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Diskutiere im Thema Ökonomisches Arbeiten im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Ja, das mit dem Haushalt ist bei mir auch so ein Problem. Ich glaube ich erkenne auch langsam, wo meine Probleme liegen:

    1. Ich kann mich nicht entscheiden!
    Im Moment hab ich das Glück, das ich eine Freundin hab, die mir klare Anweisungen gibt (z.B. "spül mal bitte das Geschirr!"). Das klingt zwar sehr unfähig, aber leider geht es (noch) nicht ohne. Als ich alleine gewohnt hab lief es nämlich immer so: ich betrete die Wohnung, fest entschlossen zum aufräumen. Ich schaue nach, was alles zu tun ist. Staub saugen, hier aufräumen, dort wischen, usw usf. Dann fang ich an zu planen, was die sinnvollste Reihenfolge wäre und wo ich am besten anfange. Ja, und so steh ich dann da und überlege, überlege und überlege. Auch wenn ich wirklich motiviert war, jetzt steigt der Frust von Minute zu Minute. Irgendwann bin ich dann so genervt, dass ich mich einfach wieder hinsetze!

    2. Ich habe keine Zeit!
    Naja, zumindest denke ich das. Bezieht sich nicht nur auf Hausarbeit, sondern auf alles wofür ich meine aktuelle Beschäftigung unterbrechen müsste. Also immer wenn ich mit irgendwas - egal was! - beschäftigt bin, hab ich das nervige Gefühl, keine Zeit für irgendwas anderes zu haben. Das Problem ist nur, mit irgendwas bin ich IMMER beschäftigt. Das nervt, auch in ganz anderen Situationen. Wenn ich z.B. morgens im Bett liege und gern noch ein paar Minuten chillen würde kommt auch direkt das Gefühl "keine Zeit dafür!". Und so versuch ich immer beschäftigt zu bleiben und schiebe alles was mir dazwischen kommen will auf die lange Bank...

    3. Ich bin ein halber Messi!
    Da meine Wohnung nicht (mehr^^) total vermüllt ist, wohl nur ein Halber. Aber wie ein Messi hab ich schon oft Probleme, Sachen wegzuwerfen. Entweder es hängen irgendwelche Erinnerungen dran (und auf was trifft das nicht zu^^), oder ich rede mir ein, dass man das irgendwann nochmal gebrauchen könnte (was oft doch sehr unwahrscheinlich ist). Letzteres trifft vor allem auf Kabel, PC-Teile, teilweise auch auf Papierkram und solche Sachen zu.

    Kennt das noch jemand???

    Maggy schreibt:
    Also, bei mir kommt das immer so an: NEUE IDEE! Ordnung für Ordnungsunfähige: Macht Ordnung!
    Ein bisschen kommt mir das vor wie der schwarze Satz: Wir haben die Lösung für das Welthungerproblem: einfach mehr essen!
    Genial! Dabei musste ich irgendwie an meine Therapeutin denken. Die kommt dauernd mit solchen Sachen, ich kann aber nichts dagegen halten, weil es einfach keine Logik-Fehler darin gibt. Sie hat ja vollkommen Recht mit dem WAS, mein Problem ist aber das WIE.

    Wenn ich solche Aussagen höre denk ich immer "ach ja, hättste selbst drauf kommen können". Das Problem bemerk ich erst, wenn es dann an die Umsetzung geht...
    Geändert von cypher2k1 ( 7.05.2011 um 19:53 Uhr) Grund: Punkt 3

  2. #12
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    KarmaKarisa schreibt:
    Im Prinzip heißt das:
    - Sich von altem Ballast befreien, einfach weniger Dinge haben[/FONT]
    Hallo, das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt und zwar in allen Lebensbereichen! Beruflich hat mich das Jahrzehnte gekostet, zu begreifen, dass die Komplexität und die Power und Flexibilität, die durch mein fachliches Können Anspruch und Maßstab sind, mich ADHS-technisch krank machen.
    Familiär habe ich denn schneller (nur 10 Jahre ) gelernt, dass ich als Familienmutter nicht eierlegende Wollmilchsau sein kann.

    Bei mir ist es ökömomisch, abzuspecken und im Viertelstundenrhythmus unliebsame Dinge zu tun, so wie @lola das weiter oben als ein Grundprinzip des ADHS-Coaching dargestellt hat. Und zwar in reizreduziertem Rahmen. Gelernt und versucht, danach zu leben habe ich aber Jahrzehntelang, dass ökonomisches Arbeiten heißt, Multitasking zu betreiben. Das konnte bei mir nur schiefgehen.

    Und in Sachen Haushalt und Ordnung bloß das Messitum abbauen, @cypher2k1, das ist ein echter Knackpunkt, das sehe ich an meinem Sohn, der noch ein Kind ist und sogar Sachen vom Boden aufhebt, weil er meint, die noch zum Basteln gebrauchen zu können irgendwann.
    Und zwar hilft es gar nichts, ihm das irgendwie nur ständig als Regel zu sagen, denn das ist ja eben genau sein Problem. Sondern ihn da zu begleiten. Wenn dir also deine Freundin sagt "Spül bitte ab." dann ist das kein Armutszeugnis für uns ADHSler, sondern eine Hilfestellung, die gut tut. So habe ich immer meine Prüfungen gut geschafft, zusammen mit total organisierten Normalos. Und so coache ich jetzt meinen Sohn.

    Auch dieses ewige Gefühl "Ich habe keine Zeit" kenne ich sooo gut! Auch mich hindert es sogar an der Entspannung oft. Dieses innere Gehetzsein. Dieses Entweder gehetzt oder gelangweilt sein schließt ja schon Entspannung aus. Zwar helfen mir da die Medis und Meditation, aber noch nicht genug.


    @Shuai_Ran, bei dir finde ich persönlich, dass du schon viel viel viel weiter bist als ich in meinen ordentlichsten Träumen! Wie, Chaos nicht entstehen lassen? Wie, alles übersichtlich sortieren? Das ist mit Sicherheit der Weg und richtig, aber ich bin noch mitten drauf. Glückwunsch, dass du schon auf die Ergebnisse gucken kannst und das noch als ADHSler. Das macht mir echt Mut!

    Sich nicht zuviel vorzunehmen, das ist auch was ganz Zentrales! Und sooo schwierig, wenn man dadurch unter seinen beruflichen Möglichkeiten bleiben muss und wenn man auch aufpassen muss, dadurch nicht in die Langweile zu rutschen.

    LG Maggy

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Hallo Maggy,

    die meisten Vorredner haben es im Prinzip schon alle gesagt und ich denke die Methode der Wahl für uns ist, einfach es nicht zuzulassen, dass man diese Arbeiten oft und ausgiebig erledigen muss. Ich habe z.B. immer kleine Wohnung mit wenig Möbeln gehabt, meine Bücherregale sind leer, Geschirr und Besteck reicht nur für 4-5 Personen. Ich sortiere regelmäßig alles aus und schmeiße viel weg - selbst Sachen, die man noch verwenden könnte. Hemden werden jeden Tag ein bisschen gebügelt, nicht alle auf einmal. Dann werden Tätigkeiten in schneller Abfolge gemacht (z.B. ein Hemd bügeln, Gemüse putzen und vorbereiten, den Staubsaugern anwerfen usw..).

    Im Grundsatz bin ich der (gleichen) Meinung, dass man in vielen Fällen nicht die Normalos, sondern sich selbst als Orientierungsmaßstab nehmen sollte, um geeignete Methoden zu entwickeln.

    Lieben Gruß,

    Scarlatti

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    lola schreibt:
    Hallo ihr Beide,
    Gilt auch nicht nur für den Haushalt. Wenn ich an einem Projekt dran bin, werde ich mir das schlauerweise auch klein aufteilen. Ich denke also nicht "ich muss an Projekt X weitermachen", sondern ich überlege mir, was ich genau jetzt in wenigen Minuten erledigen kann. Zum Beispiel einen Anruf erledigen, den ich schon ewig vor mir herschiebe. Oft sind es ja kleine Jobs, die das grosse Ganze blockieren.
    In diesem Zusammenhang finde ich wichtig, dass man seine Motivation im Auge behält. Oft fängt man ja was total enthusiastisch an, und hört dann irgendwann wieder auf, weil man keinen Bock mehr hat. Bei langwierigen Projekten ist das sehr gefährlich. Ich habe dieses Problem so gelöst, dass ich immer nur solange an etwas arbeitete, wie die Motivation noch da ist und niemals zulasse, in den monotonen Bereich zu kommen. Also quasi immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist - und wenn es nach 15 Minuten ist.

    LG,

    Scarlatti

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Maggy schreibt:

    @Shuai_Ran, bei dir finde ich persönlich, dass du schon viel viel viel weiter bist als ich in meinen ordentlichsten Träumen! Wie, Chaos nicht entstehen lassen? Wie, alles übersichtlich sortieren? Das ist mit Sicherheit der Weg und richtig, aber ich bin noch mitten drauf. Glückwunsch, dass du schon auf die Ergebnisse gucken kannst und das noch als ADHSler. Das macht mir echt Mut!
    Danke Aber wie gesagt, bei mir ist viel von dem Chaos einfach in Schachteln verpackt, dann siehts mans nicht so Ausserdem nutze ich das Aufräumen oft, um andere unangenehme Dinge zu verschieben. ich nehme mir z.B. vor die Steuererklärung zu machen, aber solange noch irgendwo Zeug rumliegt, kann ich mich nicht konzentrieren. Dann wird zuerst mal aufgeräumt. Dann sehe ich noch irgendwo in einer Ecke Staub, dann muss ich zuerst mal Staubsaugen... Am Schluss ist die Wohnung aufgeräumt, aber die Steuererklärung habe ich noch nicht mal angefangen. Am nächsten Tag muss dann noch das Geschirr gespült oder Kleider gebügelt werden, bevor ich mit der Steuererklärung anfangen kann - so geht das weiter bis zum letzten möglichen Termin. Das gleiche Probleme hatte/habe ich auch z.B. vor Prüfungen / Semesterarbeiten.

    Mir haben die Schachteln/Schubladen deshalb geholfen, dass wenn ich das Chaos nicht sehe, es mich auch nicht stört. Das liegt vielleicht daran, dass ich ein eher "visueller Typ" bin. Wenn ich z.B. am lernen bin und ich irgendwo Unordnung sehe, dann kreisen meine Gedanken sofort nur noch um die Unordnung.

    Ich glaube auch, ein grosser Problem von ADHSlern ist, dass sie bei einem grossen Berg von Arbeit nicht wissen, wo anfangen - das Resultat ist dann das ständige "rumspringen" von einer Arbeit zur anderen. Genau das ist eben der grösste Zeitfresser.

    Eine Möglichkeit ist, sich ein "Handbuch" bzw. eine Checkliste zu machen für jede grössere Aufgabe. Piloten z.B. nutzen solche Checklisten bei Notlandungen o.ä Problemen - und für viele ADHSler sind gewisse Alltagssituationen ähnlich stressig (auch wenn viele "Normalos" das nicht nachvollziehen können) Dazu kann man sich z.B. auch mit dem Partner zusammensetzen.

    Ein weiteres Problem ist die grosse Entmutigung, die viele ADHSler in ihrem Leben immer wieder erfahren haben. Ich wollte z.B. meiner Mutter beim Tisch decken helfen (ich wollte auch mal "brav" sein wie andere Kinder), aber durfte nicht, weil ich ein "Schussel" war und sowieso etwas kaputt gemacht hätte. Oder mein Handwerkslehrer, der gesagt hat: Vorne ist es gut, aber hinten ein typischer ... Oder der Vorwurf, man sei einfach nur faul. Viele Betroffene haben in ihrem Leben immer wieder solche Sätze gehört und darum grosse Selbstzweifel.

    Das Problem ist ja auch, dass man ADHS nicht sieht - wenn einer den rechten Arm im Gips hat, fände es ja auch keiner komisch/faul/dumm, wenn diese Person nur mit der linken Hand (als rechtshänder natürlich), deutlich länger für eine Aufgabe hätte als normal.
    Wir düfen uns nicht (mehr) entmutigen lassen, egal bei was. ADHS ist keine Entschuldigung für Probleme - aber es erklärt einiges. Wir müssen uns manchmal mehr anstrengen und haben länger, aber deshalb sind wir keine schlechtere (oder bessere), dümmere oder faulere Menschen. Faul wären wir erst, wenn wir ADHS einfach als Entschuldigung vorschieben und es aufgeben, weiter an uns zu arbeiten.

  6. #16
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Scarlatti schreibt:
    einfach es nicht zuzulassen, dass man diese Arbeiten oft und ausgiebig erledigen muss. Ich habe z.B. immer kleine Wohnung mit wenig Möbeln gehabt, meine Bücherregale sind leer, Geschirr und Besteck reicht nur für 4-5 Personen. Ich sortiere regelmäßig alles aus und schmeiße viel weg - selbst Sachen, die man noch verwenden könnte. Hemden werden jeden Tag ein bisschen gebügelt, nicht alle auf einmal. Dann werden Tätigkeiten in schneller Abfolge gemacht (z.B. ein Hemd bügeln, Gemüse putzen und vorbereiten, den Staubsaugern anwerfen usw..).

    Im Grundsatz bin ich der (gleichen) Meinung, dass man in vielen Fällen nicht die Normalos, sondern sich selbst als Orientierungsmaßstab nehmen sollte, um geeignete Methoden zu entwickeln.
    Genau so stelle ich mir das auch mittlerweile vor.

    LG Maggy

  7. #17
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Shuai_Ran schreibt:
    Das Problem ist ja auch, dass man ADHS nicht sieht - wenn einer den rechten Arm im Gips hat, fände es ja auch keiner komisch/faul/dumm, wenn diese Person nur mit der linken Hand (als rechtshänder natürlich), deutlich länger für eine Aufgabe hätte als normal.
    Wir düfen uns nicht (mehr) entmutigen lassen, egal bei was. ADHS ist keine Entschuldigung für Probleme - aber es erklärt einiges. Wir müssen uns manchmal mehr anstrengen und haben länger, aber deshalb sind wir keine schlechtere (oder bessere), dümmere oder faulere Menschen. Faul wären wir erst, wenn wir ADHS einfach als Entschuldigung vorschieben und es aufgeben, weiter an uns zu arbeiten.
    Ja, das wäre sehr hilfreich, wenn man das ADHS irgendwie so sähe, dass unser Verhalten uns und anderen gleich einzuordnen wäre. Und wenn es mehr auf uns eingestellte Lernarragements gäbe, aber erstmal muss ADHS voll anerkannt sein überall.

    LG Maggy

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Ich kann mich hier auch einreihen...
    Einerseits gelingt es mir selten, überhaupt anzufangen und wenn, bin ich nach kürzerster Zeit gelangweilt/ausgepowert. Nichts geht weiter.

    Dabei stapeln sich bei mir zu Hause die Selbst-Hilfe-Ratgeber (vielleicht sollte ich hier mit dem Entrümpeln beginnen , aber die sind halt wirklich nur Ratgeber und keine "Tatgeber": die wecken nur Hoffnung und wenn die Umsetzung nicht klappt, bin ich erst recht frustiert.

    Was bei mir im Ansatz funktioniert hat:

    die Würfelmethode:
    da schreib ich 6 Aufgaben auf eine Liste (nummeriere sie) und entscheide per Würfellos, was ich machen werde. Das hat zumindestens beim Ausprobieren Spaß gemacht.
    (schätze, es hilft mich zu entscheiden)

    Zählen:
    Klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber es ersetzt die Küchenuhr und hilft mir überhaupt anzufangen:
    Ich zähl beim Aufräumen mit (d.h. jeder einzelne Handgriff wird gezählt)...der Vorteil: Ich bleib bei der Sache und kann mich besser konzentrieren...ich teile die Aufgaben in kürzere Zähleinheiten, also nehme mir vor, sagen wir einmal bis 70 zu kommen. Dann weiß ich, das ein baldiges Ende in Sicht ist.

    Not-to-do-Listen

    Ich bin kein sonderlicher Freund von To-Do-Listen, aber Not-To-Do-Listen sind ein anderer Fall, denn die beinhalten, alles was man nicht tun muss.


    ad Scarlatti:
    Wie schaffst du es, aufzuhören, wenn es am Schönsten ist? Und wie erkennst du rechtzeitig, dass der monotone Bereich droht?
    Ich finde das sehr interessant, aber wie schaffst du das?




  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    Mirela schreibt:
    ad Scarlatti:
    Wie schaffst du es, aufzuhören, wenn es am Schönsten ist? Und wie erkennst du rechtzeitig, dass der monotone Bereich droht?
    Ich finde das sehr interessant, aber wie schaffst du das?[/SIZE]
    Erfahrungen aus der Vergangheit sagen mir das. Wenn du z.B. weißt, dass deine Motivation normalerweise nach 2 Tagen bei einer halben Stunde/Tag einen kritischen Wert unterschreitet, dann setzt du dein Ziel eben auf z.B. 10 Minuten pro Tag. Und wenn diese Zeit erreicht ist, dann hörst du halt auf.

    Dann brauchst du noch ein Signal, was dich zum Aufhören bewegt, z.B. einen Wecker. Oder: Ich pendle jeden Tag eine Stunde zur Arbeit und habe daher ein Zeitfenster, das schon vorgegeben ist. Innerhalb der Stunde mache ich drei Sachen. Der jeweilige Halt des Zuges zeigt mir an, wann ich mit einer Sache aufhören muss, und wann mit der anderen anfangen (da es ein sehr früher Zug ist, geht es auch mit der Geräuschkulisse, habe mir aber zusätzich einen individuell angepassten Gehörschutz anfertigen lassen, ca. 130€ beim Akustiker).

    Es ist meiner Erfahrung nach sehr sehr wichtig, bei längerfristigen Sachen, die extrem bedeutsam für den Lebensweg sind, so eine Selbsteinschränkung vorzunehmen, auch wenn man sich am Anfang total gerne auf die Arbeit stürzen will. Ich habe auf diese Weise eine Promotion über 4,5 Jahre durchgehalten. Hierbei waren mein Kriterium, EINEN neuen Gedanken pro Tag zu haben, nicht mehr. Wenn ich den hatte, habe ich den Computer ausgemacht.

    Hoffe, dass das vielleicht eine Inspiration ist.

    LG,

    Scarlatti

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Ökonomisches Arbeiten

    hmm naja...
    ich bin grad in ner totalen phase der neuordnung und -orientierung. was durch meinen umzug in diese tolle gegend (habs echt gut getroffen hier,schöne wohnung im ruhigen grünen) begünstigt wird.

    so und seit ich hier wohne,wird bei mir jeden samstag aufgeräumt und geputzt.und das klappt auch.einfach,weil ich mich zwinge,es durchzuziehen-und ne schöne wohnung hat doch jeder gern.
    also,was soll ich sagen-es klappt!je öfter,desto leichter wirds.

    hätt auch nicht gedacht,dass das so einfach anders geht,nachdem ich in meiner letzten wohnund keine lust mehr hatte,was zu machen-aber es geht.
    würds dann evtl (da ihr ja nun net alle einfach so umziehen könnt:-D) als hilfreich ansehen,dass man den neubeginn auch richtig sieht,sprich:dekoriert die bude um,verstellt die möbel...um euch dran zu erinnern,das ab jetzt sowas anders IST (nicht wird).

    vllt klappts so ja auch bei euch,ich kann mich wie gesagt nicht mehr über meine eigene sauberkeit in der wohnung beklagen.

    (wie lang ich brauche zum putzen?maximal ne stunde für alles...wenn ich dran bin,geb ich gas.will ja fertig werden...)

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