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Diskutiere im Thema Probleme, Entscheidungen zu treffen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Probleme, Entscheidungen zu treffen

    Hallo.

    Bei Punkt 1 kann ich Dir Recht geben, alles andere ist m.E. nach subjektiv bei dem Einen so, bei dem Andern so.
    Es ist ja keine direkte "Langeweile" sondern einfach so, dass neues "mehr" und "andere" Reize bietet. Das wertet das alte ab.

    Bei gewohnten Dingen gewohnte Entscheidungen zu treffen bewahrt uns eher davor entäuscth zu werden und sich hinterher ewig Vorwürfe zu machen, dass man ja mal wieder die "falsche" Wahl getroffen hat. Hat aber weniger mit ADD zu tun als mit einer der psychischen Begleiterkrankungen. Ist die Frage, ob man jetzt mit Impulsivität zu kämpfen hat(te) - so wie ich - oder eben nicht. Denn trotz meiner Impulsivität habe ich eben KEINE Entscheidungen getroffen, aus Angst sie sei wieder falsch.

    Unsicherheit bei der Selbsteinschätzung und damit Zweifel an der Entscheidungskompetenz kommen sehr wohl gehäuft bei ADDlern vor wie ich so lese. Das führt wiederum dazu, dass jede Entscheidung von "größter Bedeutung" ist, wei lsie eben einen rattenschwanz an Konsequenzen nach sich zieht ("ess ich dieses, hab ich Magenweh, kann das das nicht und dadurch dasund das...")

    Am liebsten ist es uns doch, wenn andere die Entscheidungen treffen in so einem Fall. Aber das kanns nicht sein. Man muss sich ja keinen Stress machen, aber man muss lernen hinter den Entscheidungen zu stehen! Sich danach zu fragen, "was wäre wenn..." darf nicht mehr passieren. Und warum nicht? Weil man es EH nicht mehr ändern kann. Zudem gibt es keine falschen Entscheidungen. Es hilft, wenn man sich sagt "Es gibt gute und weniger gute".

    Mein Arzt sagt immer "viele Wege führen nach Rom". Dazu ergänze ich jetzt: "...und wenn man dennoch in Madrid rauskommt: Da isses auch schön."

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Probleme, Entscheidungen zu treffen

    Ich entscheide meist sehr schnell und dann auch sehr überzeugt.
    Klingt toll, nur kann ich schon sehr bald eine völlig andere Überzeugung haben, die ich dann natürlich auch sofort vertreten will....

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: Probleme, Entscheidungen zu treffen

    Gundelelfe schreibt:
    Danke für das Thema,

    habe mich soeben entschieden doch mal drüber nachzudenken.

    Stelle grade mit Schrecken fest, wie sehr diese Entscheidungsschwierigkeiten doch mein Leben behindern. Das geht schon Morgens beim Aufwachen los:
    Was zieh ich jetzt an ? Wenn ich Glück habe, sind die Sachen von gestern noch frisch, dann kann ich unmittelbar aufstehen, nachdem ich es geschafft habe mich für Kaffee im Garten, in der Küche oder am Schreibtisch zu entscheiden.

    Muss ich frische Sachen aussuchen, wirds echt kompliziert.

    Denn mein Hirn will auch schon wissen, was ich danach mache, und da ich das oft gar nicht klar habe, geht erst mal ne Zeit lang gar nix mehr,
    weil ich nicht weiß, zieh ich Klamotten für Gartenarbeit an, oder für die Stadt.... also noch mal zurück lehnen und überlegen:
    Will ich in die Stadt oder will ich in den Garten,
    dazwischen vergesse ich , dass ich eigentlich auch Lust auf nen Kaffee habe, den hätt ich mir ja schon längst kochen könnnen, da hätt ich ja wenigstens schon mal den Weg in die Küche geschafft, und könnte dort überlegen.....
    Eh ich merke wie bescheuert das doch ist, ist schon wieder ne halbe Stunde vergangen, und ich muss abwägen ob es sich jetzt noch lohnt den Rasen zu mähen und den Termin für die Grünabfuhr zu schaffen.

    Ich überlege und überlege, und tu nix, weil irgendwie fühl ich mich nicht handlungsfähig wenn ich nicht schon längst die über, übe über nächsten Entscheidungen klar habe. Oh Gott, und was ist wenn etwas entschieden und erledigt ist ohne schon eine neue Entscheidung getroffen zu haben.

    Von hier und jetzt aus betrachtet , total bescheuert und irrational, und bestimmt nicht effizient. Dummerweise scheint ein ganz wichtiger Teil von mir während dieser Entscheidungsprozesse nicht zugegen zu sein.

    Im Supermarkt ist die Lage schon wieder anders, wenn auch nicht leichter : Nutella oder Orangenmarmelade? Das Geld reicht nur für eins von beiden. Da könnt ich auch ewig davorstehen, weil das eine oder andere könnte ja im Nachhinein einen Nachteil bringen.

    Von hier und jetzt aus betrachtet, auch völliger Quatsch!!!

    Was könnte denn im schlimmsten Fall passieren? Dass die Marmelade bitter schmeckt, und ich sie meiner Oma schenke, dass Nutella zu süß ist, und ich das Glas auf einmal auslöffele. Als ob es nichts schlimmeres gäbe!
    Schlimm ist das ich davorstehe, meine Zeit und Energie in dieser Schleife verplempere, weil mal wieder ein wichtiger Teil von mir nicht zugegen ist.

    Ja wo bin ich denn?

    Wieder mal im verkrampft im wenn und aber, statt entspannt im hier und jetzt.

    So und nun hoffe ich, weil ich noch mal drüber nachgedacht habe, dass es morgen besser klappt.

    Danke, Danke, Danke!!
    Ich dachte ja immer, ich bin bescheuert, weil ich ne halbe Stunde brauche, um ein paar Socken auszusuchen.
    Habe inzwischen ein paar Triks/Routinen, wie ich das vermeide. (zB einfach machen: Also erstmal ins Bad, Toilette - wenn ich da bin erstmal ausziehen - waschen - Blick aus dem Fenster, Wettervorhersage: erste Auswahl - Plan für den Tag? Sonst übliches T-Shirt und Jeans.) Oder nur Sachen in einer Farbe. Schwarz ist gut, passt immer.

    Schlimm finde ich es immer, wenn die Entscheidung falsch war. Das macht mich echt fertig. Daran abreite ich noch.

    Bei mir ist also das Grübeln die Folge der ANGST entwas falsch zu machen.

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Probleme, Entscheidungen zu treffen

    hallo
    solange man die angebote nach preis, qualität, nähwert etc vergleichen kann, habe ich kein problem. schlimm wird es wenn ich mich zwischen gleichwertige sorten entscheiden muss. im nachhinein stelle ich dann oft meine entscheidung in frage.
    beim schreiben habe ich fast immer das problem mich für eine formulierung zu entscheiden. "hm schreibe ich das jetzt so oder doch lieber so?" auch in klausuren, wo eigentlich nur der inhalt zählt.

    mein verdacht erhärtet sich immer mehr.

    gruß
    r.drückt

  5. #45
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Probleme, Entscheidungen zu treffen

    Ein Zitat dazu aus einem guten Lied von einem sehr guten Künstler:

    "Entscheidung ist ein Massenmord an Möglichkeiten"


    So siehts doch aus.
    Also den ersten Kuss und damit das Zusammenkommen mit meinem (ersten und einzigen) Freund (mit 18 ) hab ich ersma ne Stunde ausdiskutieren müssen

    Im Supermarkt ist das einfach, weil ich mich überall eigentlich schonmal für was entschieden hab (meistens das Günstigste). Das is ein sinnvolles logisches Kriterium.
    Im Restaurant entscheide ich meistens für das, was ich selber nich so gut hinkrieg. Ausserdem kann ich dann immer noch bei meinem Freund probieren - da geht das deshalb auch.
    Viel tragischer isses beim Selberkochen. Muss dann eigentlich immer was Besonderes sein. Und da kann ich mich dann manchmal für nix richtig begeistern und grübel bis Kaufland zuhat. Teilweise ess ich dann sogar nix, obwohl ich Hunger hab^^ Um dem vorzubeugen hab ich dann letztens nem Kumpel geschrieben, dass er sich für mich entscheiden soll. Hat er gemacht und ich hab mich dran gehalten obwohl ich in Gedanken immer noch was gesucht hab, was mich jetz richtig umhaut. Aber es hat geschmeckt und ich musste nich hungrig ins Bett^^

    Schlimm ist es, wenn ich von einer ursprünglich getroffenen Entscheidung abweichen muss. Weil sie falsch war oder ein Plan B hermuss. Vorgestern zu meinen Bochumern gefahren, mit denen ich dann inne Disko wollte: der längere schwarze Rock, den ich eigentlich tragen wollte, war doch dreckig. Stand also vor drei Miniröcken die alle nichtmal schwarz sein. Ganzes Konzept im Arsch^^ Hat mich total bekloppt gemacht. Hab irgendwann alle drei eingepackt. Um festzustellen, dass alle halbtransparenten schwarzen Strümpfe kapputt sind, bei meinem Freund rumliegen oder davon nur noch ein einzelner Strumpf existiert während der andere sich offensichtlich in Luft aufgelöst hat.
    Das hat mich sogar so gefuchst, dass ich aufm Weg noch n Paar gekauft hab.

    Ist aber natürlich eher harmlos. Aber wenn ich mich verfahre, dann meistens Kilometer, weil ich Gelegenheiten zum Wenden eigentlich grundsätzlich übersehe und mein schlechter Orientierungssinn irgendwie alle Abbiegemöglichkeiten gleichwertig macht. Meistens fahr ich dann so lange geradeaus bis ich mir bei einer Richtung ganz sicher bin. Und das kann dauern könnt ihr mir glauben...

    Damit kommen wir zu den richtig großen Schnitzern: ich hab 9 Semester (ohne Bachelor-Abschluss) gebraucht um mich gegen mein ursprüngliches Studium zu entscheiden. Das wird bestimmt besser, wenn ich noch n paar schwierige Fächer hinter mir hab. Ich muss nur anders lernen. Ich muss mit anderen lernen.
    Die die Idee hinter dem Studiumgang hat mir so gut gefallen. Aber ich hab echt lange gebraucht einzusehen, dass ich mir die Umsetzung einfach anders vorgestellt hab. Und dass ich dieses Studium in dieser Form einfach nicht schaffe.

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