Umfrageergebnis anzeigen: Was haltet ihr von Russell Barkley?

Teilnehmer
17. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Großartig. Ein Pionier der ADHS-Forschung

    10 58,82%
  • Er hat interessante Thesen, aber bei einigen gehe ich nicht mit

    7 41,18%
  • Ein von der Pharmaindustrie finanzierter Pseudo-Experte

    0 0%
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Diskutiere im Thema Russell Barkley (ADHS-Experte) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    Eiselein schreibt:
    Von weltweiter Vernetzungen scheinen die deutschen Experten aber generell nichts zu halten, alles was sich ausserhalb der Lüneburger Heide oder gewisser Randbezirke der Schwäbischen Alb abspielt, [blablabla]
    Und das ist in vielen Bereichen auch gut so.

  2. #12
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    ...und in manchen überaus vielsagend,ja geradezu "typisch" bis "bezeichnend" für die bundesdeutsche ExpertInnenriege.

    Aber,lassen wir das! Das führt-wie der Hl. Paulus an dieser Stelle wohl besorgt anmerken würde- doch zu nichts,außer dem nervigen Hinterfragen bewährter Glaubens-und sonstiger Sätze!

    Vom off-topic mal abgesehen. Dass es dahin führt dürfte hiermit auch ohne dokumentierte Beweisführung als absolut unzweifelhaft erwiesen gelten.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    ChaotSchland schreibt:
    Barkley hat höchstwahrscheinlich kein (manifestes) ADHS. Da jedoch mehrere enge Blutsverwandte von ihm ADHS haben bzw. hatten (letztere, weil schon verstorben), kann man davon ausgehen, dass Barkley ADHS-Gene in sich trägt und möglicherweise sogar latent bzw. subklinisch dem ADHS-Spektrum zuzurechnen ist. Dass Barkley ein manifestes ADHS hat, halte ich für komplett unwahrscheinlich, dazu ist er anscheinend viel zu funktional. Jedoch könnte es sein, dass Barkley als Kind die Diagnosekriterien für ADHS nach DSM-5 erfüllt hätte, er als Erwachsener jedoch nicht mehr die offiziellen Kriterien für "ADHS im Erwachsenenalter" erfüllt. Aber selbst, wenn Barkley als Kind die Diagnosekriterien für ADHS (gerade so) erfüllt hätte, wäre das wohl äußerst leichtgradig bei ihm gewesen.

    Im Übrigen ist das bei so vielen Koryphäen zu ADHS von weltweiter Bedeutung der Fall, dass sie Kinder, Geschwister oder sonstige engere Blutsverwandte mit ADHS haben.
    Könntest du mir das mit manifestem ADHS bzw. "subklinisch" genauer erklären?

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    Eiselein schreibt:
    Ich habe Russell mal ne Mail geschrieben, die er prompt beantwortet hat. So was ist mir mit deutschen ADHS-Experten, Forenmitglieder eingeschlossen, überhaupt noch nie passiert.
    Jup in den USA kriegt man von prominenten Wissenschaftlern relativ häufig direkte, schnelle Antworten. Hab in meinem Fachbereich auch schon mit regelrechten "Stars" geschrieben, während man an deutschen Unis irgendwelchen Dorf-Profs WICHTIGWICHTIGWICHTIG ins Betreff schreiben muss, damit sie sich erbarmen, ihren eigenen Studenten zu antworten.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    ChaotSchland schreibt:
    ... und seine in der Öffentlichkeit überzogen defizit-orientierte Darstellung von ADHS widerspricht jeglicher Empirie und steht im krassen Gegensatz zu dem, was ich in den über 20 Jahren seit meiner ADHS-Diagnosestellung über ADHS persönlich erfahren und erlebt habe.


    das hat mir grad echt den Tag versüßt .....

    Aber ernsthaft:
    Dann zeig mal was von der von Dir genannten jeglichen Empirie, dem er widerspricht, und bitte etwas, das einer wissenschaftlichen Betrachtung stand hält ...

    Allein die beiden großen UMASS- und Milwaukee- Langzeitstudien sprechen für sich und die Auswertung vergleicht zudem mit über 400 weiteren Studien, Untersuchungen und Facharbeiten.
    Ansonsten sind seine "defizit-orientierten Darstellungen von ADHS" keineswegs das, was Du da implizierst, sondern er hält sich an Fakten udn Daten aus wissenschaftlichen Arbeiten.

    Wie bei jedem Wissenschaftler sollte man nicht alles blind glauben, sondern kritisch hinterfragen.
    Die Erfahrung zeigt jedoch, dass gerade diese Hinterfragung seine Aussagen unterstützt und bestätigt.

    Er ist kein "ADHS-Guru" oder sowas, er ist Fachmann und eher so etwas wie ein Sprachrohr.
    Und zudem ist er nicht einfach nur "er", sondern hinter Barkley stehen ganze Teams, die von ihm auch immer genannt werden.

    Er ist nur derjenige, der die Ergebnisse vorträgt.

    Ich hatte ebenfalls schon einiges an e-mail-Kontakt mit ihm und habe ihm dabei auch durchaus kritische Fragen gestellt, welche von ihm auch schnell und kompetent mit Fakten beantwortet wurden.

    Er ist einer von vielen Fachleuten, aber sicherlich einer derjenigen, die sich am meisten dafür stark machen, dass man ADHS ernst nimmt, was ironischerweise ausgrechnet bei den Betroffenen dazu führt, dass sie meinen, er würde ADHS defizit-orientiert darstellen .... irgendwie niedlich oder?

    Er redet Dinge weder schön, noch schlecht, er hält sich einfach an die Fakten, von denen er aber auch so einige kennt...

    Und was den Umstand betrifft, dass er bei vielen Pharmafirmen auf der Gehaltsliste stand, so hat er daraus nie ein Geheimnis gemacht, sondern im Gegenteil das z.B. bei seinen Vorträgen immer voransgestellt und aus dem Grund auch nicht am DSM V mitgewirkt, um eben Unterstellungen zu vermeiden und man sollte bedenken, dass gerade diese Firmen es sind, die solche gewaltigen Studien, wie seine Teams sie durchgeführt haben, überhaupt erst möglich machen.
    Natürlich hinterlässt das einen fahlen Beigeschmack und daher sollte man auch niemals seine Skepsis verlieren und grundsätzlich alles, von allen Seiten kritisch und mit gesundem Menschenverstand hinterfragen.

    Für mich ist einer von vielen kompetenten Fachleuten auf dem Gebiet der ADHS, einer, der kein Blatt vor den Mund nimmt und die Dinge beim Namen nennt.

    Seine Darstellungen der ADHS stammen aus Fakten und Studien und dienen dazu, der Öffentlichkeit klar zu machen, dass wir hier keine Simulanten sind und nicht einfach nur faul und dumm sind, sondern dass man es mit einer ernstzunehmenden Störung zu tun hat, welche auch entsprechende Berücksichtigung und Anerkennung finden sollte.

    Ich habe übrigens nicht abgestimmt, da keine für mich pasende Antwort vorhanden ist.
    Barkley ist kein Pionier der ADHS-Forschung, da gab und gibt es einige andere.
    Er ist einer von vielen guten Wissenschaftlern auf dem Gebiet.
    Aber eben auch einer, der viel in der Öffentlichkeit steht.

    Ist ein bisschen wie mit dem Mondlandeprogram .... alle kennen Neil Armstrong und Buzz Aldrin, aber da waren über 100.000 Menschen mehr an dem Projekt beteiligt, und die wenigsten wissen, wer der dritte Mann war, der in der Umlaufbahn blieb oder wer die anderen Astronauten waren ...

    Barkley ist eine der Galeonsfiguren, sicher .... aber auch er ist ein Mensch, ... ein guter und kompetenter Wissenschaftler, aber ein Mensch, einer von vielen.
    Und einer der versucht, dass man uns und unsere durchaus vorhandenen Probleme ernst nimmt.

    Und er hat fraglois ein großes Talent dafür, die Informationen vorzutragen, so dass man ihm auch interessiert zuhören kann .
    Geändert von Fliegerlein (10.07.2016 um 12:24 Uhr)

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    @Fliegerlein

    Danke, dass du darauf hingewiesen hast, dass hinter Barkley ein Team steht und er das charismatische Aushängeschild ist (das mit Sicherheit viel leistet). Das ist in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften oft so, dass die Erkenntnisse einer ganzen Gruppe auf eine Person reduziert werden.

    John Oliver von Last Week Tonight versucht seinen Zuschauern auch immer klar zu machen, dass nicht er die großartigen Beiträge recherchiert, sondern, dass er das mit seinem Team tut. Aber man will halt lieber das eine Genie, den Guru, den Pionier …

    Kannst du ein paar von den anderen ADHS-Experten nennen, die du schätzt?

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Russell Barkley (ADHS-Experte)

    @ Persephone:

    weil du gefragt hattest, ob ich das mit "subklinischem" ADHS noch differenzieren könnte, ich kopiere hier eine Ausführung von nem anderen Thread dazu rein, bittesehr:

    "es gibt abseits von der Dopamin-Geschichte bei ADHS die sogenannten "ADHD-associated personality traits", ADHS-assoziierte Persönlichkeitsmerkmale...Pro f . Klaus-Peter Lesch in Würzburg forscht viel dazu und der ist der führende Neurogenetiker zu ADHS in Deutschland und einer der führenden auch weltweit...Wieso hat der Sohn manifestes ADHS (quasi mit ausgeprägter Dopamin-Problematik), dessen Vater aber hat nur entsprechende Persönlichkeitsmerkmale (quasi eine ADHS-Persönlichkeit ohne ausgeprägte Dopamin-Problematik)? Antwort: Weil beide diesselben ADHS-Gene haben, der Sohn hat jedoch 30 davon abgekriegt, der Vater aber nur 10 von ein und denselben ADHS-Genen. Bei Prof. Lesch soll das übrigens genauso sein. Prof. Lesch soll ein subklinischer, latenter ADHSler, quasi eine ADHS-Persönlichkeit ohne manifestes ADHS sein, er hat jedoch 3 Söhne mit Diagnose ADHS (also letztere mit manifestem, klinischen ADHS).
    Die Genetik von ADHS soll bestehen aus ca. 500-1000 Genen, möglicherweise auch mehreren tausend Genen (und der Mensch insgesamt hat nur ca. 20 000 Gene). Viele verschiedene Wege führen in eine gemeinsame Endstrecke (die mit dem Dopamin zu tun hat), dem phänotypischen ADHS. Der eine ADHS-Patient hat Gene A, B und C, der andere ADHS-Patient hat Gene X, Y und Z und beide haben dadurch jeweils ADHS....so ungefähr soll das wahrscheinlich sein mit der Genetik von ADHS.

    Es gibt also die ADHS-Gene und es gibt ADHS. Wieviele ADHS-Gene man abbekommen hat, eben z.B. ob 30 oder nur 10?, spielt grob beschrieben eine Rolle, ob man manifestes oder nur subklinisches bzw. latentes ADHS hat."

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