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Diskutiere im Thema Ist ADS / ADHS eine Krankheit? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Mumford

    Gast

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    So, zweiter Versuch. Hatte es zuerst in folgenden Thread kopiert >> Psychologen Diagnose von Ärzten nicht anerkannt?

    Das war leider ziemlich daneben, sorry.

    Ich glaube, dass dieser Beitrag hier besser aufgehoben ist. Es geht nämlich darum, ob ADHS evtl. eine "Erfindung" ist (-was ich nicht glaube!).


    http://www.happy-baby.info/babyblog/2012/08/baby-schreit-ads-adhs/

    Wenn man etwas runterscrollt kommt eine graue Hinweistafel >> An alle Eltern: Vorsicht vor falschen ADHS-DIAGNOSEN

    Draufklicken!

    Malaclyps schreibt:
    Hallo an Alle und herzlichsten Dank für diesen Threat!

    Werde seit gut einem halben Jahr nach einem totalen Burnout wegen Depressionen behandelt - mit bisher wenig Erfolg.
    Nachdem ich mir kürzlich selbst ADHS diaknostiziert habe war ich heute damit bei meinem Hausarzt und - rein zufällig - beschäftigt der sich privat, seit langem intensiv mit dem Phänomen ADHS.
    Er hat sich meine Lebensgeschichte angehört und wir haben uns lange einhellig unterhalten mit dem Ergebniss:


    1. Ja, das Phänomen ADHS trifft auf mich eindeutig zu.
    2. Nein, ADHS ist KEINE Krankheit sondern EVOLUTION! Wir leben in einer überwiegend kranken, ignoranten Gesellschaft die Menschen wie uns aus Angst vor Veränderung das Leben schwermacht.Das wiederum kann leicht dazu führen das wir krank werden und vor allem unter Depressionen leiden.


    Hoffentlich folgt auch mein Psychiater der Diagnose und wird mir offiziell ADHS bescheinigen. Denn nur als Krankheit wird Anders Sein in der Gesellschaft akzeptiert.
    Dass unsere Gesellschaft überwiegend krank und ignorant ist, steht auch für mich außer Frage.
    Ob ADHS eine Krankheit ist, steht mMn auf einem anderen Blatt. Aber ich kann diese Sichtweise gut nachvollziehen.
    Geändert von Mumford (30.09.2012 um 20:41 Uhr)

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Im Studium haben wir irgendwann mal gesetzliche Definitionen dazu durchgenommen, dabei u.a. bei mir hängen geblieben: Schwangerschaft und wie man die einerseits in die bestehende Gesetzgebung unterbringt also z.B. so dass Krankenkassen Leistungen zahlen müssen obwohl eine Schwangerschaft ja keine Krankheit ist: Wenn ich das richtig verstanden habe, wird das teils erreicht indem von "Abweichung vom Regelzustand" gesprochen wird, der dann ja Nicht-Schwanger wäre. (Habs jedenfalls so in Erinnerung behalten)

    Nach der Definition sehe ich mein Adhs eindeutig als Krankheit an. Ich weiche damit von der Norm ab.
    Zudem nehme ich Medikamente die die Abweichung abmildern sollen.
    Als wünschenswerte Abweichung für eigene Kinder würde ich es definitiv nicht sehen wollen, weshalb ich mir selbst nicht glauben würde, wenn ich versuchte es als Gabe oder Pluspunkt sehen zu wollen.

    Krank fühlen tue ich mich damit jedoch gegenwärtig nicht. Je besser ich selbst damit umzugehen lerne, desto weniger Leidensdruck löst es bei mir aus. Zudem habe ich einige andere "Abweichungen" die ich für mich selbst als sehr viel belastender empfinde, die unabhängig vom Adhs entstanden sind (zumindest gehe ich davon aus) und die für mich viel stärker als Krankheit und Belastung wirken.

    All diese Abweichungen zusammen genommen ist Adhs die Einzige davon, die mir immer mal wieder in meinem Leben auch Vorteile gebracht hat bzw. mich auch oft in einer Art auszumachen scheint, die von mir ans angenehm, positiv, bereichernd empfunden wird.

    Was Kreativität, Mut zur Lücke oder spezielle Wahrnehmungen angeht da ließe sich - zumindest soweit ich bis jetzt darüber gelesen und erfahren habe - bei mir so einiges auch ganz oder zu großen Teilen dem Adhs zusprechen. Wenn man mein Adhs nun spontan "wegheilen" könnte, würden durchaus einige Zweifel an mir nagen, ob ich dabei nicht auch was zu verlieren hätte. Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht nur im positiven Sinne ein ganz anderer Mensch wäre. Vielleicht einer der ich nicht gern seien wollen würde?

  3. #63
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    auri schreibt:
    [...]Nach der Definition sehe ich mein Adhs eindeutig als Krankheit an. Ich weiche damit von der Norm ab.[...]
    Dann ist Hochbegabung auch eine Krankheit?
    Sollten die Eltern ihre Kinder schleunigst vorn Fernseher setzen, damit diese Abweichung zurückgeht...
    Neinnein, es gibt kein "genau SO funktioniert das Gehirn richtig und alles andere ist falsch" - JEDES Gehirn funktioniert anders.

    Nene, was mich immer noch nervt hier, ist, das nicht über die Definition von Krankheit geredet wird.
    Ihr redet alle aneinander vorbei, weil ihr einfach den Begriff "Krankheit" verschieden auffasst.

    Fakt ist:
    Die Gesellschaft macht es ADHSlern nicht unbedingt einfach, ADHS führt zu Problemen wie Angststörungen und Depressionen und ist deswegen ernst zu nehmen.

    Ab wann man etwas als Krankheit definiert, ist verhandelbar.
    Jemanden dafür zu beschuldigen, dass er ADHS nicht als Krankheit sieht, weil er Krankheit für sich anders definiert, ist... unklug.
    Anders wäre es, wenn jemand behaupten würde, dass ADHS nicht existiert und die Probleme alle erfunden sind, aber das behauptet hier doch niemand.
    Zumindest nicht in diesem Forum, man kommt wohl kaum hierhin, weil man als ADHSler das Leben soooo toll findet.

  4. #64
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    @ReRegenbogen
    Dann erst einmal die Frage, wie du persönlich "Krankheit" definierst?

    Ich persönliche leite die Frage, ob ich bei einer Störung von einem pathologischen Zustand spreche, von der Frage nach dem Leidensdruck ab, woraus sich ergibt, dass das jeweils eine Einzelfallentscheidung ist.

    ReRegenbogen schreibt:
    Dann ist Hochbegabung auch eine Krankheit?
    Meinem Ansatz folgend, kann auch Hochbegabung im Einzelfall den Status einer Krankheit haben. Es gibt ja letztlich genug Biographien, die durch eine HB eine ziemlich unglückliche Entwicklung genommen haben, inklusive nicht zu vernachlässigendem Leidensdruck.

    Vor die Glotze setzen? Weniger. Aber ohne dass dem Kind entsprechende Strategien vermittelt werden, mit dieser Besonderheit umzugehen, kann es auch schnell unter die Räder kommen, und firmiert dann in der Statistik unter "klassischer Underachiever" oder etwas in der Art: mögliche Komorbiditäten auch hier nicht auszuschließen.

    Laut entsprechenden Tests gehe ich auch als HB durch. Zumindest ließen sich meine Therapeuten von mir nicht überzeugen, dass hier ein großer Irrtum vorliegen muss. Nunja, sei es drum. In der Folge wurde mir immer wieder haarklein dargelegt, dass auch eine HB einen therapiewürdigen Krankheitswert besitzen könne, eben in diesem Fall als Krankheit betrachtet werden müsse.

    Die Frage, ob nun eine Sache an sich, oder "nur" deren Folgeerscheinung als Krankheitszustand betrachtet werden muss, halte ich für gar nicht so wichtig.

    ReRegenbogen schreibt:
    Fakt ist:
    Die Gesellschaft macht es ADHSlern nicht unbedingt einfach, ADHS führt zu Problemen wie Angststörungen und Depressionen und ist deswegen ernst zu nehmen.

    Ab wann man etwas als Krankheit definiert, ist verhandelbar.
    Jemanden dafür zu beschuldigen, dass er ADHS nicht als Krankheit sieht, weil er Krankheit für sich anders definiert, ist... unklug.
    Fakt ist, dass es die Funktionsweise unserer Gesellschaft unabhängig von Normabweichungen, bzw. der jeweiligen Normvariante, nur den Wenigsten einfach macht.

    Ich finde den Begriff der Spektrum-Störung eigentlich ziemlich sympathisch. Einerseits weil hierdurch Einzelfälle berücksichtigt werden, bei denen ADHS-Verhalten schlichtweg als Normvariante angesehen werden kann, aber auch Einzelfälle erfasst werden, bei denen man guten Gewissens von einer chronischen Behinderung sprechen kann. Andererseits kommt das meinem Wunsch entgegen, ganz individuell betrachtet und therapiert zu werden, und nicht nach Schema F, welches mal eben aus der ADHS-Schublade hervorgezaubert wird.
    Geändert von WbD ( 1.10.2012 um 10:05 Uhr) Grund: Versehentliches Zitat entfernt

  5. #65
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Richtig - das Problem bei allen "Störungen" ist ja: Ab wann ist es eine Krankheit.

    Beispiel weg von ADHS um klar zu machen was ich meine: Es gab bei Schizophrenie ähnliche Debatten. Im Mittelalter und bei manchen Naturvölkern sollen ja Schizophrene Schübe als Visionen gegolten haben und somit Schizophrenie keine Krankheit gewesen sein.

    Das halt ich mit Verlaub für Bullshit. Denn Schizophrenie hat neben Stimmen und Visionen noch viele andere Symptome, etwa "dynamische Entleerung" oder motorische Defizite und und und. So ist es auch bei ADHS: Die die behaupten es sei keine Krankheit übersehen die komplexe Symptomatik, meist wird ADHS auf die Hyperaktivität reduziert. Damit ist ADHS nicht verstanden und und das ist bestenfalls Stammtisch.

    Es ist eine Tatsache dass auch in Slums und bei Naturvölkern etwa 5% der Kinder und Jugendlichen Probleme haben mit denen die Eltern zu einem - soweit verfügbaren - Arzt kommen, der dann - wenn er kann - ADHS feststellt. Dieses Probleme sind also offensichtlich unabhängig von der Konstruktion der Gesellschaft in der Menschen leben. Allerdings fallen verschiedene Symptome verschieden stark ins Gewicht. So ist es in einer Gesellschaft die weniger auf die Schule und mehr auf Disziplin achtet natürlich die Impulsivität das Problem, bei uns heute und hier ist es eher die Aufmerksamkeit die die Probleme macht. Und so weiter.

    Zweitens kann man durchaus mit Psychichen Syndromen direkt Probleme haben. Bei Tic-Störungen sieht das jeder sofort ein. Auch bei Depressionen und Schizophrenie ist direkt offensichtlich dass man unabhängig von der Gesellschaft Probleme hat, weil man sich in einem Zustand befindet, den man gerne ändern will aber nicht ändern kann.

    Bei ADHS gibt es diesen Zustand natürlich auch. Für Hyperaktive sind es die Zustände des "nicht Herr seiner Handlungen" sein und der extremen Unruhe.

    Kinder beschreiben dann dass sie mit Meidkamenten endlichen so lieb sind wie sie wollen, dass ihr Kopf endlich macht was er soll. Ich beschreiben eine Abnahme der Impulsivität - etwa vergreife mich seltener im Ton - und bessere Fokussierungsfähigkeit sowie bessere Planung/Ordung etwa von Arbeit. Das ist die Herstellung des Zustandes der Handlungsfähigkeit.

    Und ich beschriebe dass ich mit Medikamentn endlich ein gwisseninnere Ruhe finde. Das ist unabhängig von aussen.

    Mindestens zwei ist absolut Unabhängig von der Gesellschaft, das findet in mir statt. Aber auch als Eremit würde ich auf Dauer an dem Punkt eins verzweifeln.

    ADHS ist also ein Krankheit per se, an sich, und zwar vollständig unabhängig von der Umgebung.

    Wenn man zum Arzt geht und Hilfe sucht schon gleich.

    Die ADHS-Debatte kommt ja aus der Kindermedizin und da entscheiden immer andere. Das schlimme ist, dass in einer romantischen Vorstellung der Kindheit wie sie in dem schrecklichen Link oben propagiert wird impulsive, stets herumtollende Kinder als schön gelten und deswegen Kindern mit ADHS eher Glück als Leid unterstellt wird und eben der Krankheitswert nicht gesehen wird. Damit spricht man aber Kindern das selbstbestimmte Menschsein ab und macht sie zu Haustieren.
    Geändert von Wildfang ( 1.10.2012 um 10:03 Uhr)

  6. #66
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Wildfang schreibt:
    Beispiel weg von ADHS um klar zu machen was ich meine: Es gab bei Schizophrenie ähnliche Debatten. Im Mittelalter und bei manchen Naturvölkern sollen ja Schizophrene Schübe als Visionen gegolten haben und somit Schizophrenie keine Krankheit gewesen sein.
    Ich habe gestern eine Doku über Petra Kelly gesehen .... dort wurde Helmut ******* zitiert. Er soll gesagt haben (dereinst im Zusammenhang mit den Grünen nehme ich an, weiß ich aber nicht):
    "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!"

    Er ist eben Pragmat....

    Ich denke mittlerweile auch, dass alle Störungen eigentlich auch Krankheiten sind.
    Man sollte nicht fragen, ob krank oder nicht, sondern WIE KRANK, die eine und die andere Störung macht... Denn Krank ist ja zunächst das Gegenteil von Gesund. Und gesund ist frei sein von Beschwerden und Störungen. Wer Kopfweh hat ist in dieser Zeit krank, auch wenn er ansonsten völlig gesund ist (seelisch, geistig, organisch).

    So sehe ich das zumindest inzwischen.....

  7. #67
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Jepp, das seh ich auch so. Und das ist eine gut Neuerung in den kommenden DSM: Es gibt da wohl Skalen auf denen die Stärke der Störung definiert wird. Das wird dann zwar wieder für Diskussionen sorgen aber es ist schon richtiger.

    Zu ADHS: Das ist ja nicht wie Windpocken (Tupfen ja / nein) sondern wie Übergwicht oder Bluthochdruck. Von "ziemlich übel", sogar lebensbedrohend bis "nicht so shclimm aber langfristig krankmachend" bis "na ja, kann man auch ignorieren".

  8. #68
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hi,

    ich selber gehe hier sehr konform mit Wildfang und Happy, auch wenn ich es nicht vollständig von der Umgebung abkoppeln würde.

    Zunächst mal kann man ja die Definition des Begriffes Krankheit aus dem Lexikon heraussuchen und dort wird man so etwas finden:
    "Die Störung oder Einschränkung der normalen körperlichen oder seelischen Funktionen"

    Das ist doch schon mal allein deshalb eine herrliche Definition, da sie den Begriff "normal" enthält und somit durchaus auch Rücksicht auf z. B. gesellschaftliche Umgebungsvariablen bietet.

    Sprich:
    Ein Mensch mit einer ADS-typischen Zeitblindheit weicht hierzulande sehr deutlich von der Norm ab, da er sich zeitlich nicht organisieren kann, was hier aber als selbstverständlich gilt.
    In anderen Ländern mögen die Uhren anders oder langsamer ticken und die Gesellschaft mag nicht so zeitorientiert sein, also ist es dort anders, da keine Abweichung von der Norm festszustellen ist.
    Bei den Aborigines im australischen Outback braucht man das nicht.

    Das bedeutet nicht, dass die Störung nicht vorhanden ist, sie fällt dort nur nicht auf, weil sie nicht von der Norm abweicht, bzw. es dort gar keine Norm dafür gibt, weil irrelevant.
    Trotzdem hat die betreffende Person die Störung.

    Als Nächstes gilt es zu überlegen, was es überhaupt bedeutet, eine ADS-Diagnose zu bekommen!

    Eine Diagnose bekommt man nicht einfach so, da sind schon auch einige Bedingungen daran geknüpft.
    Es müssen Probleme in mehreren Lebensbereichen vorliegen und diese Probleme müssen deutlich sein, ansonsten ergibt es keinen Sinn, sich eine Diagnose zu holen, denn man geht ja üblicherweise nicht zum Arzt, weil es einem gut geht oder?

    Hier mal ein Satz aus der ICD10:
    "Mindestens sechs Monate lang mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß."

    Den Schlussteil habe ich fett hervorgehoben, denn er zeigt deutlich, dass hier Probleme, sogar deutliche Probleme vorliegen müssen, bevor eine Diagnose gestellt werden kann/ darf.
    Wer nicht krank ist, bekommt keine Diagnose.
    Wer dagegen aufgrund seiner ADS Probleme im Leben hat, bekommt eine und das lässt den logischen Rückschluss zu, dass eine Krankheit vorliegt.
    Der Schweregrad der Krankheit ist fließend, daher ist es als Spektrumserkrankung definiert, aber um überhaupt eine Diagnose zu erhalten, müssen schon Merkmale vorliegen, die eine solche auch rechtfertigen und das bedeutet, dass die Schwelle zum Krankheitswert bereits überschritten ist.

    Thats it ...

    Naja nicht ganz ... man kann immer noch dagegen halten, dass es genug Menschen mit ADS gibt, welche gut damit zu recht kommen, die ihren Platz oder ihre Nische gefunden haben und die ihr ADS nicht als Krankheit betrachten, weil es für sie keine Beeinträchtigungen mit sich zieht.
    Da sind wir aber wieder beim Umfeld.
    Für mich ist und bleibt klar, ADS ist eine Krankheit, sonst müsste man sie nicht diagnostizieren, das wäre unlogisch.
    Geändert von Fliegerlein ( 1.10.2012 um 11:22 Uhr) Grund: Satz ergänzt, Korrekturen durchgeführt

  9. #69
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    ReRegenbogen schreibt:

    Dann ist Hochbegabung auch eine Krankheit?
    Sollten die Eltern ihre Kinder schleunigst vorn Fernseher setzen, damit diese Abweichung zurückgeht...
    Neinnein, es gibt kein "genau SO funktioniert das Gehirn richtig und alles andere ist falsch" - JEDES Gehirn funktioniert anders.
    Lies den Satz den du als Zitat von mir gewählt hast bitte nochmal Wort für Wort, denn was da steht ist - denke ich - das Gegenteil von dem was bei dir angekommen zu sein scheint.

    Ich habe geschrieben dass ich MEIN Adhs als Krankheit sehe. Über alle anderen Adhsler habe ich garnichts gesagt.
    Zwar bin ich oft mal zu schnell mit Worten und fördere damit ungewollt falsches Verstehen, aber bis eben hatte ich geglaubt, in dem zitierten Beitrag recht deutlich und überlegt eine Fehlinterpretation in Richtung "soll für alle die einzig richtige Schublade sein" ausgeschlossen zu haben. Hm....

  10. #70
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ach so, noch was.

    Mumford schreibt:
    Das war leider ziemlich daneben, sorry.
    Daneben ist nur der Link.

    Der verbreitet schlicht und ergreifend falsche Behauptungen. Und zwar tonnenweise.

    Beispiel:

    Im Anbetracht dessen, dass der “wissenschaftliche Vater” von ADHS – Dr. Leon Eisenberg – in einem Interview kurz vor seinem Tod gestanden hat, dass es sich hierbei um eine fabrizierte Krankheit handelt,
    Der Autismus-Experte Eisenberg war nicht der wissenschaftliche Vater von ADHS, er sass lediglich in der DSM - Kommission. Und er hat auch nicht gestanden dass ADHS eine fabrizierte Erkrankung ist sondern ein gewisser sogenannter "Journalist" vom Spiegel, Jörg Blech, hat ihn ein paar Monate vor seinem Tod interviewt. Dabei hat er angeblich gesagt - übrigens das erste mal, bei Forschern kündigen sich Meinungsänderungen normalerweise lange an - dass er erstaunt ist über die gewaltig steigende Zahl der Fälle. Blech hat daraus die These gestickt der "Erfinder" von ADHS habe gestanden es fabriziert zu haben - so Arbeiten eben Spiegel-Journalisten. Zuspitzung nennen die diese Art der Lüge.

    Und so weiter.
    Geändert von Wildfang ( 1.10.2012 um 17:05 Uhr) Grund: Sinnentstellende Dibbfehler

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