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Diskutiere im Thema Ökonomisches Arbeiten im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    Daumen hoch Ökonomisches Arbeiten

    Hallo Zusammen, als ich heute mal wieder in letzter Sekunde vor dem Babysittereintreffen die Bude aufgeräumt habe, habe ich mir meine Gedanken über ökonomisches Arbeiten gemacht.

    Was heißt das für uns ADHSler? Und zwar nicht bei Arbeit, die wir gerne machen und interessant finden, die geht ja, sogar im Hyperfokus oft besonders gut, sondern bei den Alltagsaufgaben, den sog. Routineaufgaben, die uns ja so unsäglich schwer fallen.

    Den Sachen, die für Normalos mit links nebenher gemacht werden.

    In allen ADHS-Büchern wird dafür das Konzept für ökonomisches Arbeiten für Normalos genommen und gesagt: Macht mal. Ordnet alles erst in Körbe, dann darein, dann dorthin usw.

    Also, bei mir kommt das immer so an: NEUE IDEE! Ordnung für Ordnungsunfähige: Macht Ordnung!

    Ein bisschen kommt mir das vor wie der schwarze Satz: Wir haben die Lösung für das Welthungerproblem: einfach mehr essen!

    Denn: Gerade heute erlebt. Ökonomisches Arbeiten sollte sich doch dadurch kennzeichnen, dass Arbeit ohne viele Umwege und ohne viel Zeitverschwendung und ohne sich völlig zu verausgaben geleistet werden kann.

    Ich habe, um Küche, Flur und Wohnzimmer zu saugen und dann Küche und Flur zu wischen, 6 Stunden gebraucht. In Worten: SECHS STUNDEN.

    Das war ein guter Tag! Ich habe es nämlich gemacht und ich musste nicht mal vorher stundenlang den Boden freiräumen. Und es war auch nur eine Nachwirkung des Osterbesuchs von vielen Leuten, die 1 Woche hier blieben.

    Aber da mir diese Arbeit trotz Medis und Therapie sekündlich Laune und Motivation und Kraft aussaugte, musste ich immer nach ca 15 Minuten pausieren, um es einfach auszuhalten.


    Darum habe ich mir ja mal überlegt, dass ich im Alltag diese Art von Arbeit nur noch 1 Stunde mache, denn für mich als ADHSlerin ist es ökonomischer, meine Kraft so nicht zu verbrauchen.

    Das zieht aber einen ganzen Rattenschwanz nach sich, denn ich muss dann auch einen ganz anderen Haushalt führen als Normalos. Einfach weniger von allem.

    Welche Erfahrungen macht ihr damit?

    LG Maggy

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Einfach weniger von allem wär toll aber irgendwie hab ich immer das Gefühl bei mir is immer mehr als wo anders.
    Tja ich bin Dir da wohl keine Hilfe Maggy.

    Gute Nacht
    Orchidee

  3. #3
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Hallo Orchidee, doch, denn dieses Gefühl kenne ich auch. Und ich habe erkannt, ich darf einfach gar nicht soviel Zeugs wie Normalo im gesamten Leben und in der Bude haben.

    Dies ist nicht nur ein Haushaltsthema. Ein Bekannter von mir, der garantiert auch ADHS hat, lebt, um seine Sachen geregelt zu bekommen, nur in 1 Zimmer und macht Urlaub z.B. ganz Naturnah, um bloß nicht viel Sachen packen und vorplanen zu müssen. Nur Auto, 1 Ersatzwäsche und los. Er lebt in einer Hausgemeinschaft, wo alle berufstätig sind bis auf einen, der kocht und den Gemeinschaftsbereich in Ordnung hält (kein ADHSler vermutlich). Er ist berufstätig, aber Single, denn neben der vollen Berufstätigkeit braucht er den Rest der Zeit für sich selber.

    Ich bin ja Familienfrau und arbeite stundenweise von daheim aus, wie ich es schaffe. Eine volle Stelle und Familie wäre mir auch zuviel.

    Meine Therapeutin hat mir z.B. bei der Hausarbeit ganz simpel geraten, in unsrem großen Familienhaus einfach einige Zimmer "still-zu-legen". Z.B. kann ich ja den Gästebereich geschlossen halten und muss da keine Sachen reinrumpeln. Ebenso in gewissen Kellerräumen.
    Oder ich räume und putze reihum Etagenweise. Bad alle 2 Wochen putzen ist besser als ganz selten, weil ich nie alle 3 hintereinander schaffe. Normalo würde das tun und so habe ich es auch gelernt daheim im Elternhaus, aber ich schaffe das nicht.

    LG Maggy

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Guten Morgen Maggy,

    tja als Single wär wahrscheinlich alles einfacher so einiges an ein Minimum zu reduzieren. Aber ich, alleinerziehende, arbeitende Mutter mit zwei noch chaotischeren Jugendlichen als ich im Haushalt, schaut es wohl in nächster Zeit schlecht aus mit der Ordnung.

    Hab mir auch schon Pläne erstellt, dann mal wieder versucht zu entrümpeln was man nun gar nicht braucht, aber zum Ziel bin ich nie so richtig gekommen. Ist wirklich schon oft peinlich wie es bei uns ausschaut

    Wünsch Dir einen schönen Tag,
    LG Orchidee

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Hallo ihr Beide,

    nachdem ich gerade zwei Einheiten Hausarbeit geschafft habe, kann ich auch entspannt darüber berichten.

    Mein liebstes Werkzeug ist die Eieruhr, bzw ein Timer, der nach Bedarf rauf- oder runterzählen kann. Für ungliebte Tätigkeiten stelle ich mir das Ding auf 10 Minuten. Klingt kurz, kann aber seeeeehr lang werden, wenn ich in dieser Zeit bei einer Sache bleiben will ohne Wegrennen. Mit dieser Methode mache ich Dinge, die ohne Tricks stundenlang dauern können, weil ich so oft davonlaufe. Manchmal sind die 10 Minuten sogar zu lange für den Job - Tatsache! Dann kann ich entscheiden ob ich einfach früher aufhöre oder in den Restminuten noch einen anderen ungeliebten Handgriff unterbringe. 10 Minuten an einem Stück sind für mich auch nach Jahren immer noch die Schmerzgrenze für manche Tätigkeiten. Und ich musste mühsam lernen, diese kurzen Einheiten als echten Sieg zu sehen. Zu stark sind immer noch die Stimmen im Kopf, die meine Leisung mit irgendwelchen hausfraulichen Standardtugenden vergleichen - und dann bin ich natürlich unten durch mit meinen paar MInuten.

    Unterm Strich bekomme ich aber sehr viel mehr geregelt mit meinen Kurzeinheiten. Weil 10 Minuten eine erträgliche Zeitspanne sind, und weil jede erledigte Einheit für sich allein zählt. 10 Minuten Geschirrspülen ist eine Leistung, egal wie die restliche Wohnung aussieht. Da darf ich mich ein paar Minuten hinsetzen und entspannen, bevor ich weitermache mit einer anderen Einheit. Geduldigere Menschen als ich arbeiten mit 20 Minuten oder noch länger, aber das muss jede/r für sich selbst herausfinden, welche Zeiteinheit gerade noch unter der Schmerzgrenze liegt. Darum gehts nämlich - nicht das ganze Chaos sehen, sondern in kleine Einheiten aufteilen, die jede für sich ohne enorme Überwindung bewältigbar sind.

    Das ist ein Standardtrick aus dem Nähkästchen des Coaching. Und es ist nicht so leicht, wie es vielleicht klingt. Aber es ist mal ein Ansatz, um aus dem Gefühl der Überforderung rauszukommen, das mich angesichts einer unaufgeräumten Wohnung leicht überkommt.

    Gilt auch nicht nur für den Haushalt. Wenn ich an einem Projekt dran bin, werde ich mir das schlauerweise auch klein aufteilen. Ich denke also nicht "ich muss an Projekt X weitermachen", sondern ich überlege mir, was ich genau jetzt in wenigen Minuten erledigen kann. Zum Beispiel einen Anruf erledigen, den ich schon ewig vor mir herschiebe. Oft sind es ja kleine Jobs, die das grosse Ganze blockieren.

    Worum es bei dem Ganzen geht? Die kurze Aufmerksamkeitsspanne und die niedrige Frustrationstoleranz als Tatsache akzeptieren und die Dinge so angehen, dass sie aushaltbar sind. Wie Normalos ihr Ding machen, ist wurscht - das muss ich mir als ADHSlerin immer wieder und wieder vorsagen. Ich kann es nicht nach Schema F, ich kann es nur auf meine Art. Und das ist gut so. Punkt.

    lg
    lola

    P.S.: oft begonnen, oft wieder vergessen, oft gescheitert ... aber immer wieder angefangen.
    Weil aufgeben tu ich nur einen Brief.
    Geändert von lola ( 5.05.2011 um 12:02 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Hallo - ich schaffe es , die wohnung 1x täglich aufzuräumen.... doch der ganze rest des tages herrscht chaos...

    na ja, das ich es schon schaffe, 1x täglich ordnung zu haben (ist bei mir schon viel)
    - doch ich kann nicht differenzieren... es könnte ja immer noch besser sein... und am schluss herrsch nicht
    mal eine "grundordnung" - was ist ordnung? mit kindern, wie geht das?

    "Prioritäten setzen heisst, auswählen, was liegen bleiben soll" Helmar Nahr

    in dem Sinne,
    ein Heim sollte sauber genug sein,
    um gesund drin leben zu können,
    aber schmutzig genug,
    um dabei noch glücklich zu sein.
    (aus dem Buch Besser einfach - einfach besser/ das Haushalts-Suvival-Buch von Bianka Bleier / Birgit Schilling)


    Es stehen etliche Ratgeber bei mir rum, ich empfinde es als täglicher Kampf.... gegen Windmühlen.

    Ich versuche das Ganze etwas lockerer anzugehen - und die Belohnung, nach der schnellen Erledigung (der Routinearbeiten ?!)
    ist die freie Zeit.... (ich muss nur aufpassen, das ich mir die freie Zeit nicht zuerst gönne)

    Mein nächstes Ziel, wird es sein "Balast" wegzuschmeissen/entsorgen.
    Ich habe mir vorgenommen, z.B. alle Kleiderschränke auszuräumen (die meisten Kleider liegen bei mir eh gewaschen in der Waschküche?!)
    und nur z.B. für jedes Kind X T-Shirts, X Hosen, X-Pullis u.s.w. einzuräumen - der Rest weg oder in Kisten auf den Dachboden

    haltet mir die Daumen, das dieses Unterfangen nicht ein Jahresziel, doch in ein paar wenigen Tagen erledigt wird.

    p.s. und sonst ist es eben auch so, bei mir kann es gut möglich sein, wenn ich nur mal schnell das Wohnzimmer aufräumen/entstauben
    möchte, dass ich gleich noch die Fenster putze, den Boden zwei mal nass aufnehme (ev. geht es mit dem zweiten Mittelchen besser ?!) und
    ich so den ganzen Tag für 1 Zimmer gebraucht habe?!!! - grrr... und am Abend herrscht unzufriedenheit.... trotz sauberer Fenster

    Es liabs grüessli aus der Schweiz

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    @ Lola

    Danke, so hab ich das noch nicht probiert, klingt auf jeden Fall gut

    @ Smile

    mußte jetzt doch grinsen, so gehts mir auch, eine Sachen anfangen und dann fällt mir das ein und jenes ... Abends dann total verzweifelt da kein Resultat für mich ersichtbar
    Auf jeden Fall drück ich Dir schon mal die Daumen, dass Du Dein Vorhaben schafftst

    Liebe Grüße an Euch Zwei
    Orchidee

  8. #8
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Ach ja, die Ratgeber.....ich fand mal unter einem zugestaubten Riesenstapel an Zeugs kurz vor dem Umfallen ganz unten das Buch mit dem Titel: "Schluss mit dem Chaos"

    Jeden Tag einmal aufräumen, @Smile RESPEKT! Aber dann sich fragen, was überhaupt und dann noch mit Kindern AUFRÄUMEN ist, das kenne ich auch. Keinen richtigen Maßstab zu haben. Früher war das extrem: Entweder ein Teil schon kaputtzuputzen, so pingelig zu werden oder gar nichts zu machen. Maßlosigkeit in 2 Richtungen schon.

    Diesen tollen Spruch habe ich auch, allerdings auf Englisch, und er hängt schon seit Jahren am Kühlschrank.


    @Lola, genau, ich arbeite mit meinem ADHS-Sohn u.a. auch mit dem TimeTimer, aber ihn mal für mich selber hernehmen, darauf hast du mich heute erst gebracht. SUPER!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Also ich find ja einige Ansätze von "Simplify your life" nicht schlecht - hab's als Hörbuch, das geht nebenbei und strengt nicht so an ;-)

    Im Prinzip heißt das:
    - Sich von altem Ballast befreien, einfach weniger Dinge haben
    - Aufgaben verteilen innerhalb eines Motivationssystems (die schlagen Magneten am Kühlschrank vor, damit man visuell hat, was man schon gemacht hat und noch machen muss)
    -> ich mach mir deswegen schon immer gerne To-Do-Listen ganz groß und markiere dann mit Textmarker, was ich schon hab :-)
    - und vor allem horizontale Flächenr frei räumen, Boden Tische, Arbeitsflächen... da sammelt sich der ganze Kram (wenn ich mir jetzt mal meinen Boden anschaue.....)
    usw.

    Insgesamt finde ich, dass einige der Ideen tauglich sind. Auch das 15min-Kurzaufräumen bevor man morgens das Haus verlässt, hilft mir manchmal. Ich verliere mich gerne in Details und wenn ich mir mal nur ein Regalbrett vornehme oder den kleinen Beistelltisch, das gibt gleich ein gutes Gefühl.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Das mit der Hausarbeit, die ewig dauert, kenne ich auch. Das Problem ist, von einer Aufgabe zur anderen zu springen: Erst mal ein paar Teller spülen, oje da in der Ecke ist ja Staub, also schnell ein bisschen Staubsaugen, dann wieder einen Teller spülen, oje bügeln sollte ich ja auch noch... dann mal ausruhen und ein bisschen Nachrichten schauen, nochmal einen Teller abspülen etc.
    Das ist natürlich frustrierend, weil so wird gar nichts fertig.

    Ich habe folgende Strategie:

    1. Ich habe mir einen kleinen Zettel geschrieben, den ich jeden morgen lese (was ich manchmal auch vergesse)... Wichtige Punkte sind auf dem Zettel sind: Immer zuerst denken erst dann handeln. Also welche Strategie benutze ich, um Staub zu saugen? Zuerst alle Hindernisse beseitigen, dann saugen. Zuerst das Bett machen (weil sonst wieder jede Menge Staub aufgewirbelt wird) dann Saugen etc.
    Und ganz wichtig: Immer zuerst eine Aufgabe beenden, dann mit der nächsten anfangen. Das ständige verzetteln ist der grösste Zeitkiller und das ist frustrierend.

    2 .Chaos möglichst nicht entstehen lassen. Das muss man sich antrainieren, aber es hilft gewaltig. Such dir z.B. Ordner, Schachteln. Schubladen-Einlagen etc. Ich habe auch immer alles in verschiedenen Farben (z.B. Ordner) und ich beschrifte alles gleich von Anfang an. Wichtige Dokumente (Ausweise etc.) habe ich alle in einem Hängeordner - nicht schön sortiert, einfach alle Ausweise rein und ab in die Schublade. Dann liegt das Zeug nicht rum, aber ich weiss immer, wo ich es finden kann. Winterkleider stopfe ich im Sommer in unser Bettsofa (in die Bettzeugschublade) weil wir keinen Keller haben. Dann liegt das Zeug nicht rum. Kleinkrams stopfe ich einfach in eine Schachtel (nacht "Sorte" geordnet), Deckel auf die Unordnung und man siehts nicht mehr Das hilft gewaltig, weil wenn ich beim Aufräumen dutzende kleine Berge von Unordnung sehe, dann weiss ich gar nicht wo anfangen und springe vom einem Berg zum anderen. Probier dir auch wenn möglich anzugewöhnen, alles sofort wieder zurückzulegen, wenn du es nicht brauchst. Jedes Ding hat seine Schachtel/Schublade/Ordner, falls du es brauchst, weisst du wo es ist und deshalb musst du es gar nicht rumliegen lassen für den späteren Gebrauch.

    3. NIMM DIR NICHT ZUVIEL VOR. Ich glaube das ist typisch ADHS - das Problem habe ich auch. Ein Mitstudent von mir war da ein ganz schlimmer Fall, der hat das Lernen immer verschoben, aber jeden Tag gesagt: heute gebe ich VOLLGAS, lese das ganze Buch und das Skript und die Folien und dann mache ich noch alle Übungen und.....
    Das kann NIE gutgehen. Da siehst du nur den Berg von Arbeit, fängst an, merkst nach kurzer Zeit, dass du dein Ziel nicht erreichen kannst und gibst auf. Also: Anstatt zu das ganze Haus zu saugen, nimm dir doch einfach nur vor, das Wohnzimmer zu saugen. Aber mach bring das zu Ende, in einem Arbeitsgang, keine Pausen, keine Ablenkung. Wenn der Drang aufkommt, irgendwo einen kleinen oder grossen Berg Chaos zu beseitigen, wiederhole das Mantra: Ich bin jetzt am Staubsaugen, die Unordnung kann ich später in eine Schachtel stopfen, dann wird sie nicht mehr stören...
    Das braucht viel Energie, aber da du die Arbeit eingschränkt hast, lässt sich das aushalten.

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