Umfrageergebnis anzeigen: Tagebücher verbrennen / entsorgen / behalten?

Teilnehmer
51. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • verbrennen (rituell)

    12 23,53%
  • entsorgen (Mülleimer)

    8 15,69%
  • behalten & im Keller/Dachboden lagern

    19 37,25%
  • nach Ableben darf sie niemand lesen

    5 9,80%
  • nach Ableben sollen sie gelesen werden

    14 27,45%
  • nach Ableben soll eine Biographie daraus geschrieben werden

    10 19,61%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Tagebücher verbrennen/entsorgen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Tagebuch behalten & im Keller/Dachboden lagern. natürlich!!!

    Wie so ziemlich alles, was in iregndeiner Form Erinnerungswert hat. (Damit meine ich jetzt nicht alte Joghurtbecher oder leere Flaschen, also so ganz schlimme Messi-Gepflogenheiten)

    Das gehört nämlich zu einer meiner herausragenden Macken: Mich von nichts trennen können, was unwiederbringlich ist...

  2. #22


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Salü zäme

    Das ist ein spannendes Thema. Und ich bewundere alle, die es durchhalten ein Tagebuch über Jahre zu schreiben.

    Ich habe auch mal ein Tagebuch geschrieben. In meiner Teenagerzeit.
    In wen ich verliebt war, jede Menge Krach mit meiner Schwester und meinen Eltern, usw.

    Ich habe es vor ein paar Jahren weggeworfen, da ich nicht wollte dass meine Söhne mein geschreibsel mal lesen.
    Das wäre mir dann doch peinlich gewesen.

  3. #23
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Pucki schreibt:

    Ich habe es vor ein paar Jahren weggeworfen, da ich nicht wollte dass meine Söhne mein geschreibsel mal lesen.
    Das wäre mir dann doch peinlich gewesen.
    Da hilft nur eins: GUUUUUT verstecken!

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Tagebuch schreiben ist mir sehr wichtig, schon weil ich tagtäglich lauter kleine u manchmal größere Entscheidungen treffen muss, ohne immer genug Infos zu haben. General Powell - dann Außenminister der USA - hat mal gesagt, in der Schnelligkeit in der Entscheidungen für den Alltag gebraucht werden, versucht er 30% der verfügbaren Infos genau zu kennen (was viel Arbeit ist) und dann fällt er Entscheidungen mit reinem Gewissen, selbst wenn sie sich im Nachhinein als problematisch rausstellen.

    Welche der Infos wirklich wichtig gewesen wären, zeigt sich im Nachhinein dann deutlich. Fürs nächste mal ist wichtig, den Blick aus der Erfahrung von Fehlern genauer zu schärfen, um dann die besseren Fragen in der verfügbaren Zeit gestellt zu haben, wenn die Zeit für die 30% wieder vorbei ist... Das Tempo des Lebens...

    Habe über eine Zeit Tagebuch in Prosa geschrieben. Dabei schon beim Schreiben gemerkt, wie sehr das zu einer Selbstinterpretation zwingt bzw. eigenen Engführungen in der Wahrnehmung abbildet. Ein Jahr später hat mir die Auswertung sehr geholfen und das bessere Wissen darüber, warum/was/wie/gut/schief gelaufen ist. Dann sehe ich auch, wo es Not tut, die eigene Perspektive um die entsprechende Punkte zu erweitern, die mir damals durch die Lappen gingen bzw was die Gründe für (un-)glückliche Entscheidungen waren.

    Inzwischen führ ich kein Prosatagebuch mehr, sondern Strichpunkte über die 6wichtigsten Fakten pro Tag, die mich bewegt haben - als summarium nach dem Tagesrückblick (genau 15min): pro Tag drei positive Dinge, drei Befürchtungen, an denen was dran sein kann, aber nicht muss. Die Selbstinterpretation spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Seh ich drei Tage später auf einen Eintrag zurück, interpretiere ich manchmal den Tag schon ganz anders als eine Woche oder gar einen Monat später, auch weil ich dann schon oft genauer sehe, wo Sorgen/Hoffnung, die ich stark empfunden hab, zu unter-/übertrieben waren und sehe, inwieweit das entweder an strukturellen Gründen lag, etwas falsch eigeschätzt zu haben oder an der Enge der eigenen, standort- u und persönlickeitsspezifischen Wahrnehmung. So brauch ich selber auch nicht mehr soviel Prosa zu lesen u bin leichter an Entwicklungen dran, damit - wenn warum auch immer wieder dran ist - auch guten Gewissens - so gut es geht - entschieden werden kann.
    Lg
    L.
    Geändert von Loyola (22.11.2013 um 12:18 Uhr)

  5. #25
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.452

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Seit einige zeiten führe ich eine positive tagesbuch: ich schreibe alles auf was mich Freude gemacht hatte am Tag.

    Sosnt habe ich auch eine Tagebuch die ich ab und zu benütze, aber ehe um etwa klarheit in meine Gedanken und Gefühlen zu bekommen. Die letzten Tagen mache ich es sogar mit Mindmap, ich finde es enspricht mehr die Denkweise mein Hirn.

    lg

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Ich schreibe in meine Tagebücher auch meine Arzttermine, bzw was ich bei welchem Arzt erlebt habe. Auch meine total irren träume an die ich mich fast jeden Tag erinnern kann stehen da drinn. Ich heb sie auf. Sie gehören zu mir, zu meinem Leben.

    Ich bin nicht auf alles stolz was da drin steht, aber irgendwann wenn ich mal nicht mehr da bin wird mein Sohn sie lesen und denken, mein Gott hat der Zeug erlebt.

  7. #27
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    torstend schreibt:
    Ich schreibe in meine Tagebücher auch meine Arzttermine, bzw was ich bei welchem Arzt erlebt habe. Auch meine total irren träume an die ich mich fast jeden Tag erinnern kann stehen da drinn. Ich heb sie auf. Sie gehören zu mir, zu meinem Leben.

    Ich bin nicht auf alles stolz was da drin steht, aber irgendwann wenn ich mal nicht mehr da bin wird mein Sohn sie lesen und denken, mein Gott hat der Zeug erlebt.
    Das würde ich auch soooo gern machen, aber obwohl ich das oft als so wichtig und schön empfinde, ist es morgen aus meinem Gehirn verschwunden. Wie gelöscht. Alles andere ist wichtig, obwohl mir der Wunsch am Tag vorher so viel bedeutet hat...

    Das kommt wohl daher, dass ich immer im Jetzt lebe. Morgen ist gerade noch einigermaßen wichtig. Aber das Vergangene?

    Deshalb würde ich es gerade als ganz hilfreich empfinden, Tagebücher zu führen, weil ich dann vielleicht ein wenig mehr zurückschauen würde. (Und vor allem auch eine Erinnerungsstütze hätte, denn da lauert die nächste Falle...)

  8. #28
    Nur eine Phase

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 481

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Ich habe gerade erst vor ein paar Monaten meine Tagebücher entsorgt ....

    Ich habe in der Anfangszeit meines erwachsenwerdens Tagebücher geschrieben, ein paar Jahre lang.
    Ich war beinahe schon süchtig danach, alles aufzuschreiben ....
    Sehr intensiv also.
    So ist es bei mir öfter. Egal was es ist, meistens sehr intensiv, aber nach einer Zeit ist es dann aber auch direkt wieder komplett Out !!

    Habe sie Jahre lang in einer großen Plastikbox mit mir rumgeschleppt.
    Dann im Keller mal gehabt, dann irgendwann in der Wohnung in euinem Schrankfach ....
    Und wie schon geschrieben, habe ich sie vor ein paar Monaten erst einzeln und Stück für Stück zerrissen ...
    Habe in manche mal reingeschaut und ein wenig überflogen, aber mehr auch nicht ....
    'Nun sind sie weg und ich bin um ein Schrankfach reicher, was allerdings bei meinen vielen Sachen und Dingen schon wieder gut ausgefüllt ist.

    Ich hatte immerschon ein recht turbolentes Leben, also habe ich mir gedacht, gerade jetzt, wo es mir wieder nicht so gut geht,
    ich werfe sie besser weg, bevor ich noch mehr aus dieser Zeit und bla ....
    Nein Danke !!
    Jetzt lebe ich, nicht sonderlich gut, aber früher wars auch nicht so ....
    Warum mich weiter mit Dingen rumschlagen, die veraltet sind.
    Diese Baustelle ist jetzt wichtig, andere sind schon verdrängt, vergessen, oder .... Nein, verarbeitet leider noch nicht wirklich ....

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    Ich hab über viele Jahre sporadisch Tagebucheinträge angelegt. Hauptsächlich elektronisch. Sehr viele davon enthalten die gleichen traurigen Eingeständnisse und Schwüre. ich finde die Vorstellung, dass diese von meinen Kindern gelesen werden nicht sehr prickelnd. Der Plan ist die Einträge nach interessanten Hinweisen ADHS betreffend durchzugehen (riesen Ding) und diese danach zu vernichten. Aber da ich im Moment sehr mit anderem beschäftigt bin frage ich mich ob das so funktionieren wird. mh.

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Tagebücher verbrennen/entsorgen?

    ich habe mit 13 angefangen zu schreiben
    und viele viele hefte gefüllt mit meinen
    emotionalen gefühlsachterbahnen und
    sorgen...wäre es mir eher in den kopf
    gekommen, ich hätte es viel früher begonnen.

    aber mit 8 fand ich es unsinnig.
    da spielte essich immer nur in
    meinem kopf ab...

    ich habe vor 5 jahren beschlossen
    das diese energien, die nicht so
    schön sind, die ganze zeit durch mein
    leben wabern, während sie seitenweise
    bei mir im regal schlummern.

    ich beschloss das alles quasi im ritual
    zu verbrennen,
    damit all diese gedankengefühle
    und zustände aus den vielen vielen jahren
    sich in rauch auflösen und
    quasi transformieren können...

    ich habe einen schönen ort
    am wasser gefunden
    mit einer feuerstelle;
    habe dann hier und da
    nochmal drin rumgelesen
    und diese zeiten so abschließen
    können.

    damit sind sie nicht weg
    ich weiß noch genau was
    mich umgetrieben, unglücklich,
    traurig gemacht hat und woran
    ich genagt habe...
    womit ich die vielen jahre über
    beschäftigt war...
    nochmal vielmehr mit den medis
    und der anderen, neuen wahrnehmung
    für mich heute und früher....

    ich fand´s befreiend
    als sie von den flammen
    zerfressen wurden.
    damit sind auch kapitel
    geschlossen.

    heute schreibe ich weiter
    alles aus den letzten 5 jahren
    darf noch bleiben, denn es ist
    noch wichtig,
    wichtig was passiert ist
    und was sich verändert...

    aber wenn die zeit kommt
    würde ich es ausdrucken
    und wieder verbrennen.

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