Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Mumford

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Meines Erachtens ist Altruismus jeder Religion vorzuziehen, weil es kein Leid über die Menschen bringt und auch sonst kaum ein Missbrauchpotenzial birgt. Das große Problem der Religionen ist ja das sie gerne zur Ausübung von Macht instrumentalisiert wird, egal ob sie die Liebe predigen wie die Christen oder den Altruismus, bzw. das Glück durch Vermeidung von Leid, wie im Buddhismus, auch der kann auf eine blutige Vergangenheit zurückblicken.
    Da kann ich nur zustimmen. Und die unrühmlichen Auswüchse des Buddhismus hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.

    Erst gestern lief eine hochinteressante Doku auf Arte. Hatte ich zwar schon im "Doku-Empfehlungen"-Thread gepostet, aber es passt hier mMn gut zum Thema:

    Die Revolution der Selbstlosen | ARTE
    Geändert von Mumford (28.02.2016 um 00:18 Uhr)

  2. #52
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Der Buddhismus, versucht eben gerade *nicht* Emotionen zu vermeiden.
    Also Leid zu akzeptieren, wenn es unabwendbar ist.

  3. #53
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Man merkt wie polarisierend das Thema ist, ähnlich etwa wie derźeit das Flüchtlingsthema oder so. Ich habe ein wenig Sorgen das es sich hier zu einem Kirchenbashing entwickelt, was mir leider keinen erkenntnistheoretischen Zugewinn böte.


    Wenn die Atheisten hier sowieso nur nach (ihnen ohnehin bekannten) Gründen suchen, Glauben schlecht zu machen, warum sollte sich ein Gläubiger dann äußern? So nehmen wir uns die Möglichkeit, etwas über den Glauben zu lernen.
    Ich für meinen Teil werde mich auch dann äußern wenn,wie so häufig,Glaube unterschiedslos schlecht gemacht wird,da ich immer die Hoffnung hege,dass es unter den Beteiligten intellektuell integere Personen gibt,mit denen ein Austausch möglich ist.

    Die meisten Atheisten,die mir persönlich bisher begegnet sind,sind/waren "Trotzatheisten",die über das Thema eigentlich nicht so viel wissen und daher alle Quellen relativ undifferenziert und unreflektiert als "Märchenbücher" und "Quatsch" bezeichnen,ohne sich he einmal tatsächlich mit ihnen auseinandergesetzt zu haben. Daher hoffe ich immer auf Ausnahmen.

    _silence_ schreibt:
    Dabei ist es wichtig darüber zu philosophieren, weil die Glaubensfrage für so viele eine so essentielle ist. Sie betrifft ja auch alle anderen, es lässt sich nicht bestreiten das sie die Entwicklungen auf diesem Planeten damals wie heute massgeblich prägt.

    Von weiter außen betrachtet ist es so, daß die Menschen ständig Konflikte haben, weil sie die Meinung von anderen Verurteilen, anstatt sich damit zu arrangieren, auch unabhängig von Religion.


    Was haltet ihr von der These, daß Kultur grundsätzlich erst aus Religion heraus entsteht?
    Wenn ich bedenke,dass z.B.das älteste,bisher gefundene Gebäude ein Tempel ist und alle uns bekannten Hochkulturen einen religiösen Dreh-und Angelpunkt hatten,würde ich dem zustimmen.
    Geändert von luftkopf33 (28.02.2016 um 09:15 Uhr)

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    jede Kultur hat seine "Werte" - die durch die "Religion" vermittelt werden - die "Werte" die uns mitgegeben werden, da wir in einer bestimmten
    Kultur hineingeboren sind entspringt daraus.

    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch einen "Halt" braucht - eine Orientierung. Jede Kultur - einen Glauben.
    Auch der Glauben ans "Nichts" - ist ein Glaube.....

  5. #55
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Nicht zu glauben ist kein Glaube. Ich glaube nicht an das Nichts, sondern ich glaube nicht an einen Gott, das ist schon ein Unterschied. Ich glaube aber, das neben Religion auch Kapitalismus oder Philosophie Werte vermitteln kann. Jedes vom Menschen geschaffene System wird früher oder später mal missbraucht, das ist kein spezifisches Problem der Religion.


    Das der Mensch Halt braucht denke ich auch. Um das Zusammenleben zu regulieren, ist ein Wertesystem notwendig, ob das über Glaube, Gesetze oder Ethik realisiert wird scheint mir nebensächlich, würde aber letzteres bevorzugen.


    Ich sehe mich also schon eindeutig als Atheist und bin da auch nicht all zu informiert, bemühe mich aber um ein reflektiertes Verhältnis. Für mich ist es nichts, weil ich mich nicht einem System anschliessen mag, das mit so vielen Kriegen verwoben ist. Beim Kapitalismus fehlt da halt ein wenig die Wahlfreiheit, leider. Dennoch finde ich das Thema interessant, schliesslich formt es diese Welt nach wie vor und ist aus historischen Betrachtungen nicht weg zu denken.


    Beim Buddhismus denke ich schon das es darum geht, negativen Emotionen ihre Dynamik zu nehmen. Das ist doch eigentlich das Ziel der ganzen Achtsamkeit, sich nicht von ihnen fangen zu lassen. Durch langjährige Meditation wird die Echokammer des Bewusstseins so weit dissoziiert, daß Emotionen wie Zorn eher als Impuls wahrgenommen wird, ohne das Denken davon beeinflussen zu lassen. Ein Mönch mit langjähriger Meditationserfahrung dürfte nicht sonderlich anfällig für Rachegelüste sein. Dennoch ist er in der Lage, sich ausgiebig zu freuen, wie das häufige, herzliche und vereinnahmende Lachen des Dalai Lama beweist.


    Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, inwieweit man den Buddhismus als Religion bezeichnen kann. Es gibt weder eine Schöpfungsgeschichte noch ein Leben nach dem Tode. Dennoch mutet die Ausübung mit all ihren Zeremonien sehr religiös an. Eigentlich tendiere ich eher dazu, die Lehren Buddhas als Philosophie zu bezeichnen.

  6. #56
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:
    ...das älteste,bisher gefundene Gebäude ein Tempel ist...
    Meinst Du damit evtl. Göbekli Tepe in der Türkei? https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6bekli_Tepe
    Dort wurde zwar der älteste Tempel gefunden, aber auch andere Gebäude. In Gürcütepe wurden ebesoalte Gebäude gefunden. https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCrc%C3%BCtepe
    Dass der Mensch seit seinem Anbeginn die gleichen Fragen nach "Woher, Wohin, Wieso" wie auch wir heute gestellt hat steht für mich außer Frage. Ebenso sicher bin ich mir darin, dass der Glaube von Anfang an für die Macht weniger über viele missbraucht worden ist, und dass eben diese wenigen gar keinen Glauben besaßen sondern Lügen erfanden, Lügen über Gott. Später erfanden solche Leute Märchenbücher, Lügenmärchen über Gott, nur um den "Laien" Angst vor Gottes Strafen zu machen und den Priestern Macht in die Hände zu verleihen, - und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

    luftkopf33 schreibt:
    Die meisten Atheisten,die mir persönlich bisher begegnet sind,sind/waren "Trotzatheisten",die über das Thema eigentlich nicht so viel wissen und daher alle Quellen relativ undifferenziert und unreflektiert als "Märchenbücher" und "Quatsch" bezeichnen,ohne sich he einmal tatsächlich mit ihnen auseinandergesetzt zu haben.
    Die meisten dieser "Trotzatheisten" die ich kenne haben sich sehr wohl mit dieser Materie auseinandergesetzt, dazu kennen sehr viele Atheisten diese frommen Bücher besser als die Gläubigen selbst, und weil sie diese Bücher eben besser kennen sind sie Atheisten geworden.
    Heute ist es hier bei uns sehr einfach aus einer Religionsgemeinschaft auszusteigen, dafür sorgt das Grundgesetz mit Art. 4 Abs. 1: Art. 4 GG - dejure.org
    Dem Austritt aus dem Islam steht die Todesstrafe entgegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam
    Wäre diese Strafandrohung nicht, dann würden sicher auch sehr viele den Islam verlassen. Religion wird durch die Angst regiert, Angst vor weltlicher Strafe und noch viel mehr Angst vor der Strafe im Jenseits. Angst vor Gott. Wie hinterhältig.



    __silence__ schreibt:
    Nicht zu glauben ist kein Glaube. Ich glaube nicht an das Nichts, sondern ich glaube nicht an einen Gott, das ist schon ein Unterschied.
    Ja da hast Du schon recht, aber wissen, dass es wirklich keinen Gott gibt kannst Du auch nicht, ebensowenig wie Gläubige wissen können, dass es Gott gibt. Du kannst dafür bestenfalls eine Überzeugung haben, oder auch nur eine Meinung. Du bist also ein "Ungläubiger", dabei ist dieser Begriff eigentlich auch falsch, "Nicht Glaubender" würde vielleicht besser passen.
    __silence__ schreibt:
    Jedes vom Menschen geschaffene System wird früher oder später mal missbraucht, das ist kein spezifisches Problem der Religion.
    Wenn Du Dir mal überlegst, dass eigentlich alle Systeme auf Religion basieren, dann stimmt diese Aussage nicht, und gerade heute ist die Berohung des Friedens wieder einmal auf Religion gegründet. Wir müssen Religion beenden sonst stirbt daran die Welt. Jeder für sich, und alle gemeinsam.

  7. #57
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    ...des malers größter helfer sind die menschen...

  8. #58
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ich denke am Anfang einer Glaubensgemeinschaft steht die Notwendigkeit zur Regulierung dieses sozialen Systems. Das einige wenige diesen Glauben dann irgendwann für ihre Machtzwecke missbrauchen kommt erst später. Hoffnung und Angst sind natürlich ein Konzept, das sich naturgemäß gut in der soziokulturellen eVolution durchzusetzen vermag. Auch wenn die großen monotheistischen Religionen dazu neigen, sollte man das nicht allen Religionen gemeinhin unterstellen, da es schlicht und einfach nicht zutreffend ist.


    Trotzatheisten, die sich nicht mit der Materie auskennen, meine ich bereits ausgemacht zu haben in diesem Thread. Zu behaupten, daß Gläubige einem Denkverbot unterliegen etwa, halte ich nicht für eine sonderlich differenzierte Betrachtungsweise. Die meisten Atheisten die ich kenne waren nie gläubig und sind auch nicht durch die Lektüre entsprechender Bücher vom Glauben abgekommen, sondern lesen diese Bücher eher um ihr Weltbild zu validieren. Die Schuld an allen Problemen der Menschheit auf Religion zu projizieren halte ich für Nonsens.


    So sicher bin ich mir nicht, daß jene, die Macht haben, keinen Glauben besitzen und Lügen erfinden. Das mag es sicher geben, in der Regel erstrecken sich solche Entwicklungen aber über gewisse Zeiträume. So wie es aussieht war der Kapitalismus auch mal dazu gedacht allgemeinen Wohlstand zu bringen. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem sich die Frage stellt, ob er uns möglicherweise gegen uns gerichtet hat. Das er auf Religion basiert sehe ich nicht.


    Die heutige Bedrohung des Friedens mag wieder einmal eng mit Religion verknüpft sein, als Schuldigen sehe ich da aber ganz klar den Kapitalismus. Schliesslich wurde der nahe Osten gezielt durch die USA destabilisiert, um Russland vom Erdgasgeschäft auszuschliessen. Das zumindest sagen Putins Propaganda-Apparat oder Kennedy Jr.


    Wie stellst Du es Dir vor, die Religion zu beenden, wie soll das funktionieren? Oder den Kapitalismus oder Diktatur oder Gier oder...


    Ich sehe keine Möglichkeit, so ein System einfach abzustellen, und da es nicht dem Konsens der Gesellschaft entsprichtwäre das auch ethisch ziemlich fragwürdig. Nicht die Religion bedroht den Frieden, sondern das Schema die eigene Meinung für die einzige Wahrheit zu halten und andere Meinungen ausrotten zu wollen!

  9. #59
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Nicht die Religion bedroht den Frieden, sondern das Schema die eigene Meinung für die einzige Wahrheit zu halten und andere Meinungen ausrotten zu wollen!

    Es ist der Mensch - die "Religion" ist einfach ein ganz gutes Mittel um Menschen zu beeinflussen.... nun, bin nicht so belesen, doch was ich so aus der Mensch-Geschichte mitbekommen habe, haben wir nie wirklich in "Frieden" über längere Zeit gelebt. Im Endeffekt sind wir Herdentiere... dumme Schafe (überspitzt gesagt)... und einige Wenige machen sich die Eigendynamik zu nutze - (da ist doch die Religion ein gutes Mittel zum Zweck?!)....

    Ich bin überzeugt es gibt ein - "Bildlich gesprochen"- runden Tisch von Strippenzieher, jeglicher Religion, die sich aus der Destabilisierung profitieren.... wer Regiert die Welt? Nicht der "Glaube" - dies ist Mittel zum Zweck.

    Meiner Meinung geht es weniger darum um anderen eine Meinung aufzuzwingen - als im Endeffekt um das "Reichtum/Macht" ein paar weniger.
    Geändert von Smile (28.02.2016 um 16:52 Uhr)

  10. #60
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Georg A. schreibt:
    Meinst Du damit evtl. Göbekli Tepe in der Türkei? https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6bekli_Tepe
    Dort wurde zwar der älteste Tempel gefunden, aber auch andere Gebäude. In Gürcütepe wurden ebesoalte Gebäude gefunden. https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCrc%C3%BCtepe
    Dass der Mensch seit seinem Anbeginn die gleichen Fragen nach "Woher, Wohin, Wieso" wie auch wir heute gestellt hat steht für mich außer Frage. Ebenso sicher bin ich mir darin, dass der Glaube von Anfang an für die Macht weniger über viele missbraucht worden ist, und dass eben diese wenigen gar keinen Glauben besaßen sondern Lügen erfanden, Lügen über Gott. Später erfanden solche Leute Märchenbücher, Lügenmärchen über Gott, nur um den "Laien" Angst vor Gottes Strafen zu machen und den Priestern Macht in die Hände zu verleihen, - und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...


    Die meisten dieser "Trotzatheisten" die ich kenne haben sich sehr wohl mit dieser Materie auseinandergesetzt, dazu kennen sehr viele Atheisten diese frommen Bücher besser als die Gläubigen selbst, und weil sie diese Bücher eben besser kennen sind sie Atheisten geworden.
    Heute ist es hier bei uns sehr einfach aus einer Religionsgemeinschaft auszusteigen, dafür sorgt das Grundgesetz mit Art. 4 Abs. 1: Art. 4 GG - dejure.org
    Dem Austritt aus dem Islam steht die Todesstrafe entgegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam
    Wäre diese Strafandrohung nicht, dann würden sicher auch sehr viele den Islam verlassen. Religion wird durch die Angst regiert, Angst vor weltlicher Strafe und noch viel mehr Angst vor der Strafe im Jenseits. Angst vor Gott. Wie hinterhältig.
    Gerade dieser Text zeugt leider davon,dass Du es tatsächlich,wie auch schon angedeutet,bisher vermieden,oder nicht geschafft hast,Dich einmal differenziert mit den entsprechenden Quellen auseinanderzusetzen.

    Die Angst vor Gott spielte lediglich innerhalb einer bestimmten historischen Epoche der katholischen Kirchengeschichte eine übergeordnete Rolle.

    Um hier zu einer klaren Sicht zu kommen bedarf es der Bereitschaft,dieses Klischee einmal beiseite zu schieben.

    Das Alte Testament z.B.kennt gar keine Hölle in dem Sinn,wie sie Christen verstehen-und auch die kommt SO in den Evangelien gar nicht vor- ,ein Jude würde sich über Deine Aussagen diesbezüglich also königlich amüsieren,und der Qur'an ist gerade an den Stellen,die sich mit jenseitigen Dingen beschäftigen,hoch allegorisch. Seine Bildersprache nehmen nur die Wahhabis und Salafis wörtlich. Himmel und Hölle spielen eine Rolle,ja,aber nicht,wie oft von außen angenommen.

    Gottesfurcht ist prinzipiell ungleich Angst vor Gott. Am deutlichsten wird das in den Ursprachen der jeweiligen Quellen,deren Kenntnis ich allerdings hier nicht voraussetzen kann. Hier zeigt sich ein tragischer (und durchaus gefährlicher) Übersetzungsfehler. Im Hebräischen ist das entsprechende Wort "sehen",im Arabischen "Bewusstsein".

    Ich fürchte nur,es wird schwierig sein zu argumentieren,wenn wiederum ohne jeden Respekt und ohne zu differenzieren von Märchen und Lügenbüchern die Rede ist,denn da beisst sich die Katze in den Schwanz. Ich könnte mich anhand der Quellen wohl dumm und dösig schreiben. Wenn die Bereitschaft fehlt,von vorgefassten Meinungen abzurücken,ist das sinnfrei.

    Es mag sein,dass die Trotzatheisten,die Du kennst,eine fundierte religiöse Bildung besitzen,die,die ich bisher kennen gelernt habe,nicht. Das ist so. Die sind aus Trotz-Schmerz,Enttäuschung...-Atheisten geworden. Nicht aus informierter Überzeugung,die aus den vorliegenden Fakten Schlüsse gezogen hätte,so wie ich selbst beispielsweise deshalb religiös bin.

    Niemand würde leugnen,dass der Missbrauch religiöser Überzeugungen als Rechtfertigung für alle möglichen Wahnsinnstaten eine Gefahr darstellt. Es ist aber zu kurz gedacht,der Religion die Alleinverantwortung für die heutige Bedrohung zuzuschieben. Das funktioniert so nicht. Auch atheistische Machthaber haben Kriege geführt und bedrohen noch heute den Frieden. Deshalb hält aber komischerweise niemand "den Atheismus" für eine Gefahr...

    Soweit erstmal. Rest folgt.

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