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Diskutiere im Thema Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Da würde ich doch gerne auch was zu sagen.

    Wenn man auch ein oder gar mehrere betroffene Kinder hat stößt man ja auch schon ständig auf Vorurteile.
    Sagt man dann auch noch man ist selbst betroffen, dann ist es ganz aus.

    Es geht immer um Information.

    Die Leute die nicht betroffen sind schnappen sich mal irgendwo etwas auf darüber und das bleibt haften.

    Problem dabei: Betroffene verstecken sich um unangenehmen Diskussionen, Vorwürfen etc. zu entgehen

    Die die meist öffentlich was sagen sind diejenigen die das Krankheitsbild AD(H)S nicht anerkennen.

    Mal ehrlich: WIe wird die Fessel von Dikriminierung gebrochen? Es wurde von so vielen vorgemacht!
    Ob Krankheit, Frauenrechte, Homosexualität oder andere Hautfarbe: Nur wenn immer mehr dazu sich offen bekennen wird sich was ändern.

    Das ist meine Überzeugung.

    Hallo Leute! Das kann doch nicht sein dass man Junkies teuer Jahrelang und immer wieder substituiert und therapiert ohne mit der Wimper zu zucken und im gegenzug psychisch kranken Menschen die Kostenübernahme für ihr Medikament verweigert!!!

    Ich weiß das ist mal wieder so ein typischer Lillemoor-Gedanke: Wäre Zeit dass alle zusammen auf die Straße gehen.

    Darum spreche ich immer mit allen Freunden ( soviele sinds bei mir eh nicht ) und der Familie offen darüber. Auch gehe ich auf Diskussionen offen ein.
    Muss aber daran arbeiten etwas geduldiger dabei zu sein und meine Gefühle dabei besser zu kontrollieren.

    Hoffe dass es noch andere mutige AD(H)S revolutzer gibt

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Als ich bei meinem (neuen) Neurologen zum ersten Mal ein neues Medikament für Multiple Sklerose bekam, sollte ich eine Liste mit den Medikamenten, die ich nehme, aufstellen. Ich hatte zwar in dem Moment keinen Azt, der mir MPH verschreibt, trotzdem habe ich mal Ritalin mit drauf gesetzt. Sei es, weil ich die Hoffnung hatte, dass ich während der Behandlung einen neuen ADS-Arzt auftreiben konnte oder dass mir mein Neurologe selber Ritalin verschreibt. Aber Pustekuchen! Er meinte nur "...das nehmen Sie ja wohl nicht mehr, Sie sind doch erwachsen!" Auf diese Antwort war ich so baff, dass ich nur noch mit "Ja..." antworten konnte.

    Vor kurzem haben ich allerdings irgendwo im Internet gelesen, dass schon in dern 70ern rausgefunden wurde, dass AD(H)S auch Erwachsene haben können! Die meisten Ärzte tun aber immer noch, also nach über 30 Jahren, so, als wäre es eine Kinderkrankheit :-(

    Liebe Grüße,
    Chaoslady

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Warum wird ADHS zumindest im Erwachsenenalter nicht wirklich "anerkannt"?

    Hallo Chaoslady

    Das ist absolut furchtbar! Zumiindest ein Neurologe sollte doch informiert sein! Es ist richtig, dass es schon lange bekannt ist dass es bis ins Erwachsenen alter bestehen bleibt.
    Man muss natürlich auch klar trennen, dass man nicht erst im Erwachsenenalter daran erkrankt, sondern dass es schon in der Kindheit vorlag,
    aber oft unerkannt und daher unbehandelt blieb.
    Und im Erwachsenenalter verändern sich viele der Symptome bleiben aber bestehen. Kann man hier im Forum deutlich nachlesen.

    Wenn ich soetwas höre, schäume ich über vor Wut
    Bei meinem Sohn ging es mir so ähnlich. Vor seinem Schulabschluss wollte ich nochmal testen lassen ob das ADS noch da ist.
    Ich war eigentlich überzeugt davon, weil sein ganzes Verhalten dafür sprach.
    Der Neurologe sagte darauf nur, dass sich das " auswächst" und er sicher kein ADS mehr hat.
    Ich hätte mich damit nicht zufrieden geben dürfen, da mach ich mir heute noch Vorwürfe

    Statt seine überdurchschnittliche Intelligenz zu nutzen ( 145), wollte er nach der Hauptschule nicht mehr weiterlernen,
    was auch an seinem Freundeskreis lag. Drogenkonsum und immerwieder abbruch von Lehrstellen sind das traurige Resultat.

    Jahre Später war ich mit meiner Tochter bei dem gleichen Kinderneurologen. Während des Gesprächs wich meine Kleine nicht von meiner
    Seite und wollte kein Wort mit dem Arzt wechseln.
    Sein Kommentar war nur, dass unsere Beziehung unnatürlich eng sei, ich quasi eine Überglucke!
    Meine Tochter , damals drei Jahre alt, fand ihn nur unsympathisch und hatte Angst vor ihm.
    Diesmal war ich konsequenter!
    Arzt sofort gewechselt und an einen sehr guten Kinder- und Jugendtherapeuten gekommen.
    Dort ging sie gerne hin und es hatte ihr viel gebracht.

    Es ist natürlich deine Entscheidung was du tust und ich kann dir nur sagen was ich machen würde.
    Neuen Arzt suchen, hier im Forum gibt es dazu auch tips, wie du einen in deiner Nähe finden kannst.

    Kopf hoch ! Und alles Liebe

    Lillemoor

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