Umfrageergebnis anzeigen: Wem teilt ihr ADHS mit?

Teilnehmer
51. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Niemanden

    6 11,76%
  • Dem Partner/der Partnerin

    21 41,18%
  • Familie

    22 43,14%
  • Wenigen, ausgewählten Freunden

    24 47,06%
  • Allen guten Freunden

    11 21,57%
  • Jedem dahergelaufenen

    8 15,69%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 74

    Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Wie der Titel schon verrät interessiere ich mich, wie ihr mit eurer ADHS-Erkrankung in Bezug auf das soziale umgeht. Verschweigen? Nur wenigen erzählen? Oder am besten auf Facebook posten?

    Außerdem interessiert mich, wie euere Erfahrungen damit waren? Gab es Verständnis? Oder wurde es klein geredet? Habt ihr Freunde sogar verloren deswegen?

    Ich mach mal den Anfang: Seit dem ich den Verdacht habe und mich immer mehr dafür interessiere, steigt der Drang es anderen zu erzählen (ich rede ja eh schon viel). Drei Freunden hab ich es erzählt: Meinem ältesten Kumpel, und zwei guten Freundinnen.
    Der Kumpel meinte so in etwa "ich hab mich früher auch geritzt, und habs alleine raus geschafft, das kriegst du auch hin". Das baut mich irgendwie nicht so ganz auf.
    Die eine gute Freundin hats zur Kenntnis genommen (ohne nochmal groß nachzufragen) und die andere musste erstmal ne Nacht drüber schlafen und das verarbeiten (hab ich ADHS oder sie? ).
    Seitdem hab ich beschlossen, erstmal keinem mehr davon zu erzählen! Für die Kollegen war ich beim Orthopäden wegen meinem Rücken wenn ein Arzttermin in die Arbeitszeit fällt und sonst fragt ja keiner mehr wirklich nach mir und meinem Befinden. Mein Freundeskreis ist so übersichtlich wie ein leerer Schreibtisch

    Also haut in die Tasten, ich freu mich auf euch

  2. #2
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich bin vorsichtig mit der Information. Nicht, weil ich nicht möchte, daß jemand weiß, daß ich ein Problem habe, Sondern weil die Menschen so wenig Ahnung haben und Mist erzählen.

    Wenn ich merke, jemand möchte dazulernen und nicht nur Vorurteile loswerden, rede ich auch darüber. Oder wenn ich das Gefühl habe, ich könnte damit einem aus meiner Sicht "auffälligem" Kind helfen.

    Es kann also sein, daß es jemand aus der Familie z.B. nicht erfahren würde, aber Eltern von Schulfreunden meiner Kinder, die ich kaum kenne.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich habe mit "Jedem dahergelaufenen" gewählt. Das ist sicherlich etwas übertrieben, aber dennoch steckt ein Stück Wahrheit darin.

    Der Grund ist, dass ich mittlerweile unzählige male unterschreiben musste, dass die Schweigepflicht aufgehoben werden "darf" (gebracht hat es übrigens wenig). Dann musste ich Ämter davon erzählen, damit sie mich wenigstens ansetzweise verstehen. Nich zuletzt irgendwelche "Blöd-Männern, Blöd-Frauen" in einer schwachsinnige Maßnahme.

    Daher denke ich oft, dass es auf den Rest auch nicht mehr ankommt. Ich halte von der ärztlichen Schweigepflicht mittlerweile nicht mehr allzuviel.

  4. #4
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.565

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Komme -Sympathie vorausgesetzt- bei wirklich JEDEM etwas intensiveren Kontakt über kurz oder lang auf das Thema zu sprechen -

    ist ja schließlich ein wesentlicher Bestandteil meines Seins.


    In aller Regel begegnet man mir bei dem Thema mit freundlicher Neugier - haben sich schon sehr viele gute und interessante Unterhaltungen draus entwickelt.

    Wer ignorant und borniert genug ist, eine einmal vorgefasste NEGATIVE "Meinung" zu AD(H)S

    -ohne andauernde Überprüfung seiner Wahrnehmung am lebenden Objekt-

    um jeden Preis behalten zu müssen

    und mich deswegen in eine seiner vielen Schubladen steckt,

    der erspart mir damit doch eigentlich nur die Mühen eines höchstwahrscheinlich eher unerfreulichen näheren Kennenlernens........



    Soll aber keine "Empfehlung" sein, wie man mit dem Thema "Wem erzählst Du, dass Du AD(H)S hast?" umgehen "sollte" :

    Jeder Jeck ist anders
    und nur, weil mir dieser Schuh passt,
    muß er noch lange nicht JEDEM sitzen.








  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich erwähne es wenn es relevant wird, also eigentlich immer.
    Für mich auch ein gewisser selbstschutz.
    Es ist mir auch wichtig, das meine Gegenüber wissen, dass ich nicht "normal" bin.
    Gewisse Problemsituationen lassen sich so entschärfen.
    Da ich erst seit ca. 1 Jahr oder so die Diagnose habe, ist es mir wichtig vorallem meine Bekannten und Freunde zu informieren.

    Meines Erachtens haben sehr viele Menschen noch keine Ahnung von ADS/ADHS, deshalb spreche ich es auch an.
    Ich spreche auch Sachen an, wenn ich das Gefühl habe mein Gegenüber könnte ADHS haben, oder deren Kinder. Ich weiss, das ist sicher nicht einfach, aber
    es müssen ja nicht alle 30 Jahre unglücklich und depressiv sein wie ich, nur weil man nicht wusste, was man wirklcih hat und irgendwelche beknackten Medis verschrieben bekommen hat, welche nicht wirken.

    Es ist wichtig dazu zu stehen, es zu akzeptieren und anzunehmen. So kann man nach vorne sehen.

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    altadhsler schreibt:
    .......
    Es ist mir auch wichtig, das meine Gegenüber wissen, dass ich nicht "normal" bin.
    .....
    .
    Ich habe ADHS und "tausende" andere "Defizite" - dennoch fühle ich mich normaler als die meisten die ich täglich sehe

    Ich behaupte auch mal, dass ich besser zurecht komme als die meisten sogenannten "Normalos". Meine "Problematik" liegt eher daran, dass die "Normalen" mir einreden wollen, dass ich krank bin. Diese Art von "Schizophrenie" hat mich zu einen Außenseiter gemacht. Was ich mittlerweile davon halte möchte ich lieber nicht öffentlich sagen

    Ich verstehe aber was Du meinst - auch wenn es sehr traurig ist, dass wir uns so oft rechtfertigen müssen, in eine Welt die alles andere als "normal" ist.

    Schließlich haben wir ADHSler und Co oft Eigenschaften von denen die "Normalen" oft nur träumen können
    Geändert von spacetime ( 8.05.2017 um 19:34 Uhr)

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.712

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich habe gute Erfahrungen gemacht, oft ist mir passiert, das ich ADS erwähne wenn es sich so ergibt und die andere Person dann sagte,
    das meine sie auch zu haben. Nun bin ich oft in Kreisen die nicht so normal sind, also Öko- Alternativ- Punk- Metall- usw. Da sind wahrscheinlich
    automatisch viele ADSler und Asperger Unterwegs..... auch auf Konzerten und Veranstaltungen....

    Manchmal denke ich mein Stadtteil in dem ich lebe ist voller ADSler..... kann ja sein, die ziehen automatisch dahin unbewusst wo es lockerer zu geht.

    Meine Erfahrungen sind meistens gut und da ich schon in Erwerbsunfähigkeitsrente bin, ist es für mich egal. Ich weiß aber, das man als LehrerIn oder PolizistIn
    und noch andere Berufe ADS lieber nicht erwähnen sollte.....

    Gruß Paula

  8. #8
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.065

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich habe mit dem offenen Umgang auch gute Erfahrungen gemacht.
    Alle mit denen ich täglich zu tun habe, also Arbeitskollegen, Vorgesetzte und Freunde
    wissen darüber Bescheid. Allerdings vermeide ich von meiner ADS zu sprechen wenn
    das als Ausrede oder Entschuldigung gedeutet werden könnte. Dadurch stosse ich
    auf zunehmendes Verständnis bei den Menschen ohne Kenntnis. Trotzdem bleibe ich
    in vielen Belangen ein komischer Kauz, eben ein Alien, aber wen stört`s'?

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Ich gehe auch eher etwas offen damit um. Auch wenn ich es lieber habe, wenn meine Freundin andere Leute einweiht oder mich dann "verteidigt" wenn dann Sachen "passieren" die andren halt nichz passieren. Zb dass man plötzlich losweint aus keinerlei ersichtlichem Grund.
    Wenn ich das selbst erklären muss, weiß ich meist gar nicht, was ich sagen soll, weil für viele ist das gefühlt so: ja unkonzentriert und so bin ich auch.
    Aber wenn meine Freundin dabei ist und sie das ubernehmen kann, fühlt es sich besser an, weil es einerseits aus einer andren sicht ist, zum andren fühlt es sich nicht wie eine Ausrede an so nach dem Motto" ich kann das nicht weil ich hab ADHS"

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 312

    AW: Wem teilt ihr ADHS mit? Und wie sind eure Erfahrungen?

    Guten und besten Freunden erzähle ich es, dem Rest nicht bzw nur dann, wenn es wichtig wird (aber meistens sehe ich sie nicht oft genug, damit es wichtig werden könnte ).
    Meiner Familie möchte ich es aber zum Beispiel nicht sagen, obwohl ich sicher bin, dass meine Mama auch ADHS hat und es ihr nicht schaden würde, mal einen Doc aufzusuchen.

    Die meisten Freunde kennen sich mit dem Thema nicht so gut aus und sind dann aber oft sehr neugierig, was es mit ADHS nun wirklich auf sich hat. Oder sie kennen jemanden, der es hat und nehmen dann meine Diagnose zum Anlass, sich nun wirklich mal damit zu beschäftigen (denn immerhin kennen sie jetzt schon zwei Leute ).

    Was ich mich aber nicht "traue", sind Sachen von "How to ADHD" auf Facebook zu posten, obwohl sie darum gebeten hat, ihre Videos zu teilen. Auch wenn ich nicht dazu schreiben würde, dass ich selbst betroffen bin, würden wohl viele diesen Schluss ziehen und das will ich nicht.

    Bevor ich die Diagnose fix hatte, meine eine Freundin (die hier im Forum schon oft angesprochene Psychiaterin), dass ich sicher nicht ADHS habe und unlängst habe ich mit einer Freundin über HSP diskutiert und ihr im Zuge dessen erzählt, dass ich ADHS habe (bzw eigentlich ging ich davon aus, ich hätte es ihr schon erzählt, aber sie war sehr überrascht ). Sie meinte dann, ich hätte das sicher nicht, woraufhin ich erwiderte, dass ich die Diagnose (!!!) habe. Von wem, wollte sie wissen. - Vom Psychiater. Und dann kam: "Nur weil der Psychiater sagt, dass du das hast, heißt das nicht, dass du es wirklich hast." Ahja ... Da es sich bei den Leuten um gute Freunde handelt, nehme ich das dann immer zum Anlass für viel Aufklärungsarbeit.

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