Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mein Glauben ist mir sehr wichtig / spielt die zentrale Rolle

    34 25,56%
  • Ich glaube an ein höheres Wesen, weiß aber nicht genau an was

    23 17,29%
  • Ich glaube an die Kirche und ihre Lehre

    3 2,26%
  • Ich glaube an Gott, gehöre aber keinem religiösem Verein an

    16 12,03%
  • Ich weiß nicht an was ich glauben soll und das ist mir auch egal

    17 12,78%
  • Ich bin Atheist und halte Glauben für eine Gefahr für die Welt

    61 45,86%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #91
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hi salamander, (hallo Forum,)
    Deinen Link habe ich mir durchgelesen und (nicht nur) diesen passenden Satz gefunden:
    Wikipedia schreibt:
    Die paradoxe Situation ergibt sich ... aus der Unvereinbarkeit von „Ich muss etwas tun“ mit „Ich habe keine Information“.
    und auch noch diesen:
    Eine paradoxe Informationsübermittlung wird umgangssprachlich als Heuchelei bezeichnet.
    Man sollte sich diesen ganzen Artikel durchlesen und gut überdenken bevor man sich dafür entscheidet, einer Sekte oder Religionsgemeinschaft beizutreten.
    (Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstielzchen heiß...)
    Mit diesem Hintergrund sollte man auch die Erklärung von luftkopf33 betrachten - luftkopf33, nimms bitte nicht persönlich... :
    luftkopf33 schreibt:
    Aus islamischer Sicht wird der Mensch "vollständig" geboren,nicht unbedingt in dem Sinne "gut",da immer beide Seiten in uns angelegt sind...
    Und natürlich kennt die Lehre der Religion beide Seiten genau und bestimmt darum, wer oder was unter "Gut" oder "Böse" fällt, schwarz oder weiß, das Denken sollte man besser den Gelehrten überlassen und Neuerungen (Bid'a) sind abzulehnen weil: "Nichts haben Wir in dem Buch ausgelassen." (Koran, Sure 6 Vers 38 )
    Durch den Glauben daran, auch und gerade was die Androhung jenseitiger Strafen betrifft, kann und wird es im Islam keine Reformation geben können. Es wird also nicht, wie im Mittelalter unter dem Katholizismus, Leute wie Martin Luther, Huldrych Zwingli oder Johannes Calvin geben, dagegen werden weiterhin solche und ähnliche Weisheiten gelehrt und geglaubt: "Allah verflucht eine Frau, die Perücken und Haarteile herstellt und eine Frau, die sie benutzt." ( Sahih Muslim Nr.3963 ). Das ist eines von fast einer Million der Ahadith, https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith, die mit das Wesentliche in diesem Glauben darstellen.
    So lange es Religion gibt, so lange gibt es auch den Krieg.

    Und um wieder auf Deinen Link zurückzukommen dieser wertvolle Satz daraus:
    Es gibt keine einheitliche Schizophrenie.
    Richtig, aber etwa 20 - 30 % der Erkrankten leiden unter religiösem Wahn: https://de.wikipedia.org/wiki/Religi%C3%B6ser_Wahn
    Ich war auch schon in stationärer Behandlung und habe einen "Gesandten Gottes" kennengelernt, den Klaus, der nahm mich mal beiseite und sagte mir, dass er von Gott gesandt worden wäre um die Welt zu retten, nur dürfe ich das nicht seinem Arzt sagen weil er ihn sonst nicht entlassen würde. Ich habe geschwiegen, "Gesandter Gottes" wer weiß?

    ___________

    @__silence__, Thema Buddhismus, vielleicht ist es Dir auch schon aufgefallen, dass hierzulande viele Leute diesen Satz sagen: "Ich tendiere eher zum Buddhismus".
    Fragt man dann etwas nach, dann kommt "der Buddhismus ist so friedlich", und nur zu oft sagen das Leute, die weder vom Katholizismus, noch vom Islam oder vom Buddhismus mehr wissen als das was sie im TV vorgesetzt bekommen haben, dabei wissen die meisten nicht einmal was "Bodhisattvas" sind und wie viele es eigentlich gibt, https://de.wikipedia.org/wiki/Bodhisattva
    Dass es im Buddhismus viele Götter oder Gottheiten gibt ist den meisten gänzlich unbekannt. Gottheiten die für alles mögliche zuständig sind, manche buddhistischen Lehrer erklären aber, dass es keine wirklichen Götter sind sondern Menschen die zur Erleuchtung und Erlösung gelangt sind, oder es handele sich um Metaphern von Bewusstseinszuständen. So wurde dem Buddhismus vieles aus dem Hinduismus zugefügt, und heute weiß eigentlich keiner so ganz genau, was Buddhismus eigentlich ist. "Das menschliche Leben ist Leid." Grundsatz des Buddhisten. Um dem zu entkommen bietet sich das "Nirvana" an, das höchste Ziel das es zu erreichen gilt, der "achtpfadige Weg", es gibt auch Devas, https://de.wikipedia.org/wiki/Deva_%28Gott%29, "überirdische Wesen", einige entstammen auch dem Hinduismus.
    Selbstverständlich werden hier in D auch Kurse und Fernreisen angeboten, nichts ist umsonst, aber wer mag kann selbst danach googeln...
    "Gott ist unbeweisbar", diese Weisheit kostet keinen Cent und ist von jedermann einzusehen wenn er nur will...
    Geändert von Georg A. ( 3.03.2016 um 13:54 Uhr)

  2. #92
    salamander

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    @ silence

    das ist genau das was ich an anderer stelle sagte. in dem post ist das missionieren schon wieder drin.

    ich finde das buch die vermessung des glaubens sehr, sehr interessant.



    karma wird auch das gesetz von ursache und wirkung bezeichnet - in der buddhistischen definition - nicht in der weltlichen - nicht in der westlichen.

    alles was ein mensch in diesem leben je getan hat, fällt auf ihn zurück - jeder tag ist sozusagen payday, das betrifft aber jetzt nicht nur das jetzigen leben, da ja im buddhismus davon ausgegangen wird, dass der mensch nur eine wiedergeburt ist, sondern alle möglichen leben davor... ziemlich übel, und menschenverachend dieses konzept, diese annahme - für mich.
    wenn ich das so nehme, dann ist jede vergewaltigte frau selbst schuld, denn irgendwann in diesem oder früheren leben, hat sie eine tat begangen, die das rechtfertigt, jedes kriegsopfer, jeder dem irgend etwas früchtlerliches oder schreckliches widerfahren ist. ziemlich pervers. weil es dem opfer ein schuld gibt, die es nicht hat und nie hatte.

    das vergaß ich glatt im ersten schwung. dann gibt es noch die buddhistische auslegung, dass ein mensch dem solches widerfahren ist, bzw. sein "geist" sich angeboten haben, sich einem anderem "wesen" zur "verfügung" stellt, damit es die mit dieser tat verbundenen "erfahrungen" machen kann. das ist für mich der gipfel der perversion - so richtig pathologisch und ein fall für die geschlossene - in meinen augen.
    das läuft alles unter buddhismus. ein einziger doublebind und ein einziges: es ist nicht wie es ist, nach dem anderen.
    wer sich darin verfängt, ist am arsch, und zwar so richtig.


    aus meiner sicht ist der buddhismus noch schlimmer, und trägt noch mehr menschenverachtende elemente in sich, als der christliche glaube.


    ich kenne buddhisten die ohne mit der wimper zu zucken eine biene retten, aber wenn ein mensch in not ist, können sie sich abwenden, hinter das, was die buddhistische defintion mitgefühl nennt zurück ziehen, und dann sehen sie zu, weil die fähigkeit zur empathie im menschlichen sein, dann doch sehr rudimentär ist.


    das bsp seele wird unglaublich gerne von buddhisten verwendet. so ganz stimmig ist das jetzt auch wieder nicht - wenn man's genau nimmt. die buddhisten sprechen von einer essenz. diese essenz wird ins nächste leben getragen und lebt sozusagen im nächsten körper weiter, bis sich der kreislauf beendet und ins nirwana eingetreten werden kann, was den kreislauf des lebens ein für alle mal für diese essenz (eine verdinglichung des menschlichen = das menschliche wird zum objekt, zur sache) beendet.


    buddhismus ist auch nur ein theoretischen konzept, nichts anderes. eine vorstellung, von etwas, wovon niemand WIRKLICH weiß, ob es so ist oder nicht.


    ich habe habe auch buddhisten sagen hören und davon waren sie überzeugt, zu 100%, dass viele tierarten vom aussterben bedroht sind, und bereits ausgestorben sind, plus dass die menschheit überproportional wächst, liegt darin, dass die tiere inkaniert und in die nächste daseinsstufe, die des menschen gelangt sind. das ist krank, und leugnet die tatsachen, die es auf diesem planeten gibt.


    ebenfalls finde ich es angebracht, sich vor augen zu führen, dass der buddhismus aus dem hinduismus entstand. einem kastensystem, aus dem kein mensch eine chance hat, je heraus zu kommen. in der kaste in der du geboren wurdest, bleibst du dein leben lang und stirbst du auch. kein ausgang. keine chance - nur lebenslanges leid ohne hoffnung, bist du in die unteren kasten hineingeboren worden.

    Zitat wiki: Nach der buddhistischen Lehre sind alle unerleuchteten Wesen einem endlosen leidvollen Kreislauf (Samsara) von Geburt und Wiedergeburt unterworfen.

    das hat für mich eine "bestechende logik", wenn ich dem den hunduismus zugrunde lege. damit habe ich schon wieder einen schulterschluß der gleichheit. was im christlichen glauben, der himmel darstellt, das ende des leids des lebens, wobei das voraussetzt setzt, dass ein mensch in sich die grundüberzeugung trägt, alles leben sei leiden - sowohl bei christen als auch buddhisten - so ist das ende unerleuchtenen wesens = der mensch und sein dasein - nicht nur der tod, also ein leben reicht nicht um seine schuld (das setzt immer voraus, dass ein mensch von haus aus schuldig wäre, das muß man sich geben) abzutragen..., sondern erst das ende des kreislaufes der wiedergeburten. das ist eine geisel, schlimmer als die erbsünde.


    um mich vor wiedergeburten zu schützen, muß ich ein "ordentliches" leben leben, sonst droht mir ein abstieg, in niedere welten, ich könnte als tier xzy wiedergeboren werden, damit wird die zahl der erneut vor mir liegenden leben, die ich wieder durchleben muß, wieder mehr, und damit das künftige leid, das ich noch zu ertragen habe, weil ich in diesem leben ich sagt jetzt mal "gesündigt" habe, und das karma mich wieder packt. das ist ein einem wort nur PERVERS für mich.

    das ist die selbe drohung die über dem leben liegt, wie fegefeuer, hölle, teufel und rächender gott, im christlichen glauben. aber da ist wenigstens nach einem leben schluß.

    aber es gibt die selbe perversion bei den christen im satz: gottes wege sind unergründlich - wenn was schief läuft im leben. oder in: der herr gibt's, der herr nimmt's den seinen.


    mich aus irgend einem glauben heraus, und mich mit zitaten auf diesen glauben beziehend, diesen "rechtfertigen" zu wollen, geht für mich nicht - und führt die sache ad-absurdum, da alles darauf hinaus läuft, diesen glauben - oder dieser ideologie - ich bezeichne den buddhismus so - aus sich selbst heraus begründen zu wollen.


    wenn das jemanden wirklich interessiert, macht es aus meiner sicht viel mehr sinn, sich alle weltreligionen und glaubensgemeinschaften anzusehen und zu vergleichen, wo sind sie sich ähnlich, wo haben sie ähnliches - nennen es nur anders, wo sind die schnittstellen in die philosophie und psychologie. da wird es interessant und sehr spannend.


    aus meiner ganz persönlichen sicht, liegt jedem glauben oder jeder ideologie zugrunde, das es ein erklärungskonzept für das unerklärliche anbietet und einen festen rahmen, wie sich im leben zu verhalten wäre, im besten fall. glauben soll die gemeinschaft, das zusammenleben "regeln" und in krisenzeiten "halt" bieten.

    in egal welchem glauben - finden sich teile dessen, worum es heute in der psychologie und den neurowissenschaften geht. im christlichen sinne, ist gott die "erklärung" für alles unerklärliche. er soll halt und struktur bieten, dort wo diese wegbrechen, sich auflösen oder auch nur wackeln.


    die meditation z.b. ist auch nur ein anders gesicht des gebets. beides bringt den menschlichen geist zu ruhe. das ist worum es beiden geht. im buddhismus nennt sich das selbe, dann die leere der dinge. bei den katholiken hast du den rosenkranz, wo perle um perle, während des rosenkranzes durch die hand gleitet, es wird gebetet und die dabei entstandene ruhe im geist mit der bewegung in der hand verbunden, das ist die art ein gehirn zu "programmieren", den ruhezustand im kopf, mit einer bewegung zu verbinden, die diese befindlichkeit aktivieren kann, wenn sie gebraucht wird. das gibt es auch im islam. dort gibt es auch die sufis, die mit ihren drehtänzen, das selbe tun. sie drehen und drehen und drehen, und gelangen darüber in die selbe ruhe, die bei anderen meditation und gebet hervorrufen. im buddhismus geschieht es rein kopfgesteuert, im isalm und christentum ist mit einer köperlichkeit verbunden.


    wenn man sich die mühe machen möchte, diese themen wirklich zu erkunden, wo sind die gemeinsamkeiten, warum gibt es diese gemeinsamkeiten, welcher "glauben" spricht welchen typus mensch an, darauf wieder die konzepte von pyschologie und philosophie legt, wird es sehr spannend. dann braucht es keine bibel- und buddhazitate mehr.


    und ich unterscheide weder bei den christen, noch bei den buddhisten, irgendwelche richtung, denn das fundament auf dem jede für sich fußt, ist das selbe.
    Geändert von salamander ( 3.03.2016 um 14:04 Uhr) Grund: ich hab noch was vergessen.

  3. #93
    Mumford

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Wapi schreibt:
    Glaubt den Büchern nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht.
    Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und
    anderen zum Wohle dienend erkannt habt.

    Gautama Buddha

    Wenn ich mich recht erinnere, hat OSHO mal so ziemlich dasselbe gesagt.
    Viele seiner Aussagen schätze ich sehr, da sie mir wirklich aus der Seele sprechen. Dazu hatte er auch noch einen frechen Humor.

    Eine zeitlang habe ich mich sehr für seine Texte interessiert und viel von ihm gelesen (-und ich bin eigentlich ein totaler Büchermuffel).
    D. h. Bücher hat er ja (soweit ich weiß) nicht geschrieben. Es gibt nur Aufzeichnungen, aus denen später Bücher zusammengestellt wurden.

    Über Religion und Glaube hat er sich auch mal ausgelassen:

    Religionen - ihr grundlegender Fehler
    Geändert von Mumford ( 3.03.2016 um 13:40 Uhr)

  4. #94
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Hallo salamander und alle anderen

    soviele lange Texte, ich habe sie nur überflogen, doch zu dem missionieren wollte ich nochmal etwas schreiben, für mich ein schönes Erlebnis.

    Als ich im letzten Jahr zwei Wochen im Krankenhaus war wegen Rückenschmerzen u.a. in einem Katholischen Krankenhaus (fällt mir jetzt gerade ein) aber auf einer Station für Naturheilkunde, hatte ich am ersten Tag eine Zimmernachbarin, mit der ich mich ganz unwohl fühlte. Die war ganz ruhig und fand mich wohl nervig, obwohl ich mich als ADSlerin schon versuchte zu beherrschen. Das war für mich eine richtige Anspannung und ich fühlte mich so unwohl.



    Dann am 3. Tag kam in das Zimmer eine neue Patientin (die hatte ich schon morgens auf dem Flur gesehen mit ihrem Mann und sie hat so viel geplappert, das ich dachte die ist nett, mit der würde ich besser klarkommen). Tatsache kam diese dann nachmittags in unser Zimmer und ich war froh, doch die andere Nachbarin war nun so genervt, das sie am nächsten Tag ausgezogen ist. Ein Glück, nun hatte ich noch eine herrliche Zeit mit der Frau die soviel redete und es sich herausstellte, das sie wahrscheinlich auch ADS hat. Wir waren beide richtig froh und es war lustig, aber auch anstrengend weil sie wirklich stundenlang soviel erzählte.



    Sie erzählte von ihrem Mann und ihren beiden Töchtern. Eine Tochter war mit einem dunkelhäutigem verheiratet und hatte ein kleines Kind, doch sie war damals in einer Klinik als sie schwanger war und hat psychische Probleme. Die zweite Tochter hat wohl noch keinen Partner oder hatte sogar noch keinen, war Kindergärtnerin doch ist dann auch wegen irgendwas in eine psychiatrische Klinik gekommen wegen Mobbing.

    Der Mann der Frau war ein ganz ruhiger und war oft genervt von ihr, wenn sie soviel redete. Das erinnerte mich an meine Beziehung, sie wollte mehr Aufmerksamkeit und er war genervt, trotzdem waren sie schon über 30 Jahr verheiratet. Ich fand diese ganze Familie richtig nett. Sie selber war auch schonmal in einer psychiatrischen Klinik und bei ihr und ihrem Mann hörte sich das alles so selbstverständlich an und das war für mich angenehm, da konnte ich auch von mir und meinen Söhnen erzählen.

    Sie erzählte auch, das sie oft ausgehen und wenn das sie gerne mal ein paar Gläser Wein trinkt. Sie hatte immer richtige knallige Farben und fast weißgefärbte Haare und ich habe sie richtig gerne gemocht. O:K. jetzt komm ich zum Eigentlichen, irgendwann an dem drittletzten Tag kam eine Frau aufs Zimmer, da kamen mal welche die nur einen Tag blieben und sich nur ausruhen mußten wegen einer Blutegelbehandlung.

    Da erzählte diese Frau die ich so herzerfrischend fand und so anderes wie die anderen und so emotional irgendwie das sie bei den Zeugen Jevohas sind. Also alle die ganze Familie. Niemals wäre ich darauf gekommen. Die ganze Zeit hat sie auch darüber überhaupt nichts erzählt, also mich nicht missioniert.



    Nachdem sie mir auch später von früher erzählte, habe ich dann erkannt, beide sie und ihr Mann kamen aus ganz schlechten Familienverhältnissen, ich glaube er wurde in seiner Familie geschlagen oder war sogar im Heim und bei ihr war es auch ganz schlimm. Dann haben sich beide mit 18 oder 20 Jahren schon gekennengelernt und geheiratet. Mein Gefühl ist, viele Menschen die eine sehr schlechte Kindheit hatten suchen Halt und Schutz in Sekten oder Religionsgemeinschaften. Bei ihr und ihrem Mann war es bestimmt so. Da bin ich mir ganz sicher. Doch was ich dann im Nachhinein überlegt habe bezüglich der Töchter, ja da war schon die Einstellung, das man bevor man mit einem Mann schläft heiraten muß, das die beide Töchter psychisch erkrankt sind wegen dieser vielen Verbote oder Einstellungen die die Zeugen Jevohas haben, (ich kenne nicht alles), doch da sie so lockere und nette Eltern haben in einem großen Konflikt sind.

    Gerne hätte ich mit der Frau noch Kontakt behalten, doch dann habe ich überlegt, das es eben wegen der Sache mit den Zeugen Jevohas nicht so gut ist für mich.

    Auf jeden Fall ist mein Vorurteil das die Zeugen Jevohas in gedämpften unfälligen Kleidern am Straßenrand stehen damit ähmmmm (mir fehlen hier die richtigen Worte) revidiert (?). Diese nette Frau war so schrill angezogen und auch ihr Koffer in Pink viel mir sogleich am ersten Tag auf und ihre weißblond gefärbten kurzgeschnittenen Haare und der knallrote Lippenstift.

    Ich hoffe das ist mal eine nette Geschichte, was man daraus jetzt schließen kann, tja keine Ahnung. Auf jeden Fall hatte ich eine herrliche Zeit im Krankenhaus mit viel Lachen und viel Verständnis für meine Probleme mit dieser Frau. Hätte ich nicht erfahren durch ein Gespräch das sie Zeugen Jevohas ist, hätte ich geschworen, wenn mich einer gefragt hätte, nein niemals.

    Schöne Grüsse und ich hoffe die Geschichte regt dazu an, zu überlegen, warum und aus welchem Grunde Menschen in religiöse Gruppen geraten, oft suchen sie Halt und Struktur und Sicherheit vermute ich und wenn man einmal drin ist, dann ist es schwer herauszukommen.

    Geändert von Paula ( 3.03.2016 um 14:07 Uhr)

  5. #95
    salamander

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    na ja, Menschen die in einem Umfeld aufwuchsen, wo es darum ging, den Willen des Einzelnen zu brechen, um ihn gefügig zu machen, im eigenen Sinne zu lenken, sind anfälliger für Sektenstrukturen. Nicht weil sie's prinzipiell gut fänden, dass so mit ihnen oder anderen verfahren wird, oder wurde, sondern nur, weil ihnen diese Art dem Umgang einfach nur zutiefst vertraut ist, und ihnen darum im ersten Schritt nicht auffallen kann - im Anfangsstadium, wo der Grundstein für das was kommen wird, gelegt wird.

    Erst ab da wo's echt unangenehm wird - für sie persönlich. Aber dann wirken meistens die Regeln der Gemeinschaft, die Zusammengehörigkeit, das zur Gemeinschaft gehören. Dass vorher bereits, ein aussortieren, derer, die mit der jeweiligen Sekte/Glaubensgemeinschaft/Ideologie nicht konform gingen, einher ging, wurde selten wahr genommen. Lovebombing, ist der Begriff für das, was in der Anfangszeit passiert, was das Bemerken dessen, worin jemand hinein gerät, so schwierig macht und am Ende des Ausstieg.

    Das kann man auf den vielen Seiten der Sektenberatungsstellungen nachlesen. Es braucht eine gewisse "Disposition" von Seiten der Herkunftsfamilie, um in eine Sektenstruktur oder einer Sekten ähnlichen Strukturen hinein zu geraten und sich darin zu verfangen.

    Die Zeugen Jehovas haben solche Strukturen, und sind stark von Kontrolle und beherrschendem Einfluß geprägt. Das eigene Selbst hat in dieser Glaubensgemeinschaft, außer es dient dem Glauben und der Glaubensgemeinschaft, nichts zu suchen. Es gibt nicht wenige Menschen die von einer Struktur dieser Art in die nächste gingen. Im ersten Schritt gibt das Halt, weil es etwas Vertrautes ist, und das zieht an.

    Dazu gibt's eine Menge Literatur.

    Ich hatte letztes Jahr auch so einen Fall im Umfeld. Da ist eine Frau, Mitte 50, bei den Lichtarbeitern gelandet. Mich hat der Schlag getroffen. Ich hatte das nicht erwartet. Aber es war wie bei so vielen Menschen, das wogegen sie sich in ihrer Herkunftsfamilie zu wehren versuchte, und nicht dagegen ankam, nahm sie bei Lichtarbeitern freiwillig auf sich, und fand es richtig gut. Und: Sie war in einer absoluten Ausnahmesituation, psychisch und physisch und suchte Halt im Leben. Dass sie nur noch in der Sprache derer sprach, und sich fast nur noch in diesem Umfeld bewegte, war unmöglich für sie zu realisieren. Dass sie binnen eines Jahres 25.000 Euro für Seminare hinlegte, die ich jetzt nur als Gehirnwäsche bezeichnen kann, war für sie "gut investiertes Geld". Im ersten Schritt fühlte sie sich dort wo sie war nur angenommen, angekommen und gut aufgehoben. Dass sie aber mit anderen, die mit den Lichtarbeitern nichts am Hut hatten, gar nicht mehr in Kontakt kommen konnte und kam, weil ständig jemand aus diesem Verein um sie herum war, und ihr erklärte wie sie die Welt zu sehen hatte, und wie die Welt ist, kam bei ihr gar nicht an. Es war schockierend, und auch dass es keine Rolle spielt, was man wie sagt. Denn sie war gebrieft, dass sie in ihrem alten Umfeld auf kontroverse Haltungen treffen wird, und jeder versuchen wird, die Lichtarbeiter zu diskreditieren. Da kann man dann von außen oft nur zuschauen, und hoffen, dass wenn der richtige Zeitpunkt ist, sie zusammen bricht, die richtigen Leute da sind, um sie heraus zu holen.

    Scientol---ogy hat solche Strukturen, Zeugen Jehovas haben sie, Lichtarbeiter, der Diamantweg der Buddhisten, schrammt ständig an dieser haarscharfen Grenze entlang, hat aber sehr viel von dem, und, und, und...

    Alles nicht wirklich lustig, und alle bedienen sie sich des Doublebinds. Und der funktioniert einwandfrei bei allen, die in Herkunftsfamilien aufwuchsen, wo er sozusagen schon mit der Muttermilch aufgesogen wurde.
    Geändert von salamander ( 3.03.2016 um 15:04 Uhr)

  6. #96
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Nur einmal ganz kurz:@Georg A.: Ich nehm's nicht persönlich. Es gibt halt Punkte,an denen wir nicht zusammenkommen werden...war das jetzt komisch ausgedrückt? Ach egal.

    Ich hatte das gut aus einem bestimmten Grund in "" gesetzt. Damit wollte ich dem Leser Interpretationsspielraum gewähren und klarmachen,dass der Begriff eigentlich nicht passt.

    Der Mensch wird vollständig geboren,mit dem Potenzial,sich in eine von ihm selbst gewählte Richtung zu entwickeln.

    Gut und böse sind moralische Wertungen bestimmter Handlungen/Taten. Nicht des Menschen. Man kann sicher schön darüber diskutieren,ob eine solche Wertung zivilisatorisch notwendig oder sinnvoll ist,oder nicht z.B.eine reine Beschreibung aus menschlicher Sicht, wie "schädlich","verletzend","hil freich","konstruktiv" usw. ausreichen würde.

    Was das Zitat aus dem Sahih angeht: Es gibt in diesen Sammlungen in der Tat wirklich merkwürdige (vorsichtig formuliert ) Aussagen und Geschichten. Das würde ich auch nie bestreiten. Deshalb schrieb ich schon zuvor mal,dass-wie Dir selbst bekannt ist-die Auslegung und im Fall der Ahadith,Verifizierung-bestimmten Regeln unterworfen ist-man möge mir dies "böse" Wort in diesem Kontext verzeihen-die alle Muslime,mit einigen (Dir) bekannten Ausnahmen anwenden.

    Thema Reformation

    Es gab sehr früh und gibt im Islam reformatorische Bestrebungen. Sehr oft wurden und werden diese leider v.a.durch machtpolitische Interessen ausgebremst. Zudem sähe eine islamische Reformation selbstverständlich anders aus,als eine christliche.



  7. #97
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Salamander, ich kann Deine menschenverachtende Auffassung des Buddhismus nicht nachvollziehen.


    Neulich hatten wir hier den schönen Satz "Eine religiöse Institution muss sich daran messen lassen, wie sie in die Welt hineinwirkt."


    Das Konzept der Wiedergeburt oder des Nirvana kommt aus dem Hinduismus. Überhaupt betrifft alles, was Du über den Buddhismus sagst, nicht die philosophiesche Lehre das Gautama, sondern das große Fahrzeug (Mahayana), die neuste Lehre die aus dem Buddhismus hervorging und sich dementsprechend am weitesten von seinen Ursprüngen entfernt hat. Andere buddhistische Strömungen werden von ihm als Hinayana (schlechtes Fahrzeug) bezeichnet. Theravada (Lehre der Ältesten) hat damit genauso wenig zu tun wie der Islam mit dem Papst. Beide berufen sich ja zumindest teilweise auf Mohammed..


    Was Du so von Buddhisten zu hören bekommst würde ich möglicherweise als Beleidigung an meinen Intellekt empfinden. Das daraus eine Ablehnung entsteht wundert mich nicht.


    Es ist aber nicht zutreffend, daß der Buddhismus aus dem Hinduismus heraus entstanden ist. Siddharta Gautama hatte sich eine Zeit lang als Yogi versucht, bevor er davon abkam und zum Buddha, also erleuchtet, wurde.


    Wikipedia ist in Sachen Buddhismus keine besonders gute Quelle, weil dort vieles vermischt wird. Die Aussage, alles Leben sei Leiden, sehe ich auch eher als Fehlinterpretation. Leben bedeutet unter anderem auch Leiden, so verstehe ich das. Du unterschlägst hierbei auch den letzten Teil der vier edleden Wahrheiten, daß man gegen dieses Leiden etwas unternehmen kann.


    Meditation unterscheidet sich insofern vom Gebet, das es wissenschaftlich sehr gut untersucht ist, weil sie im Gegensatz zum Gebet sehr gut nachweisbare Wirkung auf Geist und Gehirn hat.


    Der Buddhismus versucht eigentlich nichts unerklärliches zu erklären, Mahayana tut das.


    Das Du da nicht weiter differenzieren magst finde ich zwar schade, aber ist ja Deine Angelegenheit. Gerade bei religiösen Lehren wird oft eine Ideologie entworfen die mit den historischen Ursprüngen keine Gemeinsamkeiten mehr aufweist. Da Christentum und Islam ja aus dem Judentum entstanden sind, wären ja alle monotheistischen Religionen eh das Selbe, wenn man dieser Logik etwas konsequenter folgt.

  8. #98
    salamander

    Gast

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Mein Quelle ist nicht nur Wikipedia. Ich mags gern gründlich und mit mehreren unterschiedlichen Quellen.


    Ich möcht mich mit dem Buddhismus nicht über das bisherige Maß hinaus beschäftigen, ich hab das in der Vergangenheit getan, als Menschen in meinem Umfeld, sich dem Buddhismus zuwandten, was sie sehr verändert hat - auf eine Weise in der sich viele Menschen verändern, wenn sie dem Glauben erliegen, ihren persönlichen Heilsweg gefunden zu haben. Sie gehen im jeweiligen Glauben auf, egal welcher es ist. Das davor verliert sich, und auch was herkömmlich gesunder Menschenverstand genannt wird.


    An Deinem Bezug zu den verschiedenen Fahrzeugen, machte ich jetzt mal fest, Du bist praktizierender Buddhist, und es für Dich das richtige Konzept ist.


    Ich sehe im Buddhismus Züge, die für mich sehr menschenverachtend sind. Mir gefällt das ganz und gar nicht, darum gefällt mir der Buddhismus nicht.


    Tja und Buddha war Hindu, Jesus war Jude...
    Beide entdeckten in "ihrem System" etwas das ihnen nicht gefiel, sie prangerten es an, und zogen ihre Lehren daraus, die wiederum zu Lehren wurden...
    Wie der Hinduismus zur Basis des Buddhismus wurde, dazu gab es eine unglaublich interessante, gut recherchierte und fundierte Reportage - die allerdings schon vor langem lief, auf Arte, die mich bewog, mich mit dem Thema genauer zu befassen. Weil es spannend war, nicht weil mir am Buddhismus liegt.


    Es gibt auch Menschen die die These aufstellen, Siddharta Gautama lebte ein narzisstisches Konzept. Und sehr vieles, worum es im Buddhismus geht, wie Ereignisse des Lebens gesehen, eingeordnet werden, entspricht auch für mich einem narzisstischen Konzept. Es ist nicht so, dass ich sagen würde, alles am Buddhismus ist schlecht, oder verwerflich, aber es ist so einiges dabei, was mit wirklicher großer Vorsicht zu genießen ist.


    Die These ,dass Meditation mehr, als z.B. die Wirkung von Gebeten auf die menschliche Psyche oder den Geist untersucht wäre, ist nicht richtig. Das hat sich schon lange geändert, mit der Hirnforsuchung. Das zeigt auch das bereits 2008 veröffentlichte Buch "Die Vermessung des Glaubens" sehr schön auf.


    Aber die Diskussion hier weiter zu führen, scheint mir nichts zu bringen. Buddhismus ist Dein Ding, Du bist davon überzeugt, und wenn Du das bist, dann bist Du es, solange bis vielleicht, oder auch nicht, etwas geschieht, was diese Überzeugung ins wanken, oder vielleicht zum Einsturz bringt.


    Das ist "Glauben"...

  9. #99
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    Weiter vorne in diesem Thread hatte ich das Christentum ein Wenig verteidigt, oder war es Religion im Allgemeinen? Ich selbst betrachte mich jedoch als Atheist. Einer Glaubensgemeinschaft beizutreten, die auf eine so blutige Vergangenheit wie Christentum, Islam oder Buddhismus zurückblicken kann, kommt für mich wegen ethischer Erwägungen nicht in Frage und ich habe auch starke Zweifel ob mir das irgendetwas bringen würde. Die Vorstellung eines Schöpfers oder höheren Plans vermag es nicht mir Sinn zu stiften, manchmal sind philosophische Betrachtungen dazu in der Lage. Es lässt sich auch nicht in meine Überzeugungen integrieren.

    Die Argumentation, meine irrigen Annahmen seien eben dem Glauben geschuldet, zieht hier also nicht..


    Dafür bin ich überzeugter Determinist. Alles geschieht weil es notwendigerweise geschehen muss, in einer physikalischen Welt die keinen echten Zufall kennt kann das auch nicht anders sein. Das darf man mir gerne als meinen Glauben unterstellen.


    Wo ist die Grenze zwischen Wissen und Glauben. Es gibt sie eigentlich nicht. Können wir überhaupt etwas wissen? Alles was uns bleibt ist das was wir wahrnehmen. Dies ist real weil wir es selbst erfahren. Dennoch spielt auch bei der phänomenalen Wahrnehmung die Interpretation eine wichtige Rolle, die auf Konzepten beruht und somit auf Glauben. Letztlich ist Wahrheit ein virtuelles Konzept und jede Wahrheit gleich falsch. Insofern unterscheide ich weniger zwischen Glauben und Wissen, als zwischen viabilität und inkonsitenz eines Konzepts.

  10. #100
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Wie wichtig ist für Dich der Glauben an einen nicht beweisbaren Schöpfer?

    __silence__ schreibt:
    Alles geschieht weil es notwendigerweise geschehen muss, in einer physikalischen Welt die keinen echten Zufall kennt kann das auch nicht anders sein.
    Dafür gebe ich Dir prinzipell recht, und ich glaube auch, dass das wirklich so ist. Dennoch hat der Mensch seinen Freien Willen, auch wenn diese Behauptung Deiner Erklärung entgegensteht. Trotzdem hat der Mensch bei allen Handlungen die Möglichkeit zur Auswahl, oft bestehen millionen Möglichkeiten etwas zu tun oder zu unterlassen, so ist die Unterlassung auch eine Tat die mit zu Deinem Satz gehört, da geschieht dann etwas nicht weil es nicht geschehen darf.
    Bei mir klingt Deine Erklärung der Welt anders: "Alles geschieht weil Gott es zulässt". Ich glaube, dass Gott alle Möglichkeiten kennt und schon wusste was auf der Welt geschehen wird, und auch was jeder Mensch tun wird, noch lange bevor es unser Sonnensystem und das übrige Weltall gab. Wir haben den Freien Willen uns zu entscheiden, und Gott weiß wofür wir es tun. Du kannst Dir mit einem Hammer auf den Daumen hauen, aber Du kannst es auch bleibenlassen, es liegt an Dir, und nicht an der Kausalität, kausal gesehen wirst Du lediglich einen blauen Daumen bekommen wenn Du triffst...

    Wir haben den Freien Willen uns für Gott zu entscheiden, oder wir lassen es bleiben. Wer auf der Suche nach Gott ist der ist prinzipiell schon gläubig, denn sonst wäre es ihm egal.
    So habe ich meine Fragen gestellt und sie nirgendwo abgelesen, denn es geht um mich, um mein Jenseits an das ich glaube. Vernünftige Menschen sollten auch vernünftige Fragen stellen,
    auch manchmal an Gott, und dabei darf man gerne auf eine Antwort hoffen, ich glaube, dass Gott ale Fragen an Ihn beantwortet, der Mensch braucht nur Geduld und Aufmerksamkeit,
    dann werden ihm die Antworten begegnen, auch wenn es manchmal etwas länger dauert, und auch wenn er die Antwort nicht oder noch nicht verstehen kann.

    Wenn Gott etwas zulässt dann wird es auch geschehen, auch wenn die gesamte Menschheit dagegen ist, und wenn die Menschheit etwas tun will und Gott will es nicht geschehen lassen dann geschieht es auch nicht. Doch bei beidem bleibt Gott verborgen und auch nicht einer wird bemerken oder nachweisen können, dass Gott eingegriffen hat. Das Privileg Seiner vollkommenen Unbeweisbarkeit.
    Wer glaubt, dass dies Gottes Privileg ist, und wer folgerichtig darüber nachdenkt, auch über Gottes Vollkommenheit, (was jedoch ein Thema für sich ist), der wird begreifen, dass dieser Glaube der richtige ist. Er wird vielleicht auch in Sorgen um seine Nächsten geraten die einer Sekte angehören, wo Lügen über Gott verbreitet werden. Ich finde, es gibt nichts schlimmeres als das, Lügen über Gott zu erfinden und sie zu verbreiten, am Ende bringen sie Kriege, Mord und Totschlag, Leid und Elend über die Welt, und das alles "im Namen Gottes".
    Und wenn ich sage "wir müssen Religion beenden" dann weiß ich auch warum, jeder für sich und alle gemeinsam, nur so geht das. Nur der Glaube kann Religion besiegen. Der Glaube an Gott, über Den wir nichts wissen und Der unbeweisbar ist.

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