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Diskutiere im Thema AD(H)S - Wird es irgendwann besser? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo Zusammen,

    wie ich schon ein paar mal geschrieben habe stecke ich seit einem Jahr in der tiefsten Krise meines Lebens, kein stein ist mehr auf dem anderen, und diese Krise hat mich auch auf ADHS Aufmerksam gemacht.

    Nun weiss ich einen Teil der Probleme die ich habe, ich habe mich viel damit beschäftigt. Am Anfang war da eine gewisse Erleichterung, endlich zu wissen warum vieles in meinem Leben so gelaufen ist und warum ich vieles nicht hinbekommen habe.

    Nun habe ich begonnen an diesen Baustellen zu arbeiten, aber zur zeit bin ich an einem Punkt wo mir gerade die Hoffnung verloren geht. Ich weiss nicht ob ich es jemals schaffen kann aus all diesem Chaos etwas positives zu ziehen und endlich ein paar Schritte weiter zu kommen.

    Bevor ich von AD(H)S wusste, habe ich viele Dinge einfach so hingenommen, mich geärgert und bin immer wieder aufgestanden in der Hoffnung das der Knoten schonmal platzen wird und ich das hinbekommen. Nun erscheint es mir aber so, das aufgrund der "Erkrankung" der Knoten nie platzen wird und ich mich immer wieder mit den gleichen Problemen konfrontieren muss, nur irgendwie mit dem Wissen, das ich es eigentlich nicht wirklich verbessern kann.

    Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht? Habt ihr nach einer grossen Krise wieder freude am leben gefunden? Könnt ihr besser mit euch und AD(H)S umgehen? Hat sich euer leben verbessert? Seid ihr glücklicher geworden? Habt ihr das gefunden was ihr sucht?

    Ich will doch einfach nur endlich ankommen und nicht immer am kämpfen oder auf der Flucht sein...

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 29

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Ich muss sagen dass bevor ich auf ADHS gestoßen bin mein Leben... auch in seinem ganzen Chaos irgendwie lebenswert war...
    Ja, ich habe gute Arbeitsstellen vor die Wand gefahren. Meine (Ex) Frau, mein Haus und meine 2 Kinder verloren... der 5er BMW ist weg

    Lebenskrisen: wirklich eine ganze Menge!

    Irgendwann hab ich dann Glück gehabt... meine jetzige Freudin organisiert alles was ich nicht organisieren kann - die plant sogar welche Unterhosen ich anziehen soll (ist mir deutlich zuviel des guten) - die ist genau das Gegenteil von ADHS. Mit Ihrer Hilfe hab ich mich selbständig in der Werbebranche gemacht. Ich lebe davon... es ist gut! Ja, auch das könnte besser sein, aber es ist gut.

    Glücklich werde ich wohl nie auf Dauer - damit habe ich mich abgefunden. Es gibt diese ganz kurzen Augenblicke... in den Bergen mit Blick auf einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang... mein kleiner 2 jähriger wenn er kommt : papa, piep piep... dann will er nen so nen Butterkeks mit nem Tiermotiv. Freude am leben bezieht sich halt wirklich auf kurze Augenblicke. Den Rest und vor allem negatives versuche ich auszublenden und zu elemenieren.

    Ich muss mich halt ordnen und irgendwie auf die Reihe bekommen. Gedankenkarusell und negative Gedanken / Gefühle elemeniere ich soweit mit Sport en masse. Ich kann es mir dank dem kleinen Zwerg überhaupt nicht erlauben auszuticken und meinen Marotten freien Lauf zu lassen.

    Früher hab ich mir viel weniger Gedanken gemacht... Wutausbrüche, Aggressionen u.s.w. auf das fehlverhalten von anderen geschoben. Heute weiß ich im Gegensatz zu früher das es halt an mir hängt und nicht an den anderen. Naja, ich hab Glück - weil ich halt ein verständnisvolles Umfeld habe.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Schnuppel schreibt:
    Früher hab ich mir viel weniger Gedanken gemacht... Wutausbrüche, Aggressionen u.s.w. auf das fehlverhalten von anderen geschoben. Heute weiß ich im Gegensatz zu früher das es halt an mir hängt und nicht an den anderen. Naja, ich hab Glück - weil ich halt ein verständnisvolles Umfeld habe.
    Genauso habe ich das bisher auch immer gesehen, die Fehler und Schuld mehr bei den anderen. Nun weiss ich auch das ich es bin, aber das macht es noch viel schwerer und mein verständnissvolles umfeld und die Partnerin, die für mich da war habe ich leider im moment ziemlich verloren. ich will einfach wieder das gefühl haben, das es sich lohnt zu kämpfen und das es ein schönes leben wieder kommen kann. Ich will nicht nur einfach funktionieren und irgendwie die Tage überstehen. Jeder "nur überstandene Tag" ist ein verlorener Tag!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 29

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Gefühle entstehen aus Gedanken... Wenn Du fühlst dass es sich nicht lohnt zu kämpfen dann denkst Du das!
    Und genau das kannst Du ändern... nämlich das was Du denkst!

    Lohnt sich ja auch irgendwie... Meine jetztige Freundin ist hübscher, jünger und intelligenter als meine Ex
    Kurzum: Der Kampf nach meiner Lebenskrise hat sich gelohnt!

    Ist bei Deiner Krise auch so. Kopf hoch, Alles wird Gut!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo Markus,

    Du schreibst, dass Dein Leben ein ständiger Kampf ist.
    Doch wogegen kämpfst Du eigendlich?
    Wenn es ein Kampf gegen die ADS ist, so bedeutet dies, dass Du letztendlich
    gegen Dich selbst kämpfst.
    Dabei kannst Du nur verlieren!
    Gegen die negativen Gedanken und Gefühle hilft mir, wie auch Schnuppel, so viel
    Sport wie irgend möglich.
    Mit meinen "Schwächen, Marotten, Unzulänglichkeiten" habe ich mich abgefunden.
    Ich akzeptiere mich so, wie ich bin, und wem das nicht gefällt, der soll mir eben
    aus dem Weg gehen.
    Ich weiss, so etwas lässt sich nicht einfach umsetzen, jeder Mensch ist eben anders.
    Dein Denken ein wenig in diese Richtung zu verschieben ist jedoch zumindest
    einen Versuch wert.

    Alles Gute und viel Erfolg

  6. #6
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.320

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo markus76,

    AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht? Habt ihr nach einer grossen Krise wieder freude am leben gefunden? Könnt ihr besser mit euch und AD(H)S umgehen? Hat sich euer leben verbessert? Seid ihr glücklicher geworden? Habt ihr das gefunden was ihr sucht?
    Ich habe zig Jahre gedacht, es wird besser, wenn ich dieses oder jenes Ziel erreicht habe, ich älter bin, .... ich habe die Erfahrung gemacht, daß es nicht besser wird. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Unbehandeltes ADHS hat bewirkt, daß ich sehr viele Komorbiditäten habe. Meine positive Erfahrung ist die, daß eine gute medikamentöse Einstellung (MPH und AD), Psychotherapie und mein Aufenthalt in der Psychosomatik mir sehr geholfen haben.

    Morgens freue ich mich wieder auf den Tag, der vor mir liegt.
    Ich habe gelernt, mich anzunehmen.

    Ich habe lernen dürfen, Gefühle zuzulassen ohne sie zu bewerten. In der Kunsttherapie sollten wir einmal malen, wie es gerade in uns aussieht. Ich habe mein inneres Chaos gemalt. Danach sollten wir jeweils das nachmalen, was jemand anders gemalt hat, worin wir uns wiederfinden. Es hat mich sehr bewegt, daß eine äußerlich sehr ruhige junge Frau mein inneres Chaos nachgemalt hat.

    Ich würde nicht sagen, daß ich jetzt glücklich bin, aber ich achte bewußt darauf, mir jeden Tag etwas Gutes zu tun.

    Jeden Abend notiere ich eine Sache, die am Tag schön war. Das verändert meine Sichtweise, weil ich meine Gedanken bewußt auf positive Dinge lenke.

    Ich habe noch nicht gefunden, was ich suche. Aber ich versuche nicht mehr im Gestern und nicht mehr im Morgen zu leben, sondern im Heute.

    Patty

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo,

    ich stelle mir ziemlich genau die gleichen Fragen wie Markus.
    Ja, ich denke, wir kämpfen gegen uns selbst, aber auch nicht ohne Grund.
    Wie Patty schreibt, habe auch ich jahrelang imemr und immer wieder gedacht, es wird besser.
    Bin aufgestanden und weitergekämpft.
    Habe gesehen, wie alle anderen, selbst Jüngere immer wieder an mir vorbeigezogen sind und mich gefragt, was denn bloß falsch an mir ist.
    Habe an Dummheit und Faulheit geglaubt und glaube es noch.
    Habe mit Komorbiditäten zu kämpfen, wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Ängsten etc.
    Immer und immer wieder neu anfangen und doch wieder zurückgeworfen werden.
    Immer und immer wieder sehen, wie andere an einem vorbeiziehen, die mit Sicherheit auch nicht schlauer sein dürften als man selber.

    In der Kindheit wurde mal ein Intelligenztest mit mir gemacht, eben wegen der Schul- u. sonstigen Probleme und demnach müsste ich eigentlich mit einem IQ von 136 hochintelligent sein.
    Merk ich nix von.
    Wenn DAS Intelligenz ist, dass man einfach nur merkt, dass man anders ist, nicht da hingehört, wo man ist, aber nicht hinkommt, wo man glaubt hinzugehören, dann kann ich gut drauf verzichten.
    Es ist, als würde man in einem Glaszylinder leben: Man sieht alles um sich herum, kann es spüren, genau wahrnehmen und man ist davon überzeugt, dort auch hinzugehören, aber man kommt nie dorthin, weil man ständig gegen diese unsichtbare Wand rennt.
    Und jeder Aufprall verursacht wieder neue Schmerzen.

    Jetzt weiß ich zwar, warum das alles so gekommen ist, aber bitte:
    Was nützt mir das heute?

    Die Diagnose erklärt alles, aber ändert gar nichts.
    Was nützt es mir, wenn ich lerne mich und meine Schwächen anzunehmen?
    Da draußen in dieser Scheißwelt komme ich trotzdem nicht zurecht, denn DIE nehmen einen nicht so an.
    Ich werde immer das Gefühl haben, da wo ich bin, nicht hinzugehören und da wo ich meine hinzugehören, niemals sein zu können. Wobei die letzte Klinik es dazu noch geschafft hat, mir eine narzisstische PS anzuhängen mit der Konsequenz, so dass ich jetzt nicht mal mehr weiß, ob das was ich bislang für meine Stärken gehalten habe, nciht reine narzisstische Fehleinschätzung war. Ja ich weiß, das ist schon vielen ebenfalls so ergangen und obwohl ich das weiß, haben die es geschafft mich zu verunsichern. Bei uns fällt sowas eben schneller auf fruchtbaren Boden.

    Wohl denen, die es geschafft haben, ihren Weg aufgrund der richtigen Förderung gehen zu können.
    Ich gehöre nicht dazu ...

    ich will einfach wieder das gefühl haben, das es sich lohnt zu kämpfen und das es ein schönes leben wieder kommen kann. Ich will nicht nur einfach funktionieren und irgendwie die Tage überstehen. Jeder "nur überstandene Tag" ist ein verlorener Tag!
    Geht mir genauso.
    Erklärungen habe ich viele gefunden, Lösungen ... keine

    Liebe Grüße
    Marcus

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo Marcus,

    was du beschreibst kommt mir an vielen stellen bekannt vor, vor allem der vergleich mit dem Gaszylinder ist sehr treffend gewählt. Aber um es mal ganz dumm und platt zu fomulieren, es kann doch nicht sein, das alle mit AD(H)S ein unglückliches Leben führen? Oder sind hier im Forum wie so oft im Internet nur die zu finden, denen es so schlecht geht, das sie sich hier herumtreiben müssen (nicht böse gemeint, ich bin ja auch hier ;-) )

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo Markus,

    es ist ja nicht unbedingt das ADS als solches, welches die Probleme bereitet.
    Wenn man sich die erfolgreichen ADS'ler anschaut, findet man viele, die damit gut zurecht kommen.
    Das Problem liegt meiner Meinung nach sehr stark in der Förderung.
    Wenn einem als Kind Strukturen gegeben wurden, Stärken gestärkt wurden und beigebracht wurde, mit Schwächen umzugehen etc, dann kann man sicher ein erfülltes und glückliches Leben führen.
    Das gilt sicherlich gleichermaßen auch für Menschen ohne ADS.
    Wenn aber das Gegenteil der Fall war und im Gegenteil, die Schwächen als Dummheit vorgehalten wurden, einem an sich schon ängstlichen Menschen durch Druck noch mehr Angst gemacht wird und so seine Stärken blockiert werden und und und, dann kommt ein mensch dabei raus, der versucht durch höchstes Anspruchsdenken, Zwanghaftigkeit und was weiß ich noch alles zu kompensieren und irgendwie zu funktionieren.
    Besonders Kinder, die ja nun mal sehr abhängig von ihren Eltern sind, versuchen es allen recht zu machen, gemocht und geliebt zu werden.
    Irgendwann baut man dann einen Schutzpanzer auf, denn die empfindsamen Menschen werden eben von Schulkameraden gerne als Mobbingopfer hergenommen, weils bei denen so gut funktioniert.
    Das wird eine Kette ohne Ende und kann nicht gut gehen.
    Nimmt man sich als Eltern aber die Zeit und die Liebe etc., um den Kind dabei die nötige Hilfestellung zu geben, und dafür muss man sicherlich nicht mal unbedingt ein ADS Fachmann sein, dann kann das schon ganz anders aussehen.
    Aber wenn man z.B. ein sehr empfindsames und ängstliches Kind selbst als Eltern mit dem Spitznamen "Sensibelchen" versieht, dann kann das nicht förderlich sein.

    Die Komorbiditäten, die aus all dem entstehen oder nicht, entscheiden meiner Meinung nach zum großen Teil mit über den weiteren Lebens(ver)lauf.
    Ich kenne viele, bei denen ich wetten möchte, dass sie ebenfalls ADS'ler sind, aber irgendwas hat da einfach funktioniert.
    Damit will ich niemandem Vorwürfe machen, das weiß keiner und kein Elternteil handelt in böser Absicht. Sie handeln auch so, wie sie es gelernt haben.
    Aber all das nützt einem selbst dann recht wenig, wenn man an der Stelle, an der wir stehen, angekommen ist.

    Das Problem wird jetzt sein, einen gangbaren Weg zu finden, auf dem wir mit all den Schwächen trotzdem noch das Gefühl haben können, etwas wert zu sein und den Weg gehen können, ohne wieder all unsere Energie zu damit zu verbrauchen, so zu sein wie die anderen, bzw. in der Welt irgendwie zurechtzukommen und selber dabei bis zur Erschöpfung zurückstecken.

    All die Kompensation hat mich viel Energie gekostet, die ich versuche in der Freizeit wieder zu bekommen. Als sehr introvertierter Mensch suche ich daher die Ruhe.
    Aber das Verhältnis stimmt einfach nicht, es kostet mich unterm Strich mehr Energie, als ich aufbringen kann.

    Irgendwie müssen wir also jetzt einen Weg finden, "da Draußen" trotzdem zurechtzukommen und dabei weniger Energie durch Kompensieren zu verbrauchen, damit wir noch ein bisschen was für uns haben.
    Sonst geht m.E. nach die Bilanz nicht auf und wir bleiben auf der Strecke.
    Nur wie?
    DEN Weg suche ich noch.
    Die Welt da draußen bietet solchen wie uns immer weniger Spielraum.
    Dazu kommt, dass es eine gewaltige Gratwanderung ist, denn wir müssen einerseits interessiert an dem sein, was wir tun, denn sonst wird unser Gehirn nicht mitspielen, ob wir wollen oder nicht, aber es darf uns andererseits auch nicht überfordern, denn unser Arbeitsgedächtnis ist nun mal eingeschränkt und da hilft m.E: nach kein Gedächtnistraining etc.
    Diese Sprüche habe ich mein Leben lang zu hauf gehört und versucht und versucht und doch immer nur Fehlschläge kassiert.
    Ein Mensch von 1,50m Größe kann auch trainieren bis der Arzt kommt, er wird niemals Meister im 100m-Lauf, weil er eben körperlich dafür einfach nicht gebaut ist.
    Und es gibt nun mal Fähigkeiten, die wir nicht haben und auch nicht antrainieren können.
    Nur werden die Spielräume in unserer Gesellschaft immer kleiner und unsere Möglichkeiten werden immer eingeschränkter.
    Die Jäger von einst passen nun mal nicht mehr in diese bis auf die Sekunde durchgeplante und wirtschaftlich von Effizenz getriebene Leistungsgesellschaft.

    Vielleicht gibt es einen Weg, ich suche noch danach, habe ihn aber nicht gefunden.

    Liebe Grüße
    Marcus

  10. #10
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: AD(H)S - Wird es irgendwann besser?

    Hallo zusammen,

    ich bin ja zZ. auch wieder an einem Punkt angelangt, wo ich denke...Mir ist nicht zu helfen.

    Dass hier die meisten sind, weil sie Probleme haben, und nicht, weil sie gut drauf sind, glaube ich auch... aber es gibt sie auch hier...die Erfolgreichen... wenn man es aufmerksam beobachtet, kann man sie sehr leicht erkennen...

    Das sagt mir, wenn AD(H)S diagnostiziert und richtig behandelt wird, kann es klappen, dass man glücklich oder wenigstens zufrieden wird.


    Dann stellt sich die Frage, was ist mit denen los, die wie ich zB. seit Jahren diagnostiziert sind und dennoch nicht vom Fleck kommen bzw. sich im Kreis drehen?

    Falsche Diagnose?
    Falsche Therapie?
    AD(H)S ist nicht das wahre Problem?
    Zuwenig eigener Antrieb, die therapeutischen Hilfen umzusetzen?
    Oder gibt es tatsächlich unterschiedliche Schweregrade?
    Von allem etwas..oder von manchem der Punkte?

    Was ich für mich festgestellt habe...Gift ist, die Schuld zu suchen...egal ob man Personen, der Störung oder dem Schicksal die Schuld gibt... Seit ich wieder auf dieser Schiene gelandet bin geht es mir wieder sehr schlecht... leider kommt man da zwar kognitiv schnell runter aber nicht gefühlsmäßig!


    Lieber markus76,

    dir möchte ich sagen... du steckst in einer üblen Krise und bist zZ. noch untherapiert... du hast noch jede Chance auf Besserung!
    Leider ist natürlich auch nicht gleich zu Beginn der Therapien (medikamentös und begleitend) alles wieder im Lot.

    Aber hoffen kannst du...und das solltset du...es gibt hier die Positivbeispiele!!! Die, die "aus dem Gröbsten raus sind"... vllt. gehörst du bald dazu?
    Aufgeben gibt's erst, wenn man alles möglich probiert hat


    ...und ich versuche jetzt mir die oben gestellten Fragen nach und nach zu beantworten...falls man das überhaupt kann...

    Liebe Grüße
    happypill


    PS Fliegerlein kam mir zuvor...ich schicke es trotzdem mal ab...

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