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Diskutiere im Thema Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Mensch, lauter Seelenverwandte hier...

    Jahrelang hab ich mich gefragt, wo meine "Lebensfreude" hin ist. Morgens immer müde, immer schlecht gelaunt etc. Gelegentlich blitze die Lebensfreude noch auf, vor allem im Sommer...daher war ich mir sicher, dass ich sie noch nicht ganz verloren habe.

    Im Sommer letzten Jahres bin ich dann zum Neurologen, Verdacht auf Depression. Bekam dann SSRI (Citalopram). Damit gings mir dann etwas besser, die Schwere verwschand ein wenig aus meinem Leben. Trotzdem fühlte ich mich nie ganz "da" im "hier und jetzt".

    Seit Januar weiss ich nun, dass ich ADS/ADHS-Mischtyp bin und bekomme MPH - und die Lebensfreude ist zurück! Klar hab ich auch mal schlechte Tage, aber das ist normal. Allerdings muss man auch aktiv an sich selbst arbeiten! Versuchen, die positiven Dinge zu sehen. Negative Gedankengrüblereien gezielt beenden und unterbrechen. Die Medikamente sind für mich ein Hilfsmittel, aber kein Selbstläufer.

    Dass manche Menschen Abneigung gegen Medikamente (und vor allem MPH) haben, kann ich irgendwo nachvollziehen. Aber ich vergleiche es einfach mit Insulin bei einem Diabetiker...der braucht das auch, sonst geht es ihm ganz dreckig.

    Ich lebe lieber ein zufriedenes, glückliches, "normales" Leben mit Pillen, als unzufrieden ohne...

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    @viele hier: Also, es erschüttert mich sehr, dass ihr so negativ eingestellt seid und keine Lebensfreude (mehr) habt. Ich kenne dieses Gefühl auch und weiß jetzt, dass dies bei ADHS völlig normal ist, weil der Selbstwert fehlt und man die Dinge gerne negativer sieht, als sie vermutlich in Wirklichkeit sind.

    Wenn ich so auf mein Leben zurückblicke, denke ich, dass sich, wäre ich "normal", wohl alles anders entwickelt hätte. All die verbockten Dinge, wären vielleicht gar nicht passiert. Aber, die Vergangenheit ist nun mal passiert und man kann sie nicht mehr ändern. Wichtig ist doch, dass man versucht, die Gegenwart und die Zukunft in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn man stets nur mit der Vergangenheit hadert, ist es nicht möglich, die Zukunft positiv zu verändern.

    Und ist es nicht eine Gabe von ADHS, dass man sich immer wieder aufrappelt und von neuem anfängt? Ein wirklich Depressiver (kein ADHSler) kann das gar nicht. Da man mit ADHS viel leichter erschöpft als andere, ist das Gefühl von "alles ist schlecht - nichts hat mehr einen Sinn - usw.", also auch keine Depression im herkömmlichen (medizinischen) Sinn.


    Stressbedingt schlitterte ich vor 1 1/2 Jahren in ein Burn-Out, was man ja als Erschöpfungsdepression bezeichnet. Damals wusste ich allerdings noch nichts von ADHS und somit ließ ich mit behandeln und mit vielen Antidepressiva vollstopfen. Geholfen hat das aber gar nichts. Mein Befinden änderte sich nicht. Ich dachte mir immer, als ich stationär in einer Klinik war: "Irgendwie bist du aber nicht wie die anderen hier. Du bist ja nicht ständig unglücklich, sondern nur manchmal." Und ich war tatsächlich nicht so, wie die anderen Depressiven dort.

    Was ich damit sagen will, ist, dass es doch ganz normal bei ADHS ist, wenn man immer wieder mal aufgibt, weil sowieso alles sch**** ist. Ja, wie soll es denn auch anders sein, wenn man ständig Dinge anfängt und nie zu Ende bringt? Wenn man von anderen als arrogant und unsympathisch gehalten wird, weil man aus Unsicherheit nicht weiß, was man so sagen soll. Wenn man dauernd an sich selber zweifelt, es sich niemals selber recht machen kann. Wie soll man denn dann ein Leben führen, wie andere es tun?
    Auch ich wünsche mir nichts sehnlicher, als so zu werden, wie "normale Menschen" eben so sind.

    Und ich persönlich hoffe, dass sich nun durch die richtigen Medikamente alles ändert und ich mein Leben in Zukunft anders gestalten kann. Normal eben.


    und alles Liebe für euch.

  3. #23
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Hmm, ich hab das mit der "Lebensfreude" jetzt anders interpretiert.

    Ich vermisse sie auch und möchte mal schätzen, dasssie irgendwann nach der Pubertät verloren ging.
    Ich empfinde es so, dass man nicht in der Lage ist den Moment wahr zunehmen, wenn überhaupt, dann nur den negativen Moment.
    Wo ich bin, kann/will ich gar nicht sein... war ich beim Arbeiten wollte ich Feierabend haben, bin ich zuhause denke ich daran, was alles zu tun ist im Job.
    Sitz ich vor der Glotze, denke ich, ich sollte mal wieder raus, unter Leute, bin ich unter Leuten denk ich dass ich lieber zuhause wäre um dies und jenes zu tun...

    Das könnte ich noch beliebig erweitern.

    Es fehlt die Fähigkeit den Augenblick zu leben bzw. sogar zu genießen

    So empfinde ich den Mangel an Lebensfreude.
    L.G.
    happypill

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Super Posting happypill!



    happypill schreibt:

    Es fehlt die Fähigkeit den Augenblick zu leben bzw. sogar zu genießen

  5. #25
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Hey Ihr Lieben,

    meine "Downphase" war nach dem Klinikaufenthalt im Juli/August 2010 vorbei. Mir macht mein Leben Spaß,

    ich sammele Erfahrungen ohne Ende und sehe Entwicklungen positiv - genieße und lasse mich nicht mehr von

    anderen abnerven, probiere aus und lebe, für einige Aktivitäten suche ich noch das für mich passende - Sport und

    Kreativität je einmal pro Woche, mir reicht mein ausgeglichen sein.

    In diesem Sinn habe ich Spaß.

    Tschüß Ihr Lieben , Euer Zoppotrump

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Ich sehe das mit dem Negativdenken etwas anders... Ich denke dass die Welt so negativ ist wie sie uns vorkommt. Wir haben die nötige soziale Intelligenz um weit über den Tellerrand unseres Systems zu sehen und uns fällt schnell auf, dass das Zwischenmenschliche im Sumpf des ewigen Alltags bei weitem nicht ausrecht und wir uns deshalb nach dem richtigen Leben sehnen, so wie wir es von Grund auf möchten... Ich könnte da jetzt noch tiefer eingehen in dieses Tehma aber ich denke nicht dass das jetzt für alle Sinn machen würde...

  7. #27
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    @steve-one: Ich weiß, was du damit ausdrücken willst und Anteile deines Denkens finden sich in großen, philosophischen
    Schriften wieder.
    Aber Philosophie ist ja wieder so eine Sache und ist ja nicht auf eine bestimmte Methodologie begrenzt, was wiederum ein
    breites Spektrum an Annahmefähigkeit beinhaltet und selten für Furore sorgt.
    (ich hoffe, ich habe mich nicht damit überfordert...)
    und der Konsens eines abgehandelten Themas ist selten übereinstimmend, einhergehend mit einem anehmbaren Schluß. (ups)

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    hhhm klar ist es immer schwierig und die Menschen sind ja auch immer verschieden... Für den einen macht es Sinn, für den anderen weniger... Trotzdem rede ich hier nicht aus Büchern sondern von Langzeiterfahrungen in verschiedenen Bereichen....Ich empfinde es nicht so, dass die Welt schlecht ist und ich der gute oder gesunde bin... Ich sehe da zwei verschiedene Themen (Thema: Ich, Thema : Welt) die ich unabhängig von einander beurteilen kann. Es scheint mir nicht so, dass ich nur ein Teil des ganzen sehe, viel mehr merke ich, dass ich über eine Art "Totaler Durchblick" verfüge, durch den ich praktisch alles sehen kann (schon sehr lange) und frage mich dann meistens, warum die anderen nichts sehen, b.z.w ob der rest Blind ist... Es ist das müde lächeln das ich mir selbst anmerke, während ich langsam in den Stuhl zurück sinke nach dem ich den viel zu grossen Scherbenhaufen gesehn habe und mir dann leise sage, dass ich mich jetzt abregen soll, schliesslich seih ich warscheindlich der einzige, der es wirklich sieht und ich soll drüber stehen und es so stehen lassen... Sachen die in Büchern stehen, neue erscheinungen in politischer oder wirtschaftlicher Hinsicht oder auch Trends und Modeerscheinungen, gesellschaftliches Verhalten u.s.w .... Diese Inhalte die ich per zufall lese scheine ich schon längst zu wissen.... Ich sehe nur, dass sie erst jetzt auf Papier stehen und vieleicht gelesen werden... Es ist sehr schwierig das hier zu beschreiben...

  9. #29
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    Einige Physiker halten Blicke in die Zukunft grundsätzlich für möglich.
    Weizsäcker schreibt in seinem Buch -Aufbau der Physik-, es liege nahe, -zu den zwei wissenschaftlich zugänglichen Modi der zeitlichen Modallogik, der Faktizität und der Möglichkeit, einen dritten, unserer Wissenschaft bis heute unzugänglichen Modus hinzuzufügen, den man vielleicht zeitüberbrückende Wahrnehmbarkeitnennen würde.
    Oder Jon Taylor zum Beispiel. Für Taylor spielen sich präkognitive Kontakte mit Gedanken über Ereignisse ab, nicht mit den Ereignissen selbst. Insbesondere sind Experimente ausschließlich durch Gedankengänge in Verbindung mit anderen Gedanken(gegenüber) möglich.
    In der Quantenphysik wird dahingegen geforscht und da man davon ausgeht, daß "ein Gedankengegenüber" vorherrschen muß, ist es wohl möglich, daß Gedanken mit der Zukunft in Verbindung stehen.
    (aua)

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Lebensfreude: Wann ist sie abhanden gekommen?

    hhhhhmn ich weiss nicht ob du mich richtig verstanden hast... Es ist nicht die Zukunft in die ich hinein sehen kann aus irgendwelchen Gründen, es ist die Fähigkeit die genauen Folgen zu sehen (nach zu vollziehen) aus einer realen jetzt beständigen Situation. Also.... Es scheint mir möglich zu sein aufgrund einer Situation die jetzt aktuell ist, die klaren Folgen zu erkennen die sich in den nächsten jahren oder jahrzenhnten zeigen werden und es scheint mir so als wär ich der einzige der die ganzen Folgen des Ereignisses klar sehen kann, denn wenn ich mit anderen Menschen rede (nicht mit wirklich allen ), erkenne ich sehr schnell, dass der Mensch in einem Schleier lebt, der ihm diesen Aspekt verwehrt.... Und dann komme ich zur Erkenntnis, dass es für die angeführte und fernkontrollierte Gesellschaft schon viel zu spät ist, sich selbst wehren zu können,weil sie nicht in der Lage ist, dass Eelend zu erkennen in das sie immer mehr rein gerät.... So nun könn ihr mich als Oberpsycho einstufen... nein im Ernst es ist meine Version aus meinen persönlichen Erfahrungen.
    Geändert von Steve_one (23.02.2011 um 23:14 Uhr)

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