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Diskutiere im Thema Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Hallo zusammen,

    Ich glaube schon, dass sich bestimmte ADHS-Symptome speziell durch anhaltenden Stress und Überforderung im Laufe der Zeit verschlimmern können.
    Ich konnte Stress noch nie wirklich gut aushalten. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich Termine nicht mehr wahrnehmen kann, oder bereits Tage vorher extem angespannt bin. Durch diese Anspannung habe ich dann Ängste bekommen...und bin dann noch unkonzentrierter, vergesslicher...

    VG Jazz

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    happypill schreibt:
    Hallo ihr alle,

    wisst ihr, was ich glaube?

    Ich glaube, dass man (selbst und auch andere) jungen Menschen "erlaubt" ienbißchen nebendran, chaotisch, impulsiv und undizipliniert zu sein.
    So mit 30 J. machts dann *knacks* im Kopf und man denkt
    SOOO, jetzt aber mal endlich erwachsen werden! Disziplin und übersicht müssen her. Oh und Verantwortung muss man übernehemen.. ach apropos... Kinder müssen her, oder? Ja gehört irgendwie dazu...

    Und nach ner Weile merkt man, dass man nicht einfach so mal eben erwachsen wird und wenn man Kinder bekommen hat, dass man der Verantwortung gar nicht gewachsen ist...
    Die sich anhäufenden Aufgaben machen einen nervös und noch unkonzentrierter. Selbstzweifel wachsen unkontrollierbar...

    Es ist dann, als wäre man gerannt und nicht vom Fleck gekommen, bzw. wenn dann in die falsche Richtung...


    Also ich glaube, dass das zumindest ein Aspekt ist, der die Probleme und Verzweiflung größer macht.

    Bei mir ist es so, denke ich...

    L.G.
    happypill

    Das was Du da schreibst find ich 100% auch so

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Ich glaube schon, dass sich bestimmte ADHS-Symptome speziell durch anhaltenden Stress und Überforderung im Laufe der Zeit verschlimmern können.
    Ich konnte Stress noch nie wirklich gut aushalten. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich Termine nicht mehr wahrnehmen kann, oder bereits Tage vorher extem angespannt bin. Durch diese Anspannung habe ich dann Ängste bekommen...und bin dann noch unkonzentrierter, vergesslicher...
    Ja das Gefühl habe ich auch, denn seit dem ich Prüfungsstress habe kann ich mich noch weniger konzentrieren, bin total unruhig und auch meine Ängste sind viel stärker geworden

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    ich vertrete auch ganz eindeutig die meinung dass es von den lebensumständen abhängt.

    bei mir sind die anforderungen in den letzten 2-3 kontinuierlich angestiegen, vor allem weil ich mir selbst zu viel aufgebürdet habe.

    das problem ist vor allem, wenn man sich familiär viel verantwortung auflädt kann man das irgendwann nicht mehr einfach wegdeligieren. ich habe heute drei kinder (2,5,9) und kümmere mich seit 1,5 jahren intensiv um meine psychisch kranke mutter, während ich quasi alles allein machen muss, weil mein ads-mann(der sich seines eigenen problems aber wenig bewusst ist), durch seinen sehr stressigen job schon alle energie verbraucht und somit zuhause nicht mehr zu sehr viel fähig ist.

    weil ich an meiner situation so wenig ändern kann, bin ich daher auch jetzt erst auf den pfad der erkenntnis gekommen, es doch mal mit medi-hilfe zu versuchen, um den alltag entspannter meistern zu können.

    nach stresszusammenbruch mit einer reihe psychosomatischer erkrankungen (ging bis zur magenschleimentzündung...) hab ich endlich kapiert dass ich mein leben komplett umstrukturieren muss. das ist für die menschen die einem am nächsten stehen, dann aber nur sehr schwer zuverstehen, und daher schwierig in der umsetzung.

    ich hab die notbremse viel zu spät gezogen und das passiert mir auch nie wiede,r jetzt wo ich mir meiner grenzen bewusst bin.

    zwei andere beispiel für ungünstigen adsverlauf sind meine eltern.

    meine mutter hat nach der scheidung von meinem vater das erste ma seit dem elternhaus keine struktur mehr von aussen gehabt, und daher völlig versagt was die betreuung von mir anging (kein regelmässiger kindergartenbesuch, keine strukturen, schulanmeldung verpennt und undund...) bis mein alter herr und seine neue mich mit 6 zu sich geholt haben. danach war meine ma erstmal für einige wochen in einer klinik. seither nimmt sie medikamente aber nicht gegen ads sondern gegen eine psychose die man ihr damals attestiert hat. war vllt auch ein ärztefehler oder wie auch immer aber damals war das thema ads bei erwachsenen ja noch in den kindershcuhen. bzw. noch gar nicht in der diskussion.
    sie hat dann im lauf der jahre weitere gescheiterte beziehungen hinter sich gebracht und der soziale abstieg bis hin zur alkoholsucht lieg wie vorporgrammiert. heute nach unzähligen klinikaufenthalten ist sie ein wrack aus angst und selbstzweifel, mit ner ausgeprägten sozialphobie und hält ihr leben nur noch mit heftigen psychopharmaka durch (und mit intensiver betreuung durch mich)...

    mein vater hatte vor 10 jahren eine hirnentzündung. wurde plötzlich von einem tag auf den anderen extrem wunderlich konnte sich nix mehr merken hat völlig ungefiltert aggresives verhalten und entsprechende verbale äusserungen an den tag gelegt. nach mehrwöchigem klinikaufenthalt wurde dann festgestellt dass er selbst schon sein leben lang mit ads durch die gegend rennt ohne sich dessen bewusst zu sein. so kanns eben auch gehn. die entzündung war rein stressbedingt, es waren keine anderen auslöser zu finden, seit er auf ads-medis gesetzt wurde, geht es ihm wieder gut.


    ich denke das wichtigste ist, den richtigen weg für sich zu finden, es ist essentiell wichtig, zu lernen, wie da eigene glück funktioniert.

    denn da, wo wir adsler zu sehr belastet werden durch äussere einflüsse, durch psychische und phsysische belastung ist die gefahr offensichtlich am grössten die sogenannten komorbiditäten zu entwickeln.

    also ads an sich kann nicht schlimmer werden, aber es können schlimme dinge aus dieser "schwäche" erwachsen, wenn man nicht rechtzetig auf die bremse tritt oder durch ein schlechtes umfeld ungünstig beeinflusst wird ....

    gruss,
    nati

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Bei mir wurde es eindeutig nach der Schule schlimmer - an der Uni ist es nicht so wichtig, dass man immer da ist - und es ist eher so, dass man nur zuhört und nicht aktiv mitarbeiten kann, weswegen meine Strategie: Konzentration erziehlen durch aktive Teilnahme am Unterricht, nicht mehr wirklich griff.

    Deswegen habe ich auch von einer Uni an eine FH gewechselt, wo wir ein ganz kleiner Studiengang sind - da ist es einfach, sich aktiv zu beteiligen - also bleibt auch mehr in meinem Hirn hängen

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Bei mir war es so, das ich eigentlich nie so richtig auffällige Konzentrationsprobleme hatte.
    Aber seit dem letzten Jahr, wo unsere zweite Tochter mit 4 1/2 J. extrem starke Verhaltensauffälligkeiten in Form von hyperaktivität, Angststörrungen etc hat und die letzte mit knapp 2 J. seit etwa zwei Monaten sehr launisch geworden ist, immer ihren Kopf durchsetzten will und andauernd dagegen redet und ich keine ruhige 5 Minuten mehr habe, da renne ich plötzlich mehrmals durchs Haus und weiß nicht mehr,was ich eigentlich wollte. Ich schreie sehr viel rum, knalle die Türen. Kann mich auf nichts mehr so richtig konzentrieren. Auch zappeln meine Füße irgendwie vermehrt, wenn ich sitze und ich kann mich irgendwie schwerer für etwas aufraffen.
    Das war vor ein paar Jahren noch nicht so.

    Ich denke und habe das auch schon öfters gelesen, das der Stress dafür verantwortlich ist.

    Als Erwachsener hat man ja nun mehr Verantwortung, sei es im Beruf oder bei der Kinder Erziehung, und wenn der Stress zu groß wird, dann verstärken sich die ADHS Symptome.

    Als Kind wird man ja überwiegend noch "geführt", bekommt gesagt, was man machen soll, muß sich im Grunde um nicht so viel kümmern.

  7. #37
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Hallo Doparminkille,

    hier is' er, der gesuchte Thread!

    Enthält zwar keine ultimativen Lösungswege, aber reichlich gute Gedankengänge...

    L.G.
    happypill

  8. #38
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    danke, happypill !

    ich sehe es auch so.

    die intensität von ad(h)s ist abhängig von der eigenen momentanen lebesnsituation.

    hier nicht nur vom stress und verantwortungen die man hat, sondern auch von der physischen gesundheit, denn auch körperlich sind ads-ler mehr als oft reizüberflutet und nehmen diese reize verstärkt und ungefiltert wahr.

    man wird ja nicht unbedingt gesünder und irgendwann fangen die wehwechchen halt an... :-)

    ich halte es für äusserst wichtig, zu versuchen siech eine reizarme umgebung zu schaffen soweit es möglich ist.

    also lasst uns auswandern in ein nicht industrieland

    LG dopaminkille

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Jazz schreibt:
    mich würde interessieren, ob sich ADHS Symptome im Laufe der Jahre verschlimmern können. Vielleicht können Kinder diese Symptome noch besser kompensieren? Oder sind es bei Erwachsenen dann die Komorbiditäten, die alles schlimmer erscheinen lassen?
    Bei mir ist im Kindesalter nicht so viel aufgefallen (nun hab ich das auch nicht so extrem wie andere, zB meine Frau). Wirklich aufgefallen ist es dann im Zusammenhang mit meiner Depression. Und weil man mir auf der Arbeit immer mehr vorgeworfen hatte, ich würde sehr viel vergessen, nicht aufpassen, wäre unkonzentriert. Wenn ich zurückblicke ist das im gesamten Berufsleben so gewesen, unter depressiven Bedingungen aber sehr viel stärker. Und da ich nun monatelang im Irrenhaus :-D war, guckte man sehr viel mehr auf meine Leistungen.

    Vielleicht ist es halb und halb.
    Oder aber man achtet mehr darauf, selbst wegen weil man weiß, daß man es hat, und anderen fällt auf, daß man sich seltsamer verhält, als dem Standarderwachsenen zugestanden wird.

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Ich glaube nicht direkt verschlimmern, sondern in anderen Lebenssituationen belastender werden. Seit Jahren leide ich auch unter Depr. und ich merke in den schwereren depr. Phasen wird das für mich "gefühlt" schlimmer. Vermutlich weil viele Symptome auch bei Depressionen auftreten und dann noch verstärkt werden.

    LG Tom

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