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Diskutiere im Thema Stimmungsschwankungen bei AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    lola schreibt:
    Hallo Ihr,

    bis zu meiner Diagnose war mir gar nicht bewusst, dass ich Stimmungsschwankungen habe. Und es hat auch danach ziemlich lange gedauert, bis ich affektlabiles und impulsives Verhalten an mir entdeckt habe. Für mich war mein so-sein ja normal, wenn auch nicht angenehm. Ein Arztbrief war dann sehr aufschlussreich. Was ich selbst als sehr beherrschtes Verhalten gefühlt hatte, war für den Doc logorrhoisch, unruhig und affektlabil.

    (...)


    die Stimmung kann durch Ablenkung geändert werden, also ein positiver Reiz kann mich aus dem tiefsten Loch rausholen, wenn er nur stark genug ist. Bei einer echten Depri geht das nicht.

    (...)


    Ich habe auch gelesen, dass eine leicht negative Dauerstimmung bei ADHSlern nicht selten ist, kommt vom Dauerstress und den vielen kleinen Misserfolgen im Alltag. Ob das nur ADHS ist, oder ob sich über die Jahre eine echte Depri entwickelt hat, kann nur der Fachmann unterscheiden, zb anhand von obigen Kriterien.

    (...)

    So klar und deutlich ist das vor allem im Krause beschrieben, sinngemäß aber auch in etlichen anderen Büchern.

    (...)

    Nach Jahren des Herumwurstelns hab ich doch ein paar Strategien entwickelt.
    - meine Reaktion hinterfragen, ob ich Grund zu Frust und Zorn habe, oder ob das eine emotionale Reaktion ist.
    - im emotionalen Zustand keine Entscheidungen treffen und vor allem nichts unterschreiben, am besten alles überschlafen. In diesem Zustand ist nämlich auch die Impulsivität besonders stark. Wer sofort eine klare Antwort will, tut mir nicht gut, basta.
    - das Klebenbleiben an einer miesen Stimmung durch aktive Ablenkung verhindern. Es gibt ja auch einen negativen Hyperfokus - nix gut. Da ist die ADHS-typische Ablenkbarkeit mal sehr günstig.


    - und, ganz wichtig: man kann eine Entscheidung auch mal zurücknehmen, wenn man sich wirklich vergaloppiert hat. Muss ja nicht gleich mit einem Vortrag über ADHS garniert sein. "Ich hab drüber nachgedacht, und..." genügt. Damit macht mensch sich anfangs unbeliebt, aber besser so als häufig falsch entscheiden und dann nicht mehr rauskommen.



    Solche Dinge hab ich zum Teil in Therapien gelernt, aber auch einiges aus Büchern oder selbst zusammengereimt. Funktioniert noch lange nicht verlässlich, aber ich werde besser. Das gibt Hoffnung. Grundsätzlich habe ich mit einer gewissen Verlangsamung gute Erfahrungen gemacht, damit bremse ich zumindest die Impulsivität ein bisschen aus.

    Hallo lola, diese Stellen aus deinem tollen Beitrag weiter oben habe ich mal nochmal alleine, weil sie für mich und meine Probleme Kernaussagen sind, wobei alle deine Aussagen zentral sind für mich! Danke nochmal!

    Als ich meine ADHS-Tests machte, stand hinterher unter den Ergebnissen, dass ich während der ärztlichen Untersuchung emotional unauffällig war (mal mit meinen Worten gesagt). Sehr witzig, wo ich innerlich vor Nervosität und Überreizung und Gedankenkarussel brummte.
    Allerdings habe ich im Unterschied zu dir meine häufig negativen Dauerverstimmungen vor den Diagnosen Depression und ADHS nicht für normal gehalten.

    Schon als Studentin dachte ich, dass sich andre Menschen besser als ich fühlen müssen, so eine innere Quälerei kann nicht normal sein. So habe ich ja auch immer bei mir selber gemerkt, dass ich mal wieder in einer depressiven Episode war und bin dann zum Doc. Wenn ich das nicht selber gemacht hätte, liefe ich noch heute mit dieser schlimmen Dauerstimmung durch die Gegend.

    Die mögliche leichte Dauerverstimmung, die du für ADHSler ansprichst, die kann nicht so schlimm sein wie es meine war, weil da die Beschreibung "leicht" nicht gestimmt hat. Aber ich denke, wenn man diese leichte Dauerverstimmung hat, kann es auch sein, dass man das selber schon gar nicht merkt, weil man es nicht anders kennt. Und die Grenze zur Depression kann da, wie du schon schreibst, nur ein Fachmann bestimmen.

    Deine genau beschriebenen Unterschiede zwischen ADHS-Stimmungsschwankungen und Depri sind so eine Riesenhilfestellung für mich, einmalig! Damit und mit deinen Tipps dazu am Ende, wie du damit arbeitest und umgehst, bin ich bestimmt wieder ein ganzes Stück weiter!

    Also profitiere ich jetzt ganz enorm von deinen Jahren des Herumgewurstelns.

    LG Maggy
    Geändert von Maggy ( 3.04.2011 um 13:26 Uhr)

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    ... das Klebenbleiben an einer miesen Stimmung durch aktive Ablenkung verhindern ...
    Das ist eigentlich aktuell mein Hauptproblem. Beispiel:

    Ich habe einen guten Tag, einen wirklich guten Tag. Plötzlich kommt irgendeine Emotion oder ein Gedanke hoch. Ich kenne diese Emotionen/Gedanken schon genau.
    Ich weiss auch das diese Gedanken/Emotionen meist mit der Realität nicht viel zu tun haben sondern ich mich damit sinnlos verrückt mache.
    Aber ich komme dagegen nicht an, ich merke wie sich das Karussell zu drehen beginnt und mich immer weiter in meinen Stimmungen nach unten reisst.
    Der "negative Hyperfokus" beginnt.

    Nur konnte ich bisher auch rein gar nichts finden was mich da etwas ablenkt oder abbringt. es ist der stärkste
    Fokus den ich bisher an mir kennengelernt habe...

  3. #23
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Ich habe jetzt Urlaub.
    Am Freitag habe ich erfahren, daß ich eine Lohnpfändung bis auf das Minimum erhalten habe.
    Das Leben ist und bleibt ein elender Scheißhaufen. Und nichts wird sich ändern.
    Da versucht man alles und nimmt Kontakt mit den Ämtern auf, zahlt seinen Unterhalt und
    dann werden einem immer noch Knüppel zwischen die Beine geschoben.
    Wenn ich nicht so alt wäre, dann würde ich mich aufhängen.
    Aber so lohnt es sich nicht mehr. Die Welt macht mich eh fertig....

  4. #24
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Hallo Markus, ich weiß nicht, ob das bei dir ein "negativer Hyperfokus" ist oder was anderes. Dass Gedanken/Emotionen wenig mit der äußeren Realität zu tun hatten, kenne ich auch. Ich selber habe vor 2 Jahren meine Psychotherapie mit den Worten begonnen: "Meine Emotionen passen nicht zu meiner Realität."
    Einmal hatte ich emotionale und psychische Altlasten, die immer durchkamen, dann habe ich aber auch durch ADHS besondere emotionale Reaktionsweisen, aber für Realität die Maßstäbe der Normalos angelegt nach dem Motto: "Ich habe doch alles." Dann haben sich diese ganzen Unstimmingkeiten zwischen meiner inneren und äußeren Realität natürlich in Jahrzehnten aufgebaut und ein Knäuel von Aspekten ergeben.

    Das alles auseinanderzuhalten und bezogen auf sich selber individuell stimmig zu kriegen, das dauert lange und ist, wie lola schon schreibt, ein jahrelanges Durchwursteln.


    @ hirnbeiß, deine Situation hat ja gar nichts mit "rätselhaften Stimmungsschwankungen" zu tun, so leid sie mir tut. Hast du dich in der Diskussion vertan?


    LG Maggy

  5. #25
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Nein. Ich habe mich nicht vertan.
    Meine Stimmungsschwankungen habe ich vergessen zu erwähnen,
    da ich jetzt von mies bis besch*ssen schwanke.
    Wenn ich nicht daran denke, dann habe ich durchaus einen Hype.
    Dann aber wieder dieses unendliche Loch.
    Ich versuche im Moment mit L-Tryptophan durchzukommen und viel Schokolade...
    aber selbst wenn es mir schlecht geht, weiß ich oft nicht die Situation richtig zu erklären.
    Ich weiß es einfach nicht.

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Ich habe auch Distanz bekommen zu meinen alten Prägungen und bin schon sehr vielen auf die Spur gekommen, aber noch längst nicht allen. Ich habe auch gelernt, mich von denjenigen in der Familie, die mir genau die gleiche Abwertung heute immer noch zeigen, wenn ich ihnen Gelegenheit dazu gebe, fern genug zu halten und auch meine Familienrolle als Seelenmülleimer nicht mehr auszufüllen. Das war ein Prozess von Jahrzehnten, dies zu erarbeiten.
    Maggy- eine meiner guten Feen hier! Deine Beiträge und meine inneren Themen, erstaunlich. Nicht nur an dieser und jener anderen bekannten Stelle. Mich verletzt diese Abwertung zutiefst und ich frage mich wirklich, ob ein völliger Kontaktabbruch nicht die einzige Lösung wäre. Doch da wurde mein leben lang so stark manipuliert, daß es unmöglich ist ohne Schuldgefühle raus aus der Sache zu kommen. Liebe über Mitleid zu lernen ist ein Fluch. Missbrauch. Eine Falle in die ich mit meinem Helfersyndrom immer wieder gerne tapse. Trotz meines aufgeklärten Verstandes.

    Wie geht es dabei immer noch Kontakt zu haben? Wie hältst du als ADSlerin die Spannungen in der Familie aus oberflächlich bleiben zu müssen? Anspielungen ignorieren? Schaffst du das? Wie oft ist dein Kontakt?

    Jahrzehntelange Arbeit? Das kann doch nicht wahr sein, möchte diese Geschichte endlich als "Lebensaufgabe" aberklären. Es bleibt die Vergangenheit. Schnellere Abarbeitung muss doch möglich sein.

    Tryptophan
    glaubst Du ADHS hat mit der Schilddrüse zu tun? Bzw. ist das so? Welche Veränderungen merkst du ?

    Hast du eigentlich Kinder? Wenn:Ist da auch diese "Mustergefahr"?

  7. #27
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    L-Tryptphan ist das einzige was ich zur Zeit anwenden kann. Kind habe ich auch. Das lebt bei seiner Mutter und ich habe den Verdacht, daß er auch ADS ohne H hat.
    Mit L-T nehme ich manche Dinge nicht so schwer und die Antriebslosigkeit ist nicht so ausgeprägt.
    Ich komme besser aus dem Bett.
    Ja. Und ich weiß, daß Selbstmedikation nicht gerade ideal erscheint.
    Am Dienstag habe ich ja mein Screening und da werde ich sehen, was die Ärztin meint.

  8. #28
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Hallo Frl. von Linz, dieses abwertende Verhalten in der Familienkommunikation hat meine Mutter genauso erlebt wie ihr Vater, also mein Großvater, auch. Von daher bin ich über deren Schuld schon hinweg und über meine eigenen Schuldgefühle auch und wenn sie mal auftreten, dann sind sie auch schnell wieder weg. Auch die Angewohnheit, die noch jungen Kinder als persönliche Seelsorger zu missbrauchen mit allen nichtkindgerechten Themen, hatte schon mein Großvater.
    Muster erkannt, Macht des Musters gebannt. Und die richtige Distanz aufgebaut. Was wie gesagt Jahrzente dauerte bei mir. Jeder einzelne dieser Schritte. Und Trigger-Gefahr gibt es auch immer noch, darum schreibe ich auch heute nur diese Antwort zu diesem Thema. Lieber Vorsicht!

    Trotzdem lasse ich mir das abwertende Verhalten natürlich heute nicht mehr bieten und weil aber bei meiner Mutter die Einsicht und Erkenntnis dieser Familientradition an Machtmissbrauch der Eltern an ihren Kindern fehlt auf sich selbst bezogen, sehe ich sie nur einmal im Jahr und dann fahre ich mit meiner Familie hin und mein Mann achtet sehr drauf, dass meine Mutter nicht verbal übergriffig wird, ich natürlich auch. Telefoniert wird nur an bestimmten Feiertagen und auch nur zusammen mit Sohn und Mann.

    Von daher gibt es die Kommunikation mit Anspielungen bei mir mit der Herkunftsfamilie nicht mehr. Und oberflächlich zu bleiben bei seltenen Kontakten ist die einzig mögliche Kommunikationsform. Ich weiß ja auch, dass unter dieser Oberflächlichkeit nichts Gutes ist an Tiefe. Wir haben keine friedvolle gemeinsame Innigkeit oder sowas.

    Eben wegen der inneren Spannungen bei Kontakten sind sie nur ganz selten. Wenn das nicht ginge, hätte ich den Kontakt abgebrochen. Ich tue es auch nur deshalb nicht, weil ich als Kind meine Eltern geliebt habe und der Kindanteil in mir das immer noch tut. Die Jugendliche hat irgendwann schon nicht mehr geliebt.

    Aber dass bei dir alles genauso liegt wie bei mir ist sehr unwahrscheinlich. Darum nur Mut für deine eigenen Wege, die auch vielleicht gar nicht so viel Zeit brauchen!

    LG Maggy

    Das Familienmuster meinem Sohn weiter selber anzutun, ist klein, weil es in meiner Herkunftsfamilie nur den Töchtern (und nur denjenigen Söhnen, die schwächer waren wie mein herzkranker Großvater), weitergegeben wurde. Da bin ich auch froh drüber, denn wenn ich erlebe, wie stark meine Prägungen sind, dann bin ich froh, keine Tochter zu haben.
    Mein Mann, der unseren Sohn ja sehr aktiv miterzieht, würde komische Muster auch nicht zulassen.

    Ich bin aber auch nicht so naiv, anzunehmen, dass mein Sohn keinerlei Altlasten von mir auch ausbaden muss. Leider bin ich nicht vollkommen. Und ADHS hat mein Sohn auch.


    Uuuuuups, welche Fragen von dir waren denn jetzt an mich und welche an @hirnbeiß? Naja, die Frage nach der Weitergabe des Muster an mein Kind machte auch für meine Biografie Sinn, auch wenn sie vielleicht gar nicht an mich war?
    Geändert von Maggy ( 3.04.2011 um 18:01 Uhr)

  9. #29
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Hallo an alle,

    @ Maggy

    Hast du das Gefühl, dass du oft versuchst alles möglichst ganz anders zu machen als deine Mutter und doch immer kleine Sachen passieren, die dich an ihre Verhaltensweise erinnern?

    und 2. (kann sein dass du es schon geschrieben hast... ist aber schon sehr viel Text zum nachlesen)
    Mit welcher Therapie ist es dir gelungen aus dem Verhaltensmuster raus zukommen? Und gibt/gab es bei dir nicht auch eine vielzahl an Mustern... Muster die dich in deiner selbsteinschätzung stören, Muster die mehr zwischenmenschliche Auswirkungen haben?

    Ist nämlich auch mein Thema... und ich habe den Eindruck es beeinflußt alle Lebensbereiche in vielfältiger Art.

    L.G.
    happypill

  10. #30
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Stimmungsschwankungen bei AD(H)S

    Hallo happypill, zu meiner Kindheit und Jugendzeit und den Probs da mit meiner Mutter schreibe ich heute lieber nichts mehr wegen Trigger-Gefahr, aber da fragst du ja auch gar nicht danach. Ich habe natürlich sehr viele Verhaltensweisen meiner Mutter übernommen. Die habe ich nach und nach erkannt über Jahrzehnte und abgelegt, wenn es wirklich zerstörerische waren, und behalten, wenn sie nicht zerstörerisch waren. Manche kann ich auch (noch?) nicht ablegen, obwohl sie zerstörerisch sind.

    In manchen Zeiten konnte ich Ähnlichkeiten mit meiner Mutter, die ich natürlich habe, gar nicht ertragen, in anderen ignorierte ich sie, jetzt sind sie ein Teil von mir. Fertig bin ich mit dem Thema noch nicht, aber schon weitgehend.

    In meinen Studentenjahren war es in meinen Fachrichtungen "Mode", sich selber auf durch die Mutter zugefügte Schäden zu analysieren und zu analysieren, man redete privat im Freundeskreis endlos drüber, das hing noch mit den 68er Zeiten zusammen und da waren ja eh die Eltern, die Gesellschaft und das Establishment "alles Schuld". Also kam ich da auch schon auf eine große Menge Mosaikstückchen des Teil, der in meiner Herkunftsfamilie belastend war.

    Zu dem Thema habe dann ich eine Gesprächstherapie gemacht vor 15 Jahren, da kamen auch schon viele Erinnerungen hoch und mit denen habe ich dann weitergearbeitet in der persönlichen Erinnerungs-Puzzlearbeit.

    Und jetzt seit 2 Jahren in einer analytischen Psychotherapie habe ich es endlich geschafft, auch innerlich mit der Vergangenheit weitgehend abzuschließen, was äußerlich schon länger gelungen war.

    Sicherlich finden sich Ähnlichkeiten mit meiner Mutter in allen meinen Lebensbereichen und zwischenmenschlichen Kontakten! Auch in meiner Selbsteinschätzung! Wie ja auch von meinem Vater. Manche stören mich und manche finde ich mittlerweile gut und andere merke ich vermutlich auch gar nicht.
    Aber es fühlt sich im Großen und Ganzen o.k. an mittlerweile. Und es tut mir gut, dass Außenstehende mir immer wieder sagen, ich komme ganz nach meinem Vater! Auch wenn es nicht stimmt. LG Maggy

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