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Diskutiere im Thema Vertrauen ist abhanden gekommen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    Viper8

    Gast

    Pfeil AW: Vertrauen ist abhanden gekommen

    @Anja: super Beitrag danke!

    @Marvinkind: Bei mir funktioniert das am besten wenn ich eine Art Arroganz an den Tag lege, das hört sich vllt. voll blöd an aber es hilft mir ungemein, wenn ich denke das ich soooooooo toll bin, dann kann ich alles auch irgendwie besser umsetzen, die Gefahr ist nur das man anderen Menschen sich selber unterordnet bzw. nicht wertschätzt, das darf man nicht tun ansonsten einfach sagen "ich kann sachen von den können anderen nur träumen!" das hört sich zwar arrogant an ist aber gar nicht, weil es einfach der Wahrheit entspricht!

    Ganz nachdem Motto:



    • Ich bin Luxus und Luxus kann nicht jeder haben!!!
    • Ich bin nicht eingebildet, nur selbstbewusst!!
    • Ich bin nicht hyperaktiv...ihr seid nur zu langsam...
    • Ich bin nicht neugierig, ich bin nur froh, wenn ich alles weiß!!


    ;-)


    Liebe Grüße

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Vertrauen ist abhanden gekommen

    Marvinkind schreibt:
    Hallo Anja,

    sich selbst lieben lernen und die Weichen umstellen, hört sich toll an, nur wie setzt man das wirksam um?

    Was Du schreibst, wie es Dir ging, genau so geht es mir und wenn ich lese, dass Dein Sohn auch solche Aussagen macht, wird mir Angst und bange, weil mein Sohn auch schon oft gesagt hat, "ich mache ja sowieso alles falsch" oder "ich kann das eben nicht" und ich möchte ihm natürlich um jeden Preis ersparen, dass er so leidvolle Erfahrungen macht, wie ich sie machen musste.

    hallo,
    ich weiß, dass sich dass erstmal schwer anhört und man nicht weiß, wie man es umsetzen soll. - Und es ist auch nicht leicht. - aber es ist der einizge Weg aus dieser Situation herauszukommen.
    Ich stand irgendwann vor der Wahl - so weiter zu leben (...was auch auf Dauer unerträglich war...) - oder es anzupacken, - was auch schwer ist,-aber mit der Aussicht auf Besserung...
    Das war für mich die bessere Alternative und ich habe beschlossen, mir mein "Leben" zurückzuholen.
    Bei einer schweren Ausprägung des ADS/ADHS mit komorbiden Störungen (Depressionen, Persönlchikeitsstörungen, Eßstörungen, Suchtprobleme .......)
    ist eine Therapie unumgänglich. eine rein medikamentöse Behandlung ist wenig erfolgversprechend, weil die Probleme an einer "Fehlentwicklung" der Persönlichkeit ( geringes Selbstwertgefühl, Verlust der "Urvertrauens" in der Kindheit .........) und an falsch erlernten Verhaltensmustern liegt. Das können Medikamente nicht wieder "in Ordnung" bringen......
    Methylphenidat ist kein "Zaubermittel" und ohne Therapie wird sich nicht viel ändern.
    Die Medikamente machen uns oft erst "thearapiefähig" aber sie "heilen" nicht.

    Mir hilft die Gesprächstherapie bei meiner Neurologin sehr. Sie hat mir sehr gut erklährt, wie es kommt, dass ich so "funktioniere" und hat mir klahr gemacht, dass ich nicht "Schuld" daran bin, sondern dass "schicksalhafte Umstände" dazu geführt haben, dass ich heute so bin, wie ich bin.......
    Wenn man den "Mechanismus" erstmal erkannt hat, der zum eigenen Verhalten führt, kann man Techniken entwickeln um diese Verhaltensmuster zu verändern.
    Man fängt irgendwann an, diese "Mechanismen" bewußt wahrzunehmen, weil sie mit bestimmten "Schlüsselerlebnisen" gekoppelt sind und lernt in solchen Situationen sein Verhalten bewußt zu steuern und zu ändern.
    Das geht nicht von heute auf morgen und es ist harte Arbeit- daswill ich hier gar nicht "schönreden" - Aber es lohnt sich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Begleitend dazu hilft mir die Ergotherapie sehr. Dort wird das Augenmerk mal wieder auf meine Stärken gelegt ( ...die jeder von uns hat ..wir vergessen es nur manchmal,weil die negativen Erlebnisse oft alles überschatten...)
    Ich habe wieder Erfolgerlebnisse und lerne mich zu entspannen.
    Meine Stärken werden individuell gefördert ( ....bei mir es es zum Beispiel meine kreative, künstlerische Ader und mein großes Interesse an sozialer Arbeit...). Und ich lerne, wie ich sie sinnvoll und effektiv einsetzen kann.

    Was Deinen Sohn angeht, kann ich Deine Ängste sehr gut nachvollziehen.
    Ich habe auch immer große Sorge gehabt, das er "All Das" was ich erlebt habe, auch durchmachen muß.
    Deshalb habe ich immer "Himmel und Hölle" in Bewegung gesezt um ihm die bestmögliche Beteuung zu ermöglichen.
    - Aber unsere Kinder haben uns gegenüber inen großen Vorteil.
    Es gibt heute viel bessere Möglichkeiten, als damals als wir Kinder waren (...wir sind ja nichtmal diagnostiziert worden...)
    Es gibt heute eine Vielzahl an guten Therapiemöglichkeiten und Einrichtungen, die gute Arbeit leisten.
    Den Durchbruch hat bei meinem Sohn die pädagogische Tagesgruppe gebracht. Er wird dort individuell gefordert und unterstüzt und zusätzlich psychologisch betreut, damir er "Mißerfolge" anders verarbeiten kann, als wir es konnten.
    Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass zu viel Sorge sich eher negativ auswirkt. Die Kinder spühren das und fühlen sich dadurch wieder abgewertet, wenn sie spühren, dass wir ihnen auch nicht zutrauen, dass sie es schaffen.
    Ich weiß heute, dass er die bestmögliche Versorgung hat und habe gelernt ihn ein Stück weit "loszulassen" und ihm die Möglichkeit zu geben seine Erfahrungen zu machen. - Das muß er ja früher oder später sowieso, ich kann ihn ja nicht für immer beschützen. Je früher er lernt in der Welt zurechzukommen, um so besser.
    Ich versuche heute ihm mehr "Vertrauen" entgegen zu bringen und ihm das Gefühl zu geben, dass ich davon überzeugt bin, das er seinen Weg geht.
    Ich lasse ihn seine Erfahrungen machen,- kann ihm aber dabei helfen auch negative Erfahrungen angemessen zu verarbeiten und sein Selbstvertrauen zu stärken, indem ich ihm das Gefühl gebe, dass es toll ist, wie er ist und das er nur noch ein paar Dinge lernen muß- was aber nicht schlimm ist.........
    Ich versuche seine Stärken und Interessen zu fördern und nehme ihn so an wie er ist.
    Alles was ich tun kann, ist ihm das Gefühl zu geben, dasss ich ihn liebe und immer für ihn da bin - egal, was schief gelaufen ist .............

    Liebe Grüße Anja

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Vertrauen ist abhanden gekommen

    @ Anja,

    jo, ich bin auch an einem Punkt angekommen , wo es alleine einfach nicht mehr weitergeht.

    Hab auch schon ne Überweisung zu Hause.... bin mir gerade am Mut zureden , das ich jetzt um einiges Älter bin als damals und versuche neu zu vertrauen... zwar in kleinen Schritten ,zumindest ein Anfang

    Alleingänge sind ganz schön anstrengend,werd mich auf den Weg machen ,diesmal mit Hilfe.

    LG Dori

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