Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #211
    cocolores

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ja, jetzt hab ich dich

  2. #212
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    salamander schreibt:
    Vielleicht ist Gott auch ein vom Menschen geschaffenes Konstrukt,
    das dazu Gedacht ist, alles Unerklärliche zu erklären,
    Halt zu geben, wo das Leben keinen Halt mehr bietet,
    weil das Leben unkalkulierbar ist.
    .
    So denke ich auch.
    Ich kann sogar für mich behaupten, dass ich gerne gläubig geworden wäre (egal, ob christlich, moslem oder judisch), weil ich denke, dass man dann die Schicksalschläge besser verarbeiten kann.
    Einige diesen wirklich gläubigen Menschen haben so eine Ruhe und Würde in sich, dass ich in gutem Sinne neidisch werden könnte.

    Bin aber wie gesagt selbst nicht gläubig, obwohl ich auch keine wirkliche Atheistin bin, könnte mich eher als Agnostikerin bezeichnen.
    Ich schliesse nicht aus, dass es irgendwelche für uns unbegreifliche Mächte noch gibt, vermute aber stark, dass sie mit unseren Gott-Verständis ziehmlich wenig gemeinsam haben. Das ist wie in dieser Geschichte von Blinden und Elefant, jeder von Blinden tastete den Elefant ab, aber nicht ganz, sondern nur ein Teil, z. B Bein oder Rüssel. Danach behauptete jeder (!), dass er genau weiss(!) wie der Elefant aussieht.
    So ist es, meiner erachtens nach, auch mit Religionen.
    Und wie eine wahre Material-Girl nehme ich mir einfach aus jeder Religion etwas, was mir passt. Die meisten Überschneidungen habe ich mit Buddismus
    Geändert von Felis ( 4.06.2016 um 11:39 Uhr)

  3. #213
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    @Savas Schön, dass du so nachdenkst!

    Zunächst einmal eine (kleine) Korrektur, da juckts mich als Logiker unter den Fingern. Du schreibst:
    Entweder sind die Eigenschaften die wir Gott zuschreiben richtig - und er existiert nicht
    Oder die Eigenschaften die wir Gott zuschreiben sind falsch - und er existiert

    Lässt damit aber noch folgende Möglichkeit außer Acht:
    Die Eigenschaften die wir Gott zuschreiben sind falsch - und er existiert nicht.

    Sonst hast du aber korrekt argumentiert.

    Ich selbst bin gläubig und löse dieses Dilemma für mich folgendermaßen:
    Ich glaube, dass Gott allwissend ist, aber nur der innerhalb der ihn selbst gesetzten Grenzen allmächtig ist.

    Wie du ja bereits gezeigt hast, kann es kein allmächtiges Wesen geben. Ich glaube, dass Gott so mächtig ist, wie unter diesen Umständen möglich. Das schließt das Erschaffen der Welt, Veränderung von Naturgesetzen und vieles Andere mit ein. Kurz: Alles, was für uns Menschen eine praktische Bedeutung hat. Menschlich gesehen ist er also tatsächlich allmächtig, obwohl es rein logisch eine perfekte Allmacht nicht geben kann.

  4. #214
    cocolores

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Felis schreibt:
    So denke ich auch.
    Ich kann sogar für mich behaupten, dass ich gerne gläubig geworden wäre (egal, ob christlich, moslem oder judisch), weil ich denke, dass man dann die Schicksalschläge besser verarbeiten kann.
    Einige diesen wirklich gläubigen Menschen haben so eine Ruhe und Würde in sich, dass ich in gutem Sinne neidisch werden könnte.

    Bin aber wie gesagt selbst nicht gläubig, obwohl ich auch keine wirkliche Atheistin bin, könnte mich eher als Agnostikerin bezeichnen.
    Da haben wir uns exakt getroffen, felis.

    Ansonsten erinnert mich die Bandbreite der Antworten an etwas, was Father Brown mal gesagt hat sinngemäß: für jeden ist Gott ein bisschen so, wie man selbst ist.

  5. #215
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Nun will ich auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich habe mich vor langer Zeit sehr intensiv mit der Frage an was ich glaube beschäftigt. Ich bin evangelisch erzogen und meine Mutter hat ihr ganzes Leben in christlichen Einrichtungen gearbeitet. Es war ihr wichtig mich an "Ihren" Glauben heranzuführen, hat mir aber auch den Freiraum gegeben, mich selbst dazu zu positionieren.

    Ich glaube, dass der Glaube an etwas grundsätzlich gut ist und einem Halt gibt.

    Mit den meisten Religionen und vor allem deren Auslegung kann ich mich jedoch nicht identifizieren. Zu oft bin ich da Intoleranz, Verherrlichung und stures Beharren auf fragwürdige Inhalte und deren Auslegung und extreme Widersprüche gestoßen.

    Ich finde Toleranz sollte einer der Grundpfeiler jeder Religion sein. Und das sehe ich heutzutage nur noch selten. Viele Religionen erscheinen mir als überholt und/oder von Fanatismus geprägt. Ob das nun die katholische Kirche ist, die sich nach außen als menschlich und gütig verkauft und zeitgleich aber viele "Schäfchen" im Regen stehen lässt. Hier nur mal das Stichwort Verhütung oder Gleichgeschlechtliche Beziehungen. Oder auch der Islam der vielerorts durch m.E. völlig falsche Auslegung eine echte Gefahr darstellt, weil null Toleranz Andersgläubigen und Unterdrückung von Frauen usw. Oder die Glaubensgemeinschaften, welche als "Sekten" deklariert werden, weil sie ein derart menschenunwürdiges Weltbild haben. Letzen Endes sind auch sie eine Form von Religion, wenn auch eine sehr fragwürdige.

    Ich kann für mich z.B. auch einfach nicht nachvollziehen, warum es so viele Kriege im "Namen Gottes, Allah" oder sonst wem gab und gibt. Das widerspricht meines Erachtens dem Grundprinzip von Nächstenliebe und Toleranz..

    Ich glaube also an Toleranz, Verständnis, Gemeinschaft und Nächstenliebe. Ich glaube auch bedingt an Schicksal. Bedingt, weil ich nicht sage alles ist vorher bestimmt, aber ich habe so einiges erlebt, was für mich nicht anders erklärbar ist, als "wenn da höhere Mächte" ihre Finger im Spiel hatten. Das war manchmal beruhigend, manchmal beängstigend und manchmal auch gut so.

    Und ich glaube ganz fest daran, dass ich mit meinem Tod nicht einfach verschwinde, mich auflöse, sondern einfach irgendwie anders existieren werde. Beweise habe ich dafür nicht. Aber es ist schön daran zu glauben.

    Letztes Wochenende war ich mehr oder weniger "gezwungener Maßen" in einem evangelischen Gottesdienst, weil meine Mutter in dem Rahmen verabschiedet wurde. Es war sehr emotional und ich habe Rotz und Wasser geheult. Der Pastor ist sehr jung und seine "moderne" Art den Gottesdienst zu gestalten hat mir dann doch sehr gut gefallen. Vielleicht gehe ich mal wieder hin. Einfach weil es gut tut Teil einer Gemeinschaft zu sein.

  6. #216
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    cocolores schreibt:
    Da haben wir uns exakt getroffen, felis.

    Ansonsten erinnert mich die Bandbreite der Antworten an etwas, was Father Brown mal gesagt hat sinngemäß: für jeden ist Gott ein bisschen so, wie man selbst ist.

    Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen: Vielleicht ist Gott ja ein Teil von einem selbst. Quasi Freuds Über-Ich das abgespalten und externalisiert wird. Das würde erklären, warum so viele Menschen beleidigt sind, wenn man ihren Gott ablehnt, weil man dann ohne es zu wissen diese Menschen ablehnt. Und es würde erklären warum jeder seinen eigene vielschichtigen Gottesglauben hat, selbst innerhalb religiöser Gruppen.

  7. #217
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Rosaleen schreibt:
    @fliegerin
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Einstein erst christlich erzogen wurde und sich erst spät der Wissenschaft gewidmet hat. Mit der Denkweise, dass religiöse Leute automatisch Wissenschaft ausschließen, habe ich nichts am Hut.

    Gesendet von meinem XT1032 mit Tapatalk
    Auch wenns schon ewig her ist:

    Ihr Lieben, Einstein war Jude

    Ich würde mich am ehesten als Agnostikerin bezeichnen. Es lässt sich weder beweisen, dass es einen Gott gibt noch das Gegenteil. An einen persönlichen Gott, der jedem Menschen auf die Finger schaut, glaube ich nicht. Trotzdem denke ich, dass weder das alte noch das neue Testament als Schrift verworfen werden sollten. Dasselbe gilt für den Koran und alle übrigen religiösen Schriften. Was man damit anfängt ist letztlich - wie bei allen großen Schriften, z.B. dem Werk Nietzsches oder Marx - eine Frage der Auslegung.

    Religiöse Praktiken haben durchaus ein gemeinschaftsstiftendes Potential und der Glaube an ein Leben "danach" im dem Sinne, dass die Handlunge im Diesseits nicht folgenlos sind, kann sinnvoll sein weil er Nihilismus in der Form von "Man lebt nur einmal, ist doch scheißegal, ob wir die Umwelt verpesten - erleben wir eh nicht mehr" vorbeugt. Kann aber auch gründlich schief gehen (siehe Ablassbriefe). Besser wäre es, wenn die Menschen sich dazu motivieren ließen auch ohne eine höhere Instanz moralisch zu handeln.

    Ein letzter Grund für mich, Religion nicht als "Wahnsinn" zu bezeichnen, ist dass fast alle großen philosophischen Theorien der Neuzeit religiös inspiriert sind. Es gibt eine unglaubliche Menge an großartigen, jüdischen Denkern (Walter Benjamin, Gershom Sholem, Franz Rosenzweig, Immanuel Levinas) und selbst neuere Philosophen wie Judith Butler greifen auf alt-testamentarische Motive zurück. Auch Derrida, selbst nicht-praktizierender Jude, hat die wichtigsten jüdischen Schriften eingehend studiert. Kants, Hegels, Spinozas Grundkonzepte basieren auf der christlichen Vorstellung von Gott und die meisten aktuellen Philosophen verwurschteln diese Ideen wiederum in irgendeiner Form in ihre Denke. So wird Religion schleichend säkularisiert.
    Geändert von Persephone ( 7.06.2016 um 15:26 Uhr)

  8. #218
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    cocolores schreibt:
    Da haben wir uns exakt getroffen, felis.

    Ansonsten erinnert mich die Bandbreite der Antworten an etwas, was Father Brown mal gesagt hat sinngemäß: für jeden ist Gott ein bisschen so, wie man selbst ist.


    Ich habe mich mit dem Thema mal gründlich auseinandergesetzt und u.a.erfahren,dass das "Bilderverbot" im Monotheismus im Tiefsten den Sinn hat,die Menschen daran zu erinnern,dass sie Gefahr laufen,Gott für sich zu vereinnahmen. Sich ein sehr genaues Bild davon zu machen,wer er/sie/es ist.

    Es gibt im Christentum z.B.den "kontemplativen Zweig",der auf diese Dynamik sehr genau schaut und darauf pocht,das eigene Ideen und ungeliebte Persönlichkeitsfacetten erst in die eigene Persönlichkeit integriert werden sollen,bevor eine -in dem Sinne "echte"-Hinwendung zu Gott geschehen kann,da Gott sonst nur als Projektionsfläche dient.

    Finde ich sehr spannend und aktuell wichtig. Gläubige,die Gott so instrumentalisieren,reagieren bekanntlich oft mit erstaunlicher Brutalität auf Andersgläubige/Andersdenkende.

  9. #219
    cocolores

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:
    Es gibt im Christentum z.B.den "kontemplativen Zweig",der auf diese Dynamik sehr genau schaut und darauf pocht,das eigene Ideen und ungeliebte Persönlichkeitsfacetten erst in die eigene Persönlichkeit integriert werden sollen,bevor eine -in dem Sinne "echte"-Hinwendung zu Gott geschehen kann,da Gott sonst nur als Projektionsfläche dient.

    Finde ich sehr spannend und aktuell wichtig. Gläubige,die Gott so instrumentalisieren,reagieren bekanntlich oft mit erstaunlicher Brutalität auf Andersgläubige/Andersdenkende.
    Ich würde vielleicht nicht so weit gehen und hier über Instrumentalisierung reden, sofern man sich nicht vorher mit seinen Fehlern identifiziert hat (mal plakativ gesprochen; du meinst das komplexer, ich weiß), aber ich finde das, was du hier damit in die Diskussion einbringst, auch wirklich wichtig. Es klingt lapidar, es mag sogar selbstverständlich klingen, aber das ist es nicht. Ich bin auch jemand, der schon mal über Sätzen wie "liebe dich selbst, bevor du erwartest, dass es andere tun" gebrütet hat und sie ganz sicher auch mal auf den Mond schießen wollte ....

    Auch ganz abgesehen von der Glaubensdiskussion an sich, könnte man das als Grundhaltung sicher auch gänzlich auf andere Lebensbereiche übertragen. Ich fände das als Beispiel einer positiven Lebensorientierung sehr erstrebenswert. Und vermutlich ist das ein Bestandteil dessen, was ich bisweilen an gläubigen Menschen in meinem Umfeld oder auch in öffentlichen oder historischen Personen beobachte (oder meinethalben als Geisteshaltung vermute) und das ich sehr bewundere.

  10. #220
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ich erlebe das ähnlich. Wo diese Integration und Akzeptanz des ganzen Menschen wirklich gelebt wird,entsteht eine starke positive Anziehung. Das Gegenteil ist für mich ebenso wahr. Das lässt mich "schreiend davonrennen".

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