Zeige Ergebnis 1 bis 8 von 8

Diskutiere im Thema AD(H)S und Essverhalten im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 78

    AD(H)S und Essverhalten

    Ich bin am überlegen, ob ich vielleicht ein gestörtes Essverhalten habe und frage mich, ob sowas häufiger vorkommt?

    Normalerweise esse ich kaum, wenn ich alleine bin. Ich habe nicht den Antrieb, mir etwas zu machen. Nur ganz selten ringe ich mich dazu durch. Wenn ich Hunger habe, esse ich das, was ich einfach ohne (große) Zubereitung nehmen kann. Also mal ein Brot mit Wurst/Käse oder einen Apfel oder Möhren oder auch Knabberzeug (wenn ich was habe).

    Ich bereite aber für andere Menschen gerne Essen zu. Dann esse ich auch gerne mit und normale Portionen. Oder wenn ich irgendwo anders zu essen bekomme, esse ich auch normal mit.

    Nur alleine vergesse ich das irgendwie völlig. Ich merke irgendwann das Magenknurren, dann nehme ich mir eine Kleinigkeit. Aber sowas wie Frieren bringt mich nicht zum essen.

    Weil ich dann lange wenig gegessen habe, finde ich teilweise den Geruch von bestimmtem Essen total eklig oder kann nur eine ganz kleine Portion essen oder muss ganz selten auch (von alleine) erbrechen. Aber das pendelt sich wieder ein.

    Auf der anderen Seite kann ich von sehr wenig leben, auf der anderen Seite habe ich aber ab und zu richtig "Lust" auf bestimmte Sachen und dann muss ich die auch haben. Z.B. Lust auf Eier, dann könnte ich 10 Eier auf einmal essen oder Lust auf Schokolade, dann ist keine Schoki vor mir sicher. Ich tigere dann umher und irgendwo finde ich schon was

    Kennt jemand sowas und ist das noch normal oder schon irgendwie gestört??

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    Ich kenne das auch.
    Müsli ist immer gut, das kann man superfix zubereiten und vor dem Rechner beim Surfen essen .

    Ich verabrede mich deswegen gerne zum Essen (Mensa), damit ich wenigstens einigermaßen regelmäßig was zu Mittag esse. Abends und morgens ist meine Familie da, dann gehts.

    Ich versuche, mich da zusammen zu reißen. Sonst gehts mir nach einer Weile richtig schlecht, Kreislauf und Laune.
    Wenigstens einigermaßen regelmäßig was zu essen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    Hallo Karma,

    Ich denke, ich gehör seit jeher (seit meiner Kindheit) zu den "Essgestörten", dabei ess ich gern.
    Nur, hab ich Phasen, da ess ich fast nix und ich hab Phasen, da krieg ich echt Hunger. Ich liebe nur bestimmte Lebensmittel, auf eine ganz bestimmte Art zubereitet.
    Dazu zählen: Tomaten, Zwiebeln, Knochblauch, Mozarella.
    und Salate, überhaupt Grünzeug. Niemals aber was schlabberiges, schleimiges, schlonziges, usw....Käse nur als Mozarella, Frischkäse oder warm, Fisch überhaupt nicht.
    Leider...ich hab meine Speisekarte schon auf vieles ausgeweitet, nur Fisch kann ich immer noch nicht leiden, weil der so stinkt für mich. Alles was extrem riecht, kann ich nicht essen.
    Dabei koch ich so gern, wegen der vielen tollen Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander....hab immer Petersilie, Schnittlauch und Basilikum frisch da.
    Wieder einmal etwas, was mich behindert und wo alle nur sagen: Die spinnt doch!, soll sie halt mal essen und sich nicht so anstellen. Für mich aber`n Problem, da ich sonst vielleicht Köchin wäre....aus Leidenschaft.
    Hab ich übrigens Ärger oder Kummer, dann kann ich tagelang nichts mehr essen. Als meine Großeltern gestorben sind, hab ich alle Lust am Essen verloren. Nach einem halben Jahr hatte ich 20 kg abgenommen und Haarausfall, und nen gestörten Hormonhaushalt. Jetzt nimmt sich mein Körper natürlich alles, was er kriegen kann und ich werde immer moppeliger.

    Grüsse, Lisa

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 141

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    Ja bei mir ist das so, dass ich wenn ich frustriert bin essen muss, dann hole ich mir alles was ich finden kann. Was auch nicht gut ist.

    Allerdings habe ich es immoment, dass ich oft denke ach du könntest ja was essen, mir dann das essen hole und dann aber denke oh je mir ist schlecht, ich kann das garnicht essen und es wieder weg bringe. Ne halbe Stunde später passiert das Selbe dann aber noch mal.

    Würde ich nicht bei meinen Eltern wohnen und regelmäßig mit denen essen, würde ich warscheinlich alles schnell vor dem PC verschlingen.

    Lg Kristin

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 63

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    das was die threaderöffnerin schreibt, kann ich voll nachfühlen. als ich noch kinderlos war gings mir genauso. heute achte ich natürlich wegen meiner zwerge auf drei geregelte mahlzeiten und auch zwischendrin gibts mal apfelschnitze oder knabberbrezeln oder sonstne kleine zwischenmahlzeit. auch wenns mich vor allem in letzter zeit noch so viel überwindung kostet, aber einmal am tag was warmes zuzubereiten muss einfach sein - finde ich.

    wenn die kinder ma alle nicht da sind (selten!!^^) dann koche ich aber eigentlich überhaupt, aber dann mache ich sowieso überhaupt mal nen ganzen tag nichts XD.

    ich kenne auch sehr genau den utnershcied zwischen essen für sich selbst zubereiten und essen für andere zubereiten. wenn ich für meinen mann und mich beispielsweise zubereite, dann ist das ganz was anderes und ich gehe mit elan und freude an die arbeit, denn eigentlich gehört kochen ja auch zu den hausarbeiten die ich am allerliebsten verrichte.

    wenn es mir schlecht geht leide ich auch sofort an appetitlosigkeit. bevor ich vor ein paar monaten zusammengebrochen bin gings mir auch psychisch so schlecht dass ich fast zwei wochen lang wirklich utner ekelgefühl das essen reingeschoben hab und oft nur ein paar bissen bis das böse grummeln wegging. zack, gleich 7 kilo abgenommen. da ich sowieso schon immer untergewicht hatte ist das aber ziemlich heftig wenn ich soviel abnehme zumal es extrem schnell runtergeht aber extrem langsam wieder drauf.

    aöllle anderen vor allemweiblichen personen die ich kenne sind wahnsinnig neidisch drauf dass ich andererseits essen kann was ich will ohne dick zu werden, aber wenn man ständig ungwollt untergewicht hat, ist das extrem belastend finde ich.

    nach meinen schwangerschaften hatte ich jeweils immer ungefähr 10 kilo mehr drauf als vorher und hab mich damit sauwohl gefühlt. nach stillzeit und hormonumstellung war aber immer alles wieder beim alten.

    mit meiner schilddrüse ist anscheinend alles in ordnung ich hab mich ja schon komplett durchchecken lassen, weil mich das doch sehr belastet und ichw irklich gern zunehmen würde. aber man kriegt mit dem problem auch wenig mitleid. alle, selbst die ärzte, sagen nur - seien sie doch glücklich jede andere frau wäöre froh wenn es bei ihr so wäre... aber sobald meine kilos unterhalb die 55ermarke rutschen fühle ich mich einfach total unwohl, ich bin viel schneller reizbar , werde auch dauernd krank, es ist als ob ein schutzmantel fehlt.
    hat da vllt irgendeiner tips wqie man so ein problem in den griff bekommt? kalorienreich essen allein tut es bei mir nicht

    ich hab hier nun auch schon mehrfach gelesen und auch imrealen leben von anderen gehört dass ritalin den appetit weiter reduziert, und viele damit abnehmen, davor hab ich angst. das wäre im zweifelsfall für mich sogar evtl ein grund mich nun doch noch gegen eine medikation zu entscheiden.

    hat noch jemand erfahrung mit dem "zu-dünn-sein-problem"?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    liebe karmakarisa,

    kenne ich auch nur allzugut.

    alleine zu hause heisst auch: so gut wie nichts essen. mein kühlschrank ist verwaist und in ihm liegen dinge herum, die dort schon sehr lange lagern ... guter anlass mal wieder auszumisten

    ich hatte schon immer essprobleme. als kind habe ich nur nudeln, alles in suppenform oder alles ordentlich auf dem teller drapiert gegessen. mansche-essen konnte ich nicht essen und kein schweinefleisch. musste ich spucken. belegte brote mussten in gleich grosse stücke geschnitten sein etc., anders KONNTE ich es nicht essen usw.

    inzwischen esse ich fast alles. aber meine brotstückchen sind geblieben, ich mag auch nach wie vor kein essen, in welchem man die zutaten nicht mehr erkennt.

    habe aber auch phasen, wo ich regelrechte ess-atacken habe. weil ich zu schnell und zu viel esse wird mein magen so gedehnt ist, dass ich mich übergeben muss. selten aber das gibt es auch.

    an meinem kühlschrank erkennt man, ob mein freund da ist. dann ist er wohlgenärt und ich esse regelmässig.

    alleine esse ich nur bei der arbeit warm oder ordentlich (einmal am tag). und die kinder staunen dann sehr, dass ich zum frühstück spaghetti, maultaschen oder suppe esse (morgens um 10.00).

    essen ist für mich nicht wirklich wichtig. ich habe ein gestörtes verhältnis dazu. aber gleichzeitig esse ich gerne gut und koche gerne für andere.

    inzwischen lerne ich, auch für mich selbst zu kochen. koche riesenmengen und friere kleine portionen ein. diese nehme ich dann mit zur arbeit (mikrowelle). morgends und abends, wenn ich nicht bei der arbeit esse ich wenig oder stopfe gierig dinge in mich hinein (schokolade z.b., die ich eigentlich überhaupt nicht mag).

    zu dünn bin ich nicht mehr. seit vier jahren habe ich 10 kilo zugenommen und bin seither normalgewichtig. davor eher dünn. und seither habe ich ständig das gefühl "fett" zu sein, da ich ja immer dünn war.

    habe es schonmal hier wo geschrieben. jetzt muss ich mich mit 46 mit meinem weiblichen kontouren anfreunden, bin eben nicht mehr der dünne mensch, die viele fragen, ob ich magersüchtig oder krank sei.

    aber thema dick begleitet mich. obwohl ich es real nicht bin, aber die gewohnheit suggeriert mir etwas anderes, da ich immer spindeldürr war.

    eventuell ist mein beitrag etwas verworren oder unpassend?
    alles liebe
    mara

    p.s. denke, dass das in jedem fall ein normales essverhalten ist. aber ob es wirklich krankhaft ist, kann ich nicht beurteilen. vielleicht mal im internet recherchieren. ich denke, solange man sich selbst nicht krank-hungert oder krank-isst, ist es im rahmen. wenn man selbst das gefühl hat, da läuft etwas nicht richtig und der leidensdruck sehr hoch ist, sollte man etwas unternehmen. ich kenne es nicht anders als so, deshalb finde ich es nicht unnormal.
    Geändert von anfang (30.01.2011 um 19:51 Uhr) Grund: zusatz beigefügt --- ein k zuviel

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    Hallo Karma Karisa,

    man sollte keine Probleme suchen, wo keine sind

    Dein Ess-Verhalten ist absolut normal und so wie es sein sollte: Essen wenn man Hunger hat, nichts essen, wenn man keinen Hunger hat. Genau so ist es von der Natur gedacht und richtig. Und hör ruhig weiter auf deinen Körper, der dir anscheinend zur richtigen Zeit mit Appetit auf etwas Bestimmtes signalisiert, wenn ihm was fehlt.

    LG Amn

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 78

    AW: AD(H)S und Essverhalten

    Das sagen mir ja auch viele, dass mein Körper wohl sehr genau weiß, wann er was will. Aber dass mir bei Hunger und starkem Magenknurren trotzdem der Antrieb zum Essen fehlt, finde ich komisch. Ich bin dann wie blockiert. Einerseits würde ich ja essen, anderereits kann ich mir nichts machen und wieder ein anderer Aspekt ist es, den Hunger so intensiv zu spüren. Auch wenn ich es ungerne zugebe, ich mag das Gefühl, wenn mein Magen leer ist. Dann merke ich den Kopf und die Gedanken nicht so sehr. Hmm, versteht ihr, was ich meine? Untergewichtig bin ich nun gerade nicht, eher leicht übergewichtig und über ein paar Kilos weniger würde ich mich freuen Also abmagern werde ich dadurch sicher nicht, aber irgendwas (der Restfunke Vernunft) sagt mir, dass ich nicht normal bin. Am liebsten würde ich momentan alles pürriert essen oder besser trinken. Ich hab mir jetzt sogar schon so eine Smoothie-Diät gesucht, bei der man nur Obst und Gemüse pürriert zu sich nimmt. Das finde ich dann auch gar nicht so anstrengend wie normal essen. Ach, irgendwie ist es kompliziert

Stichworte

Thema: AD(H)S und Essverhalten im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum