Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #61
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo luftkopf33
    luftkopf33 schreibt:
    Gerade dieser Text zeugt leider davon,dass Du es tatsächlich,wie auch schon angedeutet,bisher vermieden,oder nicht geschafft hast,Dich einmal differenziert mit den entsprechenden Quellen auseinanderzusetzen.
    Dass dieser Satz, so oder so ähnlich von Dir kommen musste war mir schon bei Deiner ersten Antwort völlig klar.
    Ich werde jetzt nicht auf jedes Deiner Worte eingehen und Satz für Satz klären, das ist auch nicht notwendig, dazu sind wir in einigem einer Meinung, Du bist ein
    gläubiger Mensch und siehst Deinen Glauben natürlich als den richtigen an, so wie Du auch sagst:
    "...aus den vorliegenden Fakten Schlüsse gezogen hätte, so wie ich selbst beispielsweise deshalb religiös bin."
    Mir geht es ähnlich wie Dir, ich habe aus den mir bekannten Fakten meine Schlüsse gezogen und bin gläubig, doch im Gegenteil zu Dir lehne ich Religion ab, ich werde mich nie mehr einer Religionsgemeinschaft anschließen können, denn dafür weiß ich zu viel und ich müsste Gott belügen, und das fällt mir im Traum nicht ein.

    Den Quellen die Du erwähntest, ich nehme an, dass Du damit die Bibel und/oder den Koran meinst, habe ich mich gründlich bedient, natürlich habe ich auch andere Bücher gelesen, fernöstliche Weisheiten und viele sonstige verwirrende Schriften, und einige der "Lehren" von "Propheten -innen" der Neuzeit habe ich auch durchgenommen, vermieden habe ich grundsätzlich nichts davon, außer solchem, bei dem ich schon nach den ersten paar Sätzen oder Versen nur noch den Kopf schütteln konnte und ich es unter 'reine Zeitverschwendung' einordnete, da hänge ich mir doch viel lieber die Gitarre um und spiele den Blues.

    In meinen Lesezeichen im Browser gibt es den Ordner "Rel", Religion, dort sind ca. 20 Links, die Bibel in verschiedenen Übersetzungen und Sprachen, ebenso der Koran, auch in versch. Übersetzungen und im Original, ich kann Arabisch lesen und verstehe auch ein paar Wörter, und falls ich aus dem Koran zitiere dann meistens mit dem Ajat auf arabisch und mit einer Übersetzung mit der ich einverstanden bin.
    Die Bibelübersetzung der Jehovas Zeugen klicke ich auch manchmal an, und wenn ich mit einem ZJ diskutiere zeige ich ihm auch gerne den Link zum 'Codex Sinaiticus', der ältesten Bibel der Welt in Griechisch, und bin auch gerne bereit dabei mitzumachen, wie man diese Verse in allen möglichen Variationen übersetzen oder interpretieren kann, irgendwas passt immer.

    Natürlich kann man übers Internet wohl kaum jemanden dazu bringen, seinen Glauben aufzugeben und seine Weltanschauung zu verbessern, dafür ist alles wohl zu unpersönlich, außerdem lässt sich bei Google bestimmt eine gute Ausrede finden um das nicht zu tun. Dabei hat jeder immer die richtige Weltanschauung, und gerade dann ist sie die beste wenn er sie geändert hat.

    In meinem persönlichem Umfeld, Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, konnte ich immerhin ein paar Leute dazu bewegen, doch an Gott zu glauben oder wenigstens der Möglichkeit der Existenz Gottes Raum zu lassen, so sehe ich also manche meiner Worte nicht als Verschwendung an, und die Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut ausgeht habe ich immer noch.
    _______________

    Was mir bei aller Diskutiererei aufgefallen ist, mit überzeugten Muslimen ist es am schwierigsten. Viele Gläubige kennen dazu noch die Bibel besser als die meisten Katholiken, und man muss sich im Islam, im Koran und mit der Ahaditlehre schon einigermaßen auskennen um überhaupt für halbwegs voll genommen zu werden, und auch dann wird fast alles was man sagt mit der eigenen Lehre verglichen, und wenn es nicht dazu passt ist man besser still.

    Hierzu passt das Thema "Angst und Gottesfurcht", das eine ist natürlich nicht gleich dem anderen, es ist jedoch ein großes und auch wichtiges Thema das man für sich selbst gut durchdenken sollte.
    Wenn ich von "Märchenbüchern" rede dann fallen mir fast augenblicklich die aufgeschriebenen Drohungen ein unter denen viele, wenn nicht gar die meisten Gläubigen leiden, und dann fällt mir immer wieder ein, welch ein großes Verbrechen Religion überhaupt ist.

    "Der Rest folgt später" kann ich so nicht sagen, eher dann "weitermachen!"
    Geändert von Georg A. (29.02.2016 um 11:32 Uhr)

  2. #62
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ja, bitte weitermachen! Wir sind hier momentan zu dritt, ich als Atheist, Georg als Gläubiger der Religion ablehnt und Luftkopf ist religiös, wenn ich das richtig verstanden habe. Es wäre anmaßend davon auszugehen, das irgendjemand im weiteren Verlauf der Diskussion von seiner Meinung abweicht. Mir zum Beispiel ist es schlicht und einfach nicht möglich an einen Gott zu glauben, selbst wenn ich das wollte. Auch wenn ich davon ausgehe, daß usnere Meinungen statisch sind, kann die Diskussion doch unseren Horizont erweitern, ich finde das nicht sinnlos.


    Das Kriege mit Religion gerechtfertigt werden lässt sich nicht bestreiten, ist aber nur ein einzelner Aspekt. Ich war zum Beispiel mal kostenlos bei der Schuldenberatung der Diakonie, das ist ein ganz anderer Aspekt!

    Das Konzept von Himmel und Hölle ist für mich untrennbar von Hoffnung und Angst, mir würde keine bessere Versinnbildlichung einfallen. Da spielt Angst schon eine sehr direkte Rolle.


    Grundsätzlich unterscheide ich Religion in 3 Kategorien: Erstens gibt es die "Naturreligionen". In der Regel sind sie animistisch geprägt, sodaß alles beseelt ist, und es gibt eine Vielzahl an mehr oder weniger göttlichen Wesen. Sie kommen hauptsächlich bei Naturvölkern vor, also kleineren Gesellschaften, und sind auch häufig auf die Natur fokussiert. Ob sie alle einen gemeinsamen Ursprung haben kann man wphl nicht sagen.


    Dann gibt es die Monotheistischen Religionen, die sind nur einmal entstanden, nähmlich das Judentum. Aus ihm heraus haben sich erst das Christentum und dann der Islam entwickelt. Sie sind ein Phänomen großer Gesellschaften und es werden keine Götter neben dem einen, wahren Gott und Schöpfer geduldet, aber auch hier gibt es gottesähnliche Wesen (Engel). Andere Religionen werden von ihnen eigentlich nicht geduldet, wobei sich dieser Alleinherrschaftsanspruch in letzter Zeit etwas gelegt hat, auch wenn man die islamische Welt derzeit anders erlebt.


    Und dann gibt es den individuellen Glauben, der ja sehr populär ist aber kaum eine Rolle spielt und nicht unbedingt auf Rituale angewiesen ist, und esoterische Strömungen, falls es die alle noch gibt, und die unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen. Dies ist das neueste Phänomen.


    In meinen Augen sind das alles Werkzeuge, die zu unterschiedlichen Zwecken entworfen wurden:


    Das, was ich leicht irreführend als Naturreligion bezeichne, eignet sich besonders, das Zusammenleben kleinerer Gesellschaften zu regulieren und ihnen Orientierung in der Natur zu bieten.


    Monotheistische Religion eignet sich besonders um große Gesellschaften zu regulieren und deren Ausbreitung zu unterstützen. Wobei ich mir da nicht so sicher bin. Römer, Griechen, Ägypter suggerieren, daß ich den entscheidenden Vorteil bisher nicht verstanden habe. Und im Kontext einer soziokulturellen Evolution sollte es den ja geben. Wobei ein Absolutheitsanspruch schon ein starker Hinweis auf die Funktion der Ausbreitung ist.


    Die letzte Kategorie ging aus der globalen Gesellschaft hervor und eignet sich besonders, das individuelle Bedürfnis nach Glauben zu befriedigen und Sinn zu stiften.

    Was meint Ihr?

  3. #63
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Georg:Wie soll ich auf diesen Text sinnvoll antworten?



    Deine Entscheidung gegen die Religion(en) respektiere ich und habe nicht vor,Dich vom Gegenteil zu überzeugen. Allerdings halte ich fest,dass Du meine Aussage hierzu aus dem Kontext(Trotzatheisten) gerissen hast.

    Das Du Arabisch lesen kannst,ist löblich. Verstehen wäre noch besser.Das gilt auch für Althebräisch und Koine. Latein wäre auch nicht schlecht.

    Wenn Du jemanden überreden möchtest-über's Internet oder persönlich-seine Religion aufzugeben und mit falschen Aussagen aufwartest,ist es doch normal,dass da nachgehakt,korrigiert und nach guten Argumenten gefragt wird,oder nicht? Wenn Du mir also sagst,Du hast ein Problem damit,dass verlangt wird,Du mögest doch bitte wissen,was genau Du da ablehnst und mir ausreden willst,muss ich mich fragen,wieso? Das es mit Muslimen am Schwierigsten für Dich ist,fasse ich vor diesem Hintergrund jetzt einfach mal als Kompliment auf.

    Dein Stil lässt,wie vermutet, keinen Raum für sachliche Argumente,da mir selbst die Berufung auf die bereits genannten Quellen offenbar "übelgenommen" und als Ausflucht,bzw.persönliche Auslegung interpretiert wird und derjenige,der jetzt still sein sollte,bin wohl ich. Nur,dass ich darin nicht besonders gut bin. Ich habe das jedenfalls nie von Dir verlangt.

    Ich gehe jetzt erstmal Mittag essen. Auf leeren Magen diskutiert es sich nicht wirklich gut.



    Oh,@_silence_:Wenn wir mal annehmen,wir würden unser Wertesystem auf die Ethik gründen,wie könnte dann dauerhafte Legitimation erreicht werden? Wenn schon die Androhung von Höllenqualen nicht ausreicht,um Menschen zu menschlichem Verhalten zu bewegen und die Berufung auf eine absolute Autorität fehlt,wie schaffen wir das? Darüber habe ich mir schon länger Gedanken gemacht. Idee?

    Edit: Deine anderen spannenden Anregungen will ich nach dem Mittagessen aufgreifen. Das wird mal wirklich interessant.
    Geändert von luftkopf33 (29.02.2016 um 13:37 Uhr)

  4. #64
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:
    Georg:Wie soll ich auf diesen Text sinnvoll antworten?
    Das weiß ich doch nicht, aber getan hast Du es dann doch..


    da mir selbst die Berufung auf die bereits genannten Quellen offenbar "übelgenommen" und als Ausflucht,bzw.persönliche Auslegung interpretiert wird und derjenige,der jetzt still sein sollte,bin wohl ich. Nur,dass ich darin nicht besonders gut bin. Ich habe das jedenfalls nie von Dir verlangt.
    Da habe ich mich wohl wieder etwas falsch ausgedrückt, ich nehme Dir doch nichts übel! Und still sein sollst Du doch auch nicht, damit habe ich doch MICH gemeint.

    Wenn Du jemanden überreden möchtest-über's Internet oder persönlich-seine Religion aufzugeben und mit falschen Aussagen aufwartest....
    Zum ersten will ich niemand überreden, sondern auch mal zum Nachdenken bringen über meine Worte, und dann möchte ich gerne wissen, worin meine falschen Aussagen liegen sollen, oder stufst Du Behauptungen, die Dir nicht gefallen, als solche Aussagen ein? Ich bekomme hier mit keinem Streit, das wirst Du schon noch sehen.
    ----
    __silence__ schreibt:
    Grundsätzlich unterscheide ich Religion in 3 Kategorien:
    Damit mache ich es mir noch viel einfacher, für mich steht "Religion" immer im Singular, Religion ist die Lehre über Götter. Alles andere nenne ich Sekten oder Glaubensgemeinschaften. Götter, weil jede Beschreibung Gottes in den Sektenlehren einen anderen Gott beschreibt, in der Bibel kommen sogar mehrere vor, und auch einige Göttersöhne, Allah, der Gott der arabisch Sprechenden ist auch verschieden, denn auch christliche Araber sagen "Allah". Ist bei denen aber ein dreigeteilter. Über die vielen die es im Hinduismus gibt brauche ich nichts zu sagen, so etwas liest man besser woanders.

    Mein Glaube ist sehr einfach, selbst ein Atheist wie Du kann diesen Worten ohne Bedenken zustimmen: "Falls Gott existiert, dann ist Er unbeweisbar".
    Und aus diesem so einfach klingenden Satz kann man eine sehr lange Diskussion starten wenn man lustig ist.
    Jeder Mensch auf dieser Welt könnte diesen Satz unterschreiben, Gläubige aller Sekten und alle Atheisten auch.
    Denkt man aber über seine Essenz ein wenig nach, dann wird man irgendwann an den Punkt kommen der Religion infrage stellt. Religion lehrt noch andere unbeweisbare Existenzen, dabei ist die völlige Unbeweisbarkeit eine Eigenschaft Gottes die sonst nichts und niemand haben kann. Auch darüber sollte man nachdenken, und das erst recht wenn man an Teufel und Engel und Dschinns glaubt, solcherlei existiert nicht, denn das ist logisch.
    Das gesamte Universum ist logisch aufgebaut, es soll uns zum Beispiel dienen, dass der Weg zu Gott auch logisch aufgebaut sein muss. Und einfach zu gehen muss er auch sein, denn es gibt sehr viele Menschen für die Lesen und Schreiben fremd sind und die mit ihren Fingern auf "zehn" zählen.

    Einer der 99 Namen Allahs ist الباطن -- al-baatin "Der Verborgene"...
    Mir sind noch mehr Namen eingefallen, bei ca. 136 habe ich mit dem Nachdenken aufgehört...

    Geändert von Georg A. (29.02.2016 um 20:52 Uhr)

  5. #65
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ein Beispiel für falsche Aussagen,oder besser Missverständnisse,habe ich Dir,samt (zumindest ansatzweiser) inhaltlicher Korrektur,zuvor bereits geliefert. Diese Punkte sind,bis auf einen,komplett unkommentiert geblieben.

    Ich könnte auch weiter gehen und Deine Aussagen bezüglich der Bücher und Propheten mal näher beleuchten,das will ich aber gar nicht. Du kannst glauben,was Du möchtest. Willensfreiheit gilt für uns Alle.

    Deine grundsätzliche Haltung Gott gegenüber teile ich. Kein weiterer Kommentar notwendig.

    Um ein offensichtliches Missverständnis zu klären,das bisher wohl die Kommunikation erschwert hat: Mit Quellen meine ich nicht allein die Bücher/Primärquellen,also Bibel,Qur'an etc.,sondern auch die dazugehörigen,nach ihren Regeln authentischen,Sekundärquellen jeder Religion.

    Das mit dem still sein,habe ich schon verstanden und eben auf diese Situation angewandt. War aber vielleicht zu ironisch. Sorry.

    Streiten möchte ich mich auch nicht. Liegt mir nicht so wirklich. Diskutieren,ja. Wenn und solange das sinnvoll ist. Ich merke lediglich,dass es mir schwer fällt,mit jemandem zu diskutieren,der keine inhaltlichen Einwände zur Kenntnis nehmen möchte. Auf welcher Ebene soll so eine Diskussion stattfinden? Welche Argumente blieben mir aktuell,die nicht ignoriert oder umgangen würden? Streit kann man auch natürlich auch SO verhindern...

    Bezüglich des Überredens anderer können wir uns jetzt auch noch um dieses eine Wort kabbeln-Du weißt durchaus,was ich meine.

    Wenn Du persönlich Religion ablehnst,ist das Deine Sache. Wenn Du an die Öffentlichkeit gehst und u.a.mich ansprichst,musst Du Argumente liefern. Da reicht "Religion ist eine Gefahr,nein DIE Gefahr schlechthin,die meisten oder doch eher alle Gläubigen fürchten die Hölle und leiden darunter und das alles beruht auf Märchenbüchern,die ich auch schonmal übersetzt gelesen habe etc." eben nicht aus. Und dann musst Du selbstverständlich auf dieser Ebene mit Widerspruch rechnen.Aber auch das habe ich bereits-in anderen Worten-im letzten Posting geschrieben.

    Ich finde wirklich,es wäre besser,diese Diskussion auf die hier vorgebrachten Ideen zu lenken.

    @_silence_ich will versuchen,heute noch etwas zu Deinem Posting zu schreiben. Allerdings bin ich nur mit dem Smartphone online und das ist recht mühselig und dauert eewig!Daher entschuldige bitte meine Langsamkeit.

  6. #66
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Mein erster Beirag in diesem Thread betraf eine Studie, deren Ergebnis war, das religiöse Erziehung (christlich, muslimisch) dazu führt, weniger Teilen und härter Bestrafen zu wollen. Nun könnte man natürlich argumentieren, daß in der heutigen Zeit der Glaube auch bei religiös erzogenen Kindern zuweilen fehlt. Ich mache das aber an einem anderen Phänomen fest.


    Wie man beinahe ausnahmslos in jeder Diskussion beobachten kann, neigt der Mensch dazu, seine eigene Meinung über die anderer zu stellen, sie für besser zu halten. Dabei ist davon auszugehen, daß die meisten Menschen genau die Meinung wählen, die für sie persönlich am besten ist. Oft wird aber vergessen, daß möglicherweise für jeden eine andere Meinung den größten Nutzen bringt.


    Was ich zum Beispiel an meiner Meinung favoritisiere, ist das Fehlen klarer Grenzen, was meiner philosophischen Denkweise geschuldet ist. Ohne meine Meinung aufgeben zu müssen, kann ich dadurch Deine nicht nur akzeptieren, sondern sie auch nachvollziehen indem ich versuche mich in Deinen Standpunkt hineinzuversetzen, und sie ganz unabhängig von den Widersprüchen zu meiner Meinung als genauso zutreffend oder wahr empfinden wie die meine. Karl von Glaserfeld hat im radikalen Konstruktivismus ein schönes Wort dazu etabliert: Viabilität. Ein Konzept ist viabel, solange es sich praktisch zu bewähren mag, dazu braucht es weder der Wahrheit zu entsprechen noch das "Beste" zu sein. Wobei ich Wahrheit ohnehin für ein ziemlich vages Konzept halte, eher für eine Illusion als etwas gegebenes, da könnte ich jetzt aber endlos abschweifen, sagen wir einfach ich sei Relativist. https://de.wikipedia.org/wiki/Viabilit%C3%A4t


    Nun haben Ideologien stets das potenzielle Problem, einen ultimativen Anspruch zu erheben, die beste, die zutreffendste, die nützlichste, die moralischste Ideologie zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet das, daß andere Ideologien unterlegen sind, was ich für Voreingenommen halte. Wenn eine Ideologie für mich persönlich besser passt, bedeutet das ja nicht, daß eine andere schlechter ist. Nun halte ich diesen Absolutismus für ene sehr gefährliche Entwicklung, habe aber den Eindruck, daß er sich zunehmend in der memetischen Evolution durchsetzt. Auf ihn führe ich zurück, daß es so viel Krieg und Streit gibt. Ich glaube auch das er verblendet, weil jeder recht haben will und dadurch alle anderen unrecht haben. Er führt dazu, daß nur nach Argumenten gesucht wird, die das eigene Belegen und das andere Widerlegen. Das schränkt die Freiheit der Gedanken sehr stark ein. Andererseits haben derartige Modelle den Vorteil, daß man das Rad nicht ständig neu erfinden muss, weil sie einen gewissen Rahmen, eine Orientierung geben. Das ist auch wieder wichtig!


    Wie man die Menschen zu ethisch korrektem Verhalten bewegen kann, das fragen sie sich vermutlich schon lange! Es wäre ja eigentlich sehr einfach, wenn jeder alle so behandeln würde, wie er selbst gern behandelt würde. Der Buddhismus oder das Christentum lassen sich gut darauf reduzieren, aber es funktioniert ja doch nicht. Ich habe neulich eine Doku über das Milgram-Experiment gesehen, schlimm, aber sehr erhellend das. Was ich daraus gezogen habe ist die These, daß asoziales Verhalten im großen Maßstab nur durch Hierarchie ermöglicht wird. So wird dem Individuum ermöglicht, sein Gewissen rein zu waschen, weil die Verantwortung ja dort liegt, wo die Befehle herkommen. So erkläre ich mir die Ergebnisse der Studie. Folgt man einem höheren System, sei das nun ein Versuchsleiter, ein Militär oder eine Ideologie, wird das persönliche Gerechtigkeitsempfinden zurückgestellt. Hier der Link zur Doku https://www.youtube.com/watch?v=vJ16S3R-49s


    Georg, ich verstehe Deinen Text nicht. Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen Religion im Singular und Sekten? Ich lese das irgendwie so als ob Religion halt nur die richtige Lehre wäre und Sekten eben die falsche, aber das hattest Du vermutlich nicht so gemeint. Oder, wie leitest Du denn her, daß die völlige Unbeweisbarkeit ein Privileg Gottes ist? Das klingt für mich ein wenig nach einem Totschlagargument, nach dem Motto "So ist es und wer was Anderes sagt lügt und damit basta!", warum sollte es denn so sein? Und es klingt für mich so, als ob Du meinst, der Weg zu Gott müsse den Menschen vorbehalten sein? Ich sehe das ehrlich gesagt schon ein wenig so, weil nur Menschen dazu in der Lage sind, Ideologien zu konstruieren. Wenn es einen Gott gäbe, dann müsste er doch für alle Wesen gleichermassen zu erreichen sein, woraus folgt, daß es keinen richtigen oder falschen Weg gäbe. Der Löwe tötet um Satt zu werden, im Endeffekt gilt das auch für den Menschen, auch wenn es bei Krieg dann eher um eine Gesellschaft vieler Menschen geht..


    Auch diesem Satz von Dir kann ich nicht zustimmen. Ich würde eher sagen: Wenn es einen Gott gäbe, dann wäre er, zumindest theoretisch, beweisbar! Ich vermute sogar, wenn morgen Gott bewiesen würde, ich wäre vermutlich weniger überrascht als der Papst


    Ich habe da aufgrund meiner Ungläubigkeit nicht so den Zugang, über seine Essenz nachzudenken. Gott als Prnzip wäre für mich ein viables Konzept, oder als Schöpfer. Nur, warum sollte er das getan haben? Das Gottes Wege eben nicht erschließbar seien, halte ich für ein fadenscheiniges Argument. Es setzt wohl voraus das er denkt, allein das ist für mich unvorstellbar. Ist er eine Person, im weitesten Sinne? Eine Energie, so wie Licht, radioaktive Strahlung oder dunkle Energie? Waren die Ägypter dankbar, wenn sie die Sonne anbeteten? In meiner Jugend hat mich dieses Gegrübel irgendwann so genervt, daß ich beschlossen habe, Gott ist die Summe der Natur.


    Wenn ich das heute etwas weiter denke, ließe sich das auf Kausalität runterbrechen, schließlich leben wir in einem kausalen Universum. In meinem deterministischen Weltbild sowieso. Nur erklärt das nicht, wieso das Universum überhaupt entstanden ist. Das einzige, was ich dazu mal gelesen habe, war ein eher liebloser Versuch, in ätzenden Ausführungen darzustellen, daß das Nichts (im Sinne einer Abwesenheit von Raum und Zeit bei dem Vorhandensein von Naturgesetzen) ein physikalisch instabiler Zustand ist, der ständig danach strebt, zu einem Universum zu kollabieren, egal ob das dann rund oder flach oder ggerollt ist oder so. Naja.


    Daher mal die Frage, was ist das eigentlich, ein Gott?


    Jatzt bin ich so vom philosoophieren gefangen, daß ich doch nochmal auf die Wahrheit, bzw einen denkenden Gott zurückkommen möchte.


    Wir leben in einem Universum, indem Alles mit Allem in Verbindung steht. Die Schwerkraft der Erde wirkt auf den Mond, der wieder auf einen Meteoriten und der wiederum, wenn man es streng nimmt, auf Beteigeuze und den ganzen Rest. Das ist Physik. Die physikalische Welt bildet dabei interessanterweise einen Container für ein Phänomen das man Geist nennt, oder Bewusstsein oder Denken. Der Körper, mit dem ich denke, der diesen Geist beherbergt, ist ja nur ein winziger Teilaspekt der universalen Gesamtmasse und analog dazu auch jeder Gedanke:


    Ein neues Konzept entsteht eigentlicch nicht, indem man etwas neues Herausfindet, sondern immer aus dem Weglassen vom Ganzen. Ein Baum ist also nicht ein Baum, weil er etwas ganz einzelnes ist, sondern indem das ganze Universum, mit wenigen Ausnahmen, weggelassen wird. Das geschieht nach einem Muster, welches sich unseren Wahrnehmungsmöglichkeiten erschließt und in unseren mentalen Prozessen möglichst viabel ist. So ist es eigentlich auch mit der Wahrheit, jedes Konzept kann ja immer nur einen Teilaspekt der universalen Einheit repräsentieren. Daraus folgt, daß man die ganze Wahrheit nur erfassen kann, wenn man alles ist, also das ganze Universum. Dann aber, hätte man keinen menschlichen Geist mehr, der diese Wahrheit erleben könnte. Wenn es einen Gott gibt, dann muss er das ganze Universum sein, einfach Alles, damit könnte ich mich arrangieren. Nur erschliesst sich mir dann nicht, wozu ich zu ihm beten sollte oder sonst wie ein bestimmtes Verhalten das Universum glücklich machen oder einen bestimmten Plan zu erfüllen könnte. Ich könnte das aber auf die Lehre des Karma anwenden. Dazu brauche ich allerdings nichts übernatürliches.


    Karma ist die Lehre der Kausalität von Glück und Leid. Dabei wird davon ausgegangen, das jedes fühlende Wesen danach strebt, Glück zu erstreben und Leid zu vermeiden. Je mehr Leid wir verursachen, desto mehr Leid existiert im Universum, je mehr Glück wir verbreiten, desto mehr davon existiert, und das is anzustreben, weil jeder Glück haben will und irgendwie auch alles verbunden ist (Wer Hass säät wird keine Liebe ernten könnte man auch sagen). Viel mehr hat Siddhartha Gautama, die historische Person Buddha, eigentlich nicht dazu gesagt. Seelenwanderung gab es für ihn nicht, da die Seele ja ohnehin nur eine Erscheinung sei. Daher hört sie auch genauso wenig wie der Körper auf zu existieren, nach dem Tod, sondern geht in einen anderen Zustand über (Asche zum Beispiel). Im Buddhismus gibt es kein Anfang und kein Ende, nur Erscheinungen, Phänomene. Es gibt natürlich auch sehr mystische, animistische Ausprägungen, wie den tibetischen Buddhismus.


    Aber jetzt erst mal genug

  7. #67
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 322

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Also ich glaube an etwas was über uns ist.
    Kann aber mit Kirche usw. nicht viel anfangen.

  8. #68
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Also ich schreibe jetzt auch mal was ^^

    Ich bin bekennender Christ und glaube auch größtenteils an das was in der Bibel steht.

    Die Sache ist doch dass einen das darüber Disskutieren nicht wirklich weiterbringt denn Glaube ist etwas sehr persönliches.

    Wir haben alle die Möglichkeit die Bibel oder den Koran oder sonst etwas zu lesen wir können uns die Natur anschauen alles ein Berg an Informationen.
    Meiner Meinung nach sind auch die verschiedenen Religionen eine jeweils andere glaubensweise an einen einzigen Gott. bzw ich meine es gibt einen Gott und
    die unterschiedlichen Kulturen haben verschiedene Religionen hervorgebracht weshalb Religionskriege von vorneherein als Sinnbefreit betrachte.

    Es ist doch letzten Endes so: Solange jemand seine Religion lebt und andere damit nicht irgendwie einschränkt gibt es keinen Grund darum groß aufhebens zu machen.
    Ich kenne viele Leute die Sich ohne Ihren Glauben schon aufgegeben hätten und viele die durch und mit Ihrem Glauben aufblühen. Und wenn die Religion Menschen hilft dann
    ist es für Sie die richtige Wahl.

    Zum Leben nach dem Tod kann ich nur sagen, dass ich es gut finde daran zu Glauben weil es meiner Meinung nach Lebensmut gibt. Meine Oma hat an ihrem Lebensende nicht groß gelitten
    trotzdem hatte Sie aufgrund Ihres Glaubens keine Angst vor dem Tod und war zuletzt froh zu sterben in der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. ob es das gibt sei mal dahingestellt weil nicht beweisbar aber ich denke ohne ein Glaube an ein Leben nach dem Tod ist das ganze dann recht Trostlos gibt wohl auch wenige die sich drauf freuen einfach weg zu sein

  9. #69
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo __silence__
    da hast Du einen schönen (und langen) Beitrag geschrieben den ich grundsätzlich auch unterschreiben könnte, Deine Philosophie ist durchdacht und ich mag auch daran nichts kritisieren. Darum gehe ich auch nur auf Deine Fragen ein:
    Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen Religion im Singular und Sekten?
    Das ist ganz einfach, Religion ist die Lehre über Götter, und Sekten sind deren Ableger, so wie ein Baum einen Stamm hat und er sich immer mehr verästelt bis hin zu den Blättern. So sehe ich Religion als das Sammelwerk von Lügen über Gott, und Sekten als deren Gläubige und Verbreiter.
    Das mag für Religiöse ein Grund sein um nicht mehr mit mir zu reden, Du nennst das wohl "Totschlagsargument", für mich ist es lediglich ein Teil der Wahrheit.
    Die meisten sehen „Religion“ gleich „Glaube“ an, das ist ein großer Fehler, der vielleicht sogar absichtlich vom Katholizismus erfunden und verbreitet worden ist, so habe ich meinen Glauben aber habe nun mal nichts mit Religion zu tun, außer dass ich sie erkannt habe und vor ihr warne.
    So ist auch der Islam prinzipell nichts anderes als der Katholizismus, das Gottesbild ist etwas verschieden, so wie das bei allen Sekten ist, und im Islam hat Gott keinen Sohn. Dafür aber haben beide Sekten Teufel, Engel und Dämonen, bringen Opfer, und sie hassen sich gegenseitig, auch wenn sie das nicht laut zugeben wollen.
    ..wie leitest Du denn her, daß die völlige Unbeweisbarkeit ein Privileg Gottes ist?
    Das ist auch sehr einfach, aber es hat sehr lange gedauert bis ich das begriffen hatte. Heute ist das für mich ein grundsätzlicher Glaubenssatz von dem ich auch keinen Millimeter abrücke, egal mit welchen Argumenten mir man kommen mag. Dazu gehört aber auch ein wenig meiner Vorgeschichte. Früher war ich religiös, evangelisch, dann eine Zeit lang nicht gläubig, und als ich 27 war schloss ich mich dem Islam an. Dann war ich ca. 25 Jahre lang bekennender und überzeugter Muslim, aber kein gut gehorchender, schließlich musste ich meinen Zweifeln Raum gewähren und mir wurde dann klar, dass auch der Koran zu den „Märchenbüchern“ ins Regal gehört, warum das so ist spielt jetzt erstmal keine Rolle.

    Das Beenden meiner Sektenzugehörigkeit fiel mir aber nicht einfach, so glaubte ich weiterhin an Gott, aber meine ganze religiöse Welt brach zusammen, und es dauerte ein gutes Jahr bis ich meinen heutigen Glauben fand. Den fand ich durch Fragen die ich stellen musste, einmal mir selbst, und dann an Gott, und dass Er mir dabei helfen würde. Diese Fragen habe ich mir aufgeschrieben damit ich sie nicht vergesse, eine davon fragte nach dem, was wir tatsächlich über Gott wissen können, und zwar was jeder Mensch auf der Welt wissen und beweisen könnte. Darüber habe ich lange nachgedacht bis ich zu dem Schluss kam : gar nichts! Gott ist unbeweisbar.
    Dann war die nächste Frage, wie Sich Gott uns mitteilen könnte ohne Seine Unbeweisbarkeit zu verletzen, darüber dachte ich auch lange nach und der Schluss war ziemlich gleich meinem ersten: gar nicht!

    Wie ich schon sagte, eigentlich ist alles ganz einfach, Gott ist unbeweisbar und das ist Sein Privileg. Wir haben nach allem möglichen gesucht und geforscht und auch alles mögliche gefunden und seziert, doch an der Frage nach der Existenz Gottes sind wir gescheitert und daran wird sich auch nichts ändern.
    Weil aber die Unbeweisbarkeit das einzige ist das wir von Gott mit Sicherheit annehmen können, ist das der feste Grund, das Fundament, auf das man als vernünftiger und gebildeter Mensch getrost vertrauen kann. Wir wissen zwar über Gott immer noch nichts, denn Unbeweisbarkeit ist unbeweisbar, und so kann ich nur an Gott glauben und Ihm vertrauen, kann mir kein Bild von Ihm machen und auch keinen Kult oder Ritus, so reicht mir in allem mein Glaube und stehe vor Gott als Bettler da dem nichts wirklich gehört, nicht einmal sein eigenes Leben.
    ..ob Du meinst, der Weg zu Gott müsse den Menschen vorbehalten sein?
    Darüber weiß ich nichts, ich vermute nur, dass alles andere, außer dem Menschen, keinen Weg zu Gott benötigt und so wie es ist, gottgefällig existiert und vergeht, und auch keine Fragen stellt nach dem „Warum“, so kannst Du auch andersherum fragen: „Warum muss der Mensch einen Weg zu Gott finden und alles andere nicht?“ Es ist nun mal so und weil der Mensch die Fähigkeit besitzt an Gott zu glauben oder nicht, dann sollte er auch danach fragen, denn nur der Mensch kann Fragen stellen.
    ..was ist das eigentlich, ein Gott?
    Gott ist Schöpfer, Erschaffer des Lebens und des Universums, Er kennt alles und jeden von Anfang bis zum Ende und immer und ewig weit darüber hinaus, Er ist unvorstellbar und unbeweisbar, Er schuf das Sein und das Bewusstsein und auch die Möglichkeiten der Erweiterung. Alles gehört und gehorcht Ihm, es ist nur der Mensch der das nicht einsehen will, dabei er nicht einmal in der Lage ist, das Kleinste aus Nichts zu erschaffen, der Mensch, der von seinem Tod begleitet wird gegen den er nichts unternehmen kann, ihm bleibt nichts außer dem Betteln Gott möge ihn erlösen und erretten, trotzdem stellt er sich hochnäsig hin und meint er wüsste.
    Ich weiß nicht was Gott ist, ich weiß überhaupt nichts, zum Wissen bin ich als Bettler zu gering, ich weiß nicht einmal warum ich hier bin, ein kleines 'Fastnichts' in der Ewigkeit die uns umgibt.

    Aber jetzt erst mal genug....

  10. #70
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Georg A. schreibt:
    Gott ist Schöpfer, Erschaffer des Lebens und des Universums, Er kennt alles und jeden von Anfang bis zum Ende und immer und ewig weit darüber hinaus, Er ist unvorstellbar
    Das deckt sich ja eigentlich recht gut mit meinem Modell, daß Gott das Universum, also "das Alles" ist. Die Annahme vorausgesetzt, daß das Universum aus sich selbst heraus entstanden ist. Ich hatte ja auch mein deterministisches Weltbild erwähnt. Das bedeutet, daß alles, was geschieht, notwendigerweise geschehen muss. Das alles, was jemals geschehen wird, eigentlich schon feststeht, das muss so sein weil es in der physikalischen Welt keinen Zufall gibt. Für viele mag das eine befremdliche Aussage sein, aber wissenschaftlich betrachtet ist Zufall eine nicht zu überblickende Datenmenge, echter Zufall kommt in der physischen Welt jedenfalls nicht vor. Also "weiß" das Universum / Gott schon was passieren wird.


    Ich glaube, ich habe Deine Argumentation jetzt verstanden: Religion ist die Lehre über Götter, über die man aber nichts wissen kann, daher bezeichnest Du ihre verschiedenen Ausprägungen als Sekten.

    Über die Unbeweisbarkeit muss ich nochmal nachdenken..
    Geändert von __silence__ ( 1.03.2016 um 14:24 Uhr)

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