Seite 1 von 3 123 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 28

Diskutiere im Thema Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    Interessant wäre es, wenn jeder einmal über sich selber etwas herausfindet und es dann hier mitteilt. Sozusagen alles bei sich einmal überdenkt und dann zusammenfaßt, seinen eigenen "Ursprung" sucht.
    Bei AD(H)S handelt es sich um ein sehr breites Erscheinungsspektrum, dabei mischen auch Komorbiditäten , z. B. Depressionen, mit.
    Es liegen Konzentrationsprobleme, Anpassungsschwierigkeiten, Lernprobleme, Sprachprobleme, Suchtgefahr usw. vor.
    Vor der AD(H)S-Zeit hatte man diese Probleme differenzierter beurteilt und behandelt. AD(H)S schaut ganzheitlich aus, es fehlen aber konkrete Ansatzpunkte zur Förderung des Einzelnen.
    Was sagt ihr dazu? Vielleicht fallen Euch noch mehr Aspekte des AD(H)S ein!

    Viel Spaß bei der Diskussion!

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei AD(H)S

    Hallo rudi! Ein "Guten Morgen!" aus Deutschland...
    **es fehlen aber konkrete Ansatzpunkte zur Förderung des Einzelnen**
    Wie meinst du das? Ist die Frage auf die Anamese oder das Personalpronomen bezogen?
    Also, meine Ärztin geht schon auf die einzelnen Schwerpunkte ein, die meine
    Diagnose betreffen.
    Ich sebst beobachte mich besser als früher und versuche ständig neue Wege zu finden
    die mir das Leben leichter machen (oder schwerer)...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei AD(H)S

    Ich verstehe leider deine Frage nicht. Um was genau geht es dir?
    Unseren "Ursprung" (was auch immer das heißt)? Neue Aspekte unserer Persönlichkeit? Mehr Aspekte des AD(H)S? Oder konkrete Ansatzpunkte zur Förderung des Einzelnen?

    Steh etwas auf dem Schlauch...

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei AD(H)S

    hallo rudi

    wenn ich dich richtig verstanden habe:

    die diagnose hat mir auf viele fragen eine antwort gegeben. warum ich da oder dort schwierigkeiten habe.
    ich kann erst jetzt "richtig" verstehen.

    anders sein, gehört zu mir und die verschiedenen stärken und schwächen auch - wie bei einem
    nicht adhsler auch. klar, wünschenswert wäre es, wenn man sich seiner stärken bewusst ist und
    diese fördert - schade, finde ich, das die schule dies noch nicht so berücksichtig und sich mehr nach
    den schwächen orientiert.

    gruss

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    Hallo und vielen Dank für eure Reaktionen!

    Zur Erklärung von Ursprung: Ich denke mir, theoretisch dürften die meisten Menschen etwa gleich gestrickt sein, von den physischen Voraussetzungen. Die moderne Medizin erklärt alles aus biologischer Sicht. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Menschen unterschiedlich entwickeln, vorwiegend durch Umwelteinflüsse. Daraus ergeben sich für den einzelnen unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Probleme, auch AS(H)S. Eben diese Probleme gilt es durch Hilfe zu lösen. Das ist einmal die Theorie.

    @Hirnbeiß (Zitat: Ich selbst beobachte mich besser als früher und versuche ständig neue Wege zu finden die mir das Leben leichter machen (oder schwerer)...)
    Gut finde ich, wenn andere einem Wege zeigen können und man dann selber entscheidet, ob man ihn geht oder nicht.

    @cypher2k1
    ... theoretisch habe ich oben eine Erklärung versucht. Es gibt sicher Mechanismen, die bei jedem Menschen wirken, so wie z.B. Lesen lernen, oder rechnen.
    Ich meine nicht neue Aspekte der Persönlichkeit, sondern eher solche die man verlernt hat bzw. noch nicht lernen konnte, das sind dann eher die alten, vergessenen Aspekte.

    @smile (Zitat: klar, wünschenswert wäre es, wenn man sich seiner stärken bewusst ist und diese fördert - schade, finde ich, das die schule dies noch nicht so berücksichtig und sich mehr nach den schwächen orientiert.)
    Du hast mich irgendwie verstanden. Es ist schade, dass man in den Institutionen zu wenig individuell gefördert wird, oder auch akzeptiert von der Mehrheit. Darum habe ich mir gedacht, dass es vielleicht möglich ist, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen, anstatt sich nur auf Hilfe von außen zu verlassen und entmutigt zu werden.

    Irgendwie ist es ja so, dass jeder Hilfesuchende sich an eine Stelle wendet, von der er erwartet, dass sie ihm hilft. Da trifft er aber nur auf Lehrmeinungen und die bestimmen dann das Weitere. Es schaut nach einem Teufelskreis aus, ist es das?

    lg
    rudi

  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    Hallo zusammen,

    also ich hab mich ja nicht getraut zu antworten, weil ich dachte, ich liege mit meiner Interprtation daneben. Und so ganz sicher bin ich mir immer noch nicht...

    Ich sag jetzt einfach mal.
    Das ist wohl eine Beschreibung meiner Intention, weshalb ich mich für die Analyse entschieden habe...und ich denke, wenn man findet, was einen nach und nach kaputt gemacht hat und wenn man reflektiert, was in guten Zeiten war (ich gehe davon aus dass das die Zeiten sind in denen man einigermassen man selbst war), dann hat man eine reelle Chance, die angehäuften lasten abzubauen und zu dem Selbst wieder vor zu dringen...

    und dass bei mir, das ADS nicht im Vordergrund zu Problemen geführt hat, sondern vllt. eher den Problemen nur Tür und Tor geöffnet hat.
    Ich war mal selbstsicher... das weiß ich wieder...und ich hatte mal die Einstellung..Ich bin wie ich bin und wem es nicht passt kann ich nicht helfen.
    Das heißt nicht, das ich rücksichtslos durchs leben ging in den guten Zeiten, aber ich konnte mich annehemen und habe nicht ununterbrochen an mir gezweifelt...und darauf sollte eine Therapie eingehen.. für mich (und das möchte ich NICHT verallgemeinert verstanden haben) war die Verhaltenstherapie wie eine Bearbeitung mit Hammer und Meissel...wo es nicht passt wird es passend gemacht...

    Zur regulierung meiner "Unarten" nehme ich mein Medikament... meinen Ursprung und damit eine Ausgeglichenheit... hoffe ich durch die Therapie zu bekommen...
    Ich weiß jetzt nicht ob das hinkommt rudi...
    Ich hoffe mal es ist nicht voll daneben

    und wie gesagt... dass ist meine Idee von "Heilung"...sonst nichts. Für jeden Anderen stehen sicher andere Dinge im Vordergrund

    L.G.
    happypill

  7. #7
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    **Irgendwie ist es ja so, dass jeder Hilfesuchende sich an eine Stelle wendet, von der er erwartet, dass sie ihm hilft. Da trifft er aber nur auf Lehrmeinungen und die bestimmen dann das Weitere. Es schaut nach einem Teufelskreis aus, ist es das?**
    Nun gut, da hast du aber die eierlegende Wollmilchsau auch nicht entdeckt..
    Ein Teufelskreis ist es für den jenigen, der sich auf dieses Karusell setzt.
    Man hat aber die Möglichkeit (Pflicht) dieses Gefährt zu verlassen, seinen Arsch aufzusetzen
    und sein Leben so weit es möglich ist in die Hand zu nehmen.
    Du suchst mit deinem Post ja auch schon wieder die Fehler bei anderen und
    bei Institutionen.
    Bei all dem Dilemma steht der Mensch in Vordergrund
    und dieser Mensch bist du, bin ich und ist dein Nachbar...

    LG --hirnbeiß--

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    hallo rudi

    ich bin nicht ganz deiner meinung - ich glaube nicht, das sich ein adhs entwickelt... adhs ist.
    meiner meinung nach, gab es adhs schon immer - die heutige, schnelle, durchgeplante, strukturierte, leistungsorientierte gesellschaft - macht
    es einem nicht leichter.

    ich war lange auf kriegsfuss mit all den, für mich unnötigen gesellschaftlichen richtlinien.... mit dem strom schwimmen - für mich ein graus.
    doch ich musste einsehen, das ich die welt rund um mich, nicht verändern kann (oder nur minimal) - und ich mich soweit anpassen muss das ich
    nicht erschöpft und kraftlos werde, doch auch soweit nicht anpassen werde - das ich mich aufgebe. (ich hoffe nicht zu konfus geschreiben zu haben?!)

    ich sehe mich so wie ein fisch, der mal sehr schnell durchstartet und schwimmt, mal aber auch die richtung wechselt und manchmal einen rettungsring braucht,
    um über wasser bleiben zu können und mal alleine rumschwimmt - in der gleichen zeit, schwimmen alle anderen koninuierlich mit dem strom mit :-)

    p.s. Ich kann mir nur selbst helfen - Andere können mir Hilfestellungen anbieten oder ich frage an - doch es ist mehr eine Hilfe zur Selbsthilfe -

    gruss

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    Hallo Leute,

    das ist ja eine recht rege Unterhaltung geworden. Dazu muß ich wieder einiges von meiner Seite erklären.

    @happypill: (Zitat: ... und wenn man reflektiert, was in guten Zeiten war (ich gehe davon aus dass das die Zeiten sind in denen man einigermassen man selbst war), dann hat man eine reelle Chance, die angehäuften lasten abzubauen und zu dem Selbst wieder vor zu dringen... )
    Ja, die guten Zeiten geben einem die Kraft und den Glauben an eine Veränderung, ein Abbau der Lasten. Und da meine ich eben, "sollte" individuell mit jedem gearbeitet werden. Sozusagen seine Selbsthilfekräfte auszubauen und somit kann er sich selber verbessern, aber das nur durch andere. Eine Analyse ist ein Anfang, das ist sehr theoretisch dort, und das Gesagte ins Leben umzusetzen ist nicht leicht. (Zitat: und wie gesagt... dass ist meine Idee von "Heilung"...sonst nichts. Für jeden Anderen stehen sicher andere Dinge im Vordergrund)
    Das denke ich auch, so kann man heilen. Es sagen alle, dass jeder "andere" Dinge im Vordergrund stehen hat. Ich glaube, dass aber viele sehr ähnliche Dinge betreffen. Das ist allerdings nur eine gefühlsmäßige Einschätzung. Sicher gibt es bei den Menschen Parallelen. lg

    @hirnbeiß: (Zitat: Nun gut, da hast du aber die eierlegende Wollmilchsau auch nicht entdeckt..) Ich versteh nicht ganz. Diese Sau wollte ich nicht entdecken, falls du das gemeint hast.
    (Zitat: Ein Teufelskreis ist es für den jenigen, der sich auf dieses Karusell setzt.) Leider kann sich niemand aussuchen, was er alles kann. Daraus ergibt sich der Teufelskreis, ohne fremde Hilfe kannst ihn nicht verlassen. Außer jemand ist ein Genie, aber dann kommt er sonst auch zurecht.
    (Zitat: Du suchst mit deinem Post ja auch schon wieder die Fehler bei anderen und bei Institutionen.) Sicher nehme ich die Institutionen nicht aus. Wenn es um die Pflicht geht, die jemand hat, dann wäre auch die Pflicht zu nennen, "andere" zu akzeptieren und ihnen zu helfen. Nicht einfach sagen, hilf dir selber, besser hatte ich es auch nicht. Das ist eine Einstellungsfrage.
    Tschüß

    @Smile: (Zitat: ich glaube nicht, das sich ein adhs entwickelt... adhs ist.). Ok, aber was ist ad(h)s? Es ist eine organische Stoffwechselstörung im Nervensystem, so wie andere psychische Erkrankungen auch. Muß man sich damit abfinden? Vielleicht gibt es ja Kulturtechniken, die wenn sie besser gelernt worden wären, z.b. Lesen, Sprache, Empathie, sich anpassen usw., dann hätten es die ads´ler im Leben wesentlich leichter. Das ist nur eine Idee, kann auch in einen Irrtum laufen.
    (Zitat: meiner meinung nach, gab es adhs schon immer - die heutige, schnelle, durchgeplante, strukturierte, leistungsorientierte gesellschaft - macht es einem nicht leichter.)
    Menschen, die es nicht einfach hatten, die gab es immer, das ist sicher. Unsere Zeit, ihre Geschwindigkeit und Anforderungen an alle sind explodiert, darum gibt es mehr Menschen die es kaum schaffen, und die finden sich auch bei den adhs´lern wieder. Das ist alles klar. Allerdings von einer fortgeschrittenen Zivilisation würde man erwarten, dass es Ausgegrenzte auch erfahren können, wie es ist, halbwegs gut zu leben. Selbsthilfe ist gut, Hilfe von anderen auch. Das grenzt sich nicht aus. Kein entweder oder, sondern beides.

    Tschüß

  10. #10
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS

    rudi schreibt:
    Zur Erklärung von Ursprung: Ich denke mir, theoretisch dürften die meisten Menschen etwa gleich gestrickt sein, von den physischen Voraussetzungen. Die moderne Medizin erklärt alles aus biologischer Sicht. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Menschen unterschiedlich entwickeln, vorwiegend durch Umwelteinflüsse. Daraus ergeben sich für den einzelnen unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Probleme, auch AS(H)S. Eben diese Probleme gilt es durch Hilfe zu lösen. Das ist einmal die Theorie.
    Hallo rudi, nur eineiige Zwillinge sind etwa genetisch gleich gestrickt, wir anderen unterscheiden uns schon erheblich. Und ADHS als Besonderheit im Hirnstoffwechsel und auch Hirnorganisch ist angeboren.

    Es wäre schon sehr hilfreich, wenn wir ADHSler nicht das Rad, d.h., unsere Diagnose und den Umgang mit uns selber erst entdecken müssten und schon von Vornherein Strukturen und Erziehung erhielten, die unserer Art entspricht. Aber vieles geht da trotzdem nur in Eigenreflexion.

    Meine Aufmerksamkeitsstörung ist z.B. längst nicht so stark wie bei manchem anderen, dafür die Zappeligkeit umso mehr. Und für mich ist meine Aufmerksamkeitsstörung individuell doch ausgeprägt.

    LG Maggy

Seite 1 von 3 123 Letzte

Stichworte

Thema: Selbsteinschätzung (Aspekte) bei ADHS / ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum