Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #201
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ich weiß nicht wie es euch geht. Aber ich bin ein teilweise krankhafter Perfektionist. Bei mir muss alle stimmen. An einen widersprüchlichen Gott kann ich nicht glauben. Die Widersprüche empfinde ich wie einen Stachel im Fleisch.

    Folgende Unmöglichkeit macht mich sehr kritisch:

    Für Juden, Christen und Muslime ist Gott allmächtig. Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass Gott ihn selbst nicht mehr heben kann?

    Egal wie man diese Frage beantwortet. Gott wäre nicht allmächtig. Mein örtlicher Pfarrer sagte mir, dass Gott so etwas nicht macht. Er sei rational. Also kann Gott sich auch nicht selbst umbringen oder ähnliches. Aber dann macht folgende Überlegung Gottes Eigenschaften unmöglich.

    Gott ist allmächtig. Da Wissen Macht ist, muss dann Gott allmächtig sein. Gleichzeitig heißt Allmacht, das Gott den Lauf der Dinge ändern kann.
    Aber: Wenn nun etwas passieren soll. Zum Beispiel soll ein neuer Planeten entstehen. Dies ist ein offenes Ereignis. Da Gott allwissend ist, kennt er ja das Ergebnis. Ein Planet soll entstehen. Wenn Gott nun beschließt, dass dieser Planet nicht entstehen soll, dann würde er ja vorher Wissen das dieser Planet nicht entstehen soll. Jedesmal wenn er etwas macht, weiß Gott im voraus schon was passiert. Da das Ereignis fest steht kann Gott den Lauf der Dinge nicht ändern. Denn er weiß was vorher passiert. Es sei denn er ändert den Lauf der Dinge, dass würde dann heißen, dass Gott nicht allwissend ist. Gott wäre selbst von einem Ereignis überrascht.

    Versteht ihr den Sinn? Allmacht und Allwissenheit passen nicht zusammen. Nur eines von beiden kann dominant sein. Aber beide Begriffe beanspruchen von Grund auf eine Dominanz für sich.

    Da Handlungsfreiheit und Allwissenheit unzertrennliche Attribute der Allmacht sind, kann Gott unmöglich allmächtig sein. Allmacht ist ein unmögliches Attribut




    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Die logische Konsequenz ist:
    Entweder sind die Eigenschaften die wir Gott zuschreiben richtig - und er existiert nicht
    Oder die Eigenschaften die wir Gott zuschreiben sind falsch - und er existiert

    Auf jedenfall sind aber die heiligen Bücher falsch

  2. #202
    salamander

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Vielleicht ist Gott auch ein vom Menschen geschaffenes Konstrukt,
    das dazu Gedacht ist, alles Unerklärliche zu erklären,
    Halt zu geben, wo das Leben keinen Halt mehr bietet,
    weil das Leben unkalkulierbar ist.

    All das Leid, all die Freude, wo es für's eine, wie's für andere,
    oft keine Erklärung gab/gibt, es kam/kommt aus heiterem Himmel.
    Das eine erzeugt abgrundtiefe Verzweiflung,
    das andere unbändige Lebenslust und -freude.

    Wie kann's das geben, woher kann das kommen, wie kann das sein?
    Was läßt am Abend die Sonne untergehen und am nächsten Morgen wieder auf?
    Was treibt all das an (diese Fragen, alle nicht vor dem wissenschaftlichen Hintergrund gestellt, den wir heute haben)
    Was geschieht mit dem Menschen wenn er stirbt?
    Was macht den Menschen aus?
    Woher kommt das Kind das geboren wird?,
    wieso hat es das Wesen das es hat, unabhängig von allem anderen?
    Warum starben die Menschen in Massen an Krankheiten, gegen die es keine Mittel gab?
    Wer regelte das Zusammenleben, so dass im einen Dorf alle Hand in Hand miteinander lebten,
    sich im anderen aber Zwietracht, Mißgunst, und anders ausbreitete, das Miteinander zur Schlangengrube machte.
    Was konnte dafür die Ursache sein?
    Irgendwas/Irgendwer mußte doch Schuld daran sein?
    usw. usf.

  3. #203
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    [QUOTE=Savas;701609]Ich weiß nicht wie es euch geht. Aber ich bin ein teilweise krankhafter Perfektionist. Bei mir muss alle stimmen. An einen widersprüchlichen Gott kann ich nicht glauben. Die Widersprüche empfinde ich wie einen Stachel im Fleisch.
    Für Juden, Christen und Muslime ist Gott allmächtig. Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass Gott ihn selbst nicht mehr heben kann?[QUOTE]Was war zuerst: das Huhn oder das Ei? So ähnlich empfinde ich deine Fragestellung.
    Aber um auf deine Frage zu antworten: die Frage empfinde ich etwas als einen Nonsens, weil erstens Materie an und für sich nur eine Kompression von Lichtpartikeln ist.
    Und zweitens gibt es Anziehungskraft in Relation zu den Himmelskörpern und zur Rotation. Aber praktisch ist Gott ja alles in Allem, und die Welt ist in Ihm und aus Ihm selber kreiert worden.
    Und warum sollte Gott einen sinnlosen Stein kreieren? Seine Schöpfung würde sich relativieren, wenn Er Sinnloses erschaffen würde. Das entspricht Ihm einfach nicht.
    Gott ist allmächtig. Da Wissen Macht ist, muss dann Gott allmächtig sein. Gleichzeitig heißt Allmacht, das Gott den Lauf der Dinge ändern kann.
    Aber: Wenn nun etwas passieren soll. Zum Beispiel soll ein neuer Planeten entstehen. Dies ist ein offenes Ereignis. Da Gott allwissend ist, kennt er ja das Ergebnis. Ein Planet soll entstehen. Wenn Gott nun beschließt, dass dieser Planet nicht entstehen soll, dann würde er ja vorher Wissen das dieser Planet nicht entstehen soll. Jedesmal wenn er etwas macht, weiß Gott im voraus schon was passiert. Da das Ereignis fest steht kann Gott den Lauf der Dinge nicht ändern. Denn er weiß was vorher passiert. Es sei denn er ändert den Lauf der Dinge, dass würde dann heißen, dass Gott nicht allwissend ist. Gott wäre selbst von einem Ereignis überrascht.
    Ist irgendwie wie die erste Frage... etwas sinnlos. Warum sollte Gott sich selbst ein Bein stellen? Von Ihm kommt der Impuls des "Es werde!" Und dann entfaltet sich Schöpfung, und Gott erfährt sich in dieser Schöpfung. Alle Schöpfung hat einen Sinn. Diese Schöpfung kann auch wieder "eingeatmet" werden, wenn sie "verbraucht" und ihr Zweck erfolgt ist - wie z.B. bei den "Schwarzen Löchern".
    Aber Seine Schöpfung sind keine Marionetten, sondern lebendige Wesenheiten - so, wie dein Geist deinen Körper regiert, so ist das auch mit Atomen, Molekülen, Organen, ganzen Körpern, Planeten und Sonnen, Sonnensystemen, Galaxien und Universen.
    Allmacht und Allwissenheit passen nicht zusammen. Nur eines von beiden kann dominant sein. Aber beide Begriffe beanspruchen von Grund auf eine Dominanz für sich.
    Du hast den dritten Teil der Dreieinheit Gottes vergessen: die Liebe. Sie ist dominant.
    Auf jedenfall sind aber die heiligen Bücher falsch
    Versteh nicht, was genau meinst du?

  4. #204
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Savas schreibt:
    Für Juden, Christen und Muslime ist Gott allmächtig. Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass Gott ihn selbst nicht mehr heben kann?



    Ich glaube, wie bereits erwähnt, an keinen Gott, allerdings lässt sich diese Argumentation leicht umgehen, indem man einfach sagt, Gott steht über den physischen Gesetzen.


    Savas schreibt:
    Gott ist allmächtig. Da Wissen Macht ist, muss dann Gott allmächtig sein. Gleichzeitig heißt Allmacht, das Gott den Lauf der Dinge ändern kann.
    Aber: Wenn nun etwas passieren soll. Zum Beispiel soll ein neuer Planeten entstehen. Dies ist ein offenes Ereignis. Da Gott allwissend ist, kennt er ja das Ergebnis. Ein Planet soll entstehen. Wenn Gott nun beschließt, dass dieser Planet nicht entstehen soll, dann würde er ja vorher Wissen das dieser Planet nicht entstehen soll. Jedesmal wenn er etwas macht, weiß Gott im voraus schon was passiert. Da das Ereignis fest steht kann Gott den Lauf der Dinge nicht ändern. Denn er weiß was vorher passiert. Es sei denn er ändert den Lauf der Dinge, dass würde dann heißen, dass Gott nicht allwissend ist. Gott wäre selbst von einem Ereignis überrascht.



    Auch das lässt sich ganz leicht mit einem Totschlagargument umgehen, indem man sagt: "Gottes Wege sind unergründlich".

    Ein Gott lässt sich nicht widerlegen, weil es bei den meisten Gottesvorstellungen keine weltlichen Gesetze gibt die auf diese zutreffen. Was aber im Umkehrschluss bedeutet, dass es mMn. von Gläubigen ziemlich leichtsinnig ist, sich 100% an diese Gottvorstellung zu heften - die nicht nur bei jedem Menschen differiert sondern auch noch auschließlich nicht auf dieser (unseren) Ebene funktioniert - und sich keinen Funken Zweifel zu bewahren. Denn auch wenn man meint, Gott zu spüren, so sollte man sich überlegen wie weit menschliche Emotionen - oder allgemeiner - unsere subjektiven Empfindungen es wert sind, daraus Schlüsse abzuleiten.

    Um mal einen Vergleich zu bringen: Ich hatte (bzw. habe es noch leicht latent) durch Halluzinogenkonsum ein Ungleichgewicht in meinem visuellen Cortex, das machte, dass ich dauerhaft Halluzinationen hatte. Ich habe Muster über die Wände fließen gesehen, haben sich überlagert, ich habe ein dauerhaftes farbiges Rauschen im Sichtfeld und nachziehen von Lichtern.
    Und ob nun Halluzination oder fühlbare Emotion ist weniger eine Frage nach dem Neurotransmitter, sondern wo dieser ausgeschüttet wird
    Geändert von klippklar ( 3.06.2016 um 01:35 Uhr)

  5. #205
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Totschlagargument...Lieblingsw orte...

    Was Du so bezeichnest ist etwas,dass auch Wissenschaftler klar sagen. Wenn es einen Gott gibt,ist er mit den uns bekannten Methoden nicht nachweisbar,also auch nicht an Naturgesetze gebunden und wir verstehen ihn ganz sicher nicht.

    Was ich nicht verstehe ist,wie man den Umkehrschluss-dass sich die Wissenschaft in logischer Folge bitteschön entsprechender Spekulationen oder gar definitiver Aussagen zum Thema zu enthalten hat,weil nicht ihre Domäne-partout nicht ziehen kann...
    Geändert von luftkopf33 ( 3.06.2016 um 02:39 Uhr)

  6. #206
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:
    Totschlagargument...Lieblingsw orte...

    Was Du so bezeichnest ist etwas,dass auch Wissenschaftler klar sagen. Wenn es einen Gott gibt,ist er mit den uns bekannten Methoden nicht nachweisbar,also auch nicht an Naturgesetze gebunden und wir verstehen ihn ganz sicher nicht.

    Was ich nicht verstehe ist,wie man den Umkehrschluss-dass sich die Wissenschaft in logischer Folge bitteschön entsprechender Spekulationen oder gar definitiver Aussagen zum Thema zu enthalten hat,weil nicht ihre Domäne-partout nicht ziehen kann...

    Weil zwar kein theoretischer Gott an Naturgesetze gebunden ist, jedoch sehr wohl manche Fragen die einen Gott als Antwort zulassen könnten. Oder allgemein religiöse Aussagen die sich auf Weltliches beziehen.

    Schon mal vom God of the Gaps gehört?

  7. #207
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 212

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Heee ein witziges Thema, und ich immer noch auf Ablenkungssuche :-P...

    luftkopf33 schreibt:
    Was Du so bezeichnest ist etwas,dass auch Wissenschaftler klar sagen. Wenn es einen Gott gibt,ist er mit den uns bekannten Methoden nicht nachweisbar,also auch nicht an Naturgesetze gebunden und wir verstehen ihn ganz sicher nicht.
    Nun Wenn dem so ist, dann macht es meiner Meinung nach kein Sinn ein Wort dafür zu "definieren". Kann ja dann weder von Einzahl nich von Mehrzahl sprechen, ist es einfach nur Gott, ein Gott, würde schon mehr Information reinbringen.
    Und wie war das mit man soll sich kein Bild von Gott machen und gleichzeitig wird von Gott gesprochen? Wenn ich kein Objekt haben kann, welches Sinn macht und keines haben darf, wieso hantiere ich dann aber vollkommen "normal" mit einer Referenz auf das Objekt und weise dem sogar noch eigenschaften zu?

    Aber das Wort mal ausgelassen kommts ja auf das hin: Es gibt etwas, was wir ganz sicher nicht verstehen können.

    Was meiner Meinung nach nur das selbstgefällige vorgezogenes Endresultat ist, wenn man sich zu sehr in Widersprüchen verhadert hat und kein Bock mehr hat weiterzudenken.
    Wieso sonst würde es Sinn machen, diese Annahme zu tätigen?

    Damit ich eine ewig beständige Grauzone habe, mit der ich unbegründete "so ist es"-Aussagen treffen kann, die mir per Definition keiner Widerlegen kann?
    Juhuu, ich hab den heiligen Gral der Scharlatanerei gefunden xD


    He na wurscht. Es ist halt nur behindernd find ich. Und weil ich grad Bock drauf hab, Stell ich mal meinen Status Quo dar:

    Halt ich würde mich eigentlich eher als Atheisten Beschreiben, aber nur deswegen, weil mir so vorkommt, dass es im Durchschnitt von den Menschen am "richtigsten" interpretiert wird, was ich glaube.
    Sicher hab ich wie jeder andere Grenzen was ich verstehen kann, aber ich denke, sie können beliebig ausgedehnt werden. Blickwinkel beliebig verdreht werden.
    Gott ist das gleiche wie eine Seele. Es ist der Wahrnehmende Teil meiner Egopespektive. Die verkettung aller Physikalischer Zustände die mich und alles da draussen im Moment so sein lassen wie alles im moment ist. Jedes Quantum ist Teil und gleich der ganzen Seele und genauso Gott, Erzeuger und Abtaster, genauso wie du und ich. Also bin ich eigentlich Gott genauso wie du, also bin ich du.

    Genaugenommen ist es einfach IRGENDWAS und wieder widersprüchlich. Verständnis passiert innerhalb von Grenzen und kann sich beliebig ausdehnen - Raum und damit auch Zeit. Es kann sich aber nur beliebig ausdehnen indem keine Grenzen als solche anerkannt werden - alle Information wirkt unendlich weit weiter - dass sich alles trotzdem nur innerhalb von Grenzen befindet kann nicht verhindert werden - oder es existiert nicht in Raum und Zeit. Worte und Objekte sind nichts anderes als definierte Grenzen innerhalb abstrakter Räume. Diese verhindern Entwicklung, dabei sucht jede Entwicklung neue Worte, Objekte und abstrakte Räume.
    Gott versucht sich selbst zu verstehen. Das ist das Leben und deswegen müssen wir alle sterben. xD

    Das was stirbt sind nur die alten Grenzen. Ich bin deine Kinder, die neue Grenzen haben. Ich bin meine Vorfahren, die alte Grenzen haben.
    Wenn ich es schlimm empfinden würde zu sterben, ist es das gleiche, wenn ich es als schlimm empfinden würde eine Idee, oder ein Vokabel zu vergessen^^.
    Unbehagen tritt da doch nur auf wenn ich gerade den Kontrast vor Augen habe, dass ich grad was fassen konnte und jetzt nicht mehr. Aber das ist doch egal, ich weiss doch dass ich später sicher wieder was fassen kann. Und wenn ich mich wirklich bemühe wirds auch besser werden, mehr sinn machen :-). Und bemühen, heisst eher Verständnis ausdehnen und Entwickeln und nicht mir ins Knie schiessen, denn es hat nichts mit Leid zu tun, eher das Gegenteil, weil dann wirds ja besser.

    Das Leben ist das Kommuniktionsproblem zwischen Gott und sich selbst :-) Jeder Punkt im Raum ist Gott und ein und derselbe, er unterscheidet sich nur in Ort bzw. Zeit, die nur deswegen entsteht, weil er Verständnis ausdehnt. Weil er abtastet, weil er existiert.
    Würde ich nicht existieren, würde ich nicht abtasten, würde ich kein Verständnis ausdehnen, würde sich diese Frage garnicht erst stellen^^.

    Somit verändert sich für mich die Frage: "Kann ich Gott verstehen?" auf "Kann ich verstehen, dass etwas existiert?" oder vielleicht "Kann ich verstehen, dass ich bin?"
    Ich denke also bin ich... Wenn ich also die Frage mit "nein" beantworte, bin ich sinnlos.

    Und somit ist die Antwort ist, klar! Und tu ichs? Nein noch nicht^^
    Werd ichs jemals? Wahrscheinlich nicht. Ich bin immer nur dabei es gerade zu tun.

    Drum kann ich nur versuchen Worte zurechtzulegen, die existieren um damit zu kommunizieren um selbst meine eigene Entwicklung voranzutreiben und gleichzeitig die Entwicklung der anderen Ichs die selbes tun und mir wiederum helfen meine Entwicklung voranzutreiben und eigentlich wärs an der Zeit wieder mal neue Worte dafür zu basteln. Oder irgendwie kA auf eine Kommunikationsbasis zu kommen in irgendeiner Art weil so wie ich mich versuch auszudrücken ergibt es nicht wirklich allzuviel Sinn muss ich gestehen^^...


    Ich denke das Wort Gott kann man eigentlich weghaun.

    Und ich halte es für wichtig den Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer genauso wegzuhauen.

    Stattdessen vielleicht eher sein eigenes sein und die Welt verstehen zu versuchen und einfach zu leben wies einem damit am sinnvollsten vorkommt. Mit Menschen darüber zu reden und sich weiterzuentwickeln indem man sich gegenseitig Gelegenheiten gibt und keine Steine in den Weg legt.
    Und dabei keine Angst vor dem Tod zu haben :-) wieso überhaupt?


    Wieso brauch ich "mein" Leben nach dem Tod, wenn es was vom offensichtlichsten in der Welt ist, dass es noch ganz viel Leben nach meinem Tod geben wird xD

    Müssen wir dazu zuerst formal beweisen, dass alles Wahrnehmende zusammenhängt, was für mich nichts anderes ist als, dass der Informationsfluss zusammenhängt und das kann er nicht nicht tun...
    Oder geht es eben eh "nur" um die Identifikation damit und das Verständnis dahinter, was etwas ganz anderes ist als der formale Beweis. Es ist meist nur ein Ego-Problem.

    Dann muss man den Menschen eigentlich eher beweisen, wie es möglich ist, dass das Gehirn ihnen die Illusion präsentieren kann, dass sie begrenzt auf ihren menschlichen Körper sind und sie ein Zentrum der Wahrnehmung im Kopf wo haben.
    Oder, wie es zu "Grenzen" von Objekten im zusammenhängenden Informationsflusskonstrukt kommt.

    hmmm das stell ich mir eigentlich gar nicht sooo kompliziert vor. Ein Paar Schienen im Informationsfluss, dass Rückkopplungen passieren, die eine Information gefangen halten kann. Eine Masse von solchen zellen, die sich untereinander austauschen wodurch wegen Überlagerungen die Intensität so zunimmt, dass Dinge von "aussen" nicht mehr so gehört werden...

    Phu... NOT TODAY!
    cheers, Gordn

  8. #208
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Gerade unlängst erschienen Berichte über auch wissenschaftliche Ergründung einer 5. Dimension. Ich tu mich nit der 4. Dimension und ihrer Strukturierung schon sehr schwer. Wie soll ich mir da ein Bild, eine Vorstellung oder eine Hinterfragung über ein höheres Prinzip wie Gott erlauben. Mir reicht es zu wissen, dass ich nicht Gott bin, nicht über den Prinzipien stehe, dass ich Fähigkeiten habe die mir mitgegeben sind hier auf dieser Welt in Kontakt zu stehen und eines dieser Prinzipien heisst Liebe und die ist elementar. Die brauchen wir für uns und unser Feld in dem wir leben.

  9. #209
    cocolores

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    luftkopf33 schreibt:

    Was ich nicht verstehe ist,wie man den Umkehrschluss-dass sich die Wissenschaft in logischer Folge bitteschön entsprechender Spekulationen oder gar definitiver Aussagen zum Thema zu enthalten hat,weil nicht ihre Domäne-partout nicht ziehen kann...

    Ich bin jetzt nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, Lufti.

    Hat denn mal jemand versucht, die Heisenbergsche Unschärfetheorie mal genau zwischen Spekulation und definitive Aussage zu platzieren? Das geht überhaupt nicht. Wissenschaft benutzt Modelle. Auch Glauben ist ein Modell. Meiner persönlichen Meinung nach kann es sich kein ehrlicher Naturwissenschaftler leisten, die Existenz einer höheren Macht auszuschließen. Wenn man bürokratisch ist, kann man noch palavern, die Beweislast liegt immer beim Gläubigen.
    Deshalb gibt es für wankelmütige Atheisten wie mich das Modell der Agnostik.

    Nehmen wir den Urknall - am Punkt des Urknalls versagen unsere Naturgesetze. Wir sehen dann, dass wir gar nix wissen. So. Aus diesem gar nix wissen zu schlußfolgern, dass es einen Gott geben muss, ist ein zutiefst menschlicher Zug. Was wir da oben diskutieren über Wahrnehmungen und die Zuordnung von Begriffen zu Objekten, von denen wir wiederum nicht wissen, ob sie der andere so wahrnimmt wie wir - oder ob der andere überhaupt nicht selbst eine falsche Wahrnehmung ist ( da kommen jetzt die Solipsisten ins Spiel, die hab' ich ja auch gefressen), bringt uns der Frage nach einem Schöpfer keinen Schritt näher. Es bleibt eine Glaubensfrage.

  10. #210
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Ach,das war bloß ein nächtlicher Schnellschuss.

    Inhaltlich bin ich durchaus bei Dir. Im Kopf war ich da bei den Vertretern der "was ich nicht beweisen kann,gibt's nicht"-Variante des Atheismus,wohin mich der Begriff Totschlagargument gezogen hatte. Nur kann man die Existenz Gottes eben weder naturwissenschaftlich beweisen,noch widerlegen. Daher ist diese Frage keine "wissenschaftliche Baustelle".


    Verständlich? Irgendwie bin ich heut' wuschig und vermische ständig Sachen. Blöder Trigger...
    Geändert von luftkopf33 ( 3.06.2016 um 13:50 Uhr)

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