Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ähm,Du weisst aber schon,dass es gerade die Religionen sind,die sich dem von Dir beschriebenen Denken und Handeln "entgegenstellen",oder?

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Es gab da letztes Jahr mal eine Studie in den USA, die ich gerade nicht finde. Untersucht wurde, ob religiöse Erziehung altruistisches Handeln fördert.


    Dazu wurden zwei verschiedene Tests mit Kindern ab 5 Jahren durchgeführt. Erst wurden ihnen Videos gezeigt, von Kindern die andere Kinder rumschubsen oder sich sonst unsozial verhielten, und gefragt wie sie bestraft werden sollen.


    Dann wurden 2 Kinder zusammen gesetzt, eines erhielt einen stapel Sticker und durfte dem anderen Kind welche schenken, wenn es wollte.


    Bei den 5-Jährigen war der Unterschied noch nicht so auffällig, aber bereits vorhanden, und nahm mit dem Alter zu: Die Kinder aus religiösen Familien haben sich nicht nur für schärfere Strafen ausgesprochen, sondern waren auch geiziger.


    Allerdings waren nur christliche und muslimische Kinder in ausreichender Menge vorhanden, möglicherweise hätten andere Religionen dabei weniger schlecht abgeschnitten.


    Meines Erachtens ist Altruismus jeder Religion vorzuziehen, weil es kein Leid über die Menschen bringt und auch sonst kaum ein Missbrauchpotenzial birgt. Das große Problem der Religionen ist ja das sie gerne zur Ausübung von Macht instrumentalisiert wird, egal ob sie die Liebe predigen wie die Christen oder den Altruismus, bzw. das Glück durch Vermeidung von Leid, wie im Buddhismus, auch der kann auf eine blutige Vergangenheit zurückblicken.


    Wenn man das soziokulturell betrachtet, wird jede noch so friedliche Religion, eine gewisse Gesellschaftsgröße vorausgesetzt, früher oder später im Sinne der Macht missbraucht werden.


    Interessant finde ich auch, daß bisher niemand gesagt hat, er wisse nicht was er glauben solle. Das weist auf die Neigung des Menschen hin, absolute Meinungen zu bevorzugen. Aus Egalitäten lassen sich keine Konzepte ableiten, die irgendwas erklären könnten. Interpretation ist die Voraussetzung für Verständnis, daher unser Streben nach Plausibilität.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Interessant finde ich auch, daß bisher niemand gesagt hat, er wisse nicht was er glauben solle. Das weist auf die Neigung des Menschen hin, absolute Meinungen zu bevorzugen. Aus Egalitäten lassen sich keine Konzepte ableiten, die irgendwas erklären könnten. Interpretation ist die Voraussetzung für Verständnis, daher unser Streben nach Plausibilität.
    Finde ich schön und interessant formuliert und erklärt ... ist ja was dran.

    Wenn man so in die Geschichte schaut, wobei ich das eher so auf unsere europäische Geschichte beschränke, dann scheint es, als brauche der Mensch etwas, an dem er sich "festklammern" kann, wenn die Dinge unerklärlich werden.
    Anscheinend brauchen Menschen etwas, an dem sie Halt finden.

    Und es scheint, als würde der Glaube mehr und mehr von der wachsenden Wissenschaft und dem zunehmenden Wissen mehr in den Hintergrund geraten.

    Wenn Menschen verzweifelt sind, und nicht mehr weiter wissen, dann wenden sie sich an ein höheres Wesen und bitten in ihrer Verzweiflung um Hilfe.
    Geht mir genauso, was ich faszinierend finde, denn ich gehöre in die Klientel, die eigentlich nicht weiß, was ich glauben sollte.
    Logisch betrachtet glaube ich eher nicht an ein höheres Wesen, ganz gleich welchen oder wessen Namen es trägt.

    Da halte ich es eher mit Hawking, der sinngemäß mal gesagt hat, dass, wenn es einen Gott gäbe, er die (physikalischen) Regeln des Universums so streng aufgestellt hat, dass für ihn eigentlich keine Notwendigkeit bestünde, bzw. er selbst dadurch gar keinen Platz in diesem Universum hat.

    Aber dennoch komme ich nicht umhin, auch mal zu glauben und, egal ob zu Gott, dem Universum etc. zu beten und um Hilfe zu bitten.

    Die Logik sagt mir: Da kann eigentlich nichts sein.
    Aber gefühlt wünscht man sich das vielleicht, so auch ich.

    Ich bin katholisch erzogen, aber ich konnte und kann mit dem, was mir da vermittelt wurde, nichts anfangen, es erscheint mir nicht logisch.
    Ich sehe mehr Regeln, die Menschen gemacht haben und Gott sozusagen in den Mund gelegt wurden.
    Aber ich würde auch nicht sagen, dass es Gott nicht gibt.

    Ich glaub, ich hab eher sowas wie "meinen eigenen Glauben".
    Schwer zu beschreiben,

    aber doch ... ich weiß nicht so recht, was ich glauben sollte ... oder möchte ...

    Die Umfrage habe ich allerdings nicht beantworten können, da der Zusatz "es ist mir auch egal" nicht auf mich zutrifft (was auch ok ist ) .

  4. #24
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Smartphone hat gesponnen...
    Geändert von luftkopf33 (27.02.2016 um 12:39 Uhr)

  5. #25
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hmm,also ob Menschen generell glauben,weil sie Halt brauchen,kann ich nicht sagen. Sinn braucht Mensch allerdings unbedingt. Sinnlosigkeit ist ungesund.

    Man sieht ja auch sehr schön,dass nicht Glaube an sich "unbeliebt" geworden ist,er äußert sich nur anders-eher über die esoterische Schiene.

    Die Wissenschaft kann nunmal keinen Sinn liefern,soll sie auch gar nicht. Im Grunde könnten sich also die beiden wunderbar ergänzen,wenn der Mensch nur nicht so stur wäre...*seufz*

    Mein persönlicher Glaube ist zumindest nicht "gegen meine Vernunft" und ich finde keinen logischen Grund,weshalb das anders sein sollte. Er ist meine Schlussfolgerung aufgrund der vorliegenden Fakten(unter Einbeziehung der Möglichkeit,das wir noch nicht alles wissen ),genauso wie z.B.der Atheismus eines anderen dessen Schlussfolgerung ist. Er beruht nicht auf Unwissenheit oder einem rein emotionalen Bedürfnis. Ich bin auch ganz gut ohne zurechtgekommen.

    Nur in Notzeiten Zuflucht zum Glauben zu nehmen ist etwas,das ich irgendwie noch nie konnte-wahrscheinlich bin ich dafür zu sehr auf "ganz oder gar nicht" gepolt.

    p.s.Hawking's Aussage ist ja eigentlich noch ein Thema für sich,so viel Stoff bietet die...
    Geändert von luftkopf33 (27.02.2016 um 12:48 Uhr)

  6. #26
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo Fachleute,
    weil ich diese Umfrage gestartet habe, und weil ich in einigen anderen Foren, gerade wenn es sich um dieses Thema handelt, doch schon einige Erfahrungen sammeln durfte, halte ich es für angemessen, Euch darum zu bitten, den Ball möglichst flach zu halten damit diese Geschichte nicht ausartet und sich am Ende einige Mitglieder in die Haare geraten, was durchaus möglich ist aber gerade hier bei uns, also bei denen, die sowieso alles besser wissen, wirklich nicht sein muss.
    Bis jetzt ist ja noch alles ok, mir liegt es auch nicht daran jemanden zu kritisieren, von mir aus kann jeder glauben was er will, ich wollte das nur einmal gesagt haben damit keiner meint, ich hätte meine Freude nur am Streit der anderen.

    Um zum eigentlichen Thema zu kommen reicht mir persönlich auch nicht nur das Anklicken eines dieser sechs Pünktchen, im Gegenteil, ich rede über meinen Glauben gerne und bin auch keineswegs sauer über Kritik.
    Die Überschrift habe ich bewusst so gestellt. Ich fragte nach einem "nicht beweisbaren Schöpfer", und nicht nach einem "dreieinigem", oder einfach nach Gott oder Allah oder nach irgendeiner angebeteten Kreation aus irgendwelchen sog. "heiligen" Schriften.

    Ich habe den ersten Punkt angeklickt, mein Glaube ist mir sehr wichtig und spielt in meinem Leben die zentrale Rolle. Dabei gehöre ich keiner Religionsgemeinschaft an. Alle die ich kenne berufen sich auf Offenbarungen oder Inspirationen, sie folgen irgendwelchen Lehren von Leuten die sie für heilig halten, sie betreiben Kult oder Rituale die wichtig oder unerlässlich sind, und vieles andere das jeder vernünftige Mensch von heute ganz einfach verneinen und ablehnen muss.
    Ich glaube an Gott.
    Seit es die Menschen gibt fragen sie nach einem Beweis für Gott. Das ist wohl die älteste und mit am meisten gestellte Frage überhaupt. Ich vermute, dass sich alle Wissenschaft und Forschung gerade auf diese Frage gründet, und dass von Anfang an die richtige Antwort bekannt ist: Gott ist unbeweisbar. Mehr als das kann kein Mensch über Gott wissen, und auch das kann man nicht unter "Wissen" einordnen, denn zum Wissen gehört üblicherweise auch der Beweis, und dieser lässt sich hierbei nicht erbringen.

    Durch diese Antwort lässt sich logischerweise alles Mögliche der Religion, der Lehre über Götter, völlig ausschließen. Auch beweist diese Antwort, dass Religion falsch ist und abgelehnt werden muss. Denn wenn Gott existiert und unbeweisbar ist, dann ist diese völlige Unbeweisbarkeit zumindest ein Teil der Eigenschaften Gottes, und zwar eine die nichts und niemand anders haben kann, denn sonst wäre diese Gestalt auch Gott. Der Teufel wäre Gott, die Engel wären Götter, Gespenster und Dämonen wären alle auch Götter, auch alle Gottessöhne und -töchter wären mit dabei, alle diese Figuren kann man getrost ins Reich der Fabeln und Märchen stellen, nichts davon existiert. Auch alle "heiligen" Schriften gehören dazu, denn wenn es Heiligkeit gibt dann gehört sie Gott alleine.
    Diesen Gott rufe ich zur Hilfe, diesen Gott bettele ich an Er möge mir bei meiner Krankheit helfen, bei meiner Arbeit und bei allem was ich tu und was mir einfällt, und nichts und niemand steht zwischen Ihm und mir. Das ist ein ganz einfacher Glaube, ein Glaube den jeder haben kann, man braucht dazu keine Bücher und keine Lehren, keine Rituale oder sonstigen Hokuspokus, keine Figuren oder Bilder, und auch keinen Lehrer oder Meister.
    Für mich gibt es auch nur ein einziges Wunder, nämlich alles.

    Die Frage wie dieses Universum entstanden ist wird hoffentlich noch sehr lange die Wissenschaft bemühen, ich glaube, dann, wenn Gott Sich selbst beweist, ist es mit dem Weltall vorbei und die Ewigkeit die uns umgibt, wird für alles und jeden reichen.

    Zeit ist das, was Einstein auf seiner Uhr abgelesen hat...

    Viele Grüße,
    Georg

  7. #27
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Verstehe ich das richtig? Du fragst Du uns nach unserem Glauben,um uns dann-falls wir uns törichterweise einer Religion zurechnen sollten-mitzuteilen,dass WIR GANZ BESTIMMT und sicher falsch liegen...ach ja,die Atheisten doch wohl auch?! Und unsere/meine Vernunft darfst Du auch mal gleich pauschal infrage stellen? Das ist interessant.
    Sollte ich da etwas in den falschen Hals kriegen,bitte korrigieren.

    Mir hätte das Anklicken eines der Pünktchen durchaus gereicht,hättest Du an ein Pünktchen für "andere Religionen",wie Judentum oder Islam oder Buddhismus gedacht...Du wolltest aber gern auch eine Begründung dazu und es entwickelte sich doch etwas sehr interessantes.

    Ob Du alles besser weißt,weiß ich nicht,ich tue es jedenfalls offenbar nicht,sonst wüsste ich ja,ob Du...


  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Mumford schreibt:
    Ich habe in meinem Posting eine vielleicht etwas harsche und provokante Ausdrucksweise gewählt. Anstatt "Abfallprodukte" hätte ich wohl lieber "Relikte" schreiben sollen. Dass sich Wissenschaft und Religion automatisch ausschließen, habe ich jedoch nicht geschrieben
    Meine Antwort war auch nicht für dich. Ist schon ok, dass du dich auch von Antworten an anderen angesprochen fühlst, aber Behauptungen, die ich nicht gemacht habe, brauchst du nicht abstreiten.


    @Fliegerin
    Natürlich wurde Einstein erst christlich erzogen und kam dann zur Wissenschaft ... inwiefern habe ich etwas anderes geschrieben???


    ich hatte das hier
    Wissenschaftler können religös sein, aber die Religion hat es nicht so mit der Wissenschaft .

    als Anhaltspunkt genommen. Gemeint hatte ich mit meinem Spruch über Einsteins christliche Erziehung, dass wenn Glaube und Religion (auch deinem späteren Edit betroffen, die katholische insbesondere) es pauschal nicht mit Wissenschaft am Hut hätten, wäre Einstein kaum der großartige Wissenschaftler geworden, die er geworden ist - und dabei noch gläubig geblieben. Mehr nicht.

    Schließlich können wir und einig sein, was "Kirchen" angeht. Ich sprach jedenfalls die ganze Zeit in der Optik vom Gläubigen (weil die Einträge beim Voting die Glaube als Gefahr darstellt) - Kirche und Glaube sind zwei seeeeehr verschiedene Sachen! Sage ich zumindest, und habe dann von deinem Beitrag auch den Eindruck, dass es bei dir auch so ist

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo, nun will ich auch mal was schreiben.

    Sich über Glauben zu streiten ist sinnlos.

    Ich habe Erfahrungen gesammelt und die sind wichtig.

    In Berlin habe ich damals 1993 als ich alleinerziehende Zwillingsmutter war Hilfen erhalten durch die Caritas, durch die Diakonie und durch das Erzbischöfliche Bistum Köln.

    Caritas und Diakonie haben möglich gemacht kostenlose Freizeitangebote in den Ferien für meine Kinder.

    Wenn ich Weihnachten kein Geld mehr hatte hat Caritas oder Diakonie (weiß ich nicht mehr genau) mir etwas Geld (nicht nur mir) ausgehändigt, das sind Gelder von den Leuten die Lotto spielen.

    Durch die Diakonie habe ich eine Bescheinigung bekommen damit ich eine Tagesmutter bekam und die Kinder 4 Stunden täglich untergebracht waren damit ich eine Therapie machen konnte.

    Beim Erzbischöflichen Bistum gab es eine Frau in Berlin die dort etwas ins Leben gerufen hatte um Alleinerziehende zu unterstützen und das war eine Ausnahme, da die Kath. Kirche das ja eigentlich nicht toleriert, sie lebte in Berlin unverheiratet und ihr Freund noch in Köln. Diese Frau hat Wochenendseminare ermöglicht, es kostete sehr wenig und fand von Freitags bis Sonntags statt irgendwo in Tagungshäusern, meistens im Osten. Da waren Frauen mit Kindern und es war egal welcher Religion sie angehörten. Das ist für mich ein Vorbild. Es wurde abends wenn die Kinder im Bett waren auch im Gemeinschaftsraum noch zusammengesessen und was getrunken.

    Es wurde nicht missioniert oder gebetet, man merkte kaum was davon, das es katholisch war. Das wichtige ist, die Menschen verstehen sich und leben friedlich zusammen und in dem Falle war es für alleinerziehende mal ein tolles Wochenende. Es wurden Rollenspiele gemacht und Collagen erstellt und einmal durften auch die Partner mit und es wurde Theater gespielt.

    Ich selber bin damals aus der katholischen Kirche ausgetreten, damals aber um die Kirchensteuer nicht zu zahlen. In Berlin waren meine Kinder in einem evangelischen Kindergarten, das war egal das wir konfessioslos waren. Meine Söhne sind nicht getauft und beide glaube ich Atheisten oder wie das heißt.

    Die katholische Kirche betreut und hilft Obdachlosen und Flüchtlingen. Das ist das was für mich Religion symphatisch macht. Aber wer sind diese Menschen die das alles schaffen. Ehrenamtliche, überwiegend Frauen aus Nächstenliebe oder aus dem Glauben heraus, keine Ahnung.

    In meinem Bekanntenkreis sind viele gegen die katholische Kirche, ich finde es dann verwunderlich, da sie aber alle für die Flüchtlinge sind und vergessen, das gerade (zumindest hier in Ruhrgebiet) die Kirchen den Flüchtlingen helfen mit Kleiderkammern und anderen Dingen.

    Ich glaube im Rheinland und Ruhrgebiet ist die Kirche auch lockerer. In Bayern soll es noch sehr streng sein und ich hatte mal einen Freund der war ein Öko-Hypie und hielt nichts von der Kirche, jedoch durfte er nicht aus der Kirche austreten, da dann in dem kleinen bayerischen Dorf wo seine Eltern einen Elektroladen oder sowas hatten, die Leute nicht mehr eingekauft hätten. Das hat nicht mit Religion oder Glauben zu tun.

    Ich mag es nicht wenn man Verbote oder Strafen auferlegt, z.B. bei den Zeugen Jevohas und natürlich bei vielen anderen Religionen.

    Es sollte bestimmte übergeordnete Regeln geben die für alle Menschen zählen, doch die nichts mit Religion zu tun haben. Ganz heucherlisch finde ich wenn soviele Kommunion feiern und es nur für die Familie und die Gesellschaft gemacht wird und dann nichts von der Kirche halten. Da geht es nur um die Geschenke und die Feier und das Ansehen. Auch Weihnachten muß der Braten auf dem Tisch stehen für den Mann und dabei ist er Atheist, das verstehe ich nicht. Solche Leute kenne ich auch, die halten nichts von der Kirche und feiern dann Weihnachten und Ostern. Sowas kapier ich nicht. Ich hab das früher auch gefeiert mit den Kindern, aber ich schimpfe nicht speziell über die Kirche oder Religion, sondern über die Menschen die damit Schaden anrichten.

    So nun hab ich viel geschrieben und hoffe mal es ist etwas verständlich.

    Ich glaube an einer höhere Kraft oder an die Kraft die ich zwar nicht fühle im Moment doch die wahrscheinlich von mir kommt, den sonst wäre ich schon längst tot oder in der Psychiatrie gelandet. Doch irgendwie in letzter Minute kommt immer eine Rettung. In meiner Wohnung hängen Jesusbilder und auch andere Bilder. Bei mir ist religiöse Integration, von jedem etwas eben das was mir gefällt, auch ein kleines Bild vom Teufel hab ich hängen, der Teufel ist ja nicht böse, sondern der Mensch.


  10. #30
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:
    Ähm,Du weisst aber schon,dass es gerade die Religionen sind,die sich dem von Dir beschriebenen Denken und Handeln "entgegenstellen",oder?
    Meinst Du mich bzw. mein Posthing? Die Religion sicherlich (zum Teil jedenfalls), aber wohl weniger der Mensch (egal ob ein gläubischer oder ein ungläubischer Mensch).

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