Umfrageergebnis anzeigen: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

Teilnehmer
56. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    12 21,43%
  • Nein

    43 76,79%
  • Vermutlich weiß er es.

    1 1,79%
  • Ich werde es ihm noch mitteilen.

    0 0%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Weiß euer Arbeitgeber Bescheid? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 48

    Frage Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Hallo zusammen,

    bin neu und hab meine Diagnose erst seit ein paar Wochen.
    Bin jetzt am Ende meiner Ausbildung und werde wohl nicht übernommen.
    Einen Betrag daran hat ADS bei mir geleistet.

    Nun hatte ich schon überlegt ob es sinnvoll wäre meinem Chef davon zu erzählen.
    Mich würde mal interessieren wie eure Erfahrung dazu ist.

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Nein, ich würde auf jeden Fall vermeiden, dass die Arbeitsstelle, der Chef und vor allem das Kollegium, von der Diagnose erfahren. Man wird gemobbt. Hier gibt es diesbezüglich viele Berichte.

    Bei der Bundeswehr und Polizei, ist man verpflichtet, die Diagnose mitzuteilen. Bei der Bundeswehr wird man aber gleich raus geschmissen, denn ADHS bedeutet TG 5.

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Mein Chef weiß es und schätzt meine Art dadurch mich so gut auf meine Kinder einstellen zu können, die häufig auch mit ADHS zu uns auf Arbeit kommen...

    Für mich ist ADHS aber auch keine Krankheit die man verheimlichen muss, sondern eine Begabung!

  4. #4
    cocolores

    Gast

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    My 50 cents : nur wenn du diesen Menschen gut genug kennst .....

    In der Regel ergibt sich aus einer solchen Mitteilung nicht das, was man sich vielleicht wünscht - eine andere Sichtweise des Arbeitgebers auf das Für und Wider des eigenen Leistungsspektrums und/oder eine Neueinordnung bestimmter Beobachtungen, könnte ich mir vorstellen. Sondern eher manifestiert sich die Sichtweise, dass der Betroffene ein Handycap hat, das zwar bestimmte Dinge erklärt, aber beiläufig den Eindruck erweckt, dass keine Aussicht auf Änderung besteht, indem er sich "zusammenreisst" und "bessert". Und das kann nach hinten losgehen.

    Ich persönlich habe einen Mitwisser meines Vertrauens, aber achte sehr darauf, nicht in schwachen Momenten auch anderen gegenüber die Schilde runterzulassen. ADHS zu haben ist nicht dasselbe wie "letzten Herbst hatte ich die Windpocken", so sehr ich auch chastrios Sichtweise schätze. Einmal Einblick in diesen Aspekt der Privatsphäre gegeben zu haben, kann nicht mehr rückwirkend korrigiert werden.

    Wenn man sich allerdings entschliesst, hier mit offenen Karten zu spielen, um das Thema unter die Leute zu bringen, kann man sicher auch Gutes bewirken. Aber dazu braucht es Persönlichkeit und Rückrat. Im Job würde mir das zu sehr die Batterien leersaufen.

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Nein, habe eh nur ein Minijob und da man dort sehr unter Zeitdruck arbeitet und genau sein muss wäre ich schön dumm wenn ich was sage!

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Zumal es viele Interessenten bezüglich des Jobs gibt, die kein ADHS haben. Mit denen würde der Chef keine Fehler eingehen.

  7. #7
    Rettich

    Gast

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Ich würde eine Diagnose, egal in welchem Bereich, grundsätzlich im Angestelltendasein weglassen, außer, man müsste es angeben. Letztendlich zählt ja die Leistung, die man erbringt, wie einen die anderen wahrnehmen und wie man beurteilt wird.

    Wenn man einmal etwas von sich preisgegeben hat, kann man es nie mehr zurücknehmen und braucht auch nicht darauf zu hoffen, dass es groß irgendwelche Bonus., Symphatie-, Mitleids-, Rücksichts- effekte auf Dauer hätte. Wenn es hart auf hart kommt, dann wird genau so etwas gerne wieder aus der Schublade rausgekramt.

    Dann kann es ebenso gut sein, dass man bei bestimmten Entscheidungen (mehr Verantwortung, Beförderung) von Anfang an ausgenommen wird aus vielleicht falscher Rücksichtsnahme (nicht belastbar, hat psychische Probleme, Risiko,...)

    Der Effekt für einen selber kann meiner Meinung nach ebenso daraus bestehen, dass man sich nach so einer "Offenbarung" völlig übernimmt, weil man - trotz der Einschränkung - versucht alles perfekter zu machen, um den anderen zu zeigen: Seht ihr: ich kann es doch.

    Ich glaube nicht, dann man sich damit einen Gefallen tut, außer sich freiwillig in eine Schublade zu stecken. Wenn in Teilbereichen besonders große Defizite da sind, dann kann man dass, denke ich, elaganter lösen, indem man zum Beispiele sagt, dass man eine gewisse längere Zeit zur Einarbeitung benötigt, sich gerne Notizen macht oder andere Strategien.

    Aus all diesen Defiziten, die ADHS so mit sich bringen mag, werden die Kollegen sich ohnehin ein eigenes Bild von einem zurechtzimmern. Wenn man die Diagnose freilich gleich frei Haus liefert, mach das manches Verhalten vielleicht erklärbar, auf große Rücksicht darf man aber dann nicht unbedingt hoffen.

    Und wenn ich mir die durchschnittliche Firmenbelegschaften, die ich so kennen gelernt habe, Revue passieren lasse, dann komme ich zu dem Schluss, dass eigentlich jeder auf seine Art und Weise Defizite hat und "Normalos" ebenfalls genügend Leichen im Keller haben.

    Solche Verhaltensweisen wie "Über Leichen gehen, um Karriere zu machen", "Ich bin so "committet" mit meiner Firma, dafür verlasse ich sogar Frau und Kinder", Obrigkeitsdenken, sklavische Loyalität, hinterhältige Kollegen, Kritiklosigkeit, "Tschaka-Gurus" und was einem in einem "normalen" Berufsleben sonst noch so begegnet, finden sich leider selten bei den Psychologen und die findet man erfahrungsgemäß in fast jeder größeren Firma. Die sehen ihr Verhalten ja gar nicht als Problem.
    Und solchen Menschen freiwillig Munition liefern?
    Im Leben nicht.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Mein Arbeitgeber weiß nicht Bescheid und ich würde es auch nie erzählen, weder meinem Chef noch meinen Kollegen. Ganz einfach aus dem Grund, weil es mir keinerlei Vorteile bringen würde, sondern nur Nachteile. Ich gehe davon aus, dass dann mein Umfeld anfängt nach Fehlern in meiner Arbeit zu suchen und wenn man lange genug sucht findet man zwangsläufig immer etwas, auch bei Menschen ohne ADHS. Die meisten Menschen haben Vorurteile gegen ADHSler, man muß auch bedenken, dass z.Bsp. im Fernsehen oft kein gutes Bild von uns vermittelt wird.

    Ich wüsste auch nicht was es meine Kollegen und meinen Chef angehen sollte. Ich muss meine Arbeit erledigen, so wie jeder andere auch. Keiner wird meine Arbeit mitmachen nur weil ich durch ADHS mich mehr zusammenreißen muss und mir einiges schwerer fällt, dass ist allein mein Problem. Ich denke, wüssten es die Kollegen, würde das nix vereinfachen, nur erschweren.

    Ist vielleicht aber auch abhängig von dem Bereich in dem man arbeitet und wie man selbst dazu eingestellt ist. Bei mir wissen es nicht mal meine Freunde / Bekannten, die ich regelmäßig beim Sport sehe. Nur mein bester Freund weiß es und alle anderen nehmen mir als zwar zappelig und frech wahr, denken aber ich sei ganz genau wie sie auch. Im Grunde bin ich das ja auch, nur eben anders
    Ich fahre gut damit, dass es niemand weiß und nur ich mich damit auseinander setzen muss - ich würde es nicht anders wollen.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    Mein Arbeitgeber weiss nichts und muss es meiner Meinung auch nicht wissen ich werde das Thema nur gegenüber meinem direkten Vorgesetzten ansprechen sobald ich eine feste Stelle hab weil teilweise schon Termine untergehen.

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Weiß euer Arbeitgeber Bescheid?

    LunarAvenger schreibt:
    Hallo zusammen,

    bin neu und hab meine Diagnose erst seit ein paar Wochen.
    Bin jetzt am Ende meiner Ausbildung und werde wohl nicht übernommen.
    Einen Betrag daran hat ADS bei mir geleistet.

    Nun hatte ich schon überlegt ob es sinnvoll wäre meinem Chef davon zu erzählen.
    Mich würde mal interessieren wie eure Erfahrung dazu ist.
    Naja, wenn du eh nicht übernommen würdest, würde es sich wohl lohnen, das Risiko einzugehen, ihm vom ADS zu erzählen. Ich würde dabei eine kompakte Erklärung abliefern und auch deutlich machen, dass es trotz der Defizite Möglichkeiten zur Verbesserung gibt (denn ein paar Sachen kann man sich schon erarbeiten/antrainieren). Zum Beispiel bin ich früher immer zu spät gekommen, nun nur noch selten, weil ich mir angewöhnt habe, früher loszugehen, meist viel zu früh.

    Einen Arbeitgeber habe ich nicht, aber ich habe schon einigen meiner Uni-Dozenten davon erzählt, weil die Schwierigkeiten unübersehbar waren und sie damit besser arbeiten konnten, sich auf mich einstellen konnten. Ich hab mir das aber gut überlegt mit dem Erzählen und hab es denen nur erzählt, weil ich grob einschätzen konnte, dass sie damit gut umgehen werden. Es gibt Menschen, denen würde ich das auf keinen Fall erzählen. Kommt immer auf den Menschen drauf an.

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