Umfrageergebnis anzeigen: Wer leidet alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

Teilnehmer
38. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nein, keine Probleme mit unruhigen Beinen

    7 18,42%
  • Ja, aber nur leicht und selten. (Kaum/kein Leidensdruck)

    11 28,95%
  • Ja, die nächtliche Zappellei lässt mich öfters nicht einschlafen (Mäßiger Leidensdruck)

    16 42,11%
  • Ja, oft kann ich deshalb nur 1 - 2 Stunden schlafen; auch tagsüber Symptome (Großer Leidensdruck)

    3 7,89%
  • JA! So schlimm das ich deshalb schon Suizidgedanken hatte (Unvorstellbarer Leidensdruck)

    1 2,63%
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Diskutiere im Thema Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 304

    Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hi zusammen,

    da ich in letzter Zeit immer mehr unter meinem RLS leide, beschäftigt mich dieses Thema derzeit sehr.

    Nun wollte ich mal aus reiner Neugier eine Umfrage starten, um zu sehen wie viel hier noch im Forum davon betroffen sind.
    Außerdem würde mich auch interessieren wie sehr die unruhigen Beine euer Leben beeinflussen

    LG Chokmah

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 304

    Frage AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Ahhh was mich noch interessieren würde:

    - Wie und wo Diagnose?
    - Welche Medikamente bekommt ihr?
    - Gibt es hier welche die trotz massivem Leidensdruck eine Medikamention ablehnen und wenn ja aus welchem Grund?
    - Das alter bei dem es bei euch angefangen hat und der Verlauf der Erkrankung.
    - Schämt ihr euch auch für diese Krankheit?
    - Leidet eure Beziehung darunter?

    Hab eigentlich noch sooooo viele Fragen; vl mache ich noch ein THread bei Komorbiditäten auf....

    Der Grund für meine Umfrage ist, dass ich zurzeit kurz vorm durchdrehen bin...
    Hab schon die ersten Symptome mit 12 Jahren bekommen. Damals wars halt nur ein leichtes reiben am Bettlaken um einschlafen zu können.
    Wusste damals natürlich nicht wie wo was warum? Da meine Mutter auch darunter leidet (aber nur so wie ich mit 12 Jahren) habe ich es sehr lang nicht als Krankheit wahrgenommen. Letztens ist mir eingefallen, dass auch mein Vater als er noch lebte und ich zu Besuch war, sehr oft Abends zappelnd aufm Sofa gelegen ist.

    Naja da ich ehh seit dem ich denken kann unter Schlafstörungen leide, konnte ich auch lange Zeit das Gezappel nicht als Mitursache identifizieren.
    Dachte immer die Schlafprobleme kämen nur vom Kopf-Karussell, welches mich seit dem ich denken kann, all Abends im Bett begleitet hat.
    Dieses Karussell hatte ich wie einige von euch bereits wissen seit meinem 15. Lebensjahr mit Cannabis versucht zu stoppen.
    Es hat auch jahrelang "gut" funktioniert (was das schlafen betrifft) aber hat mich letzten Endes in eine ausgeprägte Polytoxikomanie getrieben, die ich erst ende 2012 in den Griff bekommen habe.
    Ca. ein halbes Jahr später (glaube Mai 2013) wurde dann endlich nach jahrelanger Fehldiagnose/Medikamention mein ADHS diagnostiziert und entsprechend Medikamentiert.

    Seit dem ich nun mit Methylphenidat medikamentiert werde, ist es Gott sei Dank mit diesen endlos Gedankenschleifen im Bett viel besser geworden (allerdings immer noch nicht zufriedenstellend; hab aber auch zurzeit durch Arbeitslosigkeit und einem Berg Schulden genug "Problem-Material" für das Karussell in meinem Kopf ).

    Seit dem nun mein Kopf Abends besser abschalten kann als damals, fallen mir nun immer mehr die Missempfindungen in den Beinen (in schlechten Phasen auch im Brustbereich/Schulter/Arm) auf... Naja ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass es seit dem Ausbruch meines Diabetes massiv den Berg abgeht und die Symptome immer schlimmer werden.
    In den letzten zwei Monaten ist es nun so schlimm geworden, dass ich im Wohnzimmer aufm Sofa schlafen muss, da es meine Partnerin nicht mehr neben mir aushält. Ich dachte bisher, dass ich nur zappel bis ich einschlafe. Leider hat mir meine Freundin gesagt, dass ich auch am zucken bin wenn ich schlafe
    Mich macht das echt fertig... Und es fehlt mir neben meiner Freundin in unserem Bett schlafen zu können Natürlich verstehe ich sie... Aber trotzdem leide ich darunter

    So was will ich noch los werden? Also ich möchte mich an dieser Stelle schon mal entschuldigen falls der Text zu lang und zu unstrukturiert etc. wirkt....
    Bin leider schon wieder seit Sonntag morgen um 5 wach und dementsprechend kognitiv nicht auf der höhe und Emotional total durch den Wind.
    Deshalb muss ich das alles mal wieder von der Seele tippen und um euer Gehör und euren Trost bitten...

    Ok zurück zur Schlafstörung/RLS/Depression:
    Auf das Thema Medikamente möchte ich auch noch kurz eingehen. Nach dem ich mit 15 angefangen hatte Cannabis zu konsumieren, steigerte sich mein Konsum ziemlich zügig auf ein unvertretbares Maß. Daraus resultierend hatte ich mit 17 Jahren dann meine erste massive Depression.
    Naja eigentlich begann die Depression schon mit dem 12. Lebensjahr...
    ABER mit 12 hat man ja keine Depressionen...
    Hatte schließlich für außenstehende und auch für mich selbst keinen wirklichen Grund depressiv zu sein....
    Heute weis ich um die Folgen von unbehandeltem ADHS und retrospektiv gesehen ergibt meine Vergangenheit immer mehr Sinn.

    Also zurück zum 17. Lebensjahr ^^ In dem alter ging ich das erste mal zum Psychiater. Für ihn war der Fall klar.
    Diagnose: Cannabis induzierte Depression.
    Mit 17 weis mans natürlich besser... -.-
    Also habe ich fröhlich weitergekifft und die tollen "Glückspillen" (Venlafaxin) vom Psychiater nach gut dünken genommen.
    Nach ca. einem halben Jahr habe ich sie dann wieder abgesetzt; weis allerdings nicht mehr aus welchem Grund, vermute aber, dass sich Depression mehr oder weniger gelegt hatte. Irgendwann so mit 19 versuchte ich dann zum Ersten mal meinen Cannabiskonsum zu beenden. Natürlich hatte ich deshalb dann wieder massive Einschlafprobleme.
    Aus dem Grund bin ich dann wieder zum Psychiater der mir dann damals Atosil verschrieb.
    Durch dieses Medikament wurde mir das Thema RLS das erste Mal in meinem Leben richtig bewusst. Das Atosil verstärkte meine bisher nur marginal vorhandenen RLS-Symptome auf eine unerträgliche Art und Weise... Als ich dem Psychiater davon berichtetet meinte dieser nur , dass die Unruhe vom Cannabis-Entzug kommen würde...

    Ich setzte die Atosil Tropfen natürlich schnell wieder ab und fing wieder an zu kiffen( in dem Alter fing dann aus finanziellen Problemen auch langsam der Alkohol-Konsum an)
    Alkohol half natürlich hervorragend bei meinem Einschlafproblemen... Allerdings wachte ich dann öfters gegen 3-4 Uhr am Morgen auf und fühlte mich unwohl.
    Da mit 19 die RLS Probleme noch nicht so ausgeprägt waren, fühlte ich mich nur "unwohl" wenn ich nachts nach dem Alkoholkonsum aufwachte. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich dieses diffuse Unwohlsein noch nicht einordnen. Seit drei Jahren ca. kann ich dieses Gefühl sehr gut einordnen, da ich mittlerweile nach dem Konsum von Alkohol Nachts aufwache und RLS im GANZEN Körper habe und mich im Bett wie verrückt hin und her wälze...

    Da ich aufgrund der Medikamention mit Methylphenidat eh kein Alkohol konsumieren sollte und ich Nachts davon so leiden muss, fiel es mir nun auch nicht so schwer meinen Alkoholkonsum auf ein Minimum zu beschränken.
    Oder was heist beschränken fällt mir grad auf
    ICH habe den gesamten August bis auf einen Sekt an meinem Geburtstag zum anstoßen KEINEN Tropfen Alkohol zu mir genommen (Sind auch schlimme Dinge aufgrund von Alkohol passiert in meinem Umfeld in letzter Zeit)

    Ohhh Gott, was schreibe ich schon wieder für ein Roman.... Bin ma gespannt ob an dieser Stelle noch jemand mitlesen sollte ^^

    OK zurück zu meiner Erfolglosen Medikamention meiner Schlafstörung...
    Nachdem das Atosil das RLS so sehr verstärkte, war dieses Medikament keine Option. Aufgrund dessen wurde mir eine Zeitlang Doxepin verschrieben....
    ABER.... und jetzt kommts...
    Auch eine massive Verschlimmerung der RLS Symptome
    Zu guter letzt hatte der Psychiater aufgrund der jahrelang rezidivierenden Depression und der Schlafstörung noch einen Versuch mit Seroquel (niedrig dosiert) gestartet.
    Leser mit dem nötigen Hintergrundwissen werden sich schon denken können, was dieses Medikament mit mir angestellt hat...
    Dies war das schlimmste Medikament was ich jemals verschrieben bekommen hatte. Auch davon bekam ich SCHLIMMSTES RLS im GANZEN Körper...

    Ihr werdet euch mittlerweile sicher fragen warum ich das Thema RLS beim Psychiater nicht angesprochen habe. Nun glaubts mir oder glaubts mir nicht:
    Der Psychiater haltet nichts von der Krankheit RLS
    Er war/ist der felsenfesten Überzeugung, dass ich Aufgrund meiner vergangenen Suchterkrankung nur Medikamente haben möchte, mit denen ich mich berauschen kann
    Naja ich war dann auch nur noch zweimal bei ihm in der Praxis. Einmal bin ich nochmal hin um ein EEG machen zu lassen für die ADHS Diagnose in einer Uniklinik mit ADHS-Ambulanz und das andere Mal nach der Diagnose, um ihm den Bericht aus der ADHS-Ambulanz zu kommen zu lassen und ihn zu fragen ob er die Einstellung vom Methylphenidat und die weitere Behandlung übernehmen könnte ( er hat seine Praxis wesentlich näher als das Uniklinikum in dem ich diagnostziert wurde).

    Ihr könnt euch seine Antwort ja denken
    Auch ADHS ist für diesen äußerst kompetenten Facharzt eine erfunden Krankheit und er sieht es nicht ein, einem ehemals Suchtkranken BTMs zu verschreiben....
    Seine Empfehlung war:
    "Nehme wieder das Venlafaxin und erhöhe es langsam auf 300mg; das würde ja schließlich in solchen Dosierungen auch gegen ADHS helfen"

    Wie jetzt?!?! Er hält nichts von ADHS aber in der Dosierung hilft es gegen eine "erfundene" Krankheit...

    Ich persönlich habe dieses Medikament früher relativ gut vertragen aber in den letzten Jahren vertrage ich es immer schlechter (bezüglich RLS-Symptomverstärkung)
    Und das macht mich zur Zeit wieder fertig, da ich aufgrund der Arbeitslosigkeit, den daraus resultierenden finanziellen Problemen und der algemeinen Überforderung mit Haushalt, Anträgen etc langsam wieder anfange eine Depression zu entwickeln

    Ok bevor der Text endgültig den Rahmen sprengt noch eine abschließende mir persönlich sehr wichtige Frage:

    Kann ich wieder Antidepressiva nehmen, wenn ich mit L-Dopa oder ähnlichem Medikamentiert werde?
    Darf ich die Hoffnung haben, dass meine rezidivierenden Depressionen sich langfristig legen könnten, wenn ich endlich mal einen gesunden, unfragmentierten
    Schlaf hätte?

    Puhuhuhuhu!!!!
    Was ein Text.... Ich entschuldige mich nochmals, aber dieses Thema lastet zur Zeit soooooo schwer auf meiner Seele und auf meinem Körper!!!
    Ich kann einfach nicht mehr nur jede 2. Nacht schlafen!!!!

    Danke für eure Aufmerksamkeit und viele liebe Grüße
    Chokmah

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Moin,

    ich denke das es passen sollte mit der kombination.

    Bekommst du das L-Dopa gegen dein RLS?

    Also ich bin der festen überzeugung, daß das fürn A.... ist.

    Wenn das wirklich helfen sollte, denn wohl wenn überhaupt bei Menschen mit normalen Dopaminstoffwechsel.

    Kenne das mit dem RLS, ist echt sch.....

    Mit mph 30mg unretadiert kann ich auch mal die füße still halten, aber pennen is denn schlecht.

    Was mich allerdings wundert, das das RLS bei mir in schüben auftrit. Hab grade noch gedacht wo ich so gelesen hab, das hattest ja lange nicht mehr.

    Wäre ja schön wenns weg ist.
    Geändert von Mucki81 ( 9.09.2014 um 04:28 Uhr)

  4. #4
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hallo chokmah
    Das Restless Leg Syndrom hab ich auch und zwar ziemlich arg würd ich mal sagen. Es fängt bei mir schon im Bett morgends mit Zehenwackeln an. Bei mir geht das Bein ziemlich schnell und bei Nervosität und Stress wirds schlimmer. Ich habs halt so bald ich sitze, aber ich sitze nie, hab nicht mal nen Stuhl in meinem Zimmer, ich sitz nur mittags und beim Therapeuten im Wartezimmer und auch während der Therapie im Geschpräch gehts meist weiter mit dem RLS. Nur wenn ich sitze und was mache was mich packt und meine Konzentration fängt (Hyperfokus) hört es auf, oder auch bei meiner spannenden Lieblingsserie Monk hab ich zumindest für ne Stunde oder ein ein Halb "Ruhe". Beim Musikhören gehts auch, weil sich dann meine Überaktivität auf die Geistliche Ebene verlagert. An sich stört mich das RLS alleine nicht, ich merks auch nicht so selbst, aber wenn andere im Wartezimmer einen dann so funkelnd böse anglotzen ,dann denk ich einfach leck mich doch....
    Beim malen ist es so das ich dann den einen Fuss auf die Stehenspitzen stelle und den anderen noch aufs bein darüberlege weil ich halt immer irgendwo ne Anspannung haben muss...

    LG Canary

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 304

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    @Mucki81
    Nein L-Dopa nehme ich nicht. Ich müsste mich ja erst mal endlich "trauen" einen Termin beim NEurologen abmachen,um das ganze abzuklären . Eigentlich will ich das ja auch schon seit ca. nem halben JAhr machen aber irgendwie.... (Ihr kennts ja...)
    Generell habe ich aber auch ziemlichen Respekt vorm L-Dopa. Warum denkst du eigentlich, dass L-Dopa für den Arsch ist?
    Ich persönlich halte es für eine starke Keule mit teilweise krassen Nebenwirkungen; aber wie du zu deine Überzeugung kommst ist mir rätselhaft.
    Bitte um Aufklärung

    Das RLS in Phasen verläuft ist meines Wissens normal. Denke das hat verschiedene Ursachen, warums mal stärker und mal schwächer ist.
    Könnte z.B. mitm Ferritin-Spiegel (Speichereisen) zusammenhängen. Wenn der zu niedrig ist, kann ja auch bei gesunden Menschen ein sogenanntes sekundäres RLS auftreten. Ich denke bei idiopathischen RLS (also richtiges) wird der Ferritin-Spiegel auch ein wichtige Rolle spielen. Wenn dieser niedrig ist hat man denke ich besonderes schlimme Phasen. Ist er bei ideopatischen RLS hoch genug hat man dann denke ich nur leichte bis mittel starke Symptome.
    Das mit dem MPH habe ich auch schon mal getestet. Allerdings kann ich nicht wirklich einen signifikanten Effekt auf die RLS-Symptome ausmachen.
    Fakt ist wenn ich die zweite Dosis gegen 18Uhr erst nehme, kann ich wesentlich besser schlafen wie wenn ich die zweite Dosis mittags gegen 15 Uhr nehme.
    Dies liegt dann aber eher daran, dass ich dann einen ruhigeren Kopf habe. Direkten Effekt auf RLS habe ich folgenden:
    - der Bewegungsdrang bleibt gleich
    - das Kribbeln und die Missempfindungen bleiben auch fast gleich. Evtl. marginale Verbessrung; aber am Rande eines Placebos...
    - spürbar lassen die Schmerzen in den Waden nach; keine Ahnung warum oder ob wirklich daran liegt. Evtl. auch nur ein Placebo
    oder die Schmerzen werden weniger wahrgenommen keine Ahnung.

    -Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die RLS-Symptome schlimmer werden nach der Einnahme... Evtl. auch nur Einbildung.... ^^

    Ich denke wenn bei dir das MPH so gut gegen deine unruhigen Beine wirkt, dass die unruhigen Beine eher ADHS bedingt sein könnten. Hast du denn Kribbeln/Missempfindungen/Schmerzen/ in den Beinen, die den Bewegungsdrang verursachen? Oder hast du eher einen Bewegungsdrang weil du dich unruhig fühlst? Werden die Symptome bei dir gegen Abend schlimmer und sind am schlimmsten wenn du zur Ruhe kommst und im Bett liegst. Verschwinden die Missempfindungen wieder sobald du aufstehst und eine weile umhergehst?
    Glaub das wars fürs erste was mir zu deinem Beitrag einfällt

    @Canary
    huhu,
    nach dem Lesen deines Beitrages, bin ich mir nicht wirklich sicher, ob du das RLS meinst was ich meine...
    Als erstes musste ich, nachdem ich deinem Beitrag gelesen hatte, an Akathisie denken. Diese Krankheit zählt wie RLS zu den sogenannten extrapyramidalen Hyperkinesien.
    Akathisie wird auch Sitzunruhe genannt. Betroffene berichten von einem nicht bezwingbaren Drang sich zu bewegen. Der Bewegungsdrang tritt besonders im Sitzen oder Stehen auf. Das geht soweit, dass Betroffene teilweise lieber im Stehen statt im Sitzen essen. Da du nicht mal einen Stuhl in deinem Zimmer hast, musste ich daran denken. Allerdings halte ich es für nicht sehr wahrscheinlich bei genauerer Überlegung ^^
    Ausgelöst wird nämlich diese Krankheit durch die Gabe von Neuroleptika... Bekommst du denn solche verschrieben?
    Außerdem kann diese Störung die Folge einer neurologischen Erkrankung, wie z.B. Parkinson sein.
    ACHTUNG!!! Bevor du jetzt in Panik verfällst:
    Dies war nur ein Gedanke der in mir auf kam weil du keinen Stuhl in deinem Zimmer hast

    So wie du dein Leiden beschreibst klingt das für mich "nur"(nicht das ich dein Leiden schmälern möchte ^^) nach der allgemeinen Bewegungsunruhe unter der man als ADHSler zu leiden hat.
    Ich versuche dir zu erklären warum ich denke, dass es bei dir nur die ADHS Unruhe und kein RLS ist.
    Bei dir scheint das Gezappel nicht von der Uhrzeit abzuhängen, sondern wird durch Nervosität und Stress ausgelöst.
    Für RLS wäre es auch untypisch, dass du Linderung verspürst sobald eine Thematik dich interessiert. So wie du das beschreibst, scheint die Ursache bei dir ja eher eine geistige Überaktivität zu sein, die du im geistigen "Leerlauf" durch das Gezappel kompensierst und aufhört, sobald du deinen Geist auf eine interessantes Thema fokussieren kannst.
    Folgende Aussage war letzten Endes der ausschlaggebende Grund warum ich denke, dass du nicht unter RLS leidest:
    An sich stört mich das RLS alleine nicht, ich merks auch nicht so selbst
    Würdest du RLS haben, dann würde es dich MASSIV stören. Das ganze rumgezappel Tagsüber ist zwar lästig (kenn ich auch zu gut^^ da ich davon auch betroffen bin), aber man kann mit leben. Also find ich jetzt zumindest. Wobei ich Tagsüber auch Stundenlang sitzen kann (zappelnd) und nicht sooo sehr wie du unter eine allgemeinen Bewegungsunruhe leide.
    Was mich in den Wahnsinn treibt, sind die Missempfindungen und Schmerzen, die an guten Tagen gegen 18 Uhr langsam anfangen und an schlechten Tagen bereits so gegen 14 Uhr leicht auftreten. Diese Missempfindungen erreichen bei mir ihren Höhepunkt gegen 2-3 Uhr Nachts und machen mir zur Zeit schlafen oft unmöglich.
    Deshalb hier nochmal Fragen die du dir stellen kannst zu Abklärung ob es RLS ist.
    Wird dein Bewegungsdrang durch Missempfindungen (Ameisenkribbeln, Stromkribbeln ,heiß/kalt Missempfindungen, Schmerzen) in den Beinen/Füßen ausgelöst?
    Werden diese Missempfindungen gegen Abend schlimmer?
    Verschwinden die Missempfindungen sobald du im Zimmer umher gehst?
    Joa soviel soweit von mir ^^

    Entschuldigt bitte, dass ich erst so spät geantwortet hab, aber wie ihr gelesen habt, bin ich zur Zeit arg durch den Wind.

    Viele liebe Grüße
    Chokmah

  6. #6
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hallo Chokmah, ich glaube du hast definitiv Recht mit dem RLS, Als ich nochmal über das nachgedacht hab wie du es beschrieben hast, ist mir selber aufgefallen das es 2 unterschiedliche Beschwerdebilder sein werden. Ich dachte halt immer Restless-Leg-Syndrom klingt so nach dem Typischen Beinezappeln das man von ADHS her kennt. Danke für deine Antwort, denn jetzt weis ich das der Begriff RLS was anderes ist, da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren, bei den ganzen Diagnosen! Aber die Sache mit nicht sitzen zu können ist schon krass, ich werd echt total verrückt, es sei denn ich hab was packendes zu tun!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 304

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hi Canary,
    freut mich wenn ich dein Wissen erweitern konnte
    Ja das mit der allgemeinen Bewegungsunruhe ist echt ein Krampf :/
    Ich nehme an, dass du noch kein MPH bekommst. Oder ist aus der Verdachtsdiagnose mittlerweile eine richtige Diagnose geworden?
    Ich vermute, dass du vom MPH profitieren könntest Seit dem ich mit MPH medikamentiert werde, ist es tagsüber ein wenig besser geworden mit der Zappelei...
    Bin allerdings im Vergleich zu normalen Menschen immer noch sehr zappelig; aber das stört mich zum Glück die meiste Zeit nicht. Schlimm ist es nur ab Abends wenn ich eigentlich geistig zur Ruhe kommen würde aber dann diese miesen Missempfindungen losgehen... Hoffe echt dass ich endlich menen Arsch hochbekomme und den Termin beim Neurologen mache... Derzeit kann ich es mir aufgrund meiner Arbeitslosigkeit zwar rausnehmen die Nacht zum Tage zu machen, Nachts auf den Schlaf zu verzichten und erst ab morgens mich zu betten, aber sobald ich wieder mit arbeiten anfangen wirds richtig eklig... Naja genug gejammert ^^
    Nimmst du denn aktuell irgendwelche Medikamente gegen irgendwas?

    LG Chokmah

  8. #8
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hallo Chokmah, du hast Recht MPH nehme ich noch nicht, da ich offiziell noch nicht diagnostiziert wurde. Leider is es ja so, dass man für die Diagnose im Erwachsenenalter in diese Spezielambulanzen muss. Die 2 die wir in BW haben hab ich bereits angefragt, aber wie auch nicht anders zu erwarten- keine Termine frei! Na ja...

    Ja, im Moment nehme ich tatsächlich Medikamente und zwar Valium, ich bin sozusagen im Benzoentzug, ich war 5 Jahre schwer abhängig von Zolpidem (ein Schlafmittel) und später nahm ich n paar Monate Tavor. Dann bin ich auf Diazepam gelandet und damit entziehe ich jetzt sehr langsam- nach "Heather Ashton" (Aschton manual), das ist eine sehr "sanfte Art des Benzoentuzgs, denn anders hat man fast keine Chance in einem annehmbaren Rahmen von dem Zeugs runterzukommen. Ich reduziere alle 2 Wochen um 1 Tropfen und bin jetzt bei 5 angelagt (2.5 mg Diazepam): also bin ich schon sehr weit. Ich muss leider noch 50mg Seroquel zur Nacht einnehmen mit Diazepam, weil ich sonst nicht schlafe. Ich würde das Seroquel gern absetzen, denn es ist nicht das richtige Medikament für mich, wie alle anderen auch, die ich bis jetzt hatte, aber ich darf jetzt im Entzug nur das Diazepam entziehen, alles andere erst danach.
    Oh Mann, Seroquel ist ien furchtbares Zeug, das hab ich in der Klink bekommen -wie alle anderen Patienten auch egal was sie hatten .
    Das ist ein Zeug um Leuten das Maul zu stopfen- soll dir das Gedankenkarussel nehmen. WEIst du wie ich mit 200 mg davon in der KLinik drauf war ?!? Ein schläftriger depressiver wandelnder Zombie. Müdigkeit und immernoch massiv Bewegungsdrang - das ist ein verdammt nochmal schlechter Mix!!!!! Aber ich nehme es erst seit 3-4 Monaten und sobald ich ab mitte November ganz vom Valium runter bin kommt das Zeug auch weg- es hat nichts gebracht- vor allem da meine Beschwerden (Depressionen/massiveAngstzustände und extreme Übelkeit) vom Entzug kamen.

    Na ja, ich hab mir ja geschworen keine Medis mehr nach dem Entzug zu nehmen, denn wenn du mal mit so nem Medikamentenentzug zu tun hattest, dann weist du wie die HÖLLE von innen aussieht. Von Heroin soll man besser wegkommen können als von Tavor und Co, sagte mir mal eine die 3 Jahre Tavor nahm. Benzoentzüge sind meines Wissens nach die Schlimmsten und langwierigsten.

    Deswegen weis ich nicht ob ich Medikinet versuchen soll, ich bin mal gefragt worden ob ich ich es versuchen will- ohne offizielle Diagnose, aber ich hatte damals abgelehnt, weil ich von den Schlafmitteln hätte runter müssen und ich mir das nicht vorstellen konnte zu der Zeit (Das Medikament Zolpidem hat mir auch gar nicht mehr nur beim Schlafen geholfen, sondern ich war wach und High- hab mit dem Zeug 2000 Spaßvideos gedreht und Stundenlang rumgetanzt, ich wollte meine kleine Droge nicht mehr hergeben, denn die hat mich als einzigstes mal runterkommen lassen). Ich bin halt auch der Meinung das Medikamente keine Lösung sind- jetzt erst recht nicht. Ich hab schon so viel Sch**** damit erlebt- na ja wohl auch weil es nie die richtigen waren v.a. "Beruhigungsmittel" Unter denen war ich so unter nem innerlichen Druck, das ich mich noch schlimmer und öfter geschnitten hab, als ohnehin das bisschen ritzen ab und an, aber nur ne Phase....

    Ich weis nicht mal ob ich mich jetzt noch mal bemühen soll bei den ADHS Ambulanzen, weil ich Medikamente eh ablehne und ich muss auch echt sagen, nach meiner Erfahrung nach kann ich Ärtzten überhaupt nicht mehr vertrauen- immerhin bekam ich OHNE Aufklärung über ABhängigkeit über 5 Jahre Schlafmittel verschrieben, ich wusste nicht mal das man das nicht aprupt absetzen darf, was ich erst versucht hatte und dann .....

    Ich hab auch echt Angst vor nem Medikament wie MPH und generell weil- sie verändern immer irgendwas an dir- was wenn ich dann nicht mehr ich bin (kannst du das verstehen?) Ich mein ich hab viele Probleme, aber ich bin immer noch ich und auch irgndwie wieder stolz drauf. Es ist halt ne Welt mit extremen -extrem gut- extrem schlecht und so...
    Und ich hab Angst wieder zu viel Hoffnung in ein Medikament zu setzen, weil ich schon so oft damit enttäuscht wurde. Meine Therapeutin meinte ja es könnte vielleicht endlich das Medikament sein, ich kenne aber auch einen aus meinem früheren Umfeld -er hatte zwar ADS- aber er sagte er wäre mit dem Medikament überhaupt nicht klargekommen.
    Wie ist deine Meinung dazu?

    LG Canary
    Geändert von Canary (12.09.2014 um 21:16 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 304

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    Hi Canary,

    entschuldige bitte nochmals, dass ich erst so spät nun antworte...

    Erst mal gibts ein dickes Lob, dass du nach 5 Jahren Benzodiazepin-Abhängikeit/Sucht entschlossen hast dieses Medikament abzusetzen
    MEINE Meinung kann ich dir gerne mitteilen, aber bitte sehe es dann auch nur als solche und NICHT als Empfehlung!

    Eigentlich wollte ich nun detailliert meine Meinung kund tun... Allerdings bin ich nun fast 2 Stunden an einem anderen Beitrag gehangen und es ist ja auch schon wieder soooo spät....
    Bevor du nun aber noch länger auf meine Antwort warten musst, hier nun eine kurz Fassung meiner Meinung.

    Leider sind mir die Gründe deines damaligen Griffs zu Schlaftabletten nicht bekannt. Ich gehe nun einfach davon aus, dass es bei dir auch das nicht enden wollende Kopfkarussell war, welches dich vom Schlafen abhielt. Evtl. noch mit einer damaligen Kriese(bitte um Aufklärung).
    Benzodiazepine sind Medikamente die nicht die Ursache der Schlafprobleme lösen sondern sie maskieren. Eigentlich sollten sie nur kurzfristig eingesetzt werden, da sie schwere Abhängikeit verursachen können. Auch wenn Zolpidem nicht direkt zu den Benzodiazepinen zugeordnet werden kann, entfalten sie ihre Wirkung an den selben Rezeptoren. Allerdings wurde dieses Medikament lange Zeit als nicht süchtig machen von der Pharmazie propagiert. Besonders Hausärzte verordnen viel zu schnell viel zu viel und vor allem viel zu lang Hypnotika, weil es einfach einfach ist und der Patient massive Erleichterung durch diese Medikamente erfährt...

    Kurz zu Methylphenidat:
    Solltest du wirklich ADHS haben bringt dieses Medikamenten deinen gestörten Dopamin-Haushalt auf ein "normales" Niveau. Sprich im Gegensatz zu Benzos werden die Symptome nicht betäubt sondern die Ursache der Symptome (Dopamin-Mangel) beseitigt. Obwohl ich jahrelang Suchtkrank war, musste ich die Dosis nach dem ich ideal eingestellt wurde, nicht mehr erhöhen. Ich verspüre auch nicht im geringsten das Bedürfnis die Dosis zu erhöhen... So viel zum Thema Ritalin macht süchtig .

    Allerdings ist dies nur meine PERSÖNLICHE Erfahrung... Es gibt genug andere Beispiele wo es sich anders verhält. Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, das in solchen Fällen eine nicht therapie gemäße Einnahme statt fand. Zu deinem Freund der schlechte Erfahrungen damit gesammelt hat. Leider zeigt Ritalin bei ca. 30%(keine Ahnung ob die Zahl stimmt, habe ich glaube irgendwo im Forum gelesen) nicht die gewünschte Wirkung.

    HALT STOP!!!
    Habe gerade zwei Dinge gelesen die ich persönlich als absolute Kontra-Indikation sehe.
    Verstehe ich das richtig das du eine bipolare Borderlinerin bist?
    Also selbstverletztendes Verhalten; extreme Hochphasen; extrem Downphase.

    In diesem Fall wäre von der Einnahme von Ritalin abzuraten, da dieses Medikament Manien auslösen kann... Auch kann es bestehende Depressionen massiv verschlechtern...
    Solltest du Bipolar sein, könntest du mit deinem Psychiater besprechen ob Lithium eine Option wäre...

    Hach herrje das alles ist aber auch nicht einfach bei dir...

    Naja ich versuche Morgen nochmal was zu schreiben!

    LG Chokmah

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Wer leidet noch alles an RLS (Restless Leg Syndrom) und wie stark?

    HI,

    L-dopa verpufft bei uns, denn Mph soll ja die wiederaufnahme von dopamin reduzieren, wenn ich nicht ganz falsch liege.

    Und aus eigener erfahrung, 500mg l-dopa, ja ich weiß, 400mg und 100 bez........ nochwas bringt null.

    Nebenwirkungen??? welche?

    Bei normalen evtl. halluz. aber nüscht.

    Ja, gegen abend wirds schlimmer, mit unter auch mit schmerzen in den Knien.

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