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  1. #1
    meinereiner

    Gast

    Schwarzes Schaf in der Familie

    Hi,
    wer von Euch ist das Schwarze Schaf der Familie?
    Ich war es schon bevor ich wußte das ich ADS habe und hab mir gerade von meiner Schwester mal wieder was "abgeholt".

    Geht es Euch auch so, dass ich aber auch immer wieder in Situationen geratet die andere dazu nutzen Euch ein's reinzuwürgen?

    Hätte jetzt gerne jemanden der mich knuddelt und sagt dass ich einfach die Abstand zu meiner Familie halten soll. Und der dann auch noch aufpaßt dass ich das auch mache.

    Mein so rationaler Männe würde gerne mal meine Familie die Meinung sagen, aber dass müßte ich schaffen - aber nein, ich gerade immer wieder in Situationen wo sich alle auf mich stürzen weil ich

    - alles falsch verstehe
    - niemand hat "sowas" gesagt
    - du übertreibst
    ....

    Bin grad am heulen und muss mich jetzt zusammenreißen da meine Mäuse gleich mit Zeugnissen nach Hause komme, ich gleich zum 80.sten meiner Mutter fahren und dann auch noch freundlich zu meiner Schwester sein muß.

    Ein Lob auf die "schöne heile Welt" in der alles immer in bester Ordnung ist.

    Meine Signatur paßt heute 100 %ig

    Marianne

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    hey Kopf hoch...
    das mit dem schwarzen schaf kenn ich von früher, jetz isses nichmehr so schlimm.
    ein bisschen abstand wär sicher das beste aber dann sind dann alle beleidigt oder so....
    die rolle des schwarzen schafes hab ich jetzt eher bei meinem freund aber ich zieh mir diese schuhe nich mehr an.
    lass dir das nicht gefallen, ja ist leicht gesagt.
    vielleicht verstehen ja die andern irgendwas nicht...is immer einfach ein schwarzes schaf zu haben, klar.
    ach komm wir bleichen unser fell und wandern nach neuseeland bäh

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    ich war auch das SCHWARZE SCHAF

    allerdings lag es wohl daran das mein Vater ein Problem hat ( Alkoholiker )
    und mit sich selbst nicht klarkommt

    und ich als Kind nicht so war, wie ers sich das gewünscht hätte
    aber wer hätte schon so sein können ???
    Agressionen und Gewalt waren an der Tagesordnung - leider färbt das ab
    ich arbeite noch heute viel daran nicht so zu sein ...

    Ich lese hier viel und sehe mich oft exakt wiedergegeben
    und daher kommt das sicher auch

    das mit dem SCHWARZEN SCHAF
    man wurde nicht verstanden - Klassenclown, zuHause nicht ordentlich und anpassungsfähig
    all das führt zu Problemen

    man ist gar nicht so - man wird so
    weil man anders ist und das selber nicht weiß

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Hallo,

    Mir geht´s ähnlich. Mir hat sogar schon öfters ein Verwandter gesagt,dass ich ja wohl das schwarze Schaf in der Familie bin. Von allen meinen Geschwistern falle ich so ganz aus dem Rahmen. Mein Vater ist Akademiker mit Doktortitel. Gutes Gedächtnis und ein Ass in Mathe. Ich dagegen habe lauter Mankos, kein gutes Gedächtnis, kann angeblich nicht logisch denken, verstehe Dinge falsch oder zu spät. Dann sind mir im Leben noch so einige andere Missetaten unterlaufen. Hab mit 18 dann noch einen Afrikaner geheiratet und gleich 3 Kinder bekommen. Nun, deshalb auch: schwarzes Schaf. Außerdem bin ich auch recht diskusionsfreudig, früher flogen da auch schon mal die Fetzen. -

    Aber Kopf hoch, wir haben doch auch viele positiven Seiten. Du scheinst doch eine Frau mit viel Herz zu sein wenn dir alles so nahe geht. Außerdem bist du wohl auch ein Improvisitationstallent und bekommst die Sachen dann doch noch auf die Reihe. Akzeptiere dich so wie du bist. Mir hat es sehr geholfen zu wissen daß ich Adhs habe, hat soviel erklärt und mir ist immer mehr bewußt geworden, dass jeder Mensch so seine Schwächen und Mankos hat, auch die angeblich normalen. - Wie ist das mit den Leuten die einen eins reinwürgen? Fehlt es da nicht an Einfühlungsvermögen, Rücksicht und Verständnis. Na, ich weiß schon, bei Familie ist das oft schwer zu realisieren. Beidseitig. Man ist einfach zu nah drann.

    Nun, ich wünsch dir einfach ganz viel Kraft für diesen Tag.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Liebe Marianne,


    Familie hin oder her - wenn sich deine Schwester daneben benimmt, ist es sicherlich nicht notwendig freundlich zu ihr zu sein.

    Ich hatte grosse Probleme mit meinem Vater.
    Naja, eigentlich wir Kinder und die Mama hatten Probleme mit ihm. Wir sind allesamt Chaoten, aber halten immer zueinander.
    Mein Vater hingegen ist überordentlich und stets drauf bedacht, was die Leute von ihm und natürlich uns denken. Was für eine Meinung seine Familie von ihm hat schien immer zweitrangig.
    Meine Eltern waren 5 Jahre getrennt und haben dann der Kinder wegen wieder zusammengefunden - ich wünschte, das hätten sie nie gemacht!
    Davor haben wir mit Oma, Opa, Onkel und seiner Familie gelebt. Wir waren eine wilde Bande, aber wenn wir uns mal daneben benommen haben hat mein Onkel ziemlich streng geschimpft, hat erklärt, was nicht ok war am Verhalten und die Sache war gut.
    Die Bestrafung meines Vaters war völliges ignorieren, MIndestens 2 - 3 Tage manchmal auch über Wochen. Kein hallo, kein Blick, kein gar nichts.
    Und als Kind saß ich dann still da und versuchte mich artig zu benehmen und nicht unangenehm aufzufallen und hab gewartet und gehofft, dass sich seine Enttäuschung über mein Verhalten legt.
    Oft hat keiner von uns verstanden, was ihn jetzt so dermaßen auf die Nieren geht., Er har ja dann nichts mehr gesagt, ausser dasser sich von uns im Stich gelassen fühlt.
    DIe Zeit während des Studims war ziemlich zäh, weil ich sehr häufig die Studienrichtung gewechselt und dann doch nichts abgschlossen habe.
    Hab aber dann einen gutbezahlten Job gefunden und es war ok für ihn.
    Ich schweife ab...
    Worauf ich hinaus will - vor knapp 2 Jahren hat mein Vater angerufen, ich hab vergessen zurückzurufen. Dann hat seine Frau angerufen, auch in so einem Moment, in dem ich keine Lust aufs Telefonieren hatte.
    Ich schob dann den Rückruf vor mir her. Bis mir klar wurde, dass ich einen riesigen Widerwillen verspüre ihn anzurufen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich grad Drogen und Alkoholentzug hinter mir(hab ich ihm natürlich nicht erzählt) .
    Was ich dabei über mich gelernt hab - es ist egal, ob ich die Erwartungen der anderen erfülle.
    Was nutzt es mir die Vorzeige-Tochter, Vorzeige -Freundin, Vorzeige-Angestellte und was weiß ich was noch alles zu sen, wenn ich mich dafür so verstellen und verbiegen muss, dass ich mich am Ende des Tages nur noch das Bedürfnis hab mich mit irgendwas ,egal was zuzuknallen und mein Gehirn auszuschalten.
    Jedenfalls, hab ich mich dann gefragt, warum ich denn überhaupt den Kontakt zu meinem Vater halte und als einzige Antwort fiel mir ein: Weil es es von mir erwartet.
    Seitdem hab ich mich nicht mehr bei ihm gemeldet und ich muss sagen es ist befreiend. Ich hab mich früher ziemlich mies nach den Besuchen oder Telefonaten gefühlt, weil ich immer noch dieses "Papa nicht verärgern" - Verhalten an den Tag gelgt hab, genau abwägen musste, was ich ihm erzählen kann und was nicht und mich wie ne 10jährige gefühlt hab.
    Und das hat mich echt Kraft gekostet.
    Wenn du deine Kraft für Menschen aufbrauchst, die dir zu jeder Gelegenheit eins reinwürgen wollen, fehlt sie dir für die wichtigen Dinge im Leben - dein Mann und die Kinder.

    Familie und Familienzusammenhalt sind wichtig - aber Selbstschutz geht vor.

    Nicht mehr traurig sein

    lg

    bunny

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Hallo meinereiner!

    Ich finde, Du hast es nicht nötig, Dich so von Deiner Familie runtermachen zu lassen. Du solltest also entscheiden, in wieweit Du weiterhin Kontakt zu Deiner Familie hälst.

    Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Du den Kontakt abbrichst. Aber in wieweit Deine (Herkunfts-) Familie am Leben Deiner eigenen (von Dir gegründeten) Familie teilhaben soll. Unterhälst Du Dich bei den Zusammentreffen mit Deinen Eltern und Geschwistern nur über Belangloses, so gibt es für Dich nichts "misszuverstehen" und für Deine Schwester keinen Grund, über Dich herzuziehen.
    Zumal ich auch nicht glaube, dass Du Deine Schwester missverstehst. Ich denke eher, dass sie Dich missversteht oder missverstehen will oder Ihr Beide einfach nur unterschiedliche Meinungen habt.

    Gruß
    icke!

  7. #7
    meinereiner

    Gast

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Hi Ihr Lieben, könnte euch knuddeln :-)

    Ich hab jetzt das Gefühl nicht die einzigste zu sein, die immer wieder in diese Rolle rutscht.
    Der Geburtstag meiner Ma war nett, meine Schwester ganz zurückhaltend.

    Ihr habt recht, ich war nie angepaßt, hab immer die Arbeit (Bauernhof) gemacht und meine Schwester wurde dafür gelobt. Sie ist ein exakter Zwilling meiner Mutter. Egal wer was sagt, es ist der gleiche Tenor und die gleiche Einstellung. Da bin ich doch froh dass ich "anders" bin - auch wenn es an so Tagen wie heute nicht einfach ist. Ich habe meine Familie, meine Kids - meine Tochter ist übrigens mit 8 2en und 2 3en nach Hause gekommen obwohl sie wahrscheinlich Träumer-ADS hat. Ich kann mir ein 5-Gänge-Menue aus dem Ärmel schütteln und gleichzeitig noch mit den Kids Hausaufgaben machen. Meine Schwester braucht sogar zum Einkaufen gehen oder fürs Küche-Wischen eine Babysitterin für ihre 2jährige.

    Ich denke wirklich dass Ihr recht habt. Das Leben ist zwar nicht so ganz einfach aber sehr sehr viel interessanter, vielseitiger und wir DÜRFEN so sein wie wir sind - meine Schwester hat sich fürs Anpassen an meine Mutter entschieden und rennt sich die Hacken wund um dieser Einstellung gerecht zu werden.

    Bin froh dass ich 30 km entfernt wohne und mein Männe mich manchmal bremst.

    Ich habe MEIN Leben, meine Schwester ist nur die Kopie meiner Mutter.

    Was geht es mir gut

    Marianne

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Das kenne ich ebenfalls sehr gut.

    Das aus meiner Sicht kuriose daran ist, dass genau diese Menschen (meine Familie) meinen, nur weil sie sich ein "weißes Fell" überziehen, selbst kein schwarzes Schaf mehr zu sein

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Das komische bei uns in der Familie finde ich, dass ich eigentlich ein ziemlich braves Kind war. Zwar kein Vorzeigeschüler und etwas träge, aber habe eigentlich keine Probleme gemacht.
    Meine Schwester war schon etwas wilder. Die wir aber besonders von meiner Mutter viel eher akzeptiert. WEIL sie eben so lebhaft ist (hysterische Anfälle, sich prügeln in der Schule ). Sie ist nämlich meiner Mutter ähnlich. Und ich nicht.
    Woanders war ich zu vorlaut und habe "zuviel gedacht", daheim war ich die Schlaftablette die nie richtig nachdachte. Da konnte ich ja nie irgendwas richtig machen.
    Nach meinem Auszug daheim habe ich einen Mann kennengelernt, der sich von allen blöden Bemerkungen und zickerein nicht abschrecken lies, und mich so gut wie nie kritisiert hat.
    Ihr könnt euch denken, wen ich geheiratet habe .

  10. #10
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 259

    AW: Schwarzes Schaf in der Familie

    Das schwarze Schaf bin definitiv ich!

    In meiner Jungend hab ich ständig Mist gebaut, oft kam die Polizei nach Hause, auch als ein Familienfest war, davon waren alle natürlich nicht grade begeistert

    Also das ging von: Diebstahl, schwerer Diebstahl bis hin zu: Körperverletztung, Hausfriedensbruch usw...

    Zum Glück hat mich meine Familie nicht aufgegeben, ich versteh mich mittlerweile eigentlich wieder gut mit ihnen.

    Bin ja auch viel lieber und vernünftiger geworden!

    Nur damals war das ganz komisch, ich habe irgendwie erst gehandelt und dann gedacht.

    lg

    Frederico

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