Umfrageergebnis anzeigen: Was hilft euch am bestens?

Teilnehmer
22. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Stundenplan

    1 4,55%
  • Todoliste (ohne Zeitangaben)

    7 31,82%
  • Etwas da zwischen

    14 63,64%
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Diskutiere im Thema Stundenplan oder Todolisten? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    So wie ich sehe, die Dame probiert echt etwas damit bis jetzt, die meistens von uns überfordert sind. Also, bis jetzt bin ich in meine Meinung bestädigt.

    Eigentlich bin ich die die ihm hilft und hatte seit langem ehe eine grobe Plan empfohlen, aber seine Partnerin mischt sich ein... Manchmal bin ich froh dass sie ihre Senf gibt, es hilft uns auch, aber da eben nicht...

    Seine Pläne muss er wirklich selber machen, er ist selbständig und wirklich ihm mehr dabei helfen und mit ihm planen kann (nach andere versuche) nach meine Meinung nach nur jemand von Fach, der auch weiss, wie lange bestimmten Aufgaben gehen und wo die Prioritäten sind. Ich helfen ihm nur aus der Sicht ein andere ADS-betroffen die weiss wie unsere Hirn tickt, und was dabei hilft aber ich habe zu wenig Fachwissen in sein Job um mehr zu machen. Es war sogar ein Vorschlag die ich ihm vor kürzes gemacht habe und er finde es nicht schlecht.

    Eigentlich finde ich sogar dass er sehr gut macht, die Umständen entsprechend...

    Also, dann freue ich mich auf anderen Stimmen... Vor allem wie es bei euch geht... Je mehr, je besser! Natürlich ist für mich besonders interessant wenn jemand auch selbständig arbeitet, aber sonst sowieso, weil ganz anders ist es wieder nicht...

    lg

  2. #12


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Ich habe ja eh wegen der Arbeit einen Terminplaner,
    der den Tag in Zeiteinheiten durchstrukturiert. Alle Sachen, die
    nicht direkt mit Klienten zu tun haben, schreibe ich in die Woche oder
    Wochentag, um es nicht zu vergessen. Büroarbeiten habe ich geschafft
    zeitnah zu erledigen und eine Routine zu entwickeln. Alles andere, also
    Dinge, die ich in den Planer eingetragen habe werden nach Wichtigkeit
    abgearbeitet. Auch ein Whiteboard hilft, Dinge nicht aus den Augen zu
    verlieren. Größere Aufgaben teile ich in klitzekleine Teilschritte und
    wenn ich einen geschafft habe ist das toll. Schaffe ich mehr freue ich mich umso
    mehr und darf stolz auf mich sein.

    Mein komplettes Leben in einen Stundenplan zu packen, würde zwangsläufig
    zu Frust führen, weil ich garantiert immer wieder etwas nicht schaffe.

    Einkaufen macht meist mein Mann und wenn ich es am Wochenende nach
    der Arbeit mache, dann schickt mir mein Mann eine Einkaufsliste.

    Allerdings klappt das alles nur, weil ich mein äußerliches Korsett
    Arbeit habe. Im Urlaub z.B. ist es schwierig eine Struktur zu finden.
    Aber auch hier wäre mehr als ein grober Strukturierungsplan nicht
    möglich. Zusätzlich die Todesliste und dann hoffen, dass die
    Motivation mein Hirn belebt.
    Geändert von minzi ( 6.04.2014 um 12:05 Uhr)

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    ach bei dem geht es um stukturierung der arbeit und nicht der alltagsdinge?
    das ist dann nochmal was anderes. wie minzi schon schreibt, gibt es da zwangsläufig feste takte...
    wobei das prinzip ja das gleiche bleibt. ein gerüst schaffen, dies realistisch also machbar.

    mir fällt gerade ein, dass ich ein paar wochen auch eine art tagebuch geführt habe. das hab ich die letzten drei wochen weg gelassen, weil da eh nur lernen auf meiner liste stand. das werde ich jetzt aber wieder beginngen. das hat echt geholfen, dann auch die tagesaufgaben realistisch zu planen, zu schauen, was wie lang dauert.

    da hab ich mir leere blätter in einen ordner abgeheftet. jeder tag ein blatt. und aufgeschrieben, wann ich aufgestanden bin, wie lange ich dann mit kaffee trinken usw. zugebracht habe. und dann eben den ganzen tag jede tätigkeit mit uhrzeiten aufgeschrieben. da wurde mir mal richtig bewusst, wie viele dinge es eigentlich sind, von denen ich dachte, die mache ich schnell nebenher, mit denen ich mich aber ziemlich lang aufgehalten habe. wo ich mich dann wundere, warum es plötzlich abend ist. am eindrücklichsten war, dass ich nur schnell blumen gießen wollte und mich damit offenbar echt eine halbe stunde beschäftigt habe. das hat also ganz gut geholfen, zu sehen, wo ich mich in kram verliere und wie lange andere dinge real dauern. der einkauf dauert auch immer viel länger, als ich mir das so überlege. ich brauche das auch, mich eine halbe stunde in den blumen verlieren zu dürfen. aber das weiß ich jetzt wenigstens und kann es so einplanen. statt 5 minuten dafür aufzuschreiben und mich zu wundern, warum offenbar im tagesplan zu viel stand, weil es am ende des tages nicht abgestrichen war.
    dabei habe ich dann auch gemerkt, wie viel zeit ich mit solchen dingen wie dem forum verbrate

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Aber ich muss sagen dass dieser Thread auch für mich sehr interessant ist.

    Ich dachte immer ich wäre einfach wirklich zu bequem Ordnung zu halten. Auch wenn ich die Überforderung gespürt habe sobald ich anfing aufzuräumen und total frustriert war weil ich mal
    wieder einfach nur von einem Eck ins nächste Eck "aufräumte".

    Oder weil so viel zu erledigen war und ich nicht mal nen kleinen Teil davon geschafft habe.

    Immer diese Selbstzweifel. Jetzt weiß ich ja seit 3 Wochen was los ist. Meine Herausforderung wird jetzt sein das Chaos zu beseitigen und dann mit Tipps die Ihr hier reinschreibt mal
    versuchen auf dem laufenden zu bleiben.

    Also ich finde diesen Threas wirklich klasse. Vielen Dank dafür

    Lg

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Hallo alle,

    Es ist wirklich interessant was ihr alles sagt!

    @ Minzi: auch am Arbeit habe ich keine feste Zeitplan. Es gibt zwar einiges das an bestimmte Zeiten gemacht werden muss, und anderen wo ich flexibel bin und so geht es gut. Die unterschied zwischen Arbeit und zu Hause ist dass am Arbeit, jemand anders ein gewisse Struktur gibt (mit anweisungen was heute gemacht werden muss) was mich sehr hilft.

    @ Mel: ja, bei der Arbeit ist ein bisschen anders, wobei ich finde, es geht grundsächlich doch um das selbe: Sich organisieren muss er einfach halt! Die idee mit der Tagebuch ist sehr gut, so was hatte ich auch vor Jahren gemacht und auch jetzt, habe ich oft eine Augen drauf wie lange ich für was haben und es hilft sehr! Auch am Arbeit habe ich geschaue wieviel Zeit ich für jede Aufgabe brauche und es hilft mich auch. Im Moment schreibe ich grob Im agenda wieviel zeit ich auf Internet bin, wieviel ich etwas "vernünftig" gemacht habe und davon wieviel für Projekten... Sehr interessant!
    So was will eben diese Kumpel machen, da gerade die Einschätzung was wieviel Zeit nimmt ihm sehr schwer fällt... Dazu auch, eben wie es am Arbeit bei jeden vorkommt, sind alle unvorgesehene Ereignissen... Manchmal hat er dann 1 oder mehr Stunden damit...

    @ EwiSu: Mich hilft es auch zu lesen! Vor allem sehe ich dass es euch gleich geht wie mich und dass meine Strategien auch bei anderen etwas bringen... Und natürlich die Bestädigung von was ich schon gedacht hatte.

    lg

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    hehe.. das mit den Todeslisten gefällt mir .. man sollte immer darauf achten, dass aus einer ToDos-Liste keine Todes-Liste wird


    Stundenpläne gehen überhaupt ncht bei mir, die scheinen sofort eine akute Blockade hervorzurufen.. egal wie großzügig Pausen oder große Belohnungen eingeplant wurden.

    Ansonsten klappt es bei mir am besten eine Aufgabe in möglichst kleine Schritte zu zerlegen und die abzuarbeiten => mehre kleinere Erfolge. Ich sage dazu immer ToDo, aber eigentlich ist es vielleicht noch etwas mehr als die klassische ToDO liste.. wichtig ist für mich auch oft nur das erstellen und weniger das Abarbeiten.. weil ich dann die Punkte durchgehe, was kann ich, was will ich und was muß ich machen. Und wie lange dauert es..

    Wenn ich mal etwas zeitlich planen muss, dann muss ich Deadlines arbeiten und zwar nicht nur eine Hauptdeadline, sondern mehre Vorstufen... hmm, so Richtung Meilensteine (ach, dafür gibts sicherlich auch schon dutzend techniken und Namen). Also z.B. Kuchen backen für eine Feier.. dann rechne ich aus, wie lange ich brauche und gehen dann rückwärts

    z.B. 13 Uhr muss ich zur Party los (mit Zeitbuffer), eine Stunde brauche ich zum fertig machen und Tasche packen, 1h muss der Kuchen packen, 45min brauche für die reine Zubereitung, 30 min für die Vorbereitung (hilfte mir immer das als getrenntenPunkt aufzuführen, ist sozusagen noch einmal eine Art Achtsamkeitsübung, noch mal das Rezept durchgehen, die Arbeitsschritte überlegen.. fällt dann der Geübtheit entsprechen kürzer aus).


    Dann hätte ich:
    13 Uhr losgehen
    12 Uhr anfangen fertig zu machen
    11 Uhr Kuchen in Backofen zu schieben
    10 Uhr anfangen Kuchen zu machen (mit 15min Buffer.. runde dann immer großzügig auf)
    9:30 Uhr mit Vorbereitung anfangen

    Das funktioniert dann so halb... also ich fange dann erst nach 10 Uhr mit der Vorbereitung an, muss dann vielleicht Sachen wegfallen lassen, gehe ich später los als geplant und schaffe das gerade noch so rechtzeitig bzuw. mit geringfügiger Verspätung unter großer Hetze zur Party. Aber ohne diesen Deadlines würde ich mit Stunden Verspätung kommen.. 'Wichtig ist dabei auch, abschätzugen zu können, ob wann ich den Kuchen nicht mehr anfangen zu brauche, weil es zu spät ist und das Kuchen backen gleich komplett zu skippen.

    Aber mir dann in Form von einen Stundenplan vorzunehmen, 9:30-12 Uhr Kuchen backen klappt überhaupt nicht.


    Eine andere Methode für Sachen, die sich schlecht in Teilaufgaben (die innerhalb einer gewissen Zeit abgearbeitet sind) zerlegen lassen und über Tage und Wochen gehen wird, ist das Vornehmen einer gewissen Zeiteinheit bzw. nicht das vornehmen, sondern ein bissel wie ein Spiel behandeln - Ziel ist es eine möglichst hohe Punktzahl, also möglichst viele Zeiteinheiten zu schaffen, ohne sich aber eine konkrete Zeit vorzunehmen.

    Wie groß die Zeiteinheit sein sollte, muß jeder selber herausfinden - ich bin bei 15 min gelandet, für Sportsachen (versuche mir gerade ein Ritual/Routine anzugewöhnen, wenn ich den ganzen Tag am rechner sitze, zumindestens mal kurz aufzustehen und zu tanzen) nehme ich sogar nur 5min.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Ich mache eher so Wochenpläne. Was alles erledigt werden muss. Das wie und wann teile ich mir dann selbst ein. Allerdings klappt das auch nicht immer. Also meist eigentlich immer "kurz vor 12". Aber Pläne mit festgesetzten Zeiten gehen bei mir gar nicht. Die machen mir unglaublich Druck.
    Ich versuche langsam Aufgaben immer mit etwas angenehmen zu verbinden, kleine Belohnungen oder so. Wenn ich z.B. zur Post muss, hole ich mir einen Kaffee danach. Oder manchmal auch nur die nächste Zigarette erst nach dem Ausräumen des Geschirrspülers etc...

  8. #18
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Hallo alle,

    Es kommen wirklich noch sehr interessantes und immer wieder kommt es mich bekannt vor!

    @ Rina Orka: Dass mit der zeitplanung, im Etappen und rückwärts, mache ich immer wieder und es klappt. Nun, mit der Zeit rechne ich (aus Erfahrung) Mindenstens 1h30 seit ihc aufstehe bis aus der Haus gehen. Will ich noch was dazu machen, muss ich es dazu rechnen.

    @ Creatrice: Dass mit der Wocheplan finde ich auch gut, sowie mit belohung oder etwas angenehm. Bei mich klappt es jeden Tag etwas zu planen und dann verschieben, aber ich finde auch interessant wie du es machst. Es gibt auch ab und zu Sachen die ich für eine grössere Zeitraum plane. Im Moment, habe ich eine Haufen Projekten und habe ich eine Teil davon für April geplant. Es hilft mich zu wissen dass ich nicht alles sofort machen muss und dass ich für einiges mich 1 ganze Monat lasse. Wird etwas doch nicht erledigt, wird es verschoben. So was hat im März schon sehr gut funktionniert. 1 Monat ist lange, aber bleibt übersichtlich...

    lg

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Mit einem Stundenplan komme ich für gewöhnlich gar nicht zurecht. Die einzige Ausnahme ist,
    wenn ich eine längere Fahrt zu einem Termin habe. Dann ist drauf, wann ich spätestens "was"
    machen muss und das hat dann noch etwas Luft für Verspätung. Sind dann aber Sachen, wie
    Frühstück, duschen usw. In der Regel habe ich am Tag vorher alles (!) vorbereitet (Tanken,
    Brötchen holen, Getränke richten, Klamotten bereit legen usw.).

    Glaube, es ist ähnlich wie bei Rina Oka mit dem rückwärts Rechnen. Sind aber wirklich einzelne
    Ausnahmen, wo das klappen kann.

    Sonst sind es offene To-Do-Listen (wenn ich überhaupt was aufliste… ;-) und dann geht das
    eher aus dem Bauch raus, was bearbeitet wird. Natürlich schaffe ich es selten mir allem lang
    zu kommen. Doch bei Stundenplänen funktioniert gar nix, weil dauernd was dazwischen kommt.

    Ist bei mir ja aber auch nicht gar so wichtig.

    Habe eine spezielle Art Kalender für mich entwickelt. Der ist aufgerollt, ein Tag neben dem anderen und
    so rolle ich den ab (bevor ich ins Bett gehe ist das mein Ritual, den vergangenen Tag abzuschneiden und
    ein Stück weiter raus zu ziehen aus der Rolle) und sehe das Datum am ehesten kommen. DA klebe ich
    Haftnotizen unten dran, wenn was bestimmtes ansteht. Und da sehe ich gleich, dass da was übersteht
    und bin drauf aufmerksam. Nützt nämlich nix, wenn das Platz zum Draufschreiben ist. Brauche visuell
    unterschiedliche Formate und wenn was übersteht ist das prima, das provoziert mein Auge.

    Keine Ahnung, ob das überhaupt jemand kapiert, was ich da von mir gebe…
    Geändert von showdown ( 7.04.2014 um 01:37 Uhr)

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Stundenplan oder Todolisten?

    Hallo showdown, ob ichs kapiert habe, keine Ahnung. Ich glaube schon.

    Ich habe einen großen Timeplaner auf meinem Tisch liegen, da trage ich immer alle Termine ein die ich habe, wie z.B. auch am Dienstag und Mittwoch Termine mit einer Bekannten und einer Freundin.
    Arzttzermine und auch wichtige Termine bezüglich Ämter uws.

    Ich schreibe schonmal auf einem großen Zettel, was alles dringend zu erledigen ist, doch ich mache mich davon nicht abhängig, wenn ich was nicht geschafft habe.

    Abends versuche ich immer zu überlegen und mich selber zu loben und zu sagen, das habe ich geschafft. Zum Beispiel muß ich wie heute auch wieder einen Brief von der Kindergeldkasse an meinen Sohn in der Reha mailen, der muß dies dann dem Oberarzt zeigen. Das dauert so etwa eine Stunde, da ich den Brief von der Kindergeldkasse noch suchen muß.

    Dazu muß ich sagen, ich habe den Brief schon kopiert und an den zuständigen Sozialarbeiter in der Reha mit dem Vermerkt "Eilt" gesandt. Nun auf Nachfrage bei meinen Sohn, ist der Sozialarbeiter schon seit letzte Woche krank und diese Woche auch noch. Eigentlich muß ja jemand anders dann für ihn die Post öffnen, so habe ich eigentlich meine Aufgabe schon erfüllt, muß dieses jedoch jetzt nochmal nachprüfen etc.

    Wenn ich das geschafft habe, dann lobe ich mich dafür. Dann lobe ich mich auch für jedes Telefonat auch wenn es privat war, denn alles was ich versprochen habe, jemanden anzurufen oder ähnliches würde mich belasten, wenn ich es nicht erledige. Wenn ich jemanden nicht schaffe anzurufen oder eben auch keine Lust habe, dann sende ich eine SMS.

    Heute will ich auch noch einen privaten Brief an meine Freundin senden, das erfordert einiges an Gedanken und die richtigen Worte zu finden, den wir haben im Moment etwas Funkstille. Auch das ist etwas wichtiges, was ich dann geschafft habe. Ich mache alles langsamer als früher und ich lasse mich nicht mehr unter Druck setzen. Dann lobe ich mich auch, wenn ich mich einfach an einem Tag sehr wohl gefühlt habe und keine Streß und keine emotionales Tief hatte.

    Mit Listen und Plänen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, da kam ich noch mehr unter Druck und wenn ich was nicht geschafft habe, dann hatte ich noch ein schlechtes Gewissen. Ich möchte mich einfach gut fühlen und jeder sollte herausfinden, wie er am besten zurechtkommt und auch was wichtig ist und was nur für andere wichtig ist, das ist nämlich auch oft so, dann denke ich auch:

    Ein Glück, das ich gesund bin, ein Glück, das ich laufen kann und keine Schmerzen habe und darüber versuche ich immer wieder froh zu sein.

    Gruß Paula

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