forum gelesen, wo es nur hieß: "Ja, ich bin Bordi" "Ich bin Asperger" "Ich bin Schizo"... Mein Gott! Wir sind erstmal alle Menschen, individuelle Menschen und nicht unsere Störungen. Geschweige denn, dass alle einfach mal so dieselbe "Störung" haben können, dass würde ich dann grundsätzlich mal konkret bezweifeln!

    Das es den unterschied zwischen intelligent, hochsensibel, normal, gefühlskalt, retardiert gibt. Daran zweifel ich nicht. Und ich glaube das sich jede psyschiche Störung, sofern es keine schweren Geburtskomplikationen oder einen angeboren Hirnfehler gibt, erstmal über die indivduelle Entwicklung + psychosozialem Umfeld begreifen lässt. Je nachdem welche Faktoren aufeinandertreffen, entwickelt es sich dann in die eine oder die andere Richtung, wobei ein Wechsel immer im Bereich des Möglichen steht.

    Sagen wir hochsensibel + neurologisches Defizit = ADS + negatives soziales Umfeld = Neurose + böse böse Eltern = Persönlichkeitsstörung + ... das ließe sich immer so weiter spinnen und wenn man gewillt ist, kann man es auch rückwärts lesen oder einen völlig neuen Ansatz bilden. Hätte nicht übel Lust mal ein MindMap dazu zu entwerfen.

    Naja, nur Schade das die meisten Ärzte dies offensichtlich nicht begreifen wollen. Das Medizinstudium ist ja sowieso nicht dazu gemacht freiheitlich zu denken. Lieber auf vorstrukturierten Lernwegen arbeiten... hihi. Vielleicht ham die ja auch alle ADS. Wobei...neee, da fehlt der Querdenker.

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