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Diskutiere im Thema rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 14

    rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    Hallo zusammen,

    muss mich erstmal bei allen bedanken die ihre Situation und ihre Gefühle hier schildern, hilft mir sehr viel, weil ich mich in ganz vielen Sachen selber finde und so ein bissle des Gefühl hab es geht nicht nur mir so.

    Was mich irritiert ist, dass ganz viele hier schreiben, dass sie sehr viel reden, des ist bei mir überhaupt nicht der Fall, bin eher zurückgezogen selbst wenn ich körperlich voll in Fahrt bin, komm erst so richtig aus mir raus wenn ich aggressiv werde oder des Gefühl habe ich muss jemand helfen bzw. beistehen oder jemand mit seiner Behauptung unrecht hat oder tut. Außerdem wenn ich viel getrunken hab, was ich aber seit 2 Jahren nicht mehr tue, aus dem Grund der Aggressivität.

    Bei mir wurde schon als Kind mit 10 ADHS festgestellt, hab aber die Therapie schon nach ungefähr 1 Jahr abgebrochen wollte mir nix sagen lassen bzw. helfen lassen? Hab auch Ritalin (ca 1/2 Jahr)bekommen, nur oft vergessenes zu nehmen und als ich des Gefühl hatte, es bringt mir doch was zuviel weil es mir schlecht ging, ich weiß macht keinen Sinn aber wahr damals extrem chaotisch und ist viel um mich rum passiert was ich nicht einordnen konnte.

    Nun bin ich nach langer Chaotischer Irrfahrt doch wieder zu dem Schluss gekommen, dass ich mir helfen lassen sollte. Hab irgendwie in der ganzen Zeit dazwischen wohl versucht meine Gefühle zu zumachen (Drogen, Arbeit andere Aktivitäten ) nur mich bloß nicht auf meine Gefühle einlassen und darüber reden. Jetzt hab ich alles sein gelassen die Arbeit gekündigt und merke erst wieder wie sensibel ich eigentlich bin und was für Fehler ich in der Vergangenheit gemacht habe.

    Hab auch nie ne richtige Beziehung geführt und fühle mich richtig einsam. Hab mich zwar schon ein paar mal verliebt konnte des dann aber nie aussprechen, weil ich Angst hatte ich könnte ihr dann weh tun oder sie tut mir weh und ich werde aggressiv, hatte mal ne lange Telefonbeziehung (übers Internet kennen gelernt) irgendwie hatte und habe ich die noch immer sehr lieb aber bin halt auch naiv, weil ich immer noch an ihr hänge, sie sagt immer ich will was erzwingen, dabei will ich sie nur richtig kennen lernen, des macht mich aggressiv und sie hat vermutlich Angst, obwohl ich lieb bin und alles dreht sich wieder im Kreis.

    War jetzt zwar gestern beim Neurologen wurde EEG gemacht und ein Gespräch geführt, hab schon einiges geredet, aber wollte ihn auch nicht erdrücken mit all dem, vor allem ist es auch schwierig, weil es so komplex und umfangreich ist, dass ich oft gar nicht weiß wo ich anfangen soll und des in ne Reihenfolge bringen kann das des jemand versteht.

    Muss jetzt wieder 2 Wochen warten bis zum nächsten Termin und ich bin doch so ungeduldig, anderseits will ich ja auch das keine vorschnellen Schlüsse gezogen werden und einfach was in mich reingestopft wird, aber auf Grund der Tatsache das ich im Moment gar keine Tagesstruktur habe und alles was von außen kommt mich sofort in ne andere Stimmung versetzen kann und ich so innerlich Unruhig bin ist es schon sehr schwierig für mich, wenn ich was mache und mich bewege steigere ich mich voll rein und merke gar nicht das ich langsamer machen sollte, war schon immer so entweder vollgas oder Stillstand.

    Um wieder zum Ausgangspunkt und zum Ende zu kommen. Hab des Gefühl ich rede zu wenig , weil mich diese Situation überlastet bin und ich ständig angespannt bin, trotzdem bin ich nicht der Typ der rum jammern will und wenn ich ununterbrochen in Bewegung bin hab ich gar nicht so den Eindruck das was nicht stimmt aber des holt mich halt wieder ein. Ich sollte vielleicht mal den Mittelpunkt finden diese Gefühle zu ordnen darüber normal zu reden ohne zu jammern, aber geht irgendwie nicht.

    Ach so als ich vor kurzem nach einer MPU in der psych. Notfallambulanz war wurde der Verdacht geäußert ich hätte vielleicht eine bipolare Störung, was aber irgendwie nicht passt ist, dass selbst in Phasen die ich zu einer Manie zuordnen würde nicht sehr viel rede, desweiteren kann ich kein genauen Phasenverlauf erkennen. Weiß nur eins das schlechtes Wetter und Nebel sehr auf meine Stimmung drücken kann, es sei denn ich mach was wo ich echt Freude dran hab und voll beschäftigt bin (Biken z.B.)
    Aber am Morgen aufstehen und ein Blick ausm Fenster genügt manchmal um nicht richtig in Fahrt zu kommen und des zieht sich durch den ganzen Tag.

    Was meint ihr zu dem ganzen?

  2. #2
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    Hallo,
    mal ein Denkansatz aus meiner Therapie hervorgegangen.

    Ich kann ganz schrecklich viel sagen.. zu allen möglichen Themen.
    Bzw. manchmal ist es als MÜSSTE ich viel sagen...

    Aber ich kann sehr schlecht reden, besonders wenn es um meine Person bzw meine echten Gefühle geht. Ich vermeide das wenn es geht.

    Der unterschied ist die Reflektion!
    Wenn ich was sage, ist das nur den Gedanken raus posaunen.
    Wenn ich rede, muss ich auf mein Gegenüber eingehen.
    Das ist kein Problem, wenn ich der Person nicht allzu nahe stehe oder das Gespräch meine Person nur geringfügig tangiert.

    Also kann ich mit Fug und Recht sagen:

    Ich rede nicht viel!!
    Vllt. ist das ja bei anderen hier ähnlich.
    (Hier ist es durch die Anonymität einbißchen anders Leider! Weil es mir oft peinlich ist, wenn ich über mich und meine Gefühle zu viel rede...)

    Naja,
    wie gesagt... das ist nur ein Denkansatz.

    Dein Problem scheint es auch zu sein, Gespräche zu führen und über Gefühle zu sprechen.
    Das du auch nicht viel sagst, könnte schon was mit Depressionen zutun haben, wenn man sich sofort fragt, wozu was sagen, eh alles sinnlos,.. dann wird man eben wortkarg.
    Ob und wie das mit einer bipolaren Störung zusammenhängt, kann ich nicht sagen.

    L.G.
    happypill

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 14

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    @happypill
    hatte ich auch schon den Eindruck (Depression), aber passt nicht zu dieser Aktivität zu diesem Bewegungsdrang. Ich kann schon Gespräche führen wenn mich das Thema im Moment interessiert aber schweife auch ganz schnell ab oder verfolge die Thematik bis ins kleinste Detail und such immer den Ursprung bzw. die Ursache und möchte sofort daran etwas ändern. Über Gefühle kann ich eigentlich nur mit einer Person alleine reden und es darf mich absolut gar nix ablenken sonst mach ich sofort wieder zu und wenn ich des Gefühl habe mein Gesprächspartner versteht es nicht oder kann nicht mitfühlen, fühl ich mich sofort gekränkt und reagiere mit Abwehr.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    @Hallo Warum, also Bewegungsdrang und Depression widersprechen sich überhaupt nicht. Vorallem dann nicht, wenn eine starke innere Unruhe vorhanden ist.
    Es ist ein Vorurteil, dass man bei Depressionen pausenlos heulend und/oder bewegungslos in einer Ecke liegt.

    LG Amn

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 14

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    kann ja schon sein das eine Depression mitspielt, ist aber glaube ich nur eine Folgeerscheinung, such aber den Kern des Übels, und da alles in meinem bisherigen Verlauf so durcheinander und chaotisch war und ich z.B. im Straßenverkehr (Fahrschule) wo ich mich konzentrieren muss plötzliche Aussetzer habe und an was völlig anders denke nur weil der Fahrlehrer aufhört zu reden oder so, oder mir alles zu schnell bzw. zu langsam vorkommt, liegt das an einer Depression ? glaub ich nicht, die kommt erst wenn ich realisiert habe das ich Fehler gemacht habe und geht wieder wenn ich von dem Gedanken wegkomme. Zur Zeit mach ich mir zu viele Gedanken über die Vergangenheit und die Fehler, infolge dessen gleicht es zur Zeit eher einem depressiven Erscheinungsbild, bin ich in Bewegung mach ich mir andere Gedanken und schon habe ich bessere Laune. Bin halt der Meinung wenn ich eine reine Depression hätte könnte das nicht so schnell in ne andere Richtung umschlagen. Was hinzukommt ist das ich zwar Angst habe gefühlsmäßig verletzt zu werden (deshalb keine Beziehung) aber ich ansonsten keine Angst kenne leg mich immer mit stärkeren an und hab gegenüber Autoritäten die nicht mit jemand mitfühlen und nur nach ein gewissen Plan vorgehen können immer mein Mund aufgemacht auch ohne Aggression(bevor die kommt geh ich lieber weg) und such immer den Kick, heitz mit dem Bike durch wald oder denn Verkehr ohne an Gefahr zu denken. Mir ist auch ganz schnell langweilig und bin sehr unzufrieden wenn nix interessantes passiert. Ich denke halt bin sehr sensibel will immer die Welt verbessern und halte nix davon das sich die Uhr immer schneller drehen muss, damit ein paar Leute mehr verdienen und keiner wehrt sich dagegen und das Gefühl der Menschen verloren geht. Sorry ich schweif wieder ab, kann es mir nicht vorstellen das ich eine reine Depression habe. Aber ausschließen will ich es auch nicht, denk aber manchmal meine Gedanken sind zu komplex dafür und diese konzentrieren und sich von jedem Geräusch gestört fühlen und sich erschrecken?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 14

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    Ach so hab was vergessen, war mal in einer stationären Drogentherapie und hab dort beim Arzt geäußert das ich wohl eine Depression habe und dagegen etwas bräuchte, nach der Einnahme einer AD wurde ich so aggressiv, dass ich am liebsten den ganzen Laden auseinander genommen hätte, da ich genug von den Aufenthalt im Hotel bei de grüne Männle hatte, habe ich die Therapie dort Hals über Kopf abgebrochen (hielt ich für des beste für alle). Meine Frage nun wenn man eine normale Depression hat und eine AD bekommt, kann man dann so aggressiv werden?

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    Ich möchte dich einmal kurz in den Arm nehmenund ganz doll drücken.
    Denn du bist schon ein hartest Stück gegangen und hast viel erlebt.

    Ich finde es gut, dass du den Weg zu uns gefunden hast und wünsche dir weiterhin viel Kraft,

    Mut und Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg.

    Das mit den Anti-drepessivern hat mich auch schon beschäftigt.

    Ich selber hatte es beim letzten Arzt auch verschrieben bekommmen und ähnliche

    Empfindungen wie du. Es hat das totale Gegenteil bewirkt, weil meinen Gefühlen nicht der

    ausdruck verliehen wurde, wie es sonst ist. Ich habe die Medikamente wieder abgesetzt und

    Arzt nicht wieder aufgesucht.

    Anti-drepessiver sind Stimulanzin und sollten in der Regel sogenannte Glückhormone

    ausschütten, was zum wohlbefinden des Menschens führen sollte.

    Bei AD(H)Slern bewirkt es das genaue Gegenteil, denn wir brauche keine Stimunlansien

    die Glückshormone aussenden. Sondern Stimulanzien, die unsere Botenstoffe im Gehirn

    unterstützen, weil Informationen nicht richtig weitergeleitet werden.

    Darum weigere ich mich sie zu nehmen, ich bin ein ausgeglichern Mensch, wenn ich meinen

    Gefühlen ihren Lauf lasse. Aber ich achte darauf, dass keiner zu Schaden kommt, was hin

    und wieder unbewußt trotzdem geschieht.

    liebe grüße elfenkind

  8. #8
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    Hallo elfenkind,
    deine Erklärung, was ADs sind und wie sie wirken stimmt so nicht!
    Aber das möchte ich jetzt nicht korregieren. Das können andere hier weit aus besser.

    @ warum
    Ich hab auch mal auf ein AD aggressiv reagiert. Das heißt ich war nicht grundsätzl. aggressiv, aber in Situationen, die mich auch vorher wütend gemacht haben, hab ich die Aggression voll ausgelebt. Als wäre ein Schalter umgelegt.

    An sonsten gings mir anfänglich total gut. Keine Ängste, Selbstbewußt wie nie, voller Tatendrang.
    UU. wird durch manche Medis nur die ohnehin vorhandene Neigung zu etwas (zB Aggression) verstärkt?

    Da könnte eine andere Wirkstoffgruppe Abhilfe schaffen.

    Und btw. kann ja sein, dass du nicht ausschließlich depressiv bist, sondern das eine Komobidität einer anderen Grunderkrankung ist (deswegen bist du doch hier?)

    L.G
    happy

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 14

    AW: rede nicht soviel, habe ich trotzdem ADHS?

    @ elfenkind, ich danke dir für deine lieben Worte die wirken bei mir manchmal besser als jede Pille.

    Denke auch das meine Gefühle eigentlich in Ordnung sind, wenn ich mal böse werde und ich merke es ist zuviel geh ich ja weg, manchmal verletze ich mit Worten trotzdem unterbewusst andere, was ich erst zu spät merke, dann tut es mir leid und ich werde traurig, weil ich ja niemanden weh tun will und eigentlich lieb bin, genau deshalb hab ich ein Problem mit dem viel reden, kann ja nicht immer sagen es tut mir leid. Da ich des ja alles weiß hab ich des immer im Hinterkopf und wenn ich mich verliebe steh ich unter Stress weil ich angst hab mein Kopf würfelt alles durcheinander und dann denk ich noch an des liebe mädel wo ich vom Telefon her kenne (sie hat mir echt versucht zu helfen und hat sich mühe gegeben, aber denk manchmal sie hat des gleiche wie ich)

    Hat alles mit irgendwelchen Verknüpfungen im Hirn zu tun und weil mir alles zuviel wird und ich nicht ständig vor allem weglaufen will, zwing ich mich somit selber in eine depressive Grundstimmung um etwas an der Gesamtsituation zu ändern.

    Denke wenn ich merke, mein Kopf kann des alles richtig einordnen und verarbeiten und nicht ständig auf irgendwelche negativen Verknüpfungen im meinem Hirn zurück steuert, bräuchte ich nix was meine Stimmung aufhellt (Party hab ich genug gemacht)

    @ happypill,

    ich danke auch dir du kannst natürlich recht haben, aber will die Grunderkrankung erkennen und steuern und denke des ist schon das ADHS, vielleicht flüchtet mein Hirn dann nicht mehr und gibt es an die Gefühle weiter? weil ich eigentlich ja auch mit mir zufrieden sein kann, hab schon vielen Menschen geholfen wo es echt schlecht ging, will nur nicht neu starten ohne des in meinem Hirn unter Kontrolle zu kriegen, Selbstbewusstsein hab ich eigentlich und baut sich ja auch von alleine auf, wenn ich wieder ein geregelten Tagesablauf mit Arbeit und so weiter habe (bringt halt nix wenn ich nicht meine Kräfte einteilen kann und wieder zur Maschine werde)

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