Umfrageergebnis anzeigen: Wie wichtig ist positives Feedback für Dich?

Teilnehmer
72. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Unwichtig! Mir egal, was die Welt von mir hält!

    1 1,39%
  • Nicht so wichtig, aber ganz ohne geht's auch nicht.

    5 6,94%
  • Nur von bestimmten Leuten/an bestimmten Stellen!

    16 22,22%
  • Wichtig! Ohne Lob fehlt mir etwas im Leben!

    17 23,61%
  • Extrem wichtig! Ich fühle mich furchtbar mies, wenn ich nicht regelmäßig aufgebaut werde!

    27 37,50%
  • Muß ich in meinem Beitrag näher ausführen...

    6 8,33%
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Diskutiere im Thema Lobabhängigkeit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Lobabhängigkeit

    Ja, da hast du nicht unrecht, wenn ich bedenke, was ich hier schon an Lob bekommen habe.
    Vermutlich auch, weil wir wissen, wie schwer manchmal eben diese ganzen kleinen und grossen Sachen sind. Und ich denke, das trägt dann auch nach aussen.


    Ich meine, wo kann man auch sonst schon vermelden: "Wäsche waschen hat jetzt im 3. oder 4. Anlauf geklappt und das Zeug hängt sogar auf der Leine!" oder etwas Ähnliches und bekommt dafür sogar noch Lob und Zuspruch? Wieviele Menschen würden da den Kopfschütteln und denken: "Mein Gott, so schwierig ist das doch gar nicht, was für ein Aufriss!" Und eben, das ist es doch: Schwierig und das immer wieder von Neuem! Frei nach: Aus den Augen, aus dem SInn ...

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Lobabhängigkeit

    Hi Ihr Lieben,

    vieles ist ja schon geschreiben worden und davon lässt sich von mir fast alles voll unterschreiben.

    ecetera schreibt:
    Zum Thema Lob fällt mir nun grad noch was ein.

    Ist es nicht generell so, dass man von "normalen" Menschen eigentlich eher selten Lob erhält!!???
    Ja, genauso ist es.

    Das ist auch gar nicht mal ungewöhnlich, denn üblicherweise brauchen die Nicht-ADS-Betroffenen das auch nicht in dem Maße, wie das in den meisten Fällen bei ADHS-Betroffenen der Fall ist.


    In einer Ausbildung zum Ausbilder habe ich damals mal den Grundsatz "70% Kritik, 30% Lob" gelernt, also das Verhältnis, in dem Kritik (natürlich ist damit möglicht konstruktive gemeint) zu Lob stehen sollte.
    Die Begründung dazu war durchaus einleuchtend, denn einerseits ist Lob etwas Gutes und Angenehmes, zu viel davon scheint aber "Normalos" dazu zu verführen, ... wie soll man sagen, "sich auf den Lorbeeren auszuruhen", die Motivation zu verlieren und schlusig und desinteressiert zu werden.
    Findet man also das richtige Maß an Erfolgsrückmeldung und konstruktiver Kritik, läuft's am Besten.

    Dummerweise ist das bei ADS-Betroffenen genau andersherum.
    Kein Wunder, ist ja das Belohnungssystem eines ADS'ler ziemlich im Bobbes .

    Es braucht also eigentlich für einen ADS'ler mehr Lob, als für einen Normalo und weniger Kritik.
    Denn wir sind sensibler und reagieren auf Kritik leicht so, als würde man uns damit angreifen (oftmals auch aus der Erfahrung heraus, denn wie oft haben wir denn gehört, wir könnten, wenn wir wollten, wären dumm und/oder faul etc?).
    Und Lob hält nicht so lange vor wie bei Normalos.
    Wir können davon sozusagen nicht so lange zehren, es muss öfter aufgefrischt werden.


    Aber leider ist es sehr häufig genau so, wie hier schon gut beschrieben, dass wir selber Probleme damit haben, das Lob anzunehmen und es auch zu glauben.
    Das beginnt damit, dass wir wie gesagt, oft genug gehört haben, wie minderwertig wir wären oder wie unzureichend, und dann ist da eigene Erfahrung, unsere Schussleligkeit, Vergesslichkeit, Tollpatischigkeit, die uns letztlich ja auch immer wieder zeigt, dass wir etwas, obwohl das Potential vorhanden ist, trotzdem nicht hinbekommen.

    Und naja ... wie ebenfalls schon geschrieben, stehen uns unsere eigenen Ansprüche selber im Weg, das Lob zu glauben, anzunehmen und wirken lassen zu können.

    Etwas, das für andere ganz selbstverständlich ist, soll für uns besonders erwähnenswert oder eben lobenswert sein?
    Warum?

    Aber es ist so.

    Ich denke, wir sollten das Lob, das uns gegeben wird, wirklich annehmen und auch guten Gewissens.
    Denn es ist ja korrekt, dass für uns etwas, das für einen anderen selbstverständlich ist, keineswegs so leicht ist.
    Ich denke da an das Arbeitsgedächtnis, daran eine Sache durchzuhalten und wenn es nur für eine begrenzte Zeit ist.
    So viele Kleinigkeiten, die vielleicht anderen und auch in unseren Augen selbstverständlich erscheinen, es für uns aber keineswegs sind, sondern es sind hohe Leistungen.

    Ich glaube, wir nehmen das Lob aus diesen und anderen Gründen nicht gerne an, denn es erscheint uns nicht angemessen.

    Ich denke aber inzwischen imm öfter, dass es das wohl ist.
    Es ist allerdings aus meiner Erfahrung heraus sehr sehr schwer, da rein zu kommen und umzudenken.
    Vielleicht ist das sogar altersabhängig, denn ich kann mir vorstellen, je älter man ist, desto mehr haben sich diese selbstabwertendenen Bahnen eingefahren und sind zu festen Gleisen geworden, die man nicht einfach verlassen kann.

    Für mich gesprochen kann ich sagen, dass all dieses Wissen und Verständnis um ADHS mir doch dabei hilft, hier und da zumindest eine Weiche in das Gleis einzubauen und sie auch Schritt für Schritt immer öfter mal umstellen zu können, nachdem sie sich selber immer wieder zurückstellt.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lobabhängigkeit

    So richtig gepasst hat irgendwie nichts. Ich habe mich für "Nicht so wichtig, aber ganz ohne geht's auch nicht." entschieden.

    Lob und Kritik müssen sich bei mir die Waage halten. Wenn man immer nur Mecker kriegt, wenn was nicht so doll gelaufen ist, aber dafür kein Lob, wenn's gut war, kotzt mich das an.

    Wenn es weder Lob noch Mecker gibt, kann ich damit leben. Man kann ja (bis zu oder ab einem gewissen Punkt) auch selbst abschätzen, ob was gut oder schlecht gelaufen ist.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Lobabhängigkeit

    summerset schreibt:
    Wenn es weder Lob noch Mecker gibt, kann ich damit leben. Man kann ja (bis zu oder ab einem gewissen Punkt) auch selbst abschätzen, ob was gut oder schlecht gelaufen ist.
    Genau mit dem Punkt haben viele ADS-Betroffene ja so ihre Probleme ... die meisten sozusagen ...

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lobabhängigkeit

    Fliegerlein schreibt:
    Genau mit dem Punkt haben viele ADS-Betroffene ja so ihre Probleme ... die meisten sozusagen ...
    Will ich nicht abstreiten. Aber z. B. in puncto Job: Nach ein paar Jahren Erfahrung kann ich schon beurteilen, ob irgendwas gut gelaufen ist oder einfach nur beschissen. Ich bin sicher, das viele andere das auch können (natürlich nicht alle z. B. aus schon weiter o. g. Gründen) - vielleicht trauen sich manche nur nicht?

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lobabhängigkeit

    Irgendwie merke ich gerade, dass für mich Lob und Feedback was unterschiedliches ist.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 70
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Lobabhängigkeit

    ..........In einer Ausbildung zum Ausbilder habe ich damals mal den Grundsatz "70% Kritik, 30% Lob" gelernt, also das Verhältnis, in dem Kritik (natürlich ist damit möglicht konstruktive gemeint) zu Lob stehen sollte.
    Die Begründung dazu war durchaus einleuchtend, denn einerseits ist Lob etwas Gutes und Angenehmes, zu viel davon scheint aber "Normalos" dazu zu verführen, ... wie soll man sagen, "sich auf den Lorbeeren auszuruhen", die Motivation zu verlieren und schlusig und desinteressiert zu werden.
    Findet man also das richtige Maß an Erfolgsrückmeldung und konstruktiver Kritik, läuft's am Besten.

    (1.) Dummerweise ist das bei ADS-Betroffenen genau andersherum.

    ..........


    (2.) Es braucht also eigentlich für einen ADS'ler mehr Lob, als für einen Normalo und weniger Kritik.
    Denn wir sind sensibler und reagieren auf Kritik leicht so, als würde man uns damit angreifen (oftmals auch aus der Erfahrung heraus, denn wie oft haben wir denn gehört, wir könnten, wenn wir wollten, wären dumm und/oder faul etc?).
    Und Lob hält nicht so lange vor wie bei Normalos.
    Wir können davon sozusagen nicht so lange zehren, es muss öfter aufgefrischt werden.



    zu (1.) BINGO!
    Ich wurde seit meinem 16.Lebensjahr
    (mit ganz wenigen Ausnahmen) ständig nur kritisiesert von meinem (bis zu meinem 20. Lebensj). -Freund, (ab dann bis 49. L.J). -/ Ehemann und zwar in ganz massiver bis sadisstischer Art.

    Ich flehte ihn immer wieder an, mir doch auch einmal etwas lobendes, anerkennendes zukommen zu lassen, da ich dies brauche um funktionieren zu können.
    Darauf erhielt ich all die Jahre immer dieselbe Antwort:
    "wenn man einen Menschen rühmt, dann steigt ihm das zu Kopf und er gibt sich gar keine Mühe mehr"
    Oder:
    " Du und ich, wier sind ein Fleisch, also wenn ich dich rühmen würde, würde ich mich ja selbst rühmen und das tut man nicht"
    Ich erklärte ihm tausendmal, dass ich nicht so funktioniere wie die so viele Menschen die sich durch Lob tatsächlich auf den Loorbeeren ausruhen ode r es gar missbrauchen.

    Dass ich im GEGENTEIL bei jedem Lob sofort denke: "WOW, der/die Findet das toll was ich geleistet habe, dann werde ich ich das nächste mal zeigen, dass ich das noch besser, noch schneller, noch effizienter erledigen kann., dass es mich unheimlich anspornen tät usw.

    Aber all diesbezügliches betteln, Flehen und auch wütendes anschreien ging ihm am Ar... vorbei.

    Nein , es sind nicht immer die ADHSler die eine Beziehung belasten!!! Zu diesem Thema möchte ich mal einen separaten Thread eröffnen! Denn ADHSler sind auch sehr oft beliebte Mobbing Opfer von krankhaften Machtbesessen Menschen.


    zu (2.) Genau so ist es - leider


  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Lobabhängigkeit

    summerset schreibt:
    Irgendwie merke ich gerade, dass für mich Lob und Feedback was unterschiedliches ist.
    Ich hoffe doch, dass das nicht nur für Dich so ist, denn das sind zwei unterschiedliche Dinge.

    Ein Feedback ist eine Rückmeldung, eine Art sachliche Analyse, gleich welcher Art, ein Lob dagegen ist eine ausdrückliche (d.h. sie kann in Worten oder Gesten ausgedrückt werden) Anerkennung.

    Da sehe auch ich einen Unterschied.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 70
    Forum-Beiträge: 76

    Rotes Gesicht AW: Lobabhängigkeit

    Als ich gestern Abend noch kurz über mein Smartphone eure neusten Beiträge las, da wurde mein ganzer Brustkorb so richtig warm durchflutet - also echt physisch und nicht "nur" psychisch,

    Es war ein unglaublich schönes Gefühl, endlich so durch und durch verstanden zu werden, statt (wie das zu 99% geschieht wenn ich ein heikles Thema anschneide) geschulmeistert/kritisiert/belehrt zu werden.

    DANKE, DANKE,DANKE!!!!!!!!!!!!!!!
    iCH LIEBE EUCH ALLE SO SEHR! :-)
    Geändert von ecetera (26.11.2014 um 11:02 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 70
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Lobabhängigkeit


    . GordnFreeman

    . Und wenn mir dann wirklich jemand zuschaut, kommt es mir manchmal so vor, dass ich mich exakt an das anpasse, was der Zuschauer von mir hält. Also wenn er wenig von mir hält, dann fühl ich mich unsicher und weiss nicht mehr was ich tue. Meistens tapp ich in genau diese Situation weil ich immer glaube alle anderen halten aus Prinzip schon sehr wenig von mir.


    Oh ja, das kenne ich SOO gut. Auch ich handle allermeistens genauso wie ich denke/spüre, dass die/der mir zuschauende/r es von mir erwartet!!

    Das ist etwas was mich sehr ärgert (über mich selbst ) Warum zum Kuckuck liefere ich denen genau das was sie meinen, dass ich es tun würde!?
    Wahrscheinlich weil ich es immer allen recht tun will. Und weil man als ADSler ja sowieso immer das Gefühl haben muss*, (*habe oft das gefühl, dass man das von uns erwartet) man sei nicht Urteilsfähig über richtiges oder falsches Handeln.

    Diese dumme Reaktion geschieht nicht nur bei Tätikeiten wie Arbeiten usw. sondern vor allem bei Disskussionen. Ich benehme mich nach enigen Sätzen schon genauso idiotisch wie man es von einem ADHSles eben erwartet!! Das macht mich im Nachinein derart kaputt, dass ich oft wochenlang daran zu kauen habe, weil ich wieder einmal (von hunterttausendmal) so reagiert habe wie ich gar nicht reagiern wollte somdern so wie es mir mein Gegenüber unbewusst diktierte. Alles vorher geplante(was ich sagen werde usw) löst sich in dem Moment (explosionsartig) in Luft auf, wo das gegenüber mich auch nur gering angreiftt oder das was ich sage in Frage stellt.

    Dieses dumme Raeagieren/antworten/diskutieren wird sogar mit jedem Altersjahr zunehmend schlimmer (oder es wird mir einfach immer mehr bewusst wie dumm ich mich verhalte) . Was dazu führte, dass ich kaum noch das Haus verlasse und auch mit niemandem als mit meinen Kinder/Schwiegerkinder und Enkel telefoniere.

    Ich fahre nur ca alle 10 Tage mit meinem E-Mobile zum Einkauf ins nächste kleine Dorf . (mein Wohnort ist noch kleiner, da gibts weder eine Migros noch einen coop und auch sonst nichts als wenigstens einen (unbedienten) Bahnof.
    Geändert von ecetera (26.11.2014 um 11:41 Uhr)

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