Umfrageergebnis anzeigen: Wurde euer Eigenverdacht vom Umfeld ernst genommen?

Teilnehmer
35. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Arzt ja

    24 68,57%
  • Arzt nein

    9 25,71%
  • Partner ja

    20 57,14%
  • Partner nein

    7 20,00%
  • Freunde ja

    13 37,14%
  • Freunde nein

    15 42,86%
  • Familie ja

    16 45,71%
  • Familie nein

    19 54,29%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Ernst genommener Eigenverdacht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Ich kam auch über die Diagnose meines Sohnes zur eigenen. Allerdings hatte ich erst den Verdacht, daß mein Mann betroffen ist.
    Wir hatten dann im Netz und in Büchern Selbsttests gemacht. Ergebnis war, daß er dann meinte, das passe alles eher zu mir als zu ihm.

    Der Verdacht kam also eher von ihm als von mir selbst. Mit meiner Familie hab ich über diesen Verdacht gar nicht gesprochen.

    Ich hatte mich dann mit Thema AD(H)S bei Erwachsenen beschäftigt und einige Gemeinsamkeiten gefunden. Also Termin zur Diagnostik gemacht. 3 Wochen später bekam ich nach 1,5 Std die Diagnose.
    Der Arzt nahm mich sehr ernst und war sich relativ schnell sicher, daß ich ein Mischtyp bin.

    Mein Mann war aber dann doch etwas überrascht, daß es so eindeutig ist. Meiner Mutter hab ich erst Monate später beiläufig davon erzählt. Viel kam nicht.
    Danach fielen noch öfter seltsame Bemerkungen, wie "Wo hat der kleine das nur her? Bei uns hat es ja keiner" oder " Die haben ja oft Stimmungsschwankungen".
    Jo, "Die"...Sie spricht als hätte es bei mir keine Diagnose gegeben. Dabei muß man sich nur meinen verkorksten Lebenslauf ansehen.

    Ich glaube auch nicht, daß sie meinem Vater davon erzählt hat. Aber ich sprech das Thema nicht mehr an, sie akzeptiert es einfach nicht.

  2. #12
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Ich muss leider gestehen,dass ich den an mich herangetragenen Verdacht zunächst überhaupt nicht ernstgenommen habe.

    Seit der Diagnose-eigentlich seit Beginn der "Prozedur"-habe ich jedoch nur sehr selten erlebt,dass man mich,bzw.den ADHS-Verdacht oder nun die Diagnose nicht ernstgenommen hätte.

    Die meisten,mit denen bisher ein Dialog stattgefunden hat,hatten bis dato eine "typisch verzerrte" Vorstellung von ADHS,die sich dann halt sehr schnell korrigieren ließ.

    Mir ist so,als ob ich schon mal zu einem ähnlichen Thema hier im Forum etwas geschrieben hätte. Ich glaube,es ging um die "sagen oder nicht sagen?"-Frage. Auch da konnte ich,wenn ich mich recht erinnere,ein Positivbeispiel für die Reaktionen des Umfeldes liefern.

    Ich glaube,es kommt auch darauf an,wie man da rangeht. Ob man selbst sich im Klaren darüber ist,wovon man redet und das vertreten kann. Und natürlich darauf,ob für das Umfeld ein "Anderssein" bisher ersichtlich gewesen ist.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 312

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Das ist bei mir differenziert zu beantworten:
    Ein Arzt hat es verdachtsweise diagnostiziert (das verlief aber im Sand), der zweite Arzt meinte, ich hätte das sicher nicht, ich hätte zu gute Noten (ja, damals in der Schule ... da war ich noch gut), den dritten Arzt hab ich mich gleich gar nicht ansprechen getraut und der vierte Arzt jetzt ist Experte und nimmt mich ernst!

    Partner habe ich keinen und mit meiner Familie habe ich nicht vor, darüber zu reden (in meiner Familie hat man "so was" nicht).

    Die Erfahrungen mit Freunden (im weiten Sinne) sind eher negativ (wenn auch nicht alle).
    Das reicht von "das ist nur eine Erfindung der Pharmaindustrie" bis hin zu "ich bin Psychiaterin mit 25 Jahren Berufserfahrung und DU hast das sicher nicht!".
    Diejenigen, die positiv reagieren, haben es entweder selbst oder vermuten es zu haben (oder der Psychiater glaubt es und sie nicht ) oder sie kennen jemanden, der die Diagnose hat oder sie haben keine Ahnung davon und können deswegen nicht negativ reagieren.

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Mein Umfeld (familie) sieht mich darin nicht, hab ja immer fein brav Rollen gespielt.
    Würde ich die Symptome meinem Exmann vorlegen, würde es aber bestimmt bestätigen. Werd ich aber nicht tun!

    Meine Freundin meint, dass ist Quatsch, es gäbe so viel schlimmes auf der Welt, soviele richtig kranke Menschen, die wirklich Hilfe brauchen.
    Quasi Verschwendung von Geldern diese Testung.
    Meine Baustellen lägen doch ganz woanders.

    Also mach ich dicht, und das ganze mit mir selber aus.

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Hallöchen. Eine gute Freundin hat mich darauf gebracht, dass das der Grund sein könnte warum ich so bin und handele. Die Termine zur Diagnose habe ich im März. Mein Partner nimmt es nur bedingt ernst und von unseren "Freunden" werde ich belächelt. Sie sehen es als Ausrede für meine Abstürze. :-/ Nachdem ich mich jetzt 3 Wochen intensiv damit beschäftigt habe, gibt es für mich eigentlich keinen Zweifel mehr. Ich habe 90 % der beschriebenen Symptome.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Das jetzige Ergebnis ist ganzschön interessant da irgendwie nur Freunde und Familie den Eigenverdacht meistens nicht glauben wollen.Oder seh ich das nur so?

  7. #17
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 215

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Der Verdacht kam von einer Bekannten und wurde von den Freunden sehr schnell akzeptiert. Mein Mann war ehrlich gesagt stinksauer, dass es nicht schon viel eher mal getestet wurde und er kniet sich seitdem in das Thema rein, um mir zu helfen. Meine Mutter meinte nur: das kann ja gar nicht sein, wir haben dir doch immer unsere ganze Aufmerksamkeit gegeben, du warst ja immer so schusselig und vergesslicher und unordentlich......
    Mein Vater versucht es geflissentlich zu ignorieren und ist, wenn ich das richtig beobachte eigentlich selber betroffen, wenn auch nicht stark. Aber so Kleinigkeiten sieht man ja auch erst dann, wenn man es weiß.

    Der erste Arzt hat es ignoriert, der zweite meinte das kann nicht sein und der dritte hat gesagt: "ganz typische ADHSlerin". Da ich mich ja auch in den meisten Beschreibungenhier wieder finde und die Tests eindeutig waren, lerne ich jetzt, zu erkennen, welcher Teil von mir bin ich und was ist durch das ADHS-GEHIRN verursacht.

    Akzeptiert habe ich es recht schnell, weil ich froh war, endlich zu wissen, was mit mir los ist.

  8. #18
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Ernst genommener Eigenverdacht?

    Hi,
    ich habe sehr wenigen davon erzählt. Zwei davon gehören in die Gruppe der Leute, die finden dass man halt ist wie man ist und es eher befremdlich finden dem einen Namen geben zu wollen, weil ja das System generell falsch läuft, wenn man Menschen medikativ an die Umwelt anpasst (was eine nette Idee ist, aber an der Umwelt auch nix ändert, in der ich ständig scheitere).
    Die dritte fand das sehr spannend und wollte wissen was genau man erzählen muss, um diese "Diätpillen" zu kriegen.

    Die Meinungen haben sich nach der Diagnose nicht geändert. Und die der dritten kann ich nicht berichten, der hab ich davon nichts mehr erzählt...

    Also jein. Mir wurde geglaubt, dass ich meine da reinzupassen, aber das Störungsbild selbst wird bezweifelt.
    Geändert von Dagmar (11.06.2017 um 01:19 Uhr) Grund: T9 hat Wörter verdreht

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