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Diskutiere im Thema Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Hi

    Wusste nicht so ganz wie ich den Threadtitel formulieren sollte, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass ADHS irgendwie nicht wirklich verstanden wird oder als Krankheit akzeptiert wird, insbesondere bezogen auf ADHS im Erwachsenenalter,

    Wieso gehört ADS/ADHS nicht zur Standart-Diagnostik? Wieso gibt es so wenige Ärzte die sich dem Thema widmen?
    Wieso denken die meißten Menschen nach wie vor, ADHS sei eine psychische Störung und keine neurologische?
    Wieso wird MPH selbst bei ADHS betroffenen oftmals als "Droge" angesehen?
    Wieso übernehmen die Krankenkassen nichtmal die Kosten für eine adäquate ADHS Diagnostik und Behandlung, aber haben anscheinend keine Probleme damit, die möglichen Folgen, die in der Regel viel höhere Kosten verursachen könnten, zu tragen?

    Könnte das beliebig Fortsetzen, aber ich denke es ist klar worauf ich hinaus will. Ist es Ignoranz oder einfach nur Unkenntnis? So komplex ist das Krankheitsbild nun nicht, dass sich zumindest ein einfacher Neurologe/Psychiater damit auskennen kann.

    Hab mit meiner Psychiaterin/Neurologin, aber auch restrospektiv die Inkompetenz in Person erwischt und ihr jahrelang vertraut. Doch wenn man merkt, dass die Standartmaßnahmen nichts bringen und sowieso von der Norm abweicht, könnte man doch zumindest mal in erwägen ziehen, ADHS als Krankheitsbild auszuschließen...

    Wollte ich nur mal so in den Raum stellen und fragen was ihr darüber denkt .

    LG Tuber!

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Die Krankenkassen beziehen sich auf Studien. Ich vermute, daß zur Zeit zu wenig Studien bei den Kassen anliegen.
    Im ICD: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Vorwiegend Hyperaktiv-Impulsiver Typus (ICD 10: F90.1)
    sind alle Sparten unter F90 aufgegliedert.
    Vielleicht kommt ja bald bei den Kassen die Einsicht mit Unterstützung solcher Patienten die Kosten zu senken.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    hallo

    ich habe offenbar glück gehabt mit meiner kasse. diese bezahlte sowohl die diagnostik (ADHS Sprechstunde bei einer anerkannten psychiaterin auf ADHS spezialisiert) als auch seit 3 jahren Concerta.

    aber du hast natürlich recht. es wird zu wenig erkannt und anerkannt.

    ich war 10 jahre lang bei verschiedenen psychologen und psychiatern in behandlung und KEINER kam auf ADHS zu sprechen, obwohl ich bei jeden erwähnte, dass ich als kind abgeklärt und der verdacht aus POS bestand.
    was für eiene zeitverschwendung! (mir wurden therapieresistente, "grundlose" depressionen diagnostiziert)

    ganz schlimm finde ich immer noch die hexenjagd in den medien. die armen kinder, die mit Drogen sediert werden.
    ganz ehrlich.. ich frage mich oft, wie es gewesen wäre, wenn ich als kind schon eine gute ADHS therapie (ev. sogar mit medis) bekommen hätte.. hätte ich dann auch durch die hölle und zurück gehen müssen?
    oder hätte ich die changse auf ein "normales" leben gehabt?

    und genau aus diesem grund bin ich auch hier im forum. weil ich das thema ADHS gar keinem erzählen kann. es wird entweder peinnlich berührt totgeschwiegen, oder belächelt, alls hätte ich ernsthaft erklärt ich hätte einen imaginären freund...

  4. #4
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 259

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Da hast du leider recht.

    AD(H)S ist leider noch sehr unerforscht. Es gibt jedoch immer mehr Studien ( ich weiß nicht ob sie glaubwürdig sind ) die meiner Meinung nach erschreckende Ergebnisse bringen.

    Zum Beispiel hat eine Studie aus Amerika gesagt, das (angeblich, wie gesagt ich weiß nicht ob es stimmt) Menschen die eine unbehandelte AD(H)S haben, häufig eine APS ( Anti soziale Persöhnlichkeitsstörung) entwickeln.

    APS ist der moderne Begriff von Soziopathie... und was Soziopathen sind weiß ja glaub ich jeder, oder ?

    Außerdem hat eine Studie (angeblich) belegt, dass 50% der Alkoholiker, eine nicht behandelte AD(H)S haben.

    Auch wenn ich hoffe das, dass nicht stimmt muss ich leider sagen, das es mir schon selber oft aufgefallen ist.

    Unter anderem auch an mir.

    AD(H)S ist eine Neurotransmitterstörung und Neurotransmitter Störungen darf man nicht unterschätzen. Psychopathen haben auch "nur" eine Neurotransmitterstörung, und man sieht ja leider was sie anrichten können.
    Ich möchte damit nicht sagen, dass AD(H)S´ler Psychopathen sind, sondern das AD(H)S nicht zu unterschätzen ist.


    lg

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.393

    Frage AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Hallo soul seller,
    mir erging es ähnlich jedoch muß ich meine medis selbst zahlen.
    Ja wenn man anderen preisgibt das die kinder Ritalin bekommen
    wird man gleich verurteilt---ich selber habe auch eine odysee hinter
    mir-vor allem bei unbehandelten ads können später depressionen
    und andere Komorbitäten auftreten.
    gut das du das forum hier gefunden hast...
    liebe grüße träum

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.393

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Hallo Frederico

    Ja es gibt einige Bücher zu diesem thema unbehandeltes ads,, kann viele komorbitäten
    nach sich ziehen mit sich bringen.. so richtig verstehen können das viele ärzte selbst nicht
    seit ich hier im forum bin habe ich viel dazugelernt,vor allem das viele ärzte und therapeuten
    selbst von ads betroffen sind ---und helfen betroffenen und werden dabei noch oft von anderen
    in beschuss genommen.dabei möchten sie helfen das wir endlich unsere fähigkeiten auch
    zeigen können.

    liebe grüße träum

  7. #7
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 259

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Hallo Träum

    Genau das ist es . Deswegen habe ich mir auch zum Ziel gesetzt Psychologie zu Studieren und mich auf AD(H)S zu speziallisieren.

    Ich möchte einfach, dass AD(H)S als schwere psychische Krankheit angesehen wird und das die Leute das einsehen, schön reden können sie nämlich alles solange es nicht sie selbst betrifft.

    Außerdem möchte ich erreichen, dass nicht unbedingt schon Kinder mit Stimulanzien behandelt werden müssen. Mein Wunsch wäre es eine Methode zu finde, die AD(H)S´lern hilft auch ohne Medikamente klar zu kommen.

    Naja, hab mir viel vorgenommen aber ich glaube an mich.

    lg

    Frederico

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 151

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Stimmt, vor allem weil die Kasse leider an psychologischem Tun recht wenig übernimmt. Viel Glück!

  9. #9
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 259

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Genau.

    Oje, ich glaube das was ich oben geschrieben habe stimmt wirklich..

    Eine APS soll laut vieler Studien zu 20% auftreten, eine Alkoholabhänhigkeit zu 21%.

    Phobien und Ängste noch häufiger, oftmals auch beides zusammen.

    Was bitte geht mit den Leuten vor, die AD(H)S als Modediagnose bezeichen. Meiner Meinung nach sind diese nicht mehr ganz sauber im Kopf.


    lg
    Geändert von Frederico (20.03.2011 um 00:33 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Edit: Sorry, aber was hier stand gehört eig. eher in den Mitglieder-Bereich

    Wünsch euch trotzdem noch eine angenehme Nacht und eines sollten wir alle gemeinsam haben, nachdem wir eine gesicherte Diagnose haben - Hoffnung!

    LG, Tuber!

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