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Diskutiere im Thema fehlende "echte" Freunde! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Hallo Shadowrose!

    Man, wie gut ich das doch kenne!
    Ich bin seit 1 1/2 Wochen- nach 6 Monaten- aus einer psychosomatischen Klinik (Station für Essstörung) wieder in die freie- böse- Wildbahn geworfen worden (gemeine Krankenkasse*grrr*).
    Die ersten Wochen war ich- wie so meist- ganz allein auf Achse.
    Dort bekam ich von den Therapeuten immer wieder zu hören, das ich doch lernen solle mehr Kontakte aufzubauen, auf andere zuzugehen, und so weiter.
    Endergebnis?
    Ich habe dort eine beste Freundinn gewonnen, die mir alles anvertraut und ich ihr- ich kann ihr aus meiner "Erfahrungs-Schatzkiste" berichten.
    Es ist wahnsinn, das nicht nur ich mich melden muss- wie früher- sondern auch sie sich meldet(sie ist so wie ich 22 Jahre).
    Und eine sehr gute Freundinn, habe ich auch noch gewonnen(sie ist glaub 42 oder 43).
    Eine macht sich schon wieder etwas rahr- anngeblich 2 Wochen totalen Stress- und das macht mich traurig.

    Nun bin ich von meiner besten Freundinn (die noch in der Klinik ist) und meiner sehr guten Freundinn mindestens 300 Kilometer entfernt.
    Ich fühl mich einfach nur einsam!
    Einsam und allein!
    Letzendlich bin ich es ja auch...
    ...zumindest hier bei meiner Mutter und Anhang auf dem Dorf.
    Bis ich in die Nähe der Beiden ziehen kann, kann noch 2-3 Monate dauern.:-(

    Aber alle anderen Kontakte in der Klinik, sind keine geblieben.
    Hab auch kaum mit jemandem etwas machen wollen.
    Meine Aussagen basierten immer darauf, das mir zu viele Kontakte nicht gefallen- es überfordert mich.
    Auf viele habe ich auch einfach keine Lust- nicht meine Welt.
    Was soll ich auch mit so vielen?
    Ist doch anstrengend all die Kontakte zu halten, bei denen man immer die Initiative ergreifen muss!
    Ich bin vor 2 1/2 Jahren aus meiner alten Gegend abgehauen und habe seidher keinen Kontakt mehr zu denen- will ich auch nicht.
    Ich nenne sie immer "Pseudo-Freunde"- und Mobbing lässt grüßen!

    Und die 2 Kontakte, die ich in der Klinik geknüpft habe, bin ich aber doch sehr froh und es zeigt, das es doch gehen kann- hätte ich nie gedacht.
    Ich bin ein sehr misstrauischer Mensch und das bekommen die anderen auch meist zu spüren.
    Die Beiden haben sich mir geöffnet und ich konnte mein Misstrauen den Beiden gegenüber weitestgehend ablegen.

    Ich habe trotzdem noch oft das Gefühl, das es ja alles nicht real sein kann- schreiben oder telefonieren wir, ist es aber wieder real.

    Misstrauern hat sich bei mir von klein auf gezeigt.
    Uuuh, wenn Blicke töten könnten...*rot werd*
    Das war und ist mein "Markenzeichen".8-)

    Ich kann auch nicht verstehen, wie man mich mögen können sollte, so wie ich bin.
    Es ist so schwer mit mir umzugehen- kriegen die Beiden hin und wieder auch zu spüren:-( - aber sie sind noch da!
    In der Klinik habe ich kurz vor meiner Entlassung ein "Feedback" gemacht.
    Wie die betrefende Person auf andere wirkt, was sie ändern kann im Sinne von: bei mir zum Beispiel "lächel öfter mal, das steht die viel besser", etc..
    Irgendwie kam viel unerwartetes- vieles glaube ich aber auch nicht.
    Nur von meiner besten Freundinn (die andere war nicht mehr da) konnte ich es einigermaßen glauben.

    Ich hoffe ich habe das Thema jetzt nicht ganz verpeilt...anstrengender Tag...was red ich da, ist ja jeder...aber jetzt so, das ich nicht mehr weis, was ich so recht tue.:-P

    Lieben Gruß
    Male

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Auch mir fehlen die sozialen Kontakte. Es gibt einen einzigen Menschen, mit dem ich eine richtige Freundschaft führe. Das ist kurioserweise ein Mann, und ich bin eine Frau. Wir haben uns vor über 7 Jahren auf einer Veranstaltung kennengelernt, und als es mir vor 4-5 Jahren einige Monate richtig schlecht ging, war er für mich da. Und damals ist aus unserer Bekanntschaft eine Freundschaft entstanden. Leider wohnt dieser Mann ca. 500 km von mir entfernt. Wir halten den Kontakt meistens über Mails und ICQ (er telefoniert nicht so gerne, und ich will ihn nicht zu etwas zwingen). Die Treffen finden auf irgendwelchen Veranstaltungen statt, die wir gemeinsam besuchen und wo wir unsere Interessen ausleben (wir haben SEHR viele gemeinsame Interessen). Wir haben uns aber auch schon "einfach so" gegenseitig besucht. Es gibt Zeiten, da sehen wir uns 1-2x im Monat und dann mal 2 Monate gar nicht... aber der Internetkontakt findet trotz Zeitmangel ca. 1x pro Woche (manchmal auch öfter) statt. Wir können nicht nur Gespräche über Hobbies führen, sondern auch viel Blödsinn miteinander machen und uns aber auch über ernsthafte Sachen unterhalten. Er weiß auch über mein ADHS Bescheid (ich glaube das ist das eins der wenigen Themen, wo es keine Gemeinsamkeit gibt... ich bin mir sicher, dass er nicht betroffen ist).

    Ansonsten habe ich aus dieser Interessensgemeinschaft noch paar wenige Kumpels und Bekannte, aber keine wahren Freunde. Vielen Leuten ist es zu stressig auf die Dauer den Kontakt zu halten, wenn die Person nicht in unmittelbarer Nähe wohnt. Es gab schon mehrere Personen, die im Bezug auf mich von einer Freundschaft sprachen und wo der Kontakt eine Weile sehr regelmäßig war... aber immer andere Menschen mit ähnlichen Interessen in ihre Nähe gezogen sind oder sie selbst in eine andere Stadt gezogen sind und dort Gleichgesinnte kennengelernt haben, flaute der Kontakt ab. Wer schneller verfügbar ist, hat es definitiv leichter.

    In meiner Wohngegend habe ich kaum Kontakt zu anderen Menschen. Es gibt zwei Männer, die ich schon sehr lange kenne (teils aus der Schulzeit) und mit denen ich gerne am Wochenende ausgehe. Allerdings gehen sie nicht oft aus, letzte Woche haben wir uns das erste Mal nach 5 Monaten gesehen. In manchen Zeiten gehts einmal im Monat, dann kommt immer mal wieder ein Loch, und man sieht sich paar Monate nicht. Obwohl der Kontakt seit Ende der 90-er Bestand hat, sind wir nicht sooo eng miteinander.

    Was mir sehr fehlt, sind die Freundschaften mit Frauen in meinem Alter. Ich hatte noch nie wirklich viele Frauen-Freundschaften, und mittlerweile ist es nur noch eine einzige Freundin, die ich sehr selten sehe. Wir kennen uns schon fast 14 Jahre und hatten immer Kontakt. Nur leider war das bei ihr schon immer der Fall, dass sie sich fast nie von sich aus (mit Ausnahmen wie Geburtstag, Weihnachten, Silvester etc.) meldet und die Kontaktwünsche meistens von mir ausgegangen sind. Das trifft aber auf alle ihre Freundschaften zu, nicht nur auf mich. Bis vor etwas über einem Jahr hatte ich 12 Jahre lang eine andere sehr gute Freundin, die den Kontakt zu mir abgebrochen hat. Nachdem ich ihr erzählte dass ich ADHS habe, hat sie total negativ reagiert und mich mit Worten sehr verletzt. Eigentlich hätte ich mehr Grund gehabt um sauer zu sein, aber sie war dann diejenige, die sich einfach nicht mehr gemeldet und auf meine 2-3 Kontaktversuche nicht mehr reagiert hat. Wobei ich allerdings weiß, dass sie das mit anderen Freundinnen auch so gemacht hat. Sie ist einfach so... wenn sie auf eine Beziehung oder Freundschaft keinen Bock mehr hat, dann braucht sie keinen triftigen Grund dazu und verschwindet ohne einen Ton von einer Sekunde auf die andere. Auf solche Leute kann ich gut verzichten.

    Ich habe schon einiges versucht, um wieder Freundschaften mit Frauen zu schließen... aber es gelingt mir nicht. Frauen mit ähnlichen Interessen finde ich nicht, und mir fehlt es extrem an Small-Talk-Fähigkeit. Auf der Arbeit konnte ich noch nie dauerhafte Kontakte mit Frauen knüpfen, und auch sonst hat sich nichts ergeben. Es gab eine Phase, in der ich mich mit einigen Frauen aus einer Internetcommunity getroffen hatte zwecks was machen... das waren 5 oder 6 insgesamt, aber nach dem 1. Treffen wollte mich keine mehr sehen. Immer kamen Sprüche wie "keine Zeit, ein anderes Mal " oder "ich melde mich, wenn es mir zeitlich passt", aber es kam nichts mehr. Ich muss meine Kommunikationsfähigkeit verbessern, sonst seh´ ich echt schwarz.

  3. #23
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 360

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    @ Malemaus vielen Dank für deinen Beitrag, ich freue mich voll für dich das du dort in der Klinik Freunde gefunden hast!!!
    Sowas passiert in der Regel auch nicht sehr oft. Drücke dir die Daumen das es klappt und du dort in die Nähe ziehen kannst

    @ Weißerose-genau das gegenteil von meinem Namen
    Also ich finde es gut das du wenigstens über das Internet noch Kontakte zu deinem Bekannten hast und ihr Euch auch seht.
    Ich finde es auch unhiemlich schwer im Erwachsenen Alter Freundschaften zu schließen, als Kind ist das immer viel einfach da entstehen Freundschaften einfach ohne darüber nachzudenken.
    Meist bleiben diese Freundschaften auch bis ins Erwachsenenalter bestehen.

    Als Erwachsenener muss man seine Zeit, die Zeit mit dem Partner vielelicht auch noch die Zeit wenn man Kinder hat und Freunde unter einen Hut bringen.
    Leider ist es ja auch so das man Freunde eben nicht auf der Straße findet und auch wenn man jemanden kennenlernt muss das ganze mit den Arbeitszeiten von dem jenigen auch passen.

    Ich hätte so gerne ein Patentrezept, aber das gibt es ja leider nicht.
    Wo kommst du her WeißeRose?

    Es grüsst euch Shadowrose

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Ich hatte als Kind so gut wie gar keine Freunde. Früher war ich nämlich ganz extrem schüchtern. Aber ich gebe dir trotzdem Recht, im Erwachsenenalter findet man schwerer Kontakte als in der Kindheit und Jugend. Die meisten Erwachsenen haben längst ihren festen Freundeskreis. Außerdem leben wir in einem Zeitalter, in dem viele Menschen sich so viele Verpflichtungen aufhalsen, dass sie für soziale Kontakte nicht so viel Zeit aufbringen können.

    Meinen Wohnort schreibe ich dir in einer PM, ist besser so .

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 24

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Shadowrose schreibt:
    @ g33ko hast du den Freunde die dich aufbauen bezüglich das du noch neie eine Freundin hattest?
    Jetzt nicht negativ gemeint oder so, sonder nur ein als Frage
    Ich glaube bei uns ADHSlern ist das öfter so das man Schwierigkeiten hat auf ander Menschen zuzugehen.
    Ja, hab schon Freunde, die mir immer wieder aufmunternde Sprüche reindrücken aber ich kann dieses ewige aufmuntern nicht mehr ab, es macht nichts besser sondern erinnert mich immer nur noch mehr an meine Lage - von außen erzwungenes Gedankenkreisen! Das macht mich mega fertig und auch jetzt merk ich schon wieder wie sich mein Magen verkrampft (jaja, die gute alte Psychosomatik) und es mir schlecht geht...und das nur weil ich an das Thema denke!

    Ich hab das Gefühl, dass meine Freunde (die paar, die ich habe und von denen ich glaube, dass sie mich sehr mögen) auch mit meiner Situation überfordert sind und nicht wissen, wie sie mir helfen können. Ist ja auch ne schwierige Sache! Alle sagen mir immer ich sei ein lieber Kerl (und das glaub ich auch von mir - wenn ich immer wieder sehe, wie manche Frauen sich von ihren "Lebensgefährten" behandeln lassen wird mir schlecht vor Wut) aber ich hab so ein negatives Selbstbild von mir, dass ich mich als völlig sozialinkompatibel sehe! Ich hab einfach Schiss vor ner Frau in meinem Leben, weil ich Angst hab, dass sie mein merkwürdiges Wesen entdeckt (das ich sonst halbwegs überspielen kann) und sich dann von mir (angeekelt/erschrocken) abwendet :/

    Zweites Problem dabei ist, dass ich nicht abschätzen kann ob mich nen Mädel mag - ich weiß oft nicht, wie ich Äußerungen deuten soll und hab Angst, dass ich zu aufdringlich bin

    Ich hoffe, dass das besser wird, wenn ich endlich ne Psychotherapie mache und mein Selbstwertgefühl ins Positive ändern kann! Denn ne Psychotherapie brauche ich auf jeden Fall, egal ob sich der ADHS Verdacht bestätigt oder nicht.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Danke, Schadowrose!

    Heute hat sich meine Aussage geändert....:-(*schnief*

    Gruß
    Male

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Aus aktuellem Anlass will ich auch mal meinen Senf dazu geben:

    Gestern habe ich meinen vermeintlich besten Freund (Schulfreund) angerufen und mir wurde nach 2 Minuten gesagt, dass ich doch in 3 Wochen nochmal anrufen soll, weil er gerade viel zu tun hat.
    Auch wenn wir uns in den letzten Jahren nicht oft gesehen (wohnt in Hamburg) und selten telefoniert haben, war er doch die vielen Jahre mein bester Freund.
    Die vielen gemeinsamen Urlaube und Unternehmungen habe ich in so guter Erinnerung…. Im Leben gibt es leider schmerzliche Veränderungen. Das muss ich dann wohl akzeptieren.


    In meiner „neuen“ Heimat, in der ich nun ca. 20 Jahre lebe, haben sich nur wenige freundschaftliche Kontakte gebildet. Alle haben mehr oder weniger mit dem Arbeitsumfeld zu tun und erreichen selten eine ausreichende Tiefe.

    Aber vielleicht sollte ich mir auch selbst einmal an die Nase fassen und an den „Bekanntschaften“ arbeiten.

    Wenn ich so drüber nachdenke, so fehlen mir wirklich aktuelle „echte“ Freunde.

    Aber was nicht ist, wird sicher bald werden…

    Viele Grüße
    Elektron

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    @Malemaus: Darf man fragen was passiert ist?

    @Elektron: Das kenne ich nur zu gut. Alle haben viel zu tun und wenig Zeit. Alles ist wichtiger als die sozialen Kontakte. Mein Terminkalender ist auch nicht gerade leer, es ist bei weitem nicht so dass ich nur gelangweilt an die Decke starre und nichts zu tun habe. Ich bin sehr wohl auch in der Lage, mal was alleine zu machen und gönne mir das auch. Aber ich habe keine Lust, über 90% meiner Freizeit alleine zu verbringen. Seit im Jahr 2006 einige Freundschaften aus der unmittelbaren Umgebung zerbrochen sind, leide ich oft an Einsamkeit. Zwar habe ich in den letzten 5 Jahren viele neue Kontakte geknüpft, aber für den Großteil der Leute war ich nur eine Episode von kurzer Dauer. Viele Menschen empfinden es als anstrengend, auf längere Sicht Kontakt zu Leuten zu halten, die nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung wohnen. Ich hingegen fühle mich nur unter Menschen mit ähnlichen Interessen wohl und langweile mich schnell unter Leuten, mit denen ich keine Gesprächsbasis finde bzw. sie regen sich über mich auf, weil mir nichts einfällt was ich erzählen kann und aufgrund meiner Small Talk-Unfähigkeit aus Unsicherheit manchmal komische Kommentare von mir gebe. Zwar habe ich viele Gleichgesinnte gefunden, aber die wohnen alle in anderen Bundesländern oder im Ausland. Und wenn sie dann Gleichgesinnte in ihrer unmittelbaren Umgebung kennenlernen, melden sie sich seltener oder gar nicht mehr bei mir.
    Ich kann sehr wohl verstehen, dass man sich aus Zeit- und Geldgründen nicht ständig treffen kann. Aber mir fehlen die Telefonate, Mails und Chatgespräche mit einigen Personen, mit denen ich früher regelmäßigen Kontakt hatte. Wenn wir uns zufällig auf einer Veranstaltung sehen, läuft alles bestens. Nur leider habe ich Geldprobleme und kann nicht ständig übers Wochenende weite Strecken fahren um die Leute zu sehen. Deshalb wäre es mir lieb, wenn wir anderweitig Kontakt halten könnten. Ich habe auch schon mit einigen darüber geredet, habe aber nicht das Gefühl jemanden wirklich erreicht zu haben. Inzwischen gibt es nur noch einen Menschen in meinem Leben, den ich als wahren Freund bezeichne.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    Hallo WeißeRose!

    Ja, darfst du.
    Habe gestern von der einen Freundinn eine SMS bekommen, das es ihr im Moment so schlecht geht (die letzten 3 Wochen) und sie sich meldet, wenn es ihr wieder besser geht.
    In mir schaltet gleich "toll, keiner mag mich, alle verp... sich!"
    Habe ihr dann geschrieben, ob ich ihr denn irgendwie helfen könne, so das wir dann heute aufeinmal doch telefonieren konnten.

    Naja, das ich mich unteranderem deswegen gestern mal wieder selbst Verletzt habe ist blöd gelaufen...:-(
    Aber der, mit der ich enger war, der habe ich vorhin geschrieben "Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft auf deinem weiteren Weg!Tschüß".
    Sie scheint es als Sui.-aussage verstan den zu haben.
    Schrieb ihr dann aber, das ich mit der Situation mit ihr nicht umgehen kann, das sie sich kaum meldet, nicht mehr an´s Telefon geht und sich nicht mehr bei mir ausspricht.
    Ich denke da sollte ich drauf "pfeifen" und habe mal wieder gelernt, niemandem zu viel erzählen, flieg ja eh nur auf die Klappe!
    Immer wieder wird mein Misstrauen erhöht!:-(
    Und aus Sehnsucht/Hoffnung/Wunsch lasse ich es immermal wieder zu...*schnief*

    Mh, ja... irgendwie alles daneben...

    Lieben Gruß
    Male

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: fehlende "echte" Freunde!

    @Malemaus: Ich kann verstehen, dass es du es nicht gut findest wenn die Kontaktversuche immer nur von dir kommen und nie von der anderen Person. Mir geht es ganz genauso. Ich bin sicherlich kein Mensch, der die Kontaktversuche abzählt... so nach dem Motto: "Jetzt habe ich 2x angerufen, und nun ist sie dran...". Nein, so kleinlich bin ich nicht. Aber wenn ich über einen längeren Zeitraum merke, dass immer nur ich den Kontakt suche und die andere Person sich darauf ausruht, dann melde ich mich irgendwann einfach nicht mehr... um zu sehen wie lange es dauert, bis die andere Person wieder anruft oder schreibt. Und in den meisten Fällen war das gar nicht mehr der Fall.

    Ich habe auch gelernt, dass viele Menschen ihre Bekanntschaften nur für kurze Zeit halten und dann abtauchen, wenn sie eine interessantere Person gefunden haben... mit der sie es dann genauso machen. Z. B. gab es da einen Mann, mit dem mich über 2 Jahre lang 1-2x im Monat sehr regelmäßig telefoniert habe (er wohnt knapp 200 km entfernt von hier). Seine Freundin lebt in einem anderen Land, und seine ganzen Freunde wohnen schon in seiner Heimatstadt. Nun war er eben bis Dezember in der Situation, dass er in einem ziemlich abgelegenen Stadtteil lebte und wegen der schlechten Verkehrsanbindungen unter der Woche kaum ausgegangen ist und am Wochenende auch nicht immer. Seit Dezember wohnt er im Stadtzentrum. Seitdem ist er ständig auf Achse und kaum noch zu Hause. Seit März hat er gar nicht mehr angerufen, und die Treffen finden nur noch zufällig statt.

    In derselben Stadt hatte ich letztes Jahr einige Monate intensiven Kontakt mit einer Frau. Mit ihr habe ich teilweise die Nächte durchgechattet. Heute verstehen wir uns immer noch gut, wenn wir uns zufällig sehen. Aber abgesehen dieser zufälligen Treffen haben wir seit ca. Januar/Februar keinen Kontakt mehr. Sie wechselt ihre Bekanntenkreise alle paar Monate und lässt sich von niemandem auf die Dauer festnageln. Oder die ganzen Leute, mit denen ich viel Kontakt hatte bis sie in ihren Heimatorten Leute gefunden haben und sich dann nicht mehr meldeten... gibt es haufenweise.

    Hier in der Stadt war ich 2 Jahre lang so ca. 1x im Monat mit einem Mann unterwegs, den ich schon seit über 10 Jahren kenne. Es ist eine Freundschaft entstanden, aber von seiner Seite aus war "mehr" im Spiel. Ich habe seine Gefühle nie erwidert und von Anfang an immer mit offenen Karten gespielt. Ich habe nie mit ihm geflirtet, und es gab auch keinen Körperkontakt. Trotzdem dachte er dass er vielleicht eine Chance hätte, wenn ich 1x im Monat mit ihm ausgehe. Kurz vor Weihnachten hat er begriffen, dass zwischen uns nie was laufen wird... und seitdem meldet er sich nicht mehr.

    Wie du siehst, liegt es nicht zwangsläufig an Streitigkeiten, wenn Kontakte auseinander gehen. Wie viele Leute habe ich in meinem Leben schon kennengelernt, die meinten sie fänden mich total sympathisch und wir müssten unbedingt in Kontakt bleiben? Und nachdem wir Nummern ausgetauscht hatten, habe ich nie wieder was von ihnen gehört. Viele nehmen gar nicht ernst, was sie in dem Moment erzählen. Und wem du was erzählst, liegt ganz allein bei dir. Ich habe früher auch alles meinen Freunden und Bekannten erzählt und hatte keine Geheimnisse von ihnen. Dank meiner Erziehung war ich jahrelang der Meinung, dass man vor Partner und Freunden keine Geheimnisse haben darf. Wenn ich aber merkte, dass andere vor mir Geheimnisse hatten, bin ich ausgetickt. Heute kenne ich den Sinn und Zweck von Geheimnissen. Sie dienen in erster Linie dem Selbstschutz. Je mehr andere Leute über dich wissen, umso angreifbarer machst du dich. Selbst heute muss ich mich noch manchmal bremsen, und es fällt mir nicht immer leicht den Mund zu halten, wenn sich mein schlechtes Gewissen zu Wort meldet. Aber was ist schon einfach? Und mit ein wenig Arbeit geht es langsam vorwärts... und man freut sich über jeden noch so kleinen Fortschritt .

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