Umfrageergebnis anzeigen: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

Teilnehmer
39. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Leute, die von meinem ADHS wissen, nehmen die Thematik ernst, verhalten sich aber nicht anders.

    12 30,77%
  • Leute, die von meinem ADHS wissen, ignorieren die Tatsache, dass ich ADHS habe.

    18 46,15%
  • Leute, die von meinem ADHS wissen, verhalten sich rücksichtsvoller.

    7 17,95%
  • Leute, die von meinem ADHS wissen, verhalten sich mir gegenüber abweisend oder verunsichert.

    10 25,64%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

    Ich bin noch in der Diagnostikphase, also in einer noch anderen Situation.
    Dennoch mache mir aber ständig genau diese Gedanken, wem man es denn erzählen kann, und bin zu einem ähnlichen Konzept gekommen wie NellyNel: Enge Freunde und wichtige Menschen (und das sind sehr wenige): ja. Sonst keinem, und schon gar nicht auf der Arbeit.

    Bisher sind die Reaktionen auf den Verdacht so, dass ich zwar ernstgenommen werde bezüglich meines Leidensdrucks, aber die Diagnose zwischen den Zeilen doch sehr stark angezweifelt wird, und ich mich dementsprechend überhaupt nicht verstanden fühle.
    Ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt...

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 520

    AW: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

    Ich habe nicht das Gefühl, dass die Problematik die hinter ADHS steht, ernst genommen wird. Zudem: Ich HABE ja all die Jahre funktioniert, ich KANN ja, was erwartet wird... irgendwie...
    Aber dass vieles davon immer nur unter erheblichen Mühen geht/ging (mit entsprechenden Folgen), ist nicht vermittelbar.
    Und wenn ich jetzt, mit dem besseren Verständnis für mich selbst, Abstriche mache, was meine eigene Erwartung angeht, mein "Pensum" besser abstecke und auch mal "nein" sage... das kommt oft nicht gut an...
    Also sag ich es auch eher seltener, dann muss ich mich nicht ärgern....

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

    Die komplette Bandbreite!
    1.) Es gibt Leute, die es akzeptieren und Rücksicht darauf nehmen.
    2.) Es gibt Leute, die es zwar irgendwie akzeptieren aber dann nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.
    3.) Es gibt Leute, die es vordergründig akzeptieren, aber eiskalt weiter die harte Linie fahren (Jaja, Du hast dies und das, aber das zählt hier nicht!).
    4.) Und es gibt Leute, die es gar nicht akzeptieren, frei nach dem Motto: "Du bist doch auch nur einer der nie um eine faule Ausrede verlegen ist!".
    Ich vermag Dir nicht zu sagen, wer die meisten und wer die wenigsten sind.
    In den 80ern und frühen 90ern waren (gefühlt) Gruppe 3 und 4 deutlich stärker vertreten.

    Es gibt dann noch (besonders unter grausamen Kindern) eine fünfte Gruppe:
    "Endlich ein dankbares Opfer! Und der kann sich nicht einmal wehren! Wie geil ist das denn? Auf ihn mit Gebrüll!"

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

    Ich habe, in Vorbereitung auf die von mir angestrebte (Neu)Erstellung der Diagnose aus der Kindheit, befreundete Berufskollegen/innen angefragt, ob sie bei mir vielleicht mal etwas bemerkt haben, was den mit ADHS verbundenen Symptomen entsprechen könnte. Als Leitlienien habe ich auf die entsprechenden Wikipedia-Artikel ADHS und ADHS bei Erwachsenen verwiesen, da dies leicht zugängliche Quellen darstellen.

    Es gab welche, die mir auf die Anfrage per E-Mail nicht geantwortet haben. Von einer jener Personen weiss ich aus dem mündlichen Gespräch, dass sie sich dazu nicht imstande sah - eine Option, die ich so auch schon im Vorfeld angeboten habe. Ansonsten war es eher Erstaunen darüber, durchaus auch im Sinne "ich glaube nicht, dass das bei Dir der Fall ist". Das war dann nett gemeint, aber ich habe ja auch nie verlangt, dass Laien eine Diagnose stellen sollen.

    Hilfreich war mir gerade die Rückmeldung einer Person, die 6 Jahre lang meine direkte Vorgesetzte war und mir einfach nur ihre Beobachtungen geschildert hat:
    "- Zuckungen: deine Zuckungen sind mir am Anfang wenig aufgefallen, dann mehr wenn du mir unter Stress schienst. Und ja, verstärkt in den letzten Monaten.
    - Aggressionen: nicht speziell aufgefallen
    - Hyperaktivität: in Bern nahm ich dich als unruhig und nicht immer sehr konzentriert wahr, du schienst mir schnell gelangweilt, vor allem bei monotoner Arbeit (du erinnerst dich an die Rekat von LG ...), hast dich viel und gern ablenken lassen (Mailinglisten, Gespräche)."
    Die dort angesprochene "monotone Arbeit, Rekat von LG", das lag in sozusagen 'guten Jahren', was mich dann doch etwas erschreckt hat, da ich da keine für mich spürbaren Probleme hatte. Aber, jene Person hat mich auch 6 Jahre lang jeden Werktag erlebt und musste sich für die jährliche Mitarbeiterbeurteilung und dann beim Arbeitszeugnis ein genaues Bild von mir machen. Und für solche Rückmeldungen bin ich dankbar, da sich für mich a) mehr Gehalt haben als so ein 2-Seiten-Ankreuztest und b) mir die Akzeptanz meines Anliegens signalisiert.

    Insofern erfahre ich in diesem Kreis mehr Akzeptanz, als von Fachpersonen, die anscheinend unfähig oder unwillens sind, sich detailiert mit meinem Anliegen auseinanderzusetzen und eine vermeintliche Inkompatibilität meiner Berufswahl mit ADHS als Grundlage der Zurückweisung angeben.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Fühlt ihr euch als AD(H)Sler(innen) auch als solche akzeptiert?

    Meine Mutter hat mir gleich von einem Bericht erzählt, den sie gelesen hat, dass ADS eine Erfindung irgendeines Arztes oder so ist und es diese Krankheit gar nicht gibt.
    Ich habe die Diagnose jetzt seit 1 Jahr und sie hat nie wieder ein Wort darüber verloren oder mich gefragt, wie es mit geht.

    Ich habe mir einige Bücher darüber gekauft und mir auch aus dem Internet Berichte ausgedruckt und diese gelesen . Ich hätte mir gewünscht, dass mein Mann diese auch mal durchblättert. Ich habe ihm das auch mal gesagt und ihm auch schon oft einige Stellen daraus vorgelesen, aber er hat bis heute keinen einzigen Blick darauf geworfen. Er versucht jedoch einigermaßen rücksichtsvoll mit meinen Macken umzugehen. Aber verstehen tut er mich nicht wirklich, ist auch unmöglich, ohne dass man sich mal richtig damit beschäftigt hat.

    Ich bin in so einem Projekt, dass sich Arbeitsassistenz nennt. Mein Betreuer sollte mir eigentlich dabei helfen, Arbeit zu finden, die mich langsam wieder darauf vorbereitet, normal arbeiten zu können.
    Als ermeinen Befund von der Reha gelesen hat, hat er sofort angefangen zu lächeln und wollte mir auch erklären, dass es diese Krankheit nicht gibt.

    Habe vor 3 Wochen endlich eine Therapeutin gefunden, die mit ADSlern arbeitet, in Oberösterreich ist das echt ein Problem. Keiner der Psychiater und auch keiner der Therapeuten kennt sich mit ADS aus. Bei uns ist dieses Problem so gut wie unbekannt. Darum wurde ich auch 20 Jahre lang immer nur wegen meiner depressiven Stimmung behandelt und mir nahegelegt, ich muss etwas in meinem Leben ändern.
    Die Therapeutin wird diesen netten und alleswissenden Herren von der Arbeitsassistenz anrufen und ihm die Meinung sagen.

    Freunde habe ich keine und unser Bekanntenkreis und auch die Familie von meinem Mann, die schon mitgekriegt haben, dass mit mir irgendwas nicht stimmt, wollen nichts heiter darüber wissen.

    Äusserlich sehe ich ja ganz "gesund" aus. Ich habe auch keine Lust mehr zu sagen ich habe ADS und dann von jedem zu hören, dass es das nicht gibt. Bei uns ist das wirklich noch so.

    Drei mal habe ich es gesagt und drei mal habe ich das zurückbekommen. Das tut echt weh.

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