Umfrageergebnis anzeigen: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

Teilnehmer
56. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, das würde ich sogar bevorzugen.

    34 60,71%
  • Ja, wenn seine Symptomatik die Therapie nicht stört.

    20 35,71%
  • Nein, das würde mich eher abschrecken.

    1 1,79%
  • Nein, das würde ich auf keinen Fall tun.

    1 1,79%
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Diskutiere im Thema Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Ich hatte mal einen Therapeuten,der mir sagte,dass er Diagnose auch hat,ich fand es positiv.Habe mich aber so oder so verstanden gefühlt.Und seiner Professionalität tat das keinen Abbruch.Im Gegenteil.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Ich komme besser mit solchen Theras klar die persönlicher sind,ich mag diese Distanzierung weniger-ich distanziere mich dann auch eher.Ist aber wohl auch Geschmackssache.

  3. #13
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Das sehe ich genauso, ich hatte einfach schon sehr viele Psychologen und vermeintliche Fachpersonen die einfach gerade zu der Zeit null Ahnung von der Thematik hatten.

    Deshalb schenkte man mir auch nie sonderlich viel Glauben, was das ganze dann sehr kompliziert gemacht hat, da ich mich dann auch komplett verschlossen habe..

    Einfach auch weil mir nie das Gefühl gegeben wurde Verstanden zu werden...

    Da wäre ich über jemanden froh gewesen der das selbe Problem hat und der mich Versteht und mir Glaubt, mich also ernst nimmt und mir somit auch hätte richtig Helfen können...

    Andererseits muss ich Fliegenpilz auch recht geben, man darf es nicht persönlich werden lassen,

    die Professionalität darf darunter keinesfalls leiden, genauso wenig darf es Persönlich werden

    ich finde das richtige Maß macht es!

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 248

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Waterlily schreibt:

    Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat oder hättet ihr Bedenken?
    Ich würde es sogar bevorzugen. Ich habe eine Therapeutin die als Angehörige viele persönlichen Erfahrungen mit dem Thema adhs hat. Das merke ich schon, weil ich nie das Gefühle bei ihr habe, dass meine Aussagen einen Symptome-Raster durchlaufen, sondern sie spontan aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz zugreift. Ähnlich wie wenn man mit einem adhs-ler redet; man braucht nicht viel zu erklären. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Effekt bei einem Betroffenen Therapeut noch verstärkt seien könnte.

    Waterlily schreibt:
    Was spricht aus eurer Sicht für einen Therapeuten mit ADHS und was dagegen?
    !
    Dafür habe ich ja oben erwähnt.

    Etwas was dagegen sprechen könnte, sehe ich als Laie nicht. Ich denke, die Frage "für oder gegen" könnte Gegenstand einer Supervision sein, weil sie jeder nur für sich persönlich klären kann.

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Vorteile finde ich:

    1. Du hast es in die bürgerliche Welt geschafft und das ist schon mal ein Modell.

    2. Du kannst die Gewichtung zwischen Klimbim-Problemen f ADHSler und echten Hämmern sicher tatsächlich intuitiver unterscheiden, was nicht heißt, dass in der bürgerlichen Welt die Klimbim-Probleme nicht zu echten werden können. Aber f den Anfang - und der ist halt erstmal entscheidend - braucht es - finde ich - erst mal Verständnis f das Wesentliche dran. Nicht irgendjemanden, der sich an Klimbim festmacht, von dem es jeden Tag wieder teilweise auch ganz neuen gibt.

    3. Evtl. kommen auch ganz Gegensätzliche.

    4. Problem ist ja - meine Erfahrung - weniger das ADHS an sich als die Komorbiditäten. Sonst wäre ja alles befriedigend, gut oder prima.

    Alles Gute!

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Ich würde es nie (wieder) tun. Ich hatte ein mal einen Psychiater der (Kollegen sagen es auch, er sagte es nie selbst) auch betroffen war, und es war als Patient die Hölle. Er war fachlich der beste den ich je hatte, das konnte aber nicht über die Probleme hinwegtäuschen. Nicht nur das Impulsivität für einen Patienten sehr unangenehm werden kann, die Unruhe die leider auch trotz spürbarer Anstrengung durchbrach, verbreitete sich auch teils auf mich.

    Die Desorganisation und Vergesslichkeit allerdings führte nicht nur zu sehr ärgerlichen, sondern auch sehr nachteiligen und gefährdenden Situationen. Solange die Arbeitskräfte um ihn herum das Auffangen konnten, war es verzeihlich, es war aber eben nicht immer möglich, und das war dann ein absolutes NoGo.

    Mir bringt es als Patient nichts, wenn man mich versteht weil man selbst so ist, man mich sich aber gleichzeitig mehrmals entschuldigen muss, weil man mich rausgeschmissen hat, aufbrausend war, seine eigenen Probleme und Interna die ich nicht wissen darf erzählt. Ebenso sind die besten Medikamentenkombinationen nutzlos, wenn man seine Organisation nicht im Griff hat, und ich tagelang ohne Medikation da stehe, umsonst zu Terminen komme, morgens ewig warten muss, wichtige Papiere nicht an Behörden und Kasse weitergeleitet werden oder bearbeitet werden, etc etc.

    Eine Therapeutin, die selbst eine psychiatrische Erkrankung hatte, hatte ich auch mal, die wurde sogar zwangsweise aus dem Verkehr gezogen, weil sie so stark gefährdend für die Patienten war.

    Ich persönlich will sowas nie wieder. Ich habe auch genug nicht selbst betroffene Fachpersonen erlebt, die sehr verständlich und versiert sind, es kommt für mich mehr auf die (Weiter)Bildung und Persönlichkeit der Person an, der ich diesen Teil meines Lebens in die Hand gebe, als auf Ähnlichkeit zu mir.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Hallo, ich habe einen Therapeuten der ADS-Hypo hat, er versteht mich immer ich kann soviel schnell und durcheinander reden wie ich will.

    Ich kann mir vorstellen, wenn eine Psychologe hyperaktiv ist und sich selber nicht im Griff hat, das könnte ein Problem sein. Keine Ahnung.

    Ansonsten habe ich mit allen Therpeuten die ich mal hatte und die kein ADS hatten oder keine Ahnung davon mich immer mißverstanden gefühlt und
    ging deprimiert aus der Stunde.

    Es kommt auch drauf an welche Probleme man hat und welche Art Therapie. Wenn es um schwere Traumata geht kann ich mir vorstellen ist ein
    Psychologe besser geeignet der sehr viel Erfahrung hat, doch trotzdem muß er einfühlsam sein und einen ADSler verstehen können.

    Der Satz: Das muß man Wollen oder der Wille ist wichtig, nix wie weg (finde ich).

    Gruß Paula

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Fliegenpilz schreibt:
    Ich persönlich finde diese Art der Argumentation im professionellen Kontext grenzwertig, weil man sich dabei auf einer sehr persönlichen Ebene befindet.
    Mir ist es gerade in meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr wichtig, dass ich den Kids das Gefühl vermittele, dass ich sie verstehe ohne dass ich sage, dass ich sie verstehe. Denn es ist eigentlich eher egal, ob ich glaube, die Kinder zu verstehen. Wichtiger ist es, was die Kinder denken. Und wenn sie glauben, dass ich sie verstehe, dann ist das die halbe Miete. Aber dazu gehört es meiner Meinung nach, dass ich den Kinder eher zeige, dass ich sie verstehe und das nicht so direkt sagen muss.

    Und gerade bei ADHS habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass das, was mir hilft, anderen ADHSlern nicht auch helfen muss. Das ist einfach ein sehr individuelles und komplexes Thema.
    Und nur weil ich selber ADHS habe, heißt das noch lange nicht, dass ich andere ADHSler besser verstehe. Menschen sind einfach völlig unterschiedlich. Auf mich persönlich macht deine Argumentation einen unprofessionellen Eindruck und mich würde es abschrecken. Mich würde dabei aber nicht die Tatsache abschrecken, dass du selber ADHS hast, sondern die Art und Weise wie du das in die Therapie einbringst.
    Das finde ich sehr richtig. mein Psychiater hat mir gegenüber auch erst nach 6 Monaten beiläufig erwähnt, dass er selbst ADHS hat und er hat es nie als Argument für irgendwas verwendet. Das fand ich angenehm. In der klassischen Psychotherapie und vor allem in der Psychoanalyse soll der Therapeut ja so wenig wie möglich von sich Preis geben, um vollständig für den Patienten da zu sein. Teilweise geht das so weit, dass keine Bilder in der Praxis aufgehängt werden, weil selbst die etwas über die Persönlichkeit verraten könnten. Der Therapeut ist halt kein Kumpel sondern eine professionelle Hilfe. Dabei ist Distanz wichtig.
    Man mag von Psychoanalyse halten, was man will und diese Maßnahmen mögen etwas extrem scheinen, aber grundsätzlich finde ich den Gedanken nicht verkehrt.

  9. #19
    ellipirelli

    Gast

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    die Fragestellung ist für mich ungenau, sorry..

    Ich glaube, viele sind - ohne es zu wissen- bei Therapeuten, die die ein oder andere psych. Erkrankung haben/hatten.
    Ob man diese eigene Erkrankung -als Therapeut- "outen" sollte--- das ist doch, worum es m.E. hier geht

    Ich denke, das etliche Therapeuten ADHS (und Depressionen /Angststörungen /Suchtprobleme und und...) haben und es -lieber- nicht sagen
    (13 Jahre Berufserfahrung sprechen diesbezüglich ihre eigene Sprache)

    Ich habe sorgfältig vermieden, dem "Kind einen Namen" zu geben.
    (besonderes)Verständnis, Hilfe zur Selbsthilfe/Skills aufzeigen, erkennbar machen, das ich schon ein bischen Ahnung von ADHS habe, Anstups in Richtung evtl Diagnostik -- ja...
    Aber nie nie nie hätte ich mich mit einem expliziten Outing "angreifbar" gemacht.
    Als Therapeut hast du "der Starke" zu sein für die Klienten (ja,ja, ich weiß-- Fiktion und Wahrheit....)

    Sich, was eine psychiatrische Erkrankung angeht, "auf eine Ebene mit dem Klienten" zu stellen, gehört nicht in die therapeutische Beziehung, ist (m.E.)unprofessionell und kann bei Eltern und Klienten ganz schnell zu Ressentiments führen und zur berühmten Säge am eigenen Ast (hier: Glaubwürdigkeit und Seriösität) werden

    Und, @Creatrice--- leider bin ich auch grade bei den "Fachleuten", die ihr ADHS "geoutet" haben, sehr an meine Grenzen gekommen: existentielle Bescheide wurden "vergessen" oder mussten unter höchstem Zeit- und Nervendruck zigmal angefordert werden, eigene Befindlichkeiten höchst impulsiv auf meinem Rücken ausgelebt, Medikamenteneinstellung und -verlauf waren so GAR nicht präsent (neiiiin, das nehme ich doch schon seit X Monaten nicht mehr.....), irritierende Ausführungen zu"meinem Fall", bis sich endlich klärte, das ein ganz anderer Patient gemeint war usw... ADHS halt.

  10. #20
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.984

    AW: Würdet ihr zu einem Psychotherapeuten gehen, der selbst ein ADHS hat?

    Ich würde das nicht noch einmal wollen-so ich es denn vermeiden kann. Mein Diagnostiker und erster Psychiater war selbst betroffen und es war teilweise katastrophal anstrengend. Und der war nicht mal besonders schwer betroffen.

    Ich bin froh,dass mein neuer Psych selbst keine erkennbaren Probleme dieser Art hat. Smalltalk halten wir auch,aber das ist dann "harmlos". Auch meine Ergotherapeutin ist definitiv nicht betroffen,hat aber unglaublich viel Ahnung von der Materie und geht entsprechend mit mir um. Allerdings ist sie auch keine Vertreterin der Heilpraktiker-Ergotherapeuten-Fraktion.

    Mir reicht es vollkommen,wenn jemand ansatzweise Ahnung von ADHS hat oder wenigstens in diese Richtung keine großen negativen Vorurteile hat. Dann bin ich zufrieden und fahre damit bisher sehr gut.

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