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Diskutiere im Thema Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    hm, wenn ich dass so lese,
    Ich war ein fröhliches Kind. Leider durch unzählige Umzüge meiner Eltern eher immer am Rand der Klassengemeinschaft, hatte immer nur eine feste Freundin. Da ich ein Träumer bin bin ich nicht weiter aufgefallen.

    Heute bin ich der Meinung dass ich vor meiner Diagnose sorgloser und ich nenn es mal glücklicher gelebt habe. Sicher hatte ich meine Problemchen in der Arbeit oder auch privat galt ich eher immer als eine die eine starke Persönlcihkeit hatte.. immer die Klappe offen und doch eher am Rand der Gesallschaft mit weniger Freunden und immer nichtfunktionierenden Beziehungen.

    Dann über die Diagnose meines Sohnes, Alleinerziehend stand sein weiterkommen im Vordergrund, einen guten Job machen.... Er, mein Sohn wurde gut Therapiert und eingestellt, ich bekam auch Ritalin, nur keine Therapie.

    Nachdem ich also wußte was ich hatte war zuerst die grenzenlose Erleichterung, dann wurde ich stiller und stiller, zog mich zurück, daß ich nicht so auffalle wie all die Jahre. Nur dass tut mir nicht wirklich gut. Ein funktionierendes Wesen, TipTop organisiert.....aber zu welchem Preis?
    Aus der letzten Firma wurde ich nach 10 Jahren rausgemoppt, bei der nächsten in der Probezeit...nein nicht wegen fachlicher unkompetenz sondern eben weil die anderen mich seltsam fanden. Was genau weiß ich nicht. Und so steh ich jetzt da mit all dem wissen, superstrukturiert nach außen, unglücklicher als früher...und ohne Job.

    Ich hätte lieber mehr Chaos hier und damit glücklicher zu sein als einen TipTop Haushalt, keine Schulden und die Bewunderung wie ich das all die Jahre geschfft habe usw.
    Weil wenn einer zu Nahe kommt....stell ich ihn ein Stück weg, damit keiner merkt das ich ein ADS-ler bin.

    LG

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Hallo Prinzessin,
    wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat sich dein ADS nicht verschlimmert, sondern Deine Stimmung aufgrund der schlechten Erfahrungen.
    Es ist schlimm, wenn man sich abgelehnt fühlt. Vielleicht hast Du zuerst geglaubt, dass Dich die anderen seltsam fanden und hast Dich daher anders verhalten. Dann haben die anderen Dich vielleicht wirklich nicht mehr gemocht.
    Ich glaube, mir ist so etwas schon passiert.
    Man kennt ja oft die Hintergründe nicht.
    Mit AD(H)S kann man auch sehr charmant wirken und beliebt sein. Die Diagnose muss nicht unbedingt allein die Ursache für einige unserer Probleme sein.
    Ich habe manchmal positive und manchmal negative Rückmeldungen von anderen bekommen.
    Es ist auch schon vorgekommen, dass ich dachte, dass mich jemand nicht mag und habe später erfahren, dass das nicht stimmte.
    Wenn man tatsächlich eine Eigenart haben sollte, die nicht so gemocht werden sollte, kann man vielleicht an einer Veränderung arbeiten oder den anderen mehr erklären.
    Dazu muss man allerdings Rückmeldungen von außen bekommen.
    Ich rede zum Beispiel zu schnell und schaffe es nicht, daran etwas zu ändern. Ich sage dann öfter, dass es mir leid tut und dann wird es eher mal akzeptiert. Klappt aber nicht immer.
    Es müssen einen schließlich auch nicht alle mögen und es gibt immer irgendwo Meschen, mit denen man sich verstehen kann.
    Ich mag allerdings am liebsten Menschen, die auch ein AD(H)S haben, sofern sie von ihren Eigenschaften zu mir passen.
    Also, mit den richtigen Bedingungen muss sich AD(H)S nicht verschlimmern, und man muss nicht unbedingt mehr darunter leiden.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    matt_e schreibt:
    Nachlassen nicht, aber oft verändert sich das Bild, also die sichtbaren/fühlbaren Symptome.

    Und auch (am Rande): Es soll ADHSler geben, die waren als Kind enorm hyperaktiv und spindeldünn, als Erwachsene dann stark übergewichtig und eher träge.

    spindeldürr ... ja da kann ich mich finden. ich war immer eine bohnenstange, ein gerippe. mehr gargelbeine als beine.

    und heute? empfinde ich mich als übergewichtig. aber das hat wohla auch mit der adhs zu tun, denn ich hatte schon immer essstörungen. und wenn man sein leben lang dünn war und plötzlich "weibliche" konturen jenseits der vierzig annimmt, ist es sehr schwer dies anzunehmen, wenn man sich immer in einem androgynen körper wahr genommen hatte.

    also in dem buch von robert j. resnick - die verborgene störung - adhs bei erwachsnen, ist das gut beschrieben - der unterscheid zwischen adhs in der kinheit und im erwachsnenalter.

    dort wird genau dieses thema gut beschrieben. auch hinsichtlich kompensationsstrategien, die wir im laufe unseres lebens entwickelt haben. sehr interessant und aufschlussreich.

    alles liebe
    mara

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Als Kind hatte ich viel Zeit um abzuschalten. Es gab keine Anforderungen. Der Schulstoff war eher zu langweilig, es hat immer ein 10tel Aufmerksamkeit gereicht, um mittel bis gute Noten zu haben. Wenn ich mal schlechter als 3 war, habe ich mal in die Bücher geschaut, das hat wieder für eine Weile gereicht.
    Daheim lag ich oft auf dem Fußboden und habe an die Decke gestarrt, oder gelesen, damit ich eine Ausrede hatte.
    Hat niemand gestörrt, im Gegenteil.

    Dann Studium, auch viel Zeit um an die Decke/Wand zu starren.

    Dann bekam ich Kinder! 24 Stunden Dienst! KEINE freie Zeit um abzuschalten.
    Das hat die ADHS Symptome erst so richtig zum Ausbruch gebracht. Davor war ich "nur" depressiv. Jetzt bin ich auch noch ständig nervös und übermüdet.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Hallo Schnuff,

    bei mir wurde es auch erst richtig schlimm nachdem ich meine Tochter bekommen habe. Ich war völlig überfordert und bin regelrecht im Chaos untergegangen. In der Grundschule war noch alles relativ "easy", in der Oberschule habe ich dann kontinuierlich immer mehr Probleme bekommen und meine Noten wurden immer schlechter. Dann folgten ungefähr 6 oder 7 Versuche verschiedene Ausbildungen zu machen mit eher mäßigem Erfolg....

    VG Jazz

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Celine schreibt:
    Hallo Prinzessin,
    wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat sich dein ADS nicht verschlimmert, sondern Deine Stimmung aufgrund der schlechten Erfahrungen.
    Es ist schlimm, wenn man sich abgelehnt fühlt. Vielleicht hast Du zuerst geglaubt, dass Dich die anderen seltsam fanden und hast Dich daher anders verhalten. Dann haben die anderen Dich vielleicht wirklich nicht mehr gemocht.
    Ich glaube, mir ist so etwas schon passiert.
    Man kennt ja oft die Hintergründe nicht.
    Mit AD(H)S kann man auch sehr charmant wirken und beliebt sein. Die Diagnose muss nicht unbedingt allein die Ursache für einige unserer Probleme sein.
    Ich habe manchmal positive und manchmal negative Rückmeldungen von anderen bekommen.
    Es ist auch schon vorgekommen, dass ich dachte, dass mich jemand nicht mag und habe später erfahren, dass das nicht stimmte.
    Wenn man tatsächlich eine Eigenart haben sollte, die nicht so gemocht werden sollte, kann man vielleicht an einer Veränderung arbeiten oder den anderen mehr erklären.
    Dazu muss man allerdings Rückmeldungen von außen bekommen.
    Ich rede zum Beispiel zu schnell und schaffe es nicht, daran etwas zu ändern. Ich sage dann öfter, dass es mir leid tut und dann wird es eher mal akzeptiert. Klappt aber nicht immer.
    Es müssen einen schließlich auch nicht alle mögen und es gibt immer irgendwo Meschen, mit denen man sich verstehen kann.
    Ich mag allerdings am liebsten Menschen, die auch ein AD(H)S haben, sofern sie von ihren Eigenschaften zu mir passen.
    Also, mit den richtigen Bedingungen muss sich AD(H)S nicht verschlimmern, und man muss nicht unbedingt mehr darunter leiden.

    Hallo

    das was Du schreibst klingt stimmig für mich..

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Ich habe auch den Eindruck es wird schlimmer.

    Kann allerdings auch daran liegen, dass ich dadurch das es nicht diagostiziert wurde, als ich Kind war, so viel schlechtes schon erlebt habe und ne Depression und Anststörung bekommen habe. Dadurch wird mir war scheinlich momentan alles so viel schlimmer vor kommen, denke ich,

    Gruß Kristin

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Krissi21987 schreibt:
    Ich habe auch den Eindruck es wird schlimmer.

    Kann allerdings auch daran liegen, dass ich dadurch das es nicht diagostiziert wurde, als ich Kind war, so viel schlechtes schon erlebt habe und ne Depression und Anststörung bekommen habe. Dadurch wird mir war scheinlich momentan alles so viel schlimmer vor kommen, denke ich,

    Gruß Kristin
    Hallo,
    Kopf hoch und lass Dich mal drücken

    Ich glaub ja auch dass es nicht das "schlimmer" werden ist, wir fühlen es vielleicht so, sondern eher dieses Wissen was wir uns darüber angeeignet haben bewußt macht was für ein Typ Mensch wir sind. Das ganze 1000mal durch unsere Gehirnströme leiten, umdrehen, grübel....was wäre wenn wir es nicht hätten, warum grade ich....usw. Das macht es so schlimm(er)

    Als unwissendes Kind sind wir eben so gewesen. Nicht nachgedacht. Ich bin der Träumer und nicht so aufgefallen, und auf dem Land eh nicht. Glaub die "H" habens Schlimmer erlebt weil die eben aufgefallen sind.

    Mußte mir alles mühsamst erlernen und hab meine Geschwisterund Cousins mit ihem ABI beneidet. "Wieso schaff ich das nicht?" war schon ab und an das Thema.

    Ich hab mich vor ein paar Monaten auf den Weg gemacht meine, ich nenn es Verletzungen, spirituell zu bearbeiten. Zugegeben war ich sehr sehr Skeptisch, habe mich nicht in die Hände einer mir unbekannten Person gegeben und muß sagen, es ist gut, fühlt sich gut an und tut gut. Vielleicht wäre dass ein Weg für Dich und deine Ängste.

    Oder liegts daran dass wir uns unsere Struktur im Erwachsensein selber aufbauen müssen?
    Das Thema find ich spannend.

    Schönen Sonntag

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Das mit dem Gewicht kommt bei mir auch hin. War zwar mit meinen 163 cm nie wirklich dünn, da ich immer schon gerne, und vorallem süß, gegessen habe, aber ich war auch ständig in Bewegung. Jeden Tag gab es Programm nach der Schule: Montags Schwimmverein, Dienstag Chor, Mittwoch Geigenunterricht, Donnerstag Turnverein und Freitags Tanzverein. Dazu zweimal Schulsport und gespielt wurde nur draußen; am Wochenende dann Spaziergänge und Fahrradtouren im Wald.

    Und heute? Den ganzen Tag vor dem PC- entweder auf der Arbeit und am WE dann zuhause,weil ich keine Freunde habe und auch zu fertig von der Arbeit bin.

    Heute bin ich ohne Bewegung nur noch fett- d.h. meine einzige Bewegung ist die mit der Hand vom Teller zum Mund und je schwerfälliger ich bin, desto weniger Lust auf Bewegung ist vorhanden: ein Teufelskreis eben; und die ehemals äußere Unruhe hat sich nun komplett aufs Innenleben verlagert...

    LG Amn

  10. #30
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Kann sich ADHS im Laufe der Jahre "verschlimmern"?

    Hallo ihr alle,

    wisst ihr, was ich glaube?

    Ich glaube, dass man (selbst und auch andere) jungen Menschen "erlaubt" ienbißchen nebendran, chaotisch, impulsiv und undizipliniert zu sein.
    So mit 30 J. machts dann *knacks* im Kopf und man denkt
    SOOO, jetzt aber mal endlich erwachsen werden! Disziplin und übersicht müssen her. Oh und Verantwortung muss man übernehemen.. ach apropos... Kinder müssen her, oder? Ja gehört irgendwie dazu...

    Und nach ner Weile merkt man, dass man nicht einfach so mal eben erwachsen wird und wenn man Kinder bekommen hat, dass man der Verantwortung gar nicht gewachsen ist...
    Die sich anhäufenden Aufgaben machen einen nervös und noch unkonzentrierter. Selbstzweifel wachsen unkontrollierbar...

    Es ist dann, als wäre man gerannt und nicht vom Fleck gekommen, bzw. wenn dann in die falsche Richtung...


    Also ich glaube, dass das zumindest ein Aspekt ist, der die Probleme und Verzweiflung größer macht.

    Bei mir ist es so, denke ich...

    L.G.
    happypill

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