Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist positives Feedback für Dich?

Teilnehmer
72. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Unwichtig! Mir egal, was die Welt von mir hält!

    1 1,39%
  • Nicht so wichtig, aber ganz ohne geht's auch nicht.

    5 6,94%
  • Nur von bestimmten Leuten/an bestimmten Stellen!

    16 22,22%
  • Wichtig! Ohne Lob fehlt mir etwas im Leben!

    17 23,61%
  • Extrem wichtig! Ich fühle mich furchtbar mies, wenn ich nicht regelmäßig aufgebaut werde!

    27 37,50%
  • Muß ich in meinem Beitrag näher ausführen...

    6 8,33%
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Diskutiere im Thema Lobabhängigkeit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    Frage Lobabhängigkeit

    Ich merke immer wieder, wie sehr mein Gemütszustand davon abhängt, wieviel positives Feedback ich erhalte.
    Es ist einfach eine Art notwendiges Kontra zu meiner dauerhaften Selbstzerfleischung ("Taugenichts", "Vollblutversager", "überflüssige Lebensform", "Inkarnation aller negativen Charaktereigenschaften", "Universalignorant", "Stümper", "Loser",...), in die ich immer wieder verfalle.
    Da ich auch immer wieder jedes Lob, das ich ernte, früher oder später zerrede bzw. zersetze, komme ich mir da manchmal vor, wie ein Faß ohne Boden, in das immer wieder etwas nachgekippt werden muß.

    Dieser Extremzustand ist jetzt nicht unbedingt die Grundlage meiner Frage an Euch, sondern vielmehr ob Ihr Euch in dem Prinzip wiedererkennt, daß Eure Laune und Euer Selbstbild immer wieder stark von positivem Zuspruch oder vergleichbarer Rückmeldungen abhängen.
    Wer möchte, kann natürlich gern mehr dazu schreiben...

  2. #2
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Lobabhängigkeit

    Ich denke das liegt daran das unsere "innere Stimme" eher leise ist, beim selbstkritisieren aber laut und deutlich zu hören ist. Lob höre ich nicht gerne weil es mir Peinlich ist, ich weiss nicht damit umzugehen. Aber es spornt ziemlich an, so gerne ich auch unabhängiger davon wäre!

    Ich habe das Glück dass mich niemand kritisiert, das würde mich wohl vernichten.

    Ein Grund ist sicher das ich bei bestimmten Dingen immer wieder merke wie schlecht ich "normale" Dinge hinbekomme die für viele kein Problem sind. So blöd das auch klingt, aber ich tue mir extrem schwer geschäftliche Emails zu schreiben, wenn ich eine abgeschickt habe und dann von jemandem ein "hey, super! danke!" zu hören bekomme fällt mir einfach ein riesen Stein vom Herzen.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 212

    AW: Lobabhängigkeit

    Erkenne mich voll wieder. Jedesmal wenn mich jemand lobt komm ich nicht drum herum es voll runterzureden, anzumerken, wie schlecht es nicht doch war.
    Was extremst komisch vor allem auch für den Lobenden ist :-/

    Äussere Einflüsse haben irgendwie immer einen direkteren Hebel als ich selbst, kommt mir mal so vor^^
    Arg find ich, dass ich mir oft Kritik geb, die gibts gar nicht wirklich. Also sobald ich irgendwas mach kommen mir die komischsten Ideen in den Sinn, was andere davon halten könnte.

    Meist ist es weil ich etwas zu langsam oder ungeschickt mach, die Angst davor für unfähig gehalten zu werden. Und dann verhalte ich mich auch teilweise wegen dem Gedanken daran erst recht so.

    Und wenn mir dann wirklich jemand zuschaut, kommt es mir manchmal so vor, dass ich mich exakt an das anpasse, was der Zuschauer von mir hält. Also wenn er wenig von mir hält, dann fühl ich mich unsicher und weiss nicht mehr was ich tue. Meistens tapp ich in genau diese Situation weil ich immer glaube alle anderen halten aus Prinzip schon sehr wenig von mir.

    Aber ins positive kanns zum Glück auch gehn :-) Aber ist vieeel seltener.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Lobabhängigkeit

    Ich habe mir irgendwann angewöhnt, mich auch mal für ein Lob zu bedanken. Natürlich nicht in jeder Situation und bei jeder positiven Kritik.

    Es gibt ja durchaus Menschen, die mich, ohne Hintergedanken, loben.

    Leider bin ich an dem Punkt aber auch ziemlich erpressbar. Mir kann es passieren, dass ich ein Lob bekomme und in meinem Erleben wird es dann doch sehr überhöht. Das alles hängt aber auch immer von meinem gesamten Gemütszustand ab.

    Vor allem kenne ich den Gedanken: Wenn die wüssten!

    Der holt mich sofort ein, wenn ich ein Lob bekomme, das mir nicht gebührt oder wenn es sich um eine gute Leistung im Außen handelt, die aber kein bisschen mit meinen privaten Leistungen übereinstimmt.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Lobabhängigkeit

    Ja.
    Ich habe damit umzugehen gelernt und steuere bewusst dagegen. Also ich erwarte nichts von aussen und verhalte mich entsprechend. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das ein Punkt ist, der mich davon abhält, zu enge Kontakte einzugehen. Weil dann werde ich übermütig und wage zu viel und das nervt (ganz bestimmt) nicht nur die andere Person, sondern auch mich, weil ich mich dann eben auch Scheisse fühle, dass ich das Gegenüber damit nerve... oder so.
    Geändert von Theonar ( 4.11.2014 um 17:13 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Lobabhängigkeit

    GordnFreeman schreibt:
    Erkenne mich voll wieder. Jedesmal wenn mich jemand lobt komm ich nicht drum herum es voll runterzureden, anzumerken, wie schlecht es nicht doch war.
    Was extremst komisch vor allem auch für den Lobenden ist :-/
    Genau SO! Mir ist Lob einerseits extrem wichtig, andererseits spiele ich mein Können dann immer voll runter und mache mich fertig. Total doof, oder?

    Das ist nicht nur komisch für den Lobenden. Ich habe z.B. einen guten Freund der wird dann richtig böse wenn ich mich so fertig mache.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Lobabhängigkeit

    Ich kann mich euch nur anschließen. Lob ist eine ganz schwierige Angelegenheit - ich brauche Lob, ich gehe darin auf und kann schon fast sagen, dass ich manche Dinge erst dann als gut einschätze wenn es bspw. von meinen Eltern oder Freundinnen als gut empfunden wird bzw. ich erst dann wirklich stolz bin. Auf der anderen Seite geht es mir ähnlich wie zuvor beschrieben: Ich bekomme ein Lob für etwas und fange an es klein zu reden, herabzustufen und es wird mir unangenehm. Dann weiß ich nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Dann kommt mir das alles gar nicht mehr so gut vor - was allerdings auch mit meinem Perfektionismus korrelieren kann.. der jenseits von normalen Leistungen liegt.

    Sowieso die gesamte Lobproblematik stelle ich sehr dem Perfektionismus und Eigenanspruch gegenüber - um ein Lob zu akzeptieren muss man mich sich selbst zufrieden sein und der eigenen Leistung. Aber da Maßlosigkeit mit Sicherheit nicht nur mein Laster ist, dreht sich das im Kreis. Denn ganz ehrlich: Welche Leistung ist schon gut genug? In meiner Vorstellung kann ich das Ziel nicht erreichen - selbst bei 100% mit Auszeichnung die erreicht wurden reichte es nicht, um mich selbst zufrieden zu stellen. Und wenn man mit der eigenen Leistung nicht zufrieden ist - wie soll man dann ein Lob annehmen können, wenn man der Meinung ist dies nicht zu verdienen? Auf der anderen Seite strebt man ja doch nach Anerkennung, denn das beinhaltet das Lob ja doch und will durch Leistung, Begabung oder gutes Verhalten durchaus mal auffallen.

    Was ich aber auch kenne ist der Selbstzweifel "Sagen die das jetzt nur so?" oder "Ja, naja das kann ja nicht stimmen.". Die hohe Selbstkritik abzulegen ist eine schier unmögliche Aufgabe und zu akzeptieren, dass andere Menschen das was man tut, sagt oder wie man ist gut finden..

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 70
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Lobabhängigkeit

    Geht mir auch so!

    Also einesteils ist für mich Lob/Anerkennung Lebenswichtig, andernteils ist es mir auch peinlich.

    Ich habe erst in den letzten Jahren (bin inzwischen 67J) gelernt (ab und zu dafür zu danken und ab und zu nebst dem Danken, nicht trotzdem das gelobte mit Eigenkritik wieder zu schmälern.Aber eben leider nur ab und zu.

    Am peinlichsten ist mir immer noch ein Lob für ein Kleid oder ähnliches - . denn erstens habe ich diese Dinge ja nicht selber gemacht udn nochmnals erstens sind Kleider für mich nur ein notwendiges Übel und zweitens ist es mir generell peinlich wenn mich jemand so genau mustert, da ich mich eh immer als modisch absolut unkundiges und auch sonstwie hässlichesEntchen vorkomme.

    Ich schaffe es immer noch nicht, mich öffentlich (z.B. in einer Toilette) vor dem Spiegel zu kämmen oder sonstwie zurecht zu machen wenn jemand neben oder hinter mir steht.

    Ich denke dann immer, dass diese Beobachter denken, dass bei mir jeglicher diesbezüglicher Versuch eh kein Sinn macht.

    Was mir aber enorm fehlt, sind kleinste Anerkennungen über tägliche Leistungen wie ein aufgeräumter Raum, eine gute Mahlzeit, eine gelungene Deko usw.

    Da ich seit VIELEN Jahren alleine und auch noch abgelegen wohne, sieht kein Mensch was ich leiste, hingegen sehen sie - wenn sie kurzfristig angemeldet kommen (unangemledet lasse ich ausser meiner Familiegrundsätzlich kein Mensch mehr rein! )
    mein chaos. Denn ich schaffe es nie, gleichzeitig in allen Räumen Ordnung zu schaffen, respektive mehr als ein paar Stunden diese aufrecht zu erhalten!


    Es fehlt mir der Ansporn - ein Ziel : "wieviel schafffe ich bis sie/er wieder nachhause kommt" Was sagt sie/er wenn sie/er sieht wie viel ich in so kurzer zeit erledigt habe"

    Ohne solche Etappenziele (mit belohnender Anerkennung) fehlt mir so oft die Motivation, so etwas langweiliges wie aufräumen - in Angriff zu nehmen

    Bei Lob für eigene Kunstarbeiten kann ich Lob am besten geniessen, wenn ich ihn nicht direkt hören muss. Das geht meistens so:
    Ich bringe die Arbeiten nur ganz selten selber zum Empfänger, ich lasse sie stattdessen durch andere (meistens einer meiner Kinder) überbringen und geniesse dann (von ganzem Herzen) das durch sie an mich weitergeleitete Lob.welches übrigens meistens ehrlicher ist, als ein dirlktes Lob zwischen Empfänger und Erschaffer

    Liebe Grüsse
    ecetera

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Lobabhängigkeit

    Lob - ganz schwierige Sache!

    Für die Kleinigkeiten, die die meisten Normalos so problemlos hinbekommen, dieser ganze alltägliche Kram, die mir aber oft so unheimlich schwer fällt, da könnte ich es brauchen als Ansporn. Für die grossen Sachen, die Baustellen z. B., wo ich mir (zumeist) sicher bin, die gut gemacht zu haben (gerade bei Baustellen sieht man das dann ja auch), bekomme ich es (öfter).

    Seit ich mich aber bemühe das meinem Gegenüber auch öfter mal auszusprechen, komme ich selbst damit auch besser klar. Gut ist wahrscheinlich immer noch anders, aber manchmal ist auch der Weg das Ziel. Komisch fühlt sich das oft immer noch an, gerade wenn ich mir mir nicht sicher war, ob es wirklich gut war.

    Gut tun? Insgeheim doch oft, wenn man die Zeit hat es auch einwirken zu lassen. Es wärmt.

    Aber mein schärfster Kritiker bin ich wohl immer noch selbst ... Wobei ich allerdings extern mich auch schlecht aufbauen lasse.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 70
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Lobabhängigkeit

    Zum Thema Lob fällt mir nun grad noch was ein.

    Ist es nicht generell so, dass man von "normalen" Menschen eigentlich eher selten Lob erhält!!???
    Während ein ADHSler in seiner offnenen und herzlichen Spontaneität doch aller meistens nicht damit geizt andere und deren Fähigkeiten, Arbeiten und weiss was alles - zu loben!

    Ich kann dies sogar gegenüber Menschen tun, die ich noch nie gesehen - die mir auf der Strasse begegnen

    Ich setze aber immer Vorsichtshalber zum Voraus meine Spürnase ein, zur Überprüfung ob es jemand ist, der so eine spontane Äusserung von einer unbekannten Person nicht blöd findet (damit meine ich nicht solche Leute wie wir, denen es zwar in gewisser Weise peinlich ist, die wir so etwas aber niemals blöd oder displatziert finden würden)

    Ich habe so oft erlebt, wie Menschen, die ich mit einem Lob (**) ansprach, richtig aufblühten und angeregt zu plaudern begannen:-)

    (**) z.B. Wenn ich zu einer Frau sage: " Ihr fröhliches Gesicht stellt mich richtig auf, es ist als ob die Sonne scheint"

    Oder, "wow, was haben Sie für einen tollen Einkaufstrolly, so ganz mal kein 0815 Modell,, einfach nur cool"





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