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Diskutiere im Thema Ist ADS / ADHS eine Krankheit? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Jetzt noch einmal im Ernst:
    Vielleicht hätte man während des Hyperfokussierens gelegentlich andere Dinge erledigen sollen, aber wenn dabei etwas für die Allgemeinheit und für sich selbst Sinnvolles herauskommt, dann ist es in meinen Augen ein Vorteil.
    Wenn dadurch Wichtiges liegen bleibt, dann ist es ganz klar eine Behinderung.
    Das hängt davon ab, wie sich das AD(H)S auswirkt.

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Egal wie es die Wissenschaft interpretiert, ich sehe adhs nicht als Krankheit.

    Dazu müsste man A - das Gehirn vollständig erforscht haben und verstehen und
    B das Krank sein definieren können.

    Im übrigen, die Evolution hat es so mit sich gebracht, dass wir durch das Vermögen uns verschiedene Sprachen
    anzueignen, zu kommunizieren.... wir unser Fotografisches-Gedächnis verkümmern gelassen haben

    Es liegt an uns (egal ob adhs oder nicht), mit dem was uns gegeben ist, zu arbeiten. Der Schlüssel liegt in der von Natur gegebenen überleben
    und weiterkommen. Es widerspricht jeglichem Naturgesetz eine Norm zu setzen und wir sollten es akzeptieren nicht einer Normvorstellung gerecht zu werden
    sondern Bewusst mit Ungleichem zu leben.

    Krank macht uns nicht die ADHS, es ist vielmehr das Unvermögen sich in dieser Gesellschaft damit zurechtzufinden - Die Welt rund um mich, kann ich ein Stück weit
    verändern, doch um mich, in diesem System, zurecht zu finden bin ich gezwungen mich soweit anzupassen, dass ich nicht Krank werde.

    Ist Farbenblindheit eine Krankheit? Nein, es ist das unvermögen Farben zu erkennen.

    Liebe Grüsse

  3. #23
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hallo,

    ich trau' mich jetzt einfach doch mal meine Meinung zu Barkleys Aussage mitzuteilen.

    Es ist mit Sicherheit richtig zu sagen, dass man niemanden auf sein AD(H)S reduzieren darf indem man behauptet, er hätte eine Leistung nur wegen seines AD(H)S erbracht. Da stimme ich ihm zu.

    Aber er hat, wenn ich das richtig verstanden habe, auch mit keiner Silbe erklärt, wie er darauf kommt, dass die positiven Eigenschaften angedichtet sind. Er sagt es gibt keinen Beweis dafür...
    Hmmm... gibt es denn einen Bewies dagegen?

    Und , Celine, ich she es wie du... ob Hyperfocus etwas Gutes hat oder nicht, ist Ansichtssache und gleichzeitig situationsabhängig.

    Und dass jemand vor der Schule sein Computerspiel nicht beenden "kann", ob das dann stets etwas mit Hyperfocus zu tun hat... ich weiß ja nicht?!


    Also für mich ist damit noch immer nichts geklärt, wobei ich diesen link auch sehr interessant fand... eben ein anderer Blickwinkel


    L.G.
    happypill
    Geändert von happypill ( 2.05.2011 um 15:50 Uhr) Grund: Namen sind Schall und Rauch... musste verbessern

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hi Celine
    du schreibst:
    Celine schreibt:
    Jetzt noch einmal im Ernst:
    Vielleicht hätte man während des Hyperfokussierens gelegentlich andere Dinge erledigen sollen,
    - müsste ich die Beute erledigen, die mir für die nächsten zwei Wochen, als Nahrung dient.... so hilft mir der hyperfokuss sehr :-)

    in der heutigen Zeit gibt es so viele Dinge, die zu erledigen sind, damit wir für zwei Wochen die "Nahrung" gesichert haben - und dies
    fordert uns. es liegt an uns, ob dies uns krank macht... oder ob wir uns dem stellen.

    gruss

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Jo,

    Ein paar hier Wissen das ich persönlich ADS nicht als Krankheit sehe , und es ist doch auch eigendlich egal was es ist .

    Jeder hat seine eigenen Meinung zu diesem Thema und es lässt sich Tage lang drüber diskutieren .
    ich bin der Meinug ADS nie als ausrede für etwas zubenutzen ,

    denn irgendwann kann es auch einmal gegen einen benutzt werden .

    da ich ADS nicht als Krankheit sehe , nehm ich auch keinerlei Medis .

    viele sagen Normal sein is Langweilig

    aber nehmen viele nicht Medis um Normals zu sein ??


    nehmt mir das jetz bitte nicht böse

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    @parker
    ich sehe die medikamente als hilfe, mich in meiner lebenssituation/anforderung nicht ganz unterzugehen - es ist für mich eine hilfe um mein
    leben soweit umzustrukturieren/ordnen, dass ich sie ganz weglassen kann. (ich nehme die Medikamente unter der Woche - am Week-end und Urlaub und auch mal zwischendurch lasse ich sie weg)

    die medikamente sind für mich im moment eine notlösung.... das ziel ist es, einen weg aus der not vorzubereiten, zu bestreiten und wieder ohne sein zu können.
    doch nach 30 jahren, die man so gelebt hat, kann es sein, dass die vorzunehmenden veränderungen auch eine gewisse zeit brauchen.

    gruss
    p.s. ich nehme es dir nicht böse... normal ist ansichtssache, normierungen sind von menschen geschaffen.

  7. #27
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ahh, jetz kommen wir in die Kategorie Humor - ein Steckenpferd von mir, ich lache selber gerne, und freue mich auch andere Menschen zum Lachen zu bringen...leider werden meine Art von Scherzen sehr oft als geschmacklos und widerwärtig abgetan.
    Nur mal ein Beispiel einer doch recht schwarzhumorigen Karikatur von mir:








    Viele Grüße

    Lumpi
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken PICT0013.jpg‎   PICT0014.jpg‎  
    Geändert von Lumpi ( 2.05.2011 um 19:30 Uhr)

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    @Lumpi

    Einfach nur sehr gut rübergebracht gibts mehr davon ? ^^

    Also ich finde deinen Humor klasse .
    ok, mag ja selber schwarzenhumor, also ich sag immer wer es nicht mag soll wegschauen .
    und schwarzenhumor den Liebhabern zu überlassen .

  9. #29
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Danke Parker,
    #

    ich habe noch mehr da von, nur sind sie nicht alle eingescannt...aber eines habe ich noch auf dem Rechner:

    Viele Grüße

    Lumpi
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken PICT0015.jpg‎  

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hallo,

    ich wollte hier eigentlich gar nichts mehr schreiben, aber aufgrund aller eurer Beiträge habe ich jetzt gerade einige Gedanken entwickelt und schreibe sie mal ganz schnell auf, bevor ich sie wieder vergessen habe.

    Ich finde es übrigens überhaupt nicht schlecht, wenn die Ansichten zu diesem Thema verschieden sind.
    Dabei muss ich immer an das Gleichnis von den blinden Männern und dem Elefanten denken:

    „Im Gleichnis Die blinden Männer und der Elefant untersucht eine Gruppe von Blinden - oder Männer in völliger Dunkelheit - einen Elefanten, um zu begreifen, worum es sich bei diesem Tier handelt. Jeder untersucht ein anderes Körperteil (aber jeder nur ein Teil), wie zum Beispiel die Flanke oder einen Stoßzahn. Dann vergleichen sie ihre Erfahrungen untereinander und stellen fest, dass jede individuelle Erfahrung zu ihrer eigenen, vollständig unterschiedlichen Schlussfolgerungen führt.“

    Aus:

    Die blinden Männer und der Elefant

    Eigentlich kann man nur schreiben, warum AD(H)S für den einen eine Krankheit ist und für den anderen nicht.

    Es war mir bisher noch nicht ganz so deutlich, warum es mir trotz meines mittleren bis schweren ADS (gelegentlich mit H) doch meist noch so gut geht, obwohl ich aufgrund einer angeborenen Erkrankung keine ADHS-Medikamente einnehmen darf und ich bin daher folgender Meinung (die ich allerdings erst begründen muss):

    Wir brauchen doch vermutlich alle, um zu funktionieren eine Belohnung in irgendeiner Form, bzw. muss uns etwas Spaß machen. Ich zähle jetzt nur mal wild durcheinander einiges auf, was wir vielleicht mögen – bei jedem kann es etwas anderes sein:
    Gelobt werden, Spannung haben, Sport – auch Extremsport ausüben, Computerspiele spielen, gerne Essen, Partys feiern, Alkohol trinken, Drogen konsummieren, Zigaretten rauchen, viel Lachen, singen, irgendwelche Hobbys ausüben, ……also alles was uns „belohnt“, also was wir gerne mögen. Na, das sieht ja jetzt schlimm aus. Als ob wir nur feiern wollen. Das kann etwas Ungesundes und Negatives, aber auch etwas sehr Sinnvolles sein. Nicht ohne Grund gibt es z.B. bekannte Wissenschaftler, Politiker oder Künstler......., die vom AD(H)S "betroffen" sind oder waren.

    Wenn wir uns langweilen oder etwas machen müssen, was uns keinen Spaß macht, werden wir nicht belohnt und können uns deshalb nicht mehr konzentrieren, weil uns die Energie abhandengekommen ist. Vielleicht werden wir dazu noch unruhig oder ganz müde.

    In unserem Gehirn soll es ja bekanntlich Störungen im Belohnungssystem geben, dessen zentraler Neurotransmitter Dopamin ist, welches für die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen beim AHDS nach Ansicht der meisten Forscher verantwortlich ist.

    Das Belohnungssystem befindet sich (hauptsächlich?) in einem Teil des Gehirns, welches sich Nucleus accumbens nennt.

    Hier befindet sich nicht nur das Belohnungssystem, sondern dieser Teil des Gehirns ist offenbar auch der Sitz für den Humor, aber er ist ebenfalls für Süchte (Drogen, Alkohol, Spielsucht, Extremsport…..) verantwortlich, was wiederum mit der Belohnung zusammenpasst. Wir können vermutlich leichter Süchte bekommen, als die nicht vom AD(H)S Betroffenen, weil wir uns immer wieder belohnen müssen, um zu funktionieren - das geht natürlich auch ohne Suchtmittel.

    Wenn uns etwas interessiert, dann können wir uns bekanntlich ganz gut konzentrieren und sogar hyperfokussieren, weil wir dadurch belohnt werden, dass es gerade interessant oder spannend ist, was wir tun.

    Für jeden ist es aber etwas anderes, was er gerade spannend findet. Unsere individuellen Begabungen und Vorlieben sind schließlich sehr verschieden.

    Vermutlich habe ich im Alltag (derzeitig noch?) so wenig Probleme, weil ich meist gerade die Tätigkeiten sehr gerne ausübe, die für das tägliche Leben notwendig sind. Anscheinend helfen mir einige Begabungen dabei, die bei mir noch neben dem ADS vorhanden sind.
    Viele meinen, dass ich besonders praktisch veranlagt sei.
    Wenn ich aber etwas erledigen muss, was mir nicht liegt und dadurch irgendeinen Unsinn mache, dann kann ich mich vor Lachen kaum halten. Dann werde ich wenigstens noch durch meine Stimmung belohnt und baue Stress ab, auch wenn ich gelegentlich mitleidige Blicke ernte.

    In meiner Familie und meinem Bekanntenkreis (fast alle von einem AD(H)S betroffen) machen den Meisten beispielsweise Schreiben an Behörden oder an Firmen bzw. Verträge abschließen … usw. überhaupt keinen Spaß. Dabei helfe ich dann ausgesprochen gerne.
    Wenn sie sich freuen und die Schreiben erfolgreich waren, dann habe ich meine Belohnung und die anderen sind von einigen Alltagsproblemen befreit und haben dann ebenfalls weniger Probleme mit ihrem AD(H)S. Meine vielleicht (überdurchschnittliche?) Hilfsbereitschaft hat also wohl etwas mit meinem ADS zu tun. Dabei muss ich aufpassen, dass ich mir nicht zuviel vornehme, sonst funktioniert der Effekt mit der Belohnung nicht mehr und das Ergebnis meiner Arbeit würde leiden. Ich habe "überdurchschnittlich" geschrieben, weil man kein AD(H)S benötigt, um hilfsbereit zu sein.

    Ich muss in meiner derzeitigen Situation fast nichts machen, was mich nicht interessiert und ich leide aufgrund bestimmter Bedingungen auch nicht mehr wie früher unter irgendeinem Zeitdruck. Darum empfinde ich mein ADS jetzt nicht als Krankheit.

    Immer, wenn ich uninteressante Dinge erledigen muss, dann fühle ich mich allerdings sehr behindert (wie Eiselein es ausdrücken würde, habe ich dann einen Dachschaden) und diese Tätigkeit gelingt mir nur schwer oder überhaupt nicht.

    Also für mich ist es ganz klar, wir müssen entweder die Möglichkeit haben, ein Leben zu führen, welches unseren Interessen entspricht, oder uns von jemanden helfen lassen (Partnerin oder Partner, Freunde, Familienangehörige), der dann die „ungeliebten“ Tätigkeiten abnehmen kann und umgekehrt – oder wenn das nicht möglich ist, bleibt uns vielleicht nur die Behandlung mit Medikamenten.



    Eine Gruppe von mehreren mit einem AD(H)S könnte durch gegenseitige Hilfe sicherlich viele der Nachteile ausgleichen (auch ein Paar, wenn sich die Begabungen und Defizite gegenseitig ergänzen).


    Habe ich jetzt in der Eile Mist geschrieben – oder könnt ihr mir zustimmen, bzw. empfindet ihr manches ebenfalls so?

    Das ist bestimmt alles schon einmal irgendwo geschrieben worden, aber bis bestimmte Einsichten nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch bei mir gereift sind, brauche ich eine Weile und vielleicht geht es einigen von euch ebenfalls so.
    Geändert von Celine ( 3.05.2011 um 18:48 Uhr)

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