Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
90. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    24 26,67%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    14 15,56%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    2 2,22%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    12 13,33%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    9 10,00%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    45 50,00%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #141
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 766

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ich habe zwar den Glauben seit einiger Zeit abgelegt.......bin aber der "Letzte", der keinen Kniefall vor den Selben machen würde, wenn er sich uns zu Lebzeiten offenbart

    Ich wiederhole es gerne noch einmal, dass ich es "interessant" finde, dass wir materiel besessene Menschen alles fühlen, sehen, riechen, spüren und haben wollen, während wir uns damit zufrieden geben, dass es angeblich einen Gott gibt, den wir bisher als nichts anderes als ein Neutron wahrgenommen haben nur um unser Gewissen zu "befriedigen".

    Aber wie auch immer: Sollte es einen Gott geben, dann werden wir am Ende sehen wem er von uns durch das Himmelstor lässt oder auch nicht

    Wenn es ihn nicht gibt, dann erfährt es eh keiner

  2. #142
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 919

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ob ich Atheist oder Agnostiker bin, weiß ich so genau und abschließend selber nicht.
    Ich wäre vielleicht keines von beiden, wenn ich nicht im evangelischen Religionsunterricht damals so "wissenschaftlich" an die religiösen Themen herangebracht worden wäre.
    Im Nachhinein bin ich meinen Lehrern in Religion und Ethik äußerst dankbar dafür, die Bibelthemen so sehr unter historischen, geographischen, literarischen, dialektischen und gemeinschaftskundlichen Aspekten nähergebracht bekommen zu haben.
    Vielleicht oder wahrscheinlich war auch das nicht der Weisheit letzter Schluß, aber definitiv ein ganzes Paket an wirkungsvollen Gedankenstützen zu wertgebundenem Transferdenken, einer gewissen Offenheit und vor allem auch der Entscheidungsfreiheit, welchen Weg ich denn am Ende gehen möchte.
    Und natürlich war es eine supercoole Voraussetzung, im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts in einer vergleichsweise liberalen Gesellschaft aufzuwachsen und an entsprechend ungezwungenen Lesestoff heranzukommen!
    Im Erzbistum zu Mainz des 15. Jahrhunderts hätte ich wohl geglaubt, daß ich vom Teufel besessen wäre.
    Bei meiner Charakterschwäche hätte man es mir einfach einreden können.
    Schwer zu akzeptieren, aber leider schlüssig.

    Als Kind hatte ich unter anderem ein Buch mit der Geschichte des Joseph aus dem alten Testament.
    In dem Buch war sie in einer für Kinder verständlichen Sprache geschrieben.
    So auch die Unterhaltung zwischen Joseph und seinem Vater Jakob über Gott.
    Joseph konnte ihn nicht sehen.
    Da sagte Jakob ihm, daß man Gott auch nicht sehen könne, denn schließlich sei Gott eine Kraft.
    Unabhängig davon, ob man nun an Gott glaubt oder nicht, ist das ein relativ fortschrittliches Denkmodell, verglichen mit den wörtlichen Interpretationen die sich die kirchlichen Institutionen der vergangenen Jahrhunderte so geleistet haben.

    Vielleicht sollen verschiedene Religionen einfach nur verschiedene Erklärungsmodelle für die Welt darstellen, ebenso wie diverse wissenschaftliche Thesen, die früher oder später genauso überholt werden können.
    Mir bieten die drei bekannten Monotheismen einfach historisch einen hervorragenden Einblick in die Gedankenwelt der frühen Hochkulturen.
    Die Möglichkeiten, wie der Mensch auf welchem Wissensstand sich die Welt erklärte, geben in meinen Augen gute Anhaltspunkte für die Erkundung der Bewußtseinsentwicklung unserer Spezies in der Zeit nach dem Neolithikum.
    Warum welche Regelwerke?
    Welche Erkenntnisse hatte man in der damaligen Welt gesammelt, um die Artgenossen kommender Generationen auf die nach damaligem Standpunkt richtigen Bahnen zu lenken?
    Welche davon sind für uns verwertbar und welche nicht?
    Spannende Sache, muß ich sagen...

    Vor ein paar Jahren habe ich "Ismael" von Daniel Quinn gelesen.
    Das Buch schlägt natürlich genau in diese Kerbe, hat aber auch eine klare Mission (im Deutschunterricht der Oberstufe nannten wir sowas "die Intention des Autors").
    Einen Großteil davon halte ich persönlich für überaus schlüssig.
    Aber nach wie vor habe ich so ein Grummeln im Bauch, daß "die Moral von der Geschicht" zuviele ideologische Scheuklappen trägt.
    Auch wenn die gar nicht mal alle sooo verkehrt sein müssen...

    Ich habe übrigens ein eigenes Modell für das Ende des menschlichen Daseins:
    Unsere organische Materie geht nach unserem Ableben wieder in den Zyklus des irdischen Lebens ein, als Dünger, Wurmfutter und so weiter und so fort.
    Was ansonsten von uns bleibt, sind unsere Nachkommen, das was wir sie gelehrt und das was wir ihnen und dem Rest der Welt hinterlassen haben.
    Haben wir in unserem Leben nur Mist gebaut, dann haben wir in der Nachwelt einen schlechten Ruf oder geraten schnell in Vergessenheit.
    Werden wir hingegen bei ganz vielen hinterbliebenen Leuten schmerzlich vermißt, dann haben wir wohl zu Lebzeiten zumindest einiges richtig gemacht.
    Hierzu empfehle ich des Verständnisses wegen die Geschichte von Prinz Reiskorn.
    Je nachdem, wieviel einem die Nachwelt bedeutet, kann man das eine Schicksal als "Himmel" und das andere als "Hölle" verstehen.
    Ist halt MEIN Gedankenmodell.
    Keine Ahnung, ob ich es mal ausbaue, oder ein besseres finde...

    Sollte es tatsächlich einen Gott geben, denke ich, daß er mir noch viel zu erklären hat, wenn ich ihm eines Tages begegnen sollte.
    Und Alanis Morisette soll sich gefälligst unterstehen, mir (wie in "Dogma") zur Antwort mit dem Finger auf die Nase zu drücken!

  3. #143
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Bummel77 schreibt:
    Das stellt vom Prinzip her doch eigentlich ALL unsere Erkenntnisse erst einmal infrage.
    Woran können wir uns dann orientieren?
    Denn schließlich täuschen uns ja sogar unsere Sinne. So kann es passieren, daß wir Dinge sehen, hören und fühlen, die so gar nicht existieren oder vorhanden sind.
    Das ist ein sehr interessanter Punkt. Einerseits könnte man argumentieren, daß nur unsere phänomenale Wahrnehmung real ist, denn die Qualia, das Erleben, lässt sich nicht bestreiten. Andererseits lässt sich das Erleben als solches nicht vollständig von interpretativen Denkvorgängen trennen, Erwartungen spielen auch eine große Rolle, was wir überhaupt erst wahrnehmen können. Da wir alle unserem Bias erliegen, wäre die Realität nach diesem Standpunkt also eine sehr persönliche Sache.

    Wissen, oder Wahrheit, ist ein allzu menschliches Konzept. Die Wissenschaft beruft sich dabei auf die Logik, die ja eine tolle Sache ist, aber ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Streng genommen ist ein absoluter Wahrheitsanspruch ein sehr virtuelles Konzept. Ernst von Glaserfeld schafft es in seinem radikalen Konstruktivismus vollständig auf den Wahrheitsbegriff zu verzichten. Nach diesem wird für bestimmte Sinneseindrücke eine mentale Repräsentation konstruiert, die wir dann mit "Baum", "Tier" oder "Mensch" bezeichnen. Da eine vollständige Übereinstimmung solcher Überzeugungen mit der Wirklichkeit nicht möglich ist - man denke nur an das winzige Spektrum unserer Sinne - führt er den Begriff der Viabilität ein. Dies bedeutet, daß bestimmte Überzeugungen in der Lage sind, sich im praktischen Handeln zu bewähren.

    So gesehen wäre all das, was wir als Wissen bnezeichnen, doch nur Glaube, und das ist ja auch völlig ausreichend. Daß dies unsere Erkenntnisse allzusehr in Frage stellt denke ich eigentlich nicht, es nimmt ihnen halt den universellen Absolutheitsanspruch und das ist auch gut so.

    Ich kenne leider Kant nicht all zu gut, könntest Du noch etwas zu der "selbstverschuldeten Unmündigkeit schreiben, Bummel77?

    Beim lesen Deiner philosophischen Ausführungen kommt mir der Gedanke, daß es völlig wurst ist, welches "Wahrheitsmodell" wir wählen. Glücklich darf sich schätzen, wen das seine glücklich macht!

    Aus utilitaristischer Sicht wäre es auch wichtig, wie dieses Modell in die Welt hineinwirkt. Das sollte man nicht vergessen.
    Geändert von __silence__ ( 9.03.2016 um 11:05 Uhr)

  4. #144
    salamander

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Andererseits lässt sich das Erleben als solches nicht vollständig von interpretativen Denkvorgängen trennen, Erwartungen spielen auch eine große Rolle, was wir überhaupt erst wahrnehmen können. Da wir alle unserem Bias erliegen, wäre die Realität nach diesem Standpunkt also eine sehr persönliche Sache.


    Beim lesen Deiner philosophischen Ausführungen kommt mir der Gedanke, daß es völlig wurst ist, welches "Wahrheitsmodell" wir wählen. Glücklich darf sich schätzen, wen das seine glücklich macht!

    Aus utilitaristischer Sicht wäre es auch wichtig, wie dieses Modell in die Welt hineinwirkt. Das sollte man nicht vergessen.

    Das betrachte ich als die entscheidenden Punkte.

    Die Wahrnehmung wird zum großen Teil (unbewußt!) von dem gesteuert, was ein Mensch wahrnehmen möchte = erwartet. Dahin geht der Fokus.
    Woher wir kommen, bestimmt zu einem großen Teil wie wir die Welt erleben/sehen.

    Ich habe z.B. Kierkegaard nicht gelesen, aber seinen Satz:
    "Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden"
    finde ich persönlich (auch) sehr zutreffend.
    Geändert von salamander ( 9.03.2016 um 12:15 Uhr)

  5. #145
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 919

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    _silence_ schreibt:
    Ich kenne leider Kant nicht all zu gut, könntest Du noch etwas zu der "selbstverschuldeten Unmündigkeit" schreiben, Bummel77?
    Davon ist in Immanuel Kants Essay zur Frage "Was ist Aufklärung?" die Rede.
    Er versteht unter der selbstverschuldeten Unmündigkeit, den fehlenden Mut, sich ohne Anleitung anderer seines eigenen Verstandes zu bedienen.
    Ich würde es als die bequemliche Entscheidung bezeichnen, sich dem Denkmodell anderer anzuvertrauen und damit auch gleichzeitig auszuliefern.
    Damit habe ich - meines Erachtens nach - eine eher ambivalente Haltung dazu, während Kant sich in seiner Wortwahl klar abwertend dazu äußert.

    Ich muß zugeben, daß ich mich eher im Bereich des Halbwissens mit Kant und der Aufklärung befaßt habe.
    Folglich habe ich auch nur das herausgezogen, was mein Geist leicht verdauen konnte.
    Aber die bekannten Kant-Zitate können hier und da ganz nützlich sein, zumindest um mal einen kleinen Impuls zu geben.

    Ich setze die "selbstverschuldete Unmündigkeit" mit einem "geschlossenen Weltbild" oder dem "Paradies" (als metaphorischen Begriff aus der Bibel) gleich.
    Es handelt sich dabei um eine Art geistiger Konvention.
    Wir Menschen neigen individuell alle dazu, in diversen Bereichen früher oder später im eigenen Saft zu braten.
    Das ist weder pauschal gut noch pauschal schlecht.
    Der Himmel ist oben, die Erde unten, das Wasser ist nass und flüssig, und eine Flamme tut weh, wenn man hineinfaßt.
    Beispiele für Erkenntnisse aus einem abgeschlossenen System.
    Diese Erkenntnisse dienen unserem Verstand zur Orientierung.

    Interessant wird es, wenn wir dazulernen.
    Homo Sapiens ist neugierig.
    Nicht immer, aber es kommt vor.
    Wir können dazulernen, indem wir uns von anderen neue Erkenntnisse vorbeten lassen.
    Das bedingt Vertrauen.
    Oder wir können die Inhalte, die uns andere zukommen lassen hinterfragen, vergleichen und über Versuch und Irrtum ausprobieren.
    Wir können sie bestätigen oder widerlegen.

    Einem kleinen Knirps von 2 Jahren muß man nicht unbedingt die bewußte Entscheidung zumuten, ob er es für passend hält, mit allen möglichen Gegenständen an einer Steckdose herumzuspielen, oder bei rot über die Ampel zu laufen.
    Einem Seefahrer Kolumbus würde ich es hingegen nicht übelnehmen, wenn er sich in seinen Reisplänen nach Indien nicht von papistischen Warnungen aufhalten läßt, er würde am Rand der Erde einfach herunterfallen.

    Ich bin irgendwann einmal einem Einstein-Zitat begegnet, daß ich leider nur noch ganz nebulös in Erinnerung habe.
    Weder des Wortlauts noch der inhaltlichen Bedeutung bin ich mir dabei sicher.
    Ich meine, daß er darin seinen Respekt oder seine Bewunderung all jenen gegenüber zum Ausdruck brachte, die fröhlich und unbeschwert durch ihr Leben taumeln, anstatt sich Gedanken über alles mögliche zu machen.
    Ich habe da so ein bißchen den Verdacht, daß er diese Leute um ihre Sorglosigkeit beneidete, und in der Selbstbetrachtung bereute, seine Sinne so sehr für die Gewinnung neuer Erkenntnisse geöffnet zu haben. Im Transferdenken könnte man es mit der Intention der frühen Erzähler der Genesis vergleichen, die den Konsum der Frucht der Erkenntnis als menschliche Tragödie beweinten und suggerierten, es habe sich im Paradies angeblich besser und unbeschwerter gelebt.
    Von Biohazard gibt es in "Urban Discipline" den Ausspruch "the only lessons that you learn are from things that you regret".
    Den muß man nicht 1:1 übernehmen, aber meiner Meinung nach neigt ein Zugewinn an Erkenntnissen dazu, das eigene Bewußstsein zu belasten.
    Hingegen kann es dann tendenziell bequemer sein, gewisse Erfahrungen gar nicht erst zu machen.

    Warum kennen wir Begriffe wie "die grausame Wahrheit"?
    Sag jetzt bitte nicht, "weil Springer und Bertelsmann sie uns täglich frei haus liefern", sonst muß ich Dir mit entblößtem Sitzfleisch gen Antlitz hüpfen!
    Kann es sein, daß wir nicht mit allen möglichen oder tatsächlichen Folgen unseres Handelns oder Nichthandelns konfrontiert werden möchten?
    Ich zumindest empfinde sowas immer wieder als unangenehm, und ich weiß, daß ich vieles davon verdränge.
    Ich verstehe nicht die wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen den 100 Euro auf meinem Sparbuch und der Enteignung und Verteibung eines Indiostamms in Amazonien.
    Aber theoretisch würde mein Verstand doch dazu ausreichen, etwas über diesen Zusammenhang zu lernen.
    Dann würde ich die Verantwortung spüren, so zu handeln, daß diese "grausame Wahrheit" so nicht stattfindet.
    Möglicherweise könnte ich dann aber erfahren, daß dadurch, daß ich das eine vermeide, eine andere humanitäre Katastrophe geschieht.

    Mache ich von dieser Erfahrung gebrauch?
    Nein. Ich lebe in meinem abgeschlossenen System, in dem ich mich einigermaßen auf die Erfahrung zu den hier stattfindenden Wechselwirkungen verlassen kann.
    Ich lasse meinen Verstand von der Vorgabe leiten: "Was hier geschieht, geschieht hier, und was dort geschieht, geschieht dort."

    Übrigens: ich bin an der Grenze meiner geistigen Kapazität angekommen...

  6. #146
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.506

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo liebe Chaoten,

    jetzt fällt mir wieder ein warum ich solche eine Frage ganz oben stellte ob für Christen ich meine strenge Christen die Menschen der schwarzen Szene ungläubige oder Teufelsanbeter sind.

    Damals in Berlin so 2001 als ich die ADS-Diagnose bekam, lernte ich eine Frau kennen die sich selber ADS hatte und ihr Sohn und alleinerziehend war. Sie leitete die dortige ADS-Gruppe und hatte auch eine kleine Beratungsstelle, sie war eine starke und kraftvolle Frau und hat mir damals immer sehr geholfen Sie war sogar im Jahre 2003 mit beim Gericht das damals entscheiden sollte, ob ich nach Bochum umziehen durfte oder nicht. Ja ich durfte.

    Darum war ich dieser Frau sehr dankbar. Jetzt erinnere ich mich, sie war bevor sie ihren Sohn bekam in einer christlichen Gemeinde, ich weiß nicht mehr welche. Doch als sie dann alleinerziehend war und dann noch Ritalin nahm und das befürwortete, wurde das von dieser Gemeinde nicht anerkannt oder sowas. Sie bekam mit denen Konflikte.

    In der Zeit als ich mit ihr zu tun hatte, ist sie dann dort nicht mehr hingegangen zu den Treffen oder in die Gottesdienste.


    Als ich dann hier wohnte, hatten wir noch Kontakt telefonisch und brieflich. Später dann per Email. Irgendwann telefonierten wir dann und sie sprach über ihren Sohn und er hatte eine Frau kennengelernt und die bekamen auch ein Kind. Sie ist nun Großmutter und freute sich und sie sagte mir dann das sie wieder in der Gemeinde ist und auch kein Ritalin mehr nehme.

    Irgendwie war das Gespräch dann so, das sie sagte der Sohn heirate usw. die beiden waren noch sehr jung ihr Sohn und die Freundin und ich sagte, vielleicht irgendwas, das wenn es nicht klappt mit der Beziehung es auch schlimm wäre und da war sie ganz erbot und sagte, wenn man einmal heiratet muß man immer zusammenbleiben.

    Achja und vorher war nochwas mit Harry Potter, das durfte ihr Sohn nicht gucken oder hören, das wäre eben Teufelswerk. Da hab ich mich dann gar nicht mehr getraut zu sagen das meine Kinder das hören und das mein Sohn in die Matrix ging (wo eben die schwarzgekleideten hingehen) und dort seine Freundin kennengelernt hat.

    Darum habe ich den Kontakt abgebrochen. Trotzdem bin ich froh und dankbar, das sie mir damals geholfen hat. Auch da wußte ich das sie christlich war und ihren Glauben hatte, doch sie hat nicht darüber gesprochen und auf keinen Fall Menschen verurteilt, die Harry Potter hören oder die nicht heiraten oder ähnliches.

    Vielleicht kennt jemand aus Berlin diese Gemeinde, die hat so einen bestimmten Namen und ist ziemlich streng. Darum hatte ich oben mal die Frage gestellt.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und glaubt was ihr wollt Hauptsache an Frieden und Gerechtigkeit und an euch selber.

    Eure Paula

  7. #147
    Kai92

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ich bin Atheist, erkläre Geschehnisse aus logischer/physikalischer Betrachtung und glaube nicht an "Wunder", wie wir es zu sagen pflegen. Wir sind Menschen, alle sind gleich und ich finde es unnötig, einen Menschen, der, denke ich, war, wie wir alle sind, anzubeten, weil er angeblich mit übersinnlichen Fähigkeiten Menschen geheilt hat. Ich brauche Beweise, sollte eine "übersinnliche" Behauptung aufgestellt werden. Es kann sein, dass "Gott" und "Jesus" sich für die Grundpfeiler des menschlichen Miteinanders einsetzten und heiße das als "vorbildlich", aber ich glaube an die menschliche Evolution. Ich bin vorurteilsfrei und Jeder soll in friedlicher Weise das leben, woran er glaubt. Ich glaube, es ist der Wert der Überzeugung, der das menschliche Handeln ausmacht.

  8. #148
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    spacetime schreibt:
    Ich habe zwar den Glauben seit einiger Zeit abgelegt.......bin aber der "Letzte", der keinen Kniefall vor den Selben machen würde, wenn er sich uns zu Lebzeiten offenbart
    Nun, die heutigen Spirituellen sagen, dass Gott durchaus erfahrbar ist, im Jetzt, und nicht erst "danach" - das könnte man ja nicht weitererzählen, oder? Dafür geht man in sich hinein - Gott ist zwar auch im Außen erfahrbar, und das in Allem - schau dir eine Blume mal richtig an und erspüre den Geist, das Lebendige, das in ihr ist - es ist ein Teil von Gott, denn Gott ist in Allem. Gott erschafft sie Welt aus sich selbst - sonst wäre Er ja ein beschränktes "Göttlein", oder?

    Und Gott ist auch im Inneren erfahrbar - wenn du die Augen schließt erscheint ja eine innere Welt die grenzenlos ist, oder? Da passt alles hinein, was du dir denken kannst... Die Bibel sagt: Wenn du mit Gott sprechen willst, dann gehe in dein Kämmerlein und schließe fest zu - und dann sprich zu/mit Gott. Nun, das "Kämmerlein" ist dein innerer Kosmos, von dem ich vorhin sprach...

    Und nun die Frage an dich: hat das was mit einem Neutron zu tun, wie du schreibst?
    Aber wie auch immer: Sollte es einen Gott geben, dann werden wir am Ende sehen wem er von uns durch das Himmelstor lässt oder auch nicht Wenn es ihn nicht gibt, dann erfährt es eh keiner
    Er verfügt über keinen Himmelsschlüssel, das hat Er nicht nötig. Stell dir vor, du bist der Besitzer eines Gartens, und in diesem hat sich ein prächtiger Ameisenhaufen eingenistet. Würdest du nun für diese Ameisen Gott spielen wollen, und einzelne bevorzugen, oder bestrafen?
    Wäre doch ein klein bisschen lächerlich, oder?

  9. #149
    Karisa

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ameisenhaufen im Garten ist ein schönes Bild für mein Kopfkino

    Nicht der Schöpfer sortiert aus, sondern die Menschen lehnen ab und das tun sie ganz freiwillig.
    Der Schöpfer respektiert die Ablehnung.
    Geändert von Karisa (15.03.2016 um 07:41 Uhr)

  10. #150
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.046

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Das hast Du für die "religiöse Fraktion" sehr schön auf den Punkt gebracht!


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