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Diskutiere im Thema Habt ihr eigentlich "normale" Freunde? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Moin,

    das ist tatsächlich ein Gedanke, der mir immer wieder aufkommt: warum habe ich überhaupt keine "normalen" Freunde? Mit normal ist hier gemeint, dass man bezüglich eines Merkmals (kann alles mögliche von Körpergröße bis Lebensweise etc. sein) sich im Bereich der Mehrheit befindet.

    Meine Freunde sind alle ungewöhnlich. Viele sind depressiv, überdurchschnittlich intelligent, sehen ausländisch aus (Kinder von Einwanderern) bzw. sind Ausländer, haben ein ungewöhnliches Hobby oder ein ungewöhnliches Weltbild etc. - jedenfalls befinden sie sich in bezug auf eine Dimension deutlich außerhalb der Mehrheit der Gesellschaft.

    Ich frage mich, warum das so ist. Spontan fallen drei Hypothesen ein:
    - Langeweile beim Umgang mit nicht ungewöhnlichen Menschen
    - Eine Verklärung der eigenen Stellung in der Gesellschaft ("Wir Freaks müssen zusammenhalten gegen die Normalos")
    - Tatsächliche Ablehnung durch die Mehrheit der Gesellschaft aufgrund von ADHS
    ..

    Was meint ihr dazu?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Hmmm, weiss nicht so recht was ich dazu meinen soll :-)... normal - den Gesellschaftsnormen entsprechend - die Mehrheit verkörpernd, wenn man bedenkt, dass jedes Lebewesen einzigartig ist und somit für sich ganz allein etwas Besonderes schmerzt es doch fast schon wenn man sich vorstellt dass etwas uniformiert, normiert, gleichgesetzt, angepasst wird oder nicht? Geht da nicht wahnsinnig viel verloren?

    Und ist es nicht so, dass die Masse eher funktionert als wirklich lebt?

    Musste beim Lesen grad an "Irgendwie anders" denken, kennste den? *schmunzel*

    Bin mir nicht sicher ob es gut ist in solchen "Kategorien" zu denken und irgendwo dann ja auch zu werten, zu urteilen, schließlich sind wir doch alle Menschen und wenn du die vermeintlichen Krankheiten mal aussen vor lässt haben wir alle unsere Eigenarten und gleich und gleich oder eben ähnlich gesellt sich doch gern, man kann ähnliches leichter akzeptieren als ganz Fremdartiges oder gar Gegensätzliches, spielt es dabei wirklich eine Rolle in welchem Bereich sich das abspielt?

    Ist das nicht eine kleine Egofalle?

    Hast du Grün gelesen: Der Wahnsinn der Normalität? :-P

    Alles relativ und es ist besonders schwierig sich mit Leuten zusammen zu tun, die einen an den eigenen Selbstverrat erinnern...

    Ich hab natürliche Freunde, aber ob die normal sind?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Adabsurdum, diese "Was ist normal"-Diskussion ist eigentlich ein separates Thema. Auch die Mehrheit anzugrenzen (90%? 70% oder weniger). Das ist allerdings hier nicht meine Frage. Die Leute in meinem Umfeld sind jedoch klar "ungewöhnlich" und befinden sich eher außerhalb der 90%.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Würdest du dir denn wünschen, dass es anders ist? Meine liegen auch außerhalb der 90% obwohl sie völlig normal wirken können auf andere ;-)

  5. #5
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Hallo ihr,

    ich habe nicht viele echte Freunde/Freundinnen, aber die paar die ich habe, sind auf jeden Fall "anders" als die anderen.

    Ich würde zu deinen Beispielen, noch "Nicht-altersgemäßes-Verhalten" dazu nehmen... dann sind sie alle nicht normal.

    Durch die Mutterschaft, bin ich mit vielen Frauen in Kontakt gekommen.... geblieben sind mir davon 3. Alle nicht normal... die eine hat wohl AD(H)S (sagte mir ihr Mann mal, wir reden nie darüber), die andere ein Trauma und die dritte benimmt sich mit 35 auch immer noch wie ein Teeny (ansonsten ist sie recht normal)...
    Auch ältere Freundinnen (von vor den Kindern) hatten/haben immer einen Sockenschuss.

    Das geht wohl gar nicht anders.
    Ich vermute normale könnten mich nicht ertragen und ich sie nicht... wir hätten uns nicht lange viel zu sagen. Das ist vermutlich der Grund. Also bei mir...


    L.G.
    happypill

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    In einem Universum wo nur Individuen leben kann man natürlich kein Naturgesetz der Normalität festsetzten.

    Allerdings, diese Konsumidioten wie ich sie so gerne nennen gehen mir auf den Sack und ich ihnen
    Und auch sonst bin ich doch sehr Individuel, daher habe ich keine "Normalen" Freunde.
    Alle die normal wurden, sich anpassten, kennen mich auf einmal nicht mehr.
    Sprich sie melden sich nicht und möchten auch sonst nichts mehr von mir wissen.

    Meine Freunde sind knapp gefasst: Überdurchschnittlich Intelligent und auch mit den meisten teile ich die Leidenschaft zu PC's und/oder Vinyl (neuere Schallplatten).
    Aber es gibt die unterschiedlichsten Typen: Den Zocker, den Bildbearbeiter, den DJ (der mir Beats zurecht zimmert).
    Ja und dann hört es ja auch schon auf, ich habe nun mal nicht sonderlich viele Freunde.
    Ich verstehe mich in der Schule mit einigen und "hänge immer mit ihnen ab", aber eine richtige Freundschaft hat sich daraus noch nie ergeben.

    Aber das wir "Freaks" zusammen halten müssen, finde ich nun quatsch.
    Sowieso sind wir Freaks?
    ADHSler weil sie ADHS haben?
    Der Zocker, weil er sein Leben im Spiel verbringt?
    Der DJ, weil er quasi für die Musik lebt?

    Nein, ich denke eher die Mehrheit ist unnormal, denn sie haben keinen Sinn im Leben.
    Der DJ macht Musik, das ist sein Lebenssinn.
    Was machen die anderen?
    Konsumieren, Saufen, Rauchen, andere Mobben und dann? - Ja, nichts weiter.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    hallo scarletti

    bei mir ist es eher so, dass ich gerne mit menschen zusammen bin, die mir "ähnlich" sind...
    doch freundschaftliche beziehungen pflegen, ist mir zu stressig.
    ich habe es aber gerne so, war auch schon immer so....
    ich komme und gehe, ohne eine verpflichtung eingehen zu müssen
    dazu muss ich sagen, dass ich in einem dorf wohne wo sich sowieso jeder kennt,
    man sich auf der strasse trifft und immer mal ein "schwätzchen" machen kann.

    ich bin eben gerne eigenständig, auch mal gerne alleine und mach mein ding.

    gruss

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Also Arbeitskollegen u.ä. hab ich natürlich schon im normalen Bereich, aber das zählt wohl nicht wirklich.
    Scarlatti schreibt:
    Ich frage mich, warum das so ist. Spontan fallen drei Hypothesen ein:
    - Langeweile beim Umgang mit nicht ungewöhnlichen Menschen
    - Eine Verklärung der eigenen Stellung in der Gesellschaft ("Wir Freaks müssen zusammenhalten gegen die Normalos")
    - Tatsächliche Ablehnung durch die Mehrheit der Gesellschaft aufgrund von ADHS
    Die paar echten Freunde die ich habe sind alles andere als normal. Gemeinsam haben sie alle, dass zumindest der Verdacht auf ADHS besteht. Deiner ersten Therorie schließe ich mich voll an. Die meisten Normalos langweilen mich wirklich.

    Meine eigene Vermutung ist, dass ich bei Leuten mit ADHS (oder anderen psychischen Störungen die ich auch habe) Gemeinsamkeiten spüre. Durch diese Gemeinsamkeiten - die natürlich etwas tiefer gehen wie gleiche Hobbys o.ä. - werden mir die Leute schneller sympathisch und ich freunde mich schneller mit ihnen an.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Mhhh
    Also die Leute die ich wirklich näher kenne, haben alle irgendeinen Spleen. Kein AD(H)s oder so, sondern einfach ihre Eigenheiten die die breite Masse nicht hat.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Habt ihr eigentlich "normale" Freunde?

    Also bei mir ist es so, daß ich einfach magisch angezogen werde von Extremen.
    Und dass ich immer denke, man muss halt eine Basis haben und es kann und darf mir nicht egal sein, mit wem ich mich umgebe. - Das kann nämlich unter Umständen schon ganz schön an die Substanz gehen...

    Es fällt mir schwer, mich mit Menschen zu umgeben, nur einfach, weil ich da bin und sie und weil man sich halt eben kennt. Das muss mir alles schon irgendwie...was bedeuten und auslösen und so. Und, jaja, das erwarte ich irgendwie auch von meinem Gegenüber: Er muss mich mögen, ich muss Vertrauen haben und das Gefühl, daß er mich hinter meinem Rücken nicht all macht und dummes Zeugs erzählt.
    Es muss halt passen und Spaß machen, man sollte sich was zu erzählen haben...

    Viele Bezeihungen zwischen Menschen laufen halt oftmals oberflächlich ab und das fällt mir schwer, bzw. kann ich das gar nicht. Da mach ich dann Winkewinke im Vorbeigehen, aber no Small Talk mit mir. Da fühl ich mich so entsetzlich leer anschließend und hohl und hab leider den Inhalt und Namen der entsprechenden Person schon vergessen, bevor das Gespräch überhaupt beendet ist und sowas kann entsetzlich peinlich werden!

    Naja, und am meisten kann ich mich halt wiederfinden bei den Aussenseitern, denen, die das ähnlich erleben und ebenso sehen. Es muss ja auch keine Freundschaft fürs Leben sein oder ein Exklusivvertrag über mein Herz. Wenns passt, dann passts halt, aber man muss auch loslassen können, wenn es vorbei ist. Und ich denke, das können viele eben nicht...und dann werden Beziehungen aufrecht erhalten, die sich schon lange totgelaufen haben.

    Ach Gottchen, was soll ich sagen: Da bieten sich halt die an, die das ähnlich sehen und eine ähnliche Einstellung haben und das sind nunmal die Freaks, die Spinner, die die abseits und am Rand der Norm stehen. Die Individualisten & Querdenker.

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