Umfrageergebnis anzeigen: Verfällst Du in einer Notsituation auch mal in Panik?

Teilnehmer
26. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, ist mir schon passiert.

    14 53,85%
  • Ja, bei jeder Notsituation.

    1 3,85%
  • Nein, Panik kenne ich nicht.

    11 42,31%
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Diskutiere im Thema Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Aufgrund des Thread " " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?" interessiert es mich, ob Menschen mit ADHS panisch reagieren oder ob das nicht der Fall ist.
    Ich meine ganz bewusst Panik aufgrund einer Notsituation, eines Unfalles, also tatsächliche Gründe, wo man in Panik gerät und nicht mehr weiß was man tun soll.

    Panikattacken, Angstattacken, die grundlos auftreten, sind hier NICHT gemeint. Nur begründete Panik in Notsituationen.
    Geändert von Pegasus001 (23.06.2017 um 12:54 Uhr)

  2. #2
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Ich kenne Notsituationen nur von der Arbeit im Krankenhaus und Pflegeheim... ich weiß also nicht, ob es durch den Beruf kommt, aber ich habe da noch nie Panik bekommen... ich bleibe oft sogar ruhiger als andere Kollegen und handel trotzdem.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Ich bin fast mein ganzes Leben als 'Angstpatient' in Behandlung und erst seit vergleichsweiser kurzer Zeit auch mit ADHS Diagnose (was ich natürlich bereits mein ganzes Leben habe).

    Bei mir ist es so, dass wenn 'wirklich' was passiert (Unfall, Notfälle anderer Personen) ich die Ruhe selbst bin. Hätte man mir vorher gesagt, es 'könnte' sowas passieren, wäre ich vor lauter Angst nie in die Situation gekommen

    Ich glaube also es gibt keine zwingenden Zusammenhang zwischen 'panisch reagieren' und ADHS. Wohl aber häufige Komorbiditäten wie Angststörung und Depression - das hast Du ja explizit nicht gemeint.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    petrocelli schreibt:
    Ich bin fast mein ganzes Leben als 'Angstpatient' in Behandlung und erst seit vergleichsweiser kurzer Zeit auch mit ADHS Diagnose (was ich natürlich bereits mein ganzes Leben habe).

    Bei mir ist es so, dass wenn 'wirklich' was passiert (Unfall, Notfälle anderer Personen) ich die Ruhe selbst bin. Hätte man mir vorher gesagt, es 'könnte' sowas passieren, wäre ich vor lauter Angst nie in die Situation gekommen

    Ich glaube also es gibt keine zwingenden Zusammenhang zwischen 'panisch reagieren' und ADHS. Wohl aber häufige Komorbiditäten wie Angststörung und Depression - das hast Du ja explizit nicht gemeint.
    Genau das meine ich. Angst kenne ich natürlich auch. Aber wie bei Dir bin ich dann in der Situation, wenn wirklich was passiert, die Ruhe selber. Mich interessiert, ob hier ein Zusammenhang zwischen ADHS und das "im Ernstfall nicht in Panik verfallen".

    Meine Idee ist folgendes: Kann es nicht sein, dass, wenn ADHS ursächlich mit einer zu schnellen Dopamin-Wiederaufnahme in den Synapsen zusammenhängt, unter Extremsituationen ein Nicht-ADHS Gehirn quasi übersteuert, während ein ADHS Gehirn hier durch das schnelle Wiederaufnehmen von Dopamin eben nicht übersteuert?

    Wie soll ich das erklären? Ich versuche es mal bildhaft so, nicht zu wörtlich nehmen, der Vergleich hinkt auch hier und da:

    Vergleich mit einer Stereoanlage:

    -ADHS im Alltag: Die Anlage hat einen viel zu kleinen Verstärker im Verhältnis zu den Lautsprechern. Wenn dieser jetzt sehr leise eingestellt ist, hört man ein paar laute Passagen, aber die ganz leisen Passagen werden von den Lautsprechern nicht mehr wieder gegeben. Dynamikunterschiede sind kaum zu hören.

    -ADHS im Notfall: Hier wird der kleine Verstärker weit aufgedreht, und man hört die Musik klar und deutlich. Man hört auch alle Dynamikunterschiede. = Keine Panik

    -Nicht ADHS im Alltag: Lautsprecher und Verstärker passen zusammen. Man hört die Musik klar und deutlich und alle Dynamikunterschiede sind da.

    -Nicht ADHS im Notfall: Der Verstärker wird weit aufgedreht, die Boxen übersteuern, die Musik klingt verzerrt. = Panik.

    Wenn das so stimmt, sollten Menschen mit ADHS grundsätzlich in Extremsituationen eher den Überblick haben und die Ruhe bewahren als Menschen ohne ADHS.

    Eine Panikattacke hingegen hat ja ganz andere Ursachen.

  5. #5
    Ahornsirup

    Gast

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Ich war im März in der Türkei wandern. Einmal bin ich in eine komplett falsche Richtung gelaufen, weit ab vom Schuss. Und ich habe es erst gemerkt, als es schon spät Nachmittags war. Mein Wasser war schon fast aus, es war heiss und der nächste Ort war weit, weit entfernt..
    Ja, da habe ich Panik bekommen und mich erstmal im Wald auf einen großen Felsen gesetzt und geweint. War ja eh niemand da, der mich hätte beobachten können, haha.

    Dann irgendwann bin ich wieder runtergekommen, hab mich auf den Weg gemacht und war so voll Adrenalin, dass ich noch vor der Dunkelheit in einem Dorf ankam.

    Auf Reisen war ich schon öfter in brenzligen Situationen und auf einmal funktioniert das klare Denken und Organisieren dann..(Da ich alleine reise ist aber auch sonst niemand da, der das übernehmen könnte.)

  6. #6
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Panik?
    Ich??
    Niemals!!
    ...

    Wasis??
    Stümmt schon so!
    *überaus überzeugend in komplettement panikresistente Pose schmeiß*

    ...d.h....würde ich, wüsste ich, wie das genau aussehen, bzw. “gehen“ sollte...


    Also, jetzt mal Spaß beiseite!
    Hähömm.
    *räusper*

    Ich verfalle relativ regelmäßig in...naja...ich nenn's jetzt mal “Quasi -Panik“. Aktuellster Fall? Gestern. Meinen Personalausweis NICHT in dem Fach im Portemonnaie gefunden, wo er NORMALERWEISE ABSOLUT OHNE AUSNAHME IMMER!!! drin steckt!! Wieso gestern nicht? Keine Ahnung.

    ACHTUNG, ROTER ALARM! (Irritiert kuckende Mitmenschen in der Fußgängerzone sind im Erlebnis -Paket absolut kostenfrei inbegriffen!! )

    Was'n bei dir kaputt, ey?Ganz einfach. Ich habe ADHS -bedingt kaum einen Filter, meinen emotionalen Ausdruck oder das Erleben betreffend.

    Heißt:
    Nette kleine harmlose Gefühlchen? Nee. Nada. Gibbet nich! Punkt. Was das bedeutet?

    Nuja...
    Bei mir gibt's halt kein BISSCHEN...aufgeregt, fröhlich, wütend, aggressiv, genervt, überfordert, neugierig...oder eben...*Trommelwirbel*... ängstlich!

    Das kenne, besser KANNTEN gut drei Jahrzehnte lang weder ich, noch mein Umfeld seit dem Säuglingsalter, also, Meinem versteht sich , anders. Und dann kam Ritalin Adult. Und damit der “Kulturshock“.

    Nun ist meine Plüschigkeit - außerhalb echt depressiver Episoden- im Vergleich zu früher nicht nur meistens geradezu sensationell ausgeglichen, sondern bleibt noch dazu TROTZ eventuell umständehalber rasant hochkochender Quasi - Panik erstaunlich lange handlungsfähig, was meine Alltagstauglichkeit in wahrhaft und wirklich ungeahntem Ausmaße steigert!

    Zum Vorteil aller Beteiligten, glaub mir!
    Geändert von luftkopf33 (27.06.2017 um 18:34 Uhr)

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Als ich noch nicht davon wusste das ich ADHS habe, kam es mal zum Feuer genau unter der Wohnung von meiner Mutter, wo ich gerade zu Besuch war. Ich hatte es kaum ausgesprochen, Mutter hast du den E-Herd an und die Adbeckplatten drauf, das riecht hier so merkwürdig.

    Dann klopfte es auch schon an der Tür und die Klingel wurde betätigt. Feuer, FEuer schrien die anderen Mitbewohner, raus hier die Wohnung unter ihnen brennt. Kurz zuvor hatte ich mir eine Flasche Bier aufgemacht, die steckte ich mir behutsam in die Hosentasche, machte zwei Handtücker nass, eins für emien Nachwuchs eines für mich und dann hatten wir die wohnung über das Treppenhaus aus dem 1. OG verlassen.

    Dummerweise war es ein Hochhaus 10 Etagen und der Rauch zog schon bis nach oben. Keiner kam auf die Idee den Rauchabzug zu öffnen. Ich zog mein Stiefel aus (mein Sohn war schon aus dem Haus raus) nahm diesen und hatte die Scheibe eingeschlagen wo man den Hebel betätigtige, wobei eine Druckpatrone ausgelöst wurde. Die nahende Feuerwehr hörte man schon.

    Dann sagten die Leute, in der brennenden Wohnug sei noch wer drin, also eine halbe Treppe höher gelaufen zusammen mit dem Hausmeister und zusammen hatten wir dann die Wohnungstür eingetreten. In der Zeit kamen schon Feuerwehrleute ins Haus gelaufen und die holten dann eineen Mann aus der Wohnung der auf dem sofa im Wohnzimmer eingeschlafen war.

    Alles war in Panik verfallen, meine Mutter in heller Aufregung ob sie denn wieder in ihre Wohnung kann. Nach dem der Wohnungsbrand gelöscht war und das Haus durchgelüftet wurde konnten alle wieder rein, lediglich die Kellerräumen standen mit unter Wasser nach den Löscharbeiten.

    Ich bin zwar ein Wusel, aber in dieser Situation hatte ich wirklich die Nerven behalten und bin nicht panisch aus dem Genäude gelaufen, sondern habe dafür gesorgt, das der Rauch über den Rauchabzug im Dach nach oben abziehen konnte. Ich denke schon das wir zu zweit auch in die teilweise brennende Wohnung gegangen wären um zu schauen, ob da jemand ist. Zum Glück waren die Rettungskräfte schnell da.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Ich hatte bisher noch keine Panik, sondern kann die Situationen mit Besonnenheit regeln. Und wenn ich etwas nicht mehr zum Guten wenden kann, dann kann es sein, dass ich aufgeregt bin, aber da ich mir bewusst mache, dass es ohnehin keinen Zweck hat, hilft tiefes Durchatmen und eine konstruktive Überlegung, wie es dann weiter geht

  9. #9
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Mit 16 Jahren hatte ich eine Gesichtslähmung. Es kam vom Stress in meinem Leben. Ich war gerade mal für 1 Jahr in Deutschland, musste die Sprache neu lernen und habe in allem versagt. Ich habe bis heute Panikattacken, nur kann ich sie besser kontrollieren.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.308

    AW: Können ADHS Betroffene in Panik verfallen? Keine patologische Panikattacke!

    Ich habe schon des Öfteren mal Panikattacken, bekomme es aber meistens schnell wieder in den Griff.

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