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Diskutiere im Thema ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Hallo, ich versuche meine Geschichte so kompakt wie möglich zusammen zu fassen.

    Früher, war ich als Kind schon immer ein sog. Zappelphilip, hatte viele Zwangsgedanken (musste immer an bestimmte Zahlen denken), viele soziale Ängste, schrieb mir abends immer meine Gedanken auf Notizblöcken auf, aus Angst zu vergessen und war allgemein immer sehr unkonzentriert. Was auch sehr auffällig war, dass ich mich immer unsterblich in jemanden verliebt habe und bei Ablehnung nicht mehr aufhören konnnte, an diese Person zu denken, es war fast schon eine Art "Wahn".

    Leider bin ich dann relativ früh in Kontakt mit Alkohol/Cannabis geraten und im Nachhinein habe ich das glaube ich nur gemacht, um meine Symptome zu lindern.

    Dieser Konsum hat meine Depressionen/Ängste verstärkt, habe dann mit ach und krach mein Abi bestanden. In dieser Zeit ging ich auch das erste mal zu einer Psychiaterin welche mir nach einigen anderen Medis Trevilor verschrieb, welches mir ca. 1 Jahr gut geholfen hat, danach war es eigentlich wie vorher. Mein Konsum verlief immer episodisch, habe quasi immer zwischen einer 6-monatigen Cleanphase, wo ich alles versucht habe um heraußzufinden was ich im Leben will und einer Depri Phase die ich nur mit Konsum aushielt gewechselt, weil die Dinge die ich machen wollte mir erst kürzlich zugänglich gemacht wurden (Studienplatz in einem N.C. Fach, 6Jahre Wartezeit).

    Nun glaube ich, dass ADHS nie wirklich Beachtung fand, weil ja immer der Konsum als Ursache angesehen worden, seitens meiner Ärztin.
    Ich glaube heute es ist umgekehrt.

    Nunja es ist wirklich nur sehr kompakt dargestellt, aber ich will hier nicht meine komplette Geschichte erzählen, sondern nur wissen ob ich mit meinem Verdacht vielleicht richtig liegen könnte.

    Heute habe ich endlich meinen Traumstudienplatz und wohne in einer anderen Stadt. Habe eine sehr nette Psychotherapeutin gefunden und mir auch eine Psychiaterin gesucht. Als ich sie aber nach der Anamnese auf ADHS ansprach, kam es mir so vor, als dachte sie ich wolle nur "Drogen" bekommen um es mir leichter zu machen und hat es irgendwie nicht ernst genommen, mir stattdessen wieder ein Antidepressivum verordnet, was mir eigentlich ganz gut hilft, aber meine Konzentration nach wie vor absolut schlecht ist.

    Momentan herscht ein ziemliches Chaos im Kopf, meine Stimmung schwankt von einer Manie bis zur Agressivität, bis zur völligen depressiven Episode, ich bin immer total Nervös, stehe ständig unter Strom, hab unbegründete Ängste, neige ständig zu impulsiven Handlungen und lernen ist irgendwie vollkommen unmöglich.

    Was soll ich jetzt machen? Wie finde ich einen Arzt der mich mal vernünftig auf ADHS testen kann? Soll ich lieber verschweigen, dass ich jemals in Kontakt mit Cannabis/Alkohol gekommen bin? Mein letzter Konsum liegt jetzt schon min ein halbes Jahr zurück, habe auch überhaupt kein Bedürfnis mehr danach, ich plane auch nicht irgendwelche Medi´s wie Ritalin zu missbrauchen, ich will nur endlich meinen Verstand auf die Dinge lenken können, die mir wichtig sind!

    Bitte euch echt um Hilfe, wäre echt tragisch, wenn ich mein doch ziemlich leistungsstarkes Gehirn nur nicht benutzen kann, weil ich es quasi schlecht steuern kann. Weil wenn ich dann doch mal lerne, reicht es in der Regel aus wenn ich etwas 1x gesehen habe. Nur leider fällt mir das wie schon gesagt äußerst schwer.
    Bitte echt um Rat und möglichst schnell. Ich hab in 2Wochen Prüfungen und müsste eigentlich täglich min 6Stunden lernen. Der Inhalt meines Studiums fällt mir eig. relativ leicht, aber bis ich es mal schaffe mich überhaupt mal hinzusetzen und dann auch mal länger als eine Stunde zu lernen ist unmöglich.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Hallo Tuber,

    hab gesehen, dass du auch neu in diesem Forum bist. Ich habe mich auch gerade erst vorgestellt.

    Ich kann Deine Gedanken zur Zeit mehr als nachvollziehen. Das ging mir während des Studiums auch immer vor Prüfungen so. Ich finde es klasse, dass Du hier über den Alkohol/Cannabiskonsum so offen redest. Das kann nicht jeder.

    Blöder Spruch: aber bitte erst einmal Luft holen.

    Ich finde, dass Du auf einem super Weg bist. Du hast therapeutische Hilfe gesucht. Das ist wichtig, denn ohne geht es nicht. Das habe ich inzwischen erkannt. Übrigens war meine Therapeutin, die nicht den Verdacht auf ADHS gestellt hat (siehe meine Vorstellung) auch nicht begeistert, als ich sie auf den Verdacht angesprochen habe. Und jetzt, mit Abstand, muss ich sagen, sie hat Recht.

    Tatsache ist, Du hast selber gemerkt, dass Du Hilfe brauchst. Das ist ein sehr langer Weg. Es gibt nicht die Tablette, die die Konzentration fördert. Ob mit oder ohne ADHS stehst Du immer noch vor der Frage: wie gehe ich mit meinen Problemen um ? Und den ganzen Knoten auf einmal zu entwirren, ist auch nicht möglich.

    Meine Frage ist (und ich stelle sie mir täglich, meistens ohne die Antwort zu finden): was ist Dir am wichtigsten ? Jetzt, nicht in der Zukunft. Für mich hört es sich an, dass Deine Prüfungen elementar sind. Klasse. Denke daran, Du hast das Abitur geschafft. Und das Studium bis jetzt. Also weiter.

    Lass Dein Gehirn das aufnehmen, was geht. Versuche Tricks, geh raus zum lernen (ich konnte am besten im Cafe lernen). Versuche die ungewöhnlichsten Orte und Arten (denn nichts ist schlimmer - v.a. bei ADS - als Routine), also jetzt mal auf dem Fußboden sitzend lernen, morgen im Wald........ Du bist doch kreativ.

    Und dann bestehe die Prüfungen.

    Und dann kümmere Dich um Dich selber.

    Und bitte, verschweige den Menschen, die Dir helfen können und wollen, nicht Teile der Vergangenheit. Alkohol/Cannabis ist ein Teil von Dir - und es wird hoffentlich zu einem Teil deiner Vergangenheit. Ich sage das so deutlich, weil ich jemanden mit einer Drogen/Alkoholgegenwart bei seinem Sterben begleitet habe und es mich dabei fast zerstört hat).

    Löse ein Thema nach dem anderen. Erst Aklohol und Drogen - das ist LEBENSWICHTIG ! Und dann die anderen Themen (wenn dann ADHS immer noch dazu gehört, soll es warten, bis es an der Reihe ist)

    Ich drück Dir die Daumen für die Prüfungen.

    Gruß
    K.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Moin!

    Was Du so schreibst, klingt für mich sehr bekannt. Du scheinst mitte Zwanzig zu sein, ich nun Anfang vierzig. Deswegen sage ich mal nicht 'gleich', sondern bekannt
    Ich hatte bis auf eine ausgeprägte Alkoholphase kein 'Problem' mit Canabis, ausser, dass ich es nicht mochte. Aber der doch wiederauftretende Canabiskonsum ist für die Ärzte sicher ein rotes Tuch bzgl. Ritalin und Co. Ob Du es verschweigen solltest? Ich würde sagen: beim richtigen Arzt nicht.
    Deine Symptomatik kenne ich gut. Nach über zwanzig Jahren liegt bei mir der Fokus aber fast nurnoch bei 'Angst'. Alles andere ist schlimm und quälend aber erträglich im Vergleich zur Angst. Auch bei mir wurde nie das Thema ADHS durch Ärzte angesprochen, die mich behandelt haben. Ein befreundeter Arzt 'erwähnte' das bei mir mal nebenbei - dann ging ich auf die Suche.
    Eine ADHS Diagnose solltest Du in einer Klinik machen, die sich damit auskennt. Ich glaube es gibt nur wenige niedergelassene Ärzte, die sich da rantrauen. Ist ein nicht unerhebliches, rechtliches Problem für die. Eine Diagnose muss also deutlich abgesichert sein.

    Was nimmst Du zur Zeit? Es gibt zwei Medikamente, die bei ADHS wohl helfen können (eines zugelassen für diese Indikation, eines off-label) und NICHT wie Ritalin unter dem BtM laufen. Hier dürfte es Deinem Arzt also leicher fallen einen Versuch auch ohne gesicherte Diagnose und mit Canabis-Historie zu starten: Strattera und Elontril.

    Beides Wiederaufnahmehemmer. Elontril ist definitiv für Depressionen zugelassen, hier sollte es (wenn sonst nix dagegen spricht) für Deinen Arzt doch machbar sein.

    Davon mal ganz abgesehen: Wenn Du (wie ich) als Depressions-/Angstpatient beim Doc 'gelistet' bist, dann kommst Du da meiner Erfahrung nach auch kaum raus. Dafür sind die wenigsten da offen genug für neue Ansichten. Ein Paitent in einer festen Schublade macht denen weniger Sorgen.

    Ich wünsche Dir viel, viel Erfolg!!

    LG Petrocelli

  4. #4
    Ist öfter hier

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    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    xnonex schreibt:
    Lass Dein Gehirn das aufnehmen, was geht. Versuche Tricks, geh raus zum lernen (ich konnte am besten im Cafe lernen). Versuche die ungewöhnlichsten Orte und Arten (denn nichts ist schlimmer - v.a. bei ADS - als Routine), also jetzt mal auf dem Fußboden sitzend lernen, morgen im Wald........
    Huiiiii! Das ist aber nicht bei jedem so. Gerade wenn es im Kopf zappelt, tut es manchmal seeeeehr gut, wenigstens von aussen eine Gleichmässigkeit, Ordnung zu verspüren. Wenn Tuber mit seiner Unruhe/Angst ähnlich tickt wie ich, weiß er was ich meine. Vor allem wenn das 'H' bei ihm auch überwiegt.

    Nur so mein Einwand

    LG Petrocelli

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 142

    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Hi, erstmal Danke für eure Antworten

    Also ich habe jetzt längere Zeit Moclobemid (habe das auch selber meiner Ärztin vorgeschlagen, hab da eh den Eindruck dass ich mehr Infos über AD´s habe als sie^^) zur Antriebssteigerung verordnet bekommen, was mir eigentlich doch im Nachhinein ziemlich gut geholfen hat, insbesondere konnte ich mich wes. besser konzentrieren. Allerdings hat es gegen meine Ängste wenig genützt. Zusätzlich habe ich dann noch Mirtazapin zur Nacht bekommen, welches mir mittlerweile eigentlich gar nicht mehr hilft.

    Da ich umgezogen bin, kam dann eine neue Ärztin und wollte halt ein Medi bekommen, was jetzt noch die Ängste bekämpfen soll. Da sie der Ansicht war, Mirtazapin müsse bei mir wirken, wo ich schon skepzisch gewesen bin, hat sie mir dann anstelle des Moclobemids einen SSRI verschrieben.

    Und nun gehts mir halt so gut, dass ich jetzt in diesem Forum unterwegs bin, war also die vollkommen falsche Entscheidung.

    Edit: Habe jetzt erstmal einen Stadtbekannten "Spezialisten" um einen kurzfristigen Termin gebeten und ihm kurz meine Symptomatik geschildert. Gibt es denn Ritalin-ähnliche Stimulanzien die nicht dem BtMG unterliegen? Weil da tun sich ja die meißten Ärzte anscheinend doch sehr schwer, weil die Auflagen wohl so streng sind.
    Geändert von Tuber (13.02.2011 um 16:31 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 234

    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Wie siehts mit Kaffee aus? Lindert den Chaos im Kopf bei mir sehr und auch die plötzlichen Ängste aus welchem Grund die auch immer auftreten, verschwinden. Für die zwei Wochen bis zur Prüfung wäre das evtl. eine Möglichkeit sich auf die Prüfung zu konzentrieren. ADs brauchen eine gewisse Zeit bis sie wirken und auf "Teufelkommraus" wirst du an das Mittel der esrten Wahl für AD(H)S'ler nicht kommen (obwohl es die wenigsten Nebenwirkungen hat und am effektivsten wirkt, wenn man kein Non-Responder ist)
    Geändert von vakuum (13.02.2011 um 16:49 Uhr)

  7. #7
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    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    vakuum schreibt:
    Wie siehts mit Kaffee aus? Lindert den Chaos im Kopf bei mir sehr und auch die plötzlichen Ängste aus welchem Grund die auch immer auftreten, verschwinden. Für die zwei Wochen bis zur Prüfung wäre das evtl. eine Möglichkeit sich auf die Prüfung zu konzentrieren. ADs brauchen eine gewisse Zeit bis sie wirken und auf "Teufelkommraus" wirst du nicht an das Mittel der esrten Wahl für AD(H)S'ler kommen.
    Jo, das ist auch eines meiner Hauptprobleme, alles muss gleich sofort geschehen am besten gestern als heute.

    Ich werde einfach bei dem Moclobemid bleiben und den SSRI wieder absetzen. Ich mein mir gings ja mit dem Moclo schon relativ gut, versteh sowieso nicht, dass ich das absetzen wollte. Die Angst ist im Nachhinein definitiv des kleinste Problem und lerne gerade sowieso schon damit umzugehen, sprich sie klingt nach und nach ab.

    Vor allem wirkt das vergleichsweise wahnsinnig schnell, also ich merke schon nach direkter Einnahme einen Effekt. Bei diesem SSRI (Fluoxetin) bin ich seid Montag nur noch Matsche in der Birne.

    Habe wie schon gesagt einem Spezialisten eine Anfrage nach einem kurzfristigen Termin gestartet, ein wenig über meine akuten Beschwerden geschrieben, vielleicht hab ich ja glück in bekomme dort in absehbarer Zeit einen Termin.

    Zu den Prüfungen habe ich mich jetzt sicherheitshalbe erstmal abgemeldet. Wir haben immer 2 Termine, einen zu Semester Ende und dann zum Anfang des kommenden einen. Habe also jetzt noch zirka 10Wochen und mach mir jetzt erstmal keinen Kopf.

    Witzigerweise habe ich gerade das Thema Neruophysiologie und das passt einfach gut zu der Thematik.

    Aus sicherheitsgründen werde ich hier aber weder schreiben, was bzw. wo ich studiere, war in der Vergangenheit in anderen Foren eh schon zu offen und hab momentan auch richtig Angst, dass das mal jemand falsches erfährt. Naja, da ja im Internet mittlerweilse so viele Fragen zu psychiatrischen Erkrankungen gestellt worden sind, werde ich da wahrscheinlich eh weniger auffallen und einfach meine Acc´s löschen, trotzdem denk ich da noch ziemlich oft drüber nach.
    Ich glaube, in diesem Forum bin ich zur Abwechslung mal an Gleichgesinnte geraten, denen es ähnlich geht und ihr mir wirklich hilfreiche Tips geben könnt. Bei Sanego wird man ja sobald das Thema Ritalin fällt, sofort als "Drogi" abgestempelt...leider bei vielen Fachärzten auch, obwohl es ja anscheinend wirklich das erste Mittel zur Wahl ist.

    Bin sowieso allgemein viel zu offen....geht´s euch ähnlich? Ich erzähl irgendwie immer direkt meine halbe Lebensgeschichte und woran ich leide. Gut, habe sowieso festgestellt, dass ich mit Leuten die mich dann ablehnen eh nichts zu tun haben will, aber so nimmt man doch immer recht schnell eine Art "Sonderbehandlung" ein, was die ganze Problematik nicht gerade vereinfacht.

  8. #8
    Ist öfter hier

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    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Hallo nochmal.

    Bzgl. ADHS Medikamente ohne BtM Problematik (wenigstens 2. Wahl): Strattera, Elontril. Hatte ich oben schon geschrieben.

    Und wenn ich lese, dass Du z.Zt. Fluoxetin nimmst und wieder auf Moclobemid umstellen willst: Dir ist hoffentlich klar, dass Du bei Moclobemid eine zeitlichen Abstand von ca 2 Wochen zu jeglichen SSRIs/SNRIs haben musst um gewaltigen Risiken bzgl. Serotoninsyndrom aus dem Weg zu gehen?! In der Kombination, auch mit wenigen Tagen Abstand, sind beide Medikamente ein gesundheitliches Risiko. Also Deine Ärztin fragen, bevor Du umstellst....

    LG Petrocelli

  9. #9
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    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    petrocelli schreibt:
    Hallo nochmal.

    Bzgl. ADHS Medikamente ohne BtM Problematik (wenigstens 2. Wahl): Strattera, Elontril. Hatte ich oben schon geschrieben.

    Und wenn ich lese, dass Du z.Zt. Fluoxetin nimmst und wieder auf Moclobemid umstellen willst: Dir ist hoffentlich klar, dass Du bei Moclobemid eine zeitlichen Abstand von ca 2 Wochen zu jeglichen SSRIs/SNRIs haben musst um gewaltigen Risiken bzgl. Serotoninsyndrom aus dem Weg zu gehen?! In der Kombination, auch mit wenigen Tagen Abstand, sind beide Medikamente ein gesundheitliches Risiko. Also Deine Ärztin fragen, bevor Du umstellst....

    LG Petrocelli
    Jo, das weiß ich, wobei meine Ärztin meinte, dass eine Woche in meinem Fall ausreichen würde. Flouxetin bestitzt zwar eine hohe HWZ, aber nehm es ja auch gerade mal 5Tage ein, weshalb es nach einer Woche def. abgebaut sein wird. Sie meinte sogar, dass ich selbst bei gleichzeitiger Einnahme kein Serotinsyndrom entwickeln würde, weil sie es gar nicht glauben konnte, dass ich bei den Dosierungen immer noch so scheisse drauf bin, also schon ziemlich resistent gegenüber jeglichen Psychopharmaka geworden bin.

    Strattera bzw Elontril wären bei mir vielleicht einen Versuch wert. Nehme ja zusätzlich schon Mirtazapin, welches auch primär auf den Noradrenalin-Haushalt wirkt und kaum hilft. Auch habe ich schon SNRI´s probiert, die auch kaum halfen, weshalb ich dem wiederum skeptisch gegenüberstehe.

    Ich würde halt gerne mal ein Stimulanz versuchen, sind da echt alle Verschreibungspflichtig? Das ich das nicht verstehe, weshalb Flunitrazepam einfach so unüberwacht in allen Packungsgrößen von jedem Hausarzt verschrieben werden darf, aber bei Ritalin son Drama drauß gemacht wird, habe ich ja schon in meinem anderen Thread erwähnt.

    Und jetzt ist meine Stimmung sowieso am Ende, mein Dad hatte vor kurzem Kehlkopfkrebs den er vor kurzen besiegt hat, heute hat er seinen Endbefundbericht erhalten und fanden jetz was auffälliges in der Niere. Also ich werd langsam echt..........verrückt. Gut, dass ich mich wenigstens erstmal von den Prüfungen abgemeldet habe, weil da würd ich unter den Umständen durchrasseln.

    Danke dir im übrigen Petrocelli, habe bereits versucht dir ne pers. Nachricht zu schreiben, aber keine Funktion in diesem Forum gefunden.

    LG Tuber!

  10. #10
    Ist öfter hier

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    AW: ADHS möglicherweise nie diagnostiziert, wegen Depressionen/Angststörung

    Tuber schreibt:
    Danke dir im übrigen Petrocelli, habe bereits versucht dir ne pers. Nachricht zu schreiben, aber keine Funktion in diesem Forum gefunden.
    Hi, Tuber! Ich glaube Du musst Dich im entsprechenden Forum 'vorstellen', dann kannst Du meines Wissen nach auch PNs schreiben. Ansonsten über meinen Blog, da geht's per Kontaktformular.

    LG Petrocelli

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