Umfrageergebnis anzeigen: Treue in der Partnerschaft

Teilnehmer
124. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich bin absolut treu

    57 45,97%
  • Ich flirte gerne, mehr auch nicht

    42 33,87%
  • Ich hab schon mal betrogen

    29 23,39%
  • ich war schon untreu, mein Partner weiß das

    11 8,87%
  • Küssen ist okay, alles andere nicht

    0 0%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Treue in der Partnerschaft im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #81
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    salamander schreibt:
    ganz hart gesagt, ich halt mehrfach- oder nebenbeziehungen, bitte deshalb nicht köpfen, ich weiß
    meine haltung ist rigide, für eine lösung von feiglingen und objektfetischisten. bitte nicht lünchen...!

    für jeden bedarf ein mensch, also ein ganzer blumenstrauß an menschen, die aber aller unterm strich
    austauschbar bleiben (risikominimierung), wegen der objektgebundenheit, also verdinglichung, über
    wofür sie zu "verwenden", also was mit ihnen unternommen wird sex, beziehung, leben, alltag, abenteuer,
    prickeln.
    lösung für feiglinge deshalb, weil da kein echtes einlassen für mich ist und kein risiko. wenn ich so splitte,
    kann mir zwar irgendwo ein mensch mal wegbrechen, oder ausgetauscht werden, wo mir grad ein anderer
    besser rein paßt, aber da geht's dann nicht um den oder diejenige welche, wie die/der so ist, sondern
    für was er "gut" ist. ich find das 'ne ziemliche sackgasse mit wenig bis kaum entwicklungsspielraum.
    neeeinnn, du wirst nicht geköpft, ich finde es eine sehr interessante diskussion, also bitte weiter so!

    also, einen blumenstrauss an beziehungen will ich nicht, habe ich auch nicht, ich hab' den einen mann den ich liebe, und die anderen sind freunde und bekannten, so wie es auch bei jeder sagen wir monogamer mensch es auch ist, einziger unterschied, mit ein paar meiner bekannten habe ich auch sex.
    austauschbar ist keiner davon, am allerwenigsten mein mann, und jeder davon schätze ich für das was er ist, es sind keine einwegtücher sondern ausgesuchte leute.
    mein mann ist auch nicht einer der vielen, er ist der mann womit ich zusammenwachsen will, womit ich eine zukunft plane und daraufhin arbeite, er steht auf eine ganz andere ebene.
    das die andere jeweils am besten zu eine bestimmte unternehmung passen heisst auf keinen fall das ich sie verdingliche, der gedanke ist mir so fremd das ich keine antwort darauf habe...
    das alle zu mir halten, obwohl ich mich selten bei jemand melde (nicht weil sie mich nicht interessieren, das ist wie ich hier oft lesen konnte doch eher mit ADS verbunden) spricht glaube ich dagegen.

    ausser die paar leute die eine dreier-beziehung (vergeblich) versuchen kenne ich sonst niemand der zur blumenstrauss kategorie passen könnten, ausser eventuell die paar armen die betthüpfen mit beziehungssuche verwechseln.


    salamander schreibt:
    die anderen, die's im der solonummer 50% + 50% = 100% probieren, halte ich für die mutigeren und risiko-
    freudigeren. aber die gefahr da statt eins auf die mütze zu bekommen und eine bruchlandung hinzulegen
    die richtig weh tut, ist massiv höher. dabei meine ich aber nicht die schema f beziehungen mit in folge
    "ehe"-knast und scheidung, sondern die, die sich aufeinander einlassen, konzentrieren und versuchen das
    "ding" zu zweit hinzukriegen. was ich für wesentlich anstrengender halte, weniger schnellen thrill bringt,
    weniger fluchten, vor allem vor sich selber ermöglicht, sondern wieder einlassen braucht. wo der bogen zum
    sex sich wieder schließt. für das modell brauch ich aber zwei, die dazu befähigt sind, die schon einen
    gewissen erfahrungsreichtum mitbringen und wissen, dass gefühl, verbindend, gefährlich und verletzend
    sein kann, wenn zwei nicht in der richtigen weise miteinander umgehen.
    ok, mut und risikofreude halte ich nicht unbedingt für wichtige premisse für eine beziehung, aber ok, das bezieht sich auf den vergleich zu den blumensträussler, zu denen ich mich nicht zugehörig fühle.
    sonst volle zustimmung, aber was meinst damit, das der bogen zum sex sich wieder schliesst?
    ich stehe gerade auf der leitung...

    salamander schreibt:
    die dramen die ich mitbekommen habe, ich habe 10 jahre nebenbei an einer bar gearbeitet, da kriegt
    man extrem viel mit..., mein eigenen und was andere erlebt haben, ich komm nicht dran vorbei zu sagen
    dass die "mehrkomponenten"-nummer irgendwann gewaltig hoch geht, denn irgendwer wird ausscheren,
    und quer schießen.

    bei der blumenstraußvariante kann man sich allerdings zurücklehnen und sich den restlichen blumen im
    potpourri zuwenden, dann tuts nicht so weh, wenn eine blume fehlt, bis eine neue dafür gefunden ist.

    aber das ist nur meine persönliche meinung.

    sala
    ich hab' immer noch schwierigkeiten damit, den blumenstrauss nachzuvollziehen, wie gesagt, ich kann mich damit gar nicht identifizieren, und kenne keiner der sich so verhält.
    ich kenne serienjägern, auch manche die in eine beziehung leben, und die meisten davon werden doch früher oder später auf die schnauze fallen, denn sie wissen tatsächlich nicht zu schätzen was die in der beziehung haben könnten.
    und ich kenne viele (schwule) beziehungen, die meistens gut funktionieren, obwohl (oder ganz böse, vielleicht auch deswegen?) es offene beziehungen sind.

  2. #82
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Ich war bisher insgesamt nur knapp über ein Jahr in Beziehungen. Und da war ich immer treu. Und ich wünsche und erwarte auch von einem Partner, dass er treu ist.
    Sonst ist es für mich keine Basis einer Beziehung, weil ich mich dann nicht öffnen und vertrauen könnte. Da mir eine tiefe emotionale Bindung sehr wichtig ist.

  3. #83
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    salamander schreibt:
    was macht ihr, wenn ihr sex und liebe zu einem werden lassen könnt?
    wenn euch das so im vollen und ganzen passiert?
    also, so arg trennen das ich eine rein platonische beziehung haben könnte tue ich doch nicht, das geht nicht.
    ich tue so viel wie ich kann, das mein jetziger mann mein mann fürs leben wird, und wenn ich irgendwann mit ihm der sex meines lebens haben kann, dann habe ich einfach den vielbesprochenes jackpot geknackt...
    umgekehrt, solange ich in eine beziehung bin, kann der sex ausserhalb auch soooo gut sein, ich werde mich trotzdem nicht in den verlieben, also werde ich ihn auch nicht lieben wie meinen mann.


    salamander schreibt:
    mit 30 schon von einem lebensgefährten zu reden, halt ich für gewagt, da ist noch soviel möglich,
    aber später dreht sich dann was, und dann wird die sache mit den lebens-abschnitts-gefährten,
    irgendwie langweilig. die herausforderung liegt dann an anderer stelle, den schwups rüber zu den
    lebensgefährten zu schaffen. bedeutet natürlich, dass beide das als herausforderung betrachten.
    es kann doch auch mit 60 gewagt sein, wenn man sich nicht vertraut, kennt und versteht, man kann aber auch schon mit 30 den mann fürs leben treffen.
    ich bin sehr vorsichtig mit versprechungen und erwartungen, denn es kann viel passieren.
    und wenn man was "für die ewigkeit besiegelt" kann es auch passieren das einer sich auf die lorbeeren ruht, und der kartenschloss fällt.
    es ist kein zufall, das so viele beziehungen kurz nach der ehe auseinander gehen.
    die herausforderung liegt meine meinung nach darin, nicht der eigene partner lebensgefährte zu nennen, sondern daraufhin zu arbeiten, das er es wird.
    ob er es ist, werde ich erst am ende meines lebens wissen, jetzt kann ich nicht, ich kann nur alles mögliche dafür tun, und vertrauen das er es auch tut.

    salamander schreibt:
    reinefreundschaft, geht in einer mann-frau-beziehung nicht, dafür ist der sex zu wichtig.
    heeeey, ich hab' doch auch ein paar freundinnen, und ich hab' mit denen kein sex!!!
    ...ops, ich hab' den eindruck das zählt jetzt irgendwie nicht... :-)
    nee, im ernst, ich weiss nicht, ich hab' auch freunde die ich extrem geil finde, womit ich auch zugegeben gerne was hätte, wir machen auch witze darüber, aber es passiert trotzdem nicht, denn es muss nicht immer sein...
    das widerspricht dann auch deine ablehnung zum seitensprung, denn hier klingt es wie ob es was natürliches wäre, sogar was unabdingbares...

    salamander schreibt:
    den satz sex und liebe trennen, ich weiß nicht wie oft ich den in meinem leben schon leute habe
    sagen hören, und genauso sind sie irgendwann damit an die wand gefahren, männer wie frauen,
    also kann der so ganz nicht stimmen. es gibt da noch eine komponente, die wird übersehen, bzw.
    diese erfahrung ist noch nicht gemacht, also kann sie nicht miteinbezogen werden.

    so lang sex und liebe getrennt leben werden können, ist es für den, der das kann doch prima. aber
    frau/mann kann auch in situationen geraten, wo ebenen genau das nicht mehr funktioniert. das ist
    das spiel, das dann so einige aus der umlaufbahn schießen kann.

    ich find das soll jeder für sich halten, wie es paßt, schön wäre in solchen fällen, wenn die lebens-, er-
    lebens- und gefühlswelten der beteiligten zusammen passen. ist das der fall ist es doch prima.

    lg
    sala
    jaa, wir sind wieder da, es kommt darauf an was man damit meint, denn natürlich kann so einen satz super als alibi verwendet werden, ich hab' schon ein paar mal hier erklärt, wie ich es meine.
    ich weiss nicht was passieren müsste das ich meine meinung ändere, ich kann es natürlich nicht ausschliessen, aber bisher bin ich sehr gut so gelaufen.
    ja, jeder wie er es mag, natürlich, aber wie es vielen gibt, die fremdgehen aus den sagen wir falschen gründe, gibt es auch vielen die es nicht tun, aus genau so falschen gründe, und die verpassen was... :-)
    ...was nicht heisst das jeder fremd gehen muss!

  4. #84
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    ich höre jetzt auf alles wieder zu zitieren, denn sonst wird der thread hier noch viel länger...

    also, @mj71, 02.04, 16:40

    ja, ich hatte es doch so verstanden, mit den flüchten, ich wollte nur nicht das man denkt ich würde mir sex nur ausserhalb der beziehung suchen, und die beziehung vernachlässigen.
    es ist auch nicht so, das ich sex ausserhalb habe nur weil ich wenig davon in der beziehung habe, ich finde es grundsätzlich nicht falsch.

    tatsächlich ist in meine beziehung die kommunikation DAS problem, obwohl ich kommunikation als absolut notwendig und am allerwichtigste sehe.
    wir sind innerlich sehr verbunden, aber ich bin offen und ehrlich bis über der schmerzgrenze hinaus, er ist in sich verschlossen, und versucht die problemen mit sich selber zu lösen.
    auch was sex betrifft, ich hab' mich seeeehr ausgiebig ausgelebt, er war in vergleich recht keusch...
    ich übe mich in diplomatie und zurückhaltung, ich lasse ihm die zeit die er braucht, er sucht einen weg um sich zu öffnen, bzw, er findet es selbst nicht richtig, und will es ändern, langsam fange ich an die unterschweillige anzeichen davon zu erkennen...
    genau so wie du und IonTichy es meint, gegensätze ziehen sich an, und jetzt lernen wir langsam voneinander.

  5. #85
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Treue in der Partnerschaft

    etwas zwischendurch:
    "ich brauch keinen prinzen der drachen tötet.
    ich brauch einen der mich liebt wenn ich zum drachen werde".

    p.s. ich merke bei dieser diskussion; wie unromantisch rational ich bin.
    ich kann mit grosser liebe - rosarote brille - schmetterlinge im bauch - nichts anfangen ?!?

    beziehung ist ein wandelder prozess in der jeder einzelne sich weiter entwickelt es ist kein IST zustand
    und stellt man einen "ist-zustand" her - hat man erwartungen.

    erwartungen, sind nicht gut - weil sie den prozess blockieren, dass sie etwas entwickeln kann,
    je nach situation und gegebenheit.... erwartet man - wird man enttäuscht.

    zurück zur treue - klar ist es sinnvoll sich treue zu schwören - sich daran zu halten -
    doch es ist ein trugschluss zu behaupten, dass es die "wirklichkeit" ist.

  6. #86
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Also bei mir kamen als wichtigste Punkte die ich an meinem Partner früher toll fand 8 Stück raus. Bei den Punkten was mich heute stört sind es nur 3. Also ich bin sehr zufrieden mit der Zahl und sehe das jetzt viel klarer

    Ich habe mit 22 Jahren geheiratet...ob es für immer ist das weiß ich nicht, das weiß niemand, aber ich weiß das er für mich der richtige Vater für meine Kinder ist und das er mir unheimlich gut tut, das ich durch ihn weiter komme.

    Und eines weiß ich noch, mit jedem anderen Partner wird es wieder Dinge geben die einem am anderen nicht passen. Aber kein Partner der jemals kommen wird hat mit mir zusammen die Schwangerschaften, die Geburten, die Kindergartenzeit, das erste Auto, das erste selbst gekaufte Sofa oder auch den ersten Freund der Töchter miterlebt, das hat nur mein Schatz. Mit Erzählungen alleine hat der neue Partner noch lange nicht diese tiefe miterlebt und dieses Glücksgefühl wie der eigene Vater und Eheman.

    Ich kann Sex und Liebe trennen, weil ich nicht mehr so blind bin und denke mit dem neuen Partner wird alles besser, es wird nicht besser nur anders....und vielleicht will man es garnicht anders...

  7. #87
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Treue in der Partnerschaft

    tasseKaffee schreibt:
    Ich finde es eindeutig am Schlimmsten, wenn zwei Partner zusammen sind die nicht zueinander passen und aufeinander nicht Rücksicht nehmen.

    Ob das nun einmal im Monat liebloser Pflichtsex mit Besitzanspruch ist, oder heimliches fremdvögeln ist, bei dem man die eigene Freiheit wichtiger schätzt als die Pflicht und der Respekt vor dem Partner.

    Wer sich in einer klassisch-monogamen Beziehung als "Besitz" fühlt, eingeeingt fühlt, für den wäre es besser, offen dazu zu stehen dass das kein Lebensmodell für ihn ist.
    Man sollte weder sich so weit verbiegen, dass man insgesamt unglücklich ist, aber auch nicht vom Partner verlangen dass der sich doch bitte zu verbiegen hat.

    Ich denke die Lebensrealität ist einfach, dass man nie alles haben kann was man gerne hätte. Man hat immer Entscheidungen zu treffen. Den Jackpot werden die wenigsten Gewinnen innerhalb von Beziehungen. Das heißt: WIN-WIN-Situationen in denen beide Partner das Optimum erreichen. Wenn beide zufrieden sein wollen müssen sie meistens beide Kompromisse eingehen, oder ewig suchen bis sie den perfekten Partner gefunden haben der intuitiv Gedanken lesen kann, weil er einem so ähnlich ist dass man keine Kompromisse schließen muss.
    Das halte ich aber für wirklich selten, weil es meist innerhalb von Beziehungen dazu kommt, dass einer sich selbst andere Freiheiten zugestehen möchte als seinem Partner.
    Viele hätten zum beispiel kein Problem damit selber Sex außerhalb der Beziehung zu haben, würden das ihrem Partner aber niemals zugestehen wollen.
    (Was wohl auch der Grund ist, warum so viele heimlich fremdgehen: sie möchten nicht dass der Partner das gleiche macht)


    Letztenendes muss jeder Topf sein Deckelchen finden: wenn zwei Menschen mit offenen Beziehungen besser klarkommen als mit Monogamie: wieso auch nicht.
    Die einen suchen Verbindlichkeit, Verantwortung und Geborgenheit, andere suchen eher Abendteuer, Freiheit und Flexibilität.
    Und sehr viele suchen beides gleichzeitig, was das schwierigste Kunststück ist, weil es für manche schwer zu glauben ist, dass man beides in einem Partner finden kann.

    Die Freiheitsfraktion spricht dann von "Einengen, Besitzdenken, Abhängigkeit", wenn sie den falschen Partner an der Backe haben.
    Die Geborgenheitsfraktion spricht dagegen dann von "Treulosigkeit, Schürzenjäger, Egoismus, Lieblosigkeit", wenn sie mit dem Falschen zusammen sind.

    Es gibt viele die ihre absolute Unabhängigkeit bewahren wollen, dabei merken sie nicht, dass auch sie abhängig sind. Nur halt nicht von ihrem Partner, sondern von anderen Sachen. Letztenendes ist das keine Unabhängigkeit und Freiheit, auch wenn es so genannt wird. Man verteilt seine Abhängigkeit nur auf andere Menschen und Objekte.
    Jeder sucht das, was für ihn selbst Priorität hat. Wer sich durch eine Beziehung eingeengt fühlt, halt wohl einfach eine andere Priorität.
    Wenn mir mein Freundeskreis, meine Karriere, mein Hobby wichtiger sind, als meine Beziehung, dann würde ich mich durch meine Beziehung immer eingeengt fühlen, denn meine Beziehung verlangt schließlich dass ich "Zeit für sie opfer", um sie am Leben zu halten.
    Zeit opfern bedeutet, dass man das Gefühl hat die Zeit besser anders zu verbringen. Wenn ich das Gefühl habe ich opfere etwas und hätte lieber etwas anderes, dann läuft es schon nicht mehr gut.

    Andererseits kann man das Gefühl haben, "man opfert Zeit für jemanden", aber wenn man sich dann auf das konzentriert was man eigentlich mag und die Beziehung beendet, erst dann merkt man manchmal hinterher, dass es vielleicht doch kein "opfern" war. Wie man mit dem Verlust von Menschen oder Tätigkeiten klarkommt weiß man meist erst hinterher.
    Das macht es so schwierig "richtig" zu entscheiden.


    edit:


    Manchmal liegt es nicht daran. Es mag jetzt nicht auf deinen Fall passen, aber manchmal ist es auch so, dass der Partner keine Lust hat, beim anderen Partner zu "entdecken, die Basics zu lernen, es gemeinsam langsam angehen und zu steigern". Nein, da wird erwartet, dass man hier n paar Knöpfe drückt, und da ein bisschen dreht, und schon springt man an wie eine Maschine. Und wenn das dann nicht eintritt, aber man auch nicht darüber reden will was man mag, und das ganze vom einen zur langweiligen Pflichtverantstaltung wird, dann hat der andere Partner auch keinen Bock mehr.

    Vielleicht ist da das Hauptproblem wieder, dass beide Partner nicht zusammen passen. Aber man kann nicht erwarten, wenn zwei unerfahrene Menschen zusammen kommen, dass diese sich intuitiv verstehen. Manches muss offen kommuniziert werden können, beide sollten Wünsche äußern dürfen.
    Nur glaub ich dass es sich häufig hochschaukelt:
    Person A verlangt, dass Person B auf Knopfdruck funktioniert.
    Person A merkt, dass das nicht klappt, aber will auch keine Anregungen von Person B, reagiert eher lustlos auf Person B.
    Person B verliert die Lust auf Sex, reagiert ebenso lustlos, hofft aber dass mit steigender Übung und wachsender Nähe sich das Ganze noch bessert.
    --> Person A schiebt die Schuld auf Person B "der will ja nicht, der ist Schuld", und sucht sich Person C.
    Person B ist enttäuscht über die Treulosigkeit von Person A, weil Person A statt eine Lösung in der Beziehung zu suchen, die Lösung eher außerhalb sucht.
    Dabei ist Person B mit dem Sexleben auch unzufrieden. Wie soll man Lust auf viel Sex haben, wenn der Sex den man kennt, eher mittelmäßig ist?[/FONT]

    Das Szenario kann auch anders ablaufen:
    Und zwar, dass auch Person B fremdgeht, denn sie bekommt in der Beziehung ja auch nicht das, was sie braucht.

    Das beste wäre es, wenn Person A und B sich trennen, denn sie passen ja anscheinend nicht zusammen.
    Nur in den meisten Beziehungen wird der Kopf dann eher in den Sand gesteckt, vor allem wenn sie nicht erst ein paar Wochen alt sind, weil viele dann doch lieber ne beschissene Beziehung haben, als alleine zu sein. Man hat ja auch keine Garantie dass die nächste Beziehung besser wird, und zudem bedeutet eine neue Beziehung auch neue Arbeit. Also resigniert man.
    Und sehr wahrscheinlich beschuldigen sich beide dann Gegenseitig im Bett eine Niete zu sein.


    Dass Menschen dazu lernen können ist ja nicht aus der Luft gegriffen.
    Dass Menschen sich komplett ändern dagegen schon.
    Häufig erwarten zwei Menschen voneinander gegenseitig, dass sie sich ändern.
    Warum? Weil Menschen häufig zu individuell sind um in allen Punkten zueinander zu passen.
    Ohne dem Gefühl von Verbundenheit ists aber auch eher eine Zweckbeziehung als eine Liebesbeziehung, es braucht ja schon ein paar Reize damit sich überhaupt Gefühle füreinander einstellen.
    Leider sind diese Reize auch allzu häufig blos Projektion: man erwarten von jemandem, dass er sich auf eine gewisse Weise verhält. Aber die Verliebtheit und das GEfühl von Verbundenheit macht gleichzeitig so blind dass man nichtmal merkt, dass er eigentlich ein ganz anderer ist.
    Deswegen zerbrechen die meisten Beziehungen so nach spätestens 2 Jahren, wenn der große Gefühlsschub und das Kribbeln weg ist.
    Die, die dann noch zusammen bleiben sind entweder "der Jackpot", oder bleiben es aus Gewohnheit/Angst vor Veränderungen/keine Lust aufs Singlesein.

    Ich glaub, jetzt les ich erstmal Alles von Dir nach.........

    Begeisterte Grüße eines Fraktionslosen!!

  8. #88
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Auch ich meld mich mal - habe auch etwas ERfahrung nach 20 Ehejahren....

    Was mich angeht - kann ich nicht anders als treu zu sein, nämlich aus den
    Gründen, die hier zu genüge genannt wurden. So lange ich einen Partner
    habe, kann der Prinz von sonstwo vor mir stehen, er ist für mich einer von
    vielen. Ich hab da glaub alle "Schotten" dicht - ein Automatismus, würde
    ich sagen.

    Aber andererseits, wenn mein Partner meint, dass er mit mir unzufrieden ist
    und deshalb eine andere vorzieht - dann werde ich bestimmt nicht klammern,
    aber ich möchte Klarheit von ihm - undzwar vorher. Klar am besten so, dass
    ich evtl. noch etwas ändern kann. Sollte er aber meinen, dass es nichts zu
    ändern gibt, weil er sich in eine andere unsterblich verguckt hat - dann kann
    er gehen. Dann wäre es klasse, wenn wir wenigstens friedlich auseinander
    gehen - offen darüber redenkönnten, so dass wir uns eines Tages (man sieht
    sich bekanntlich 2 x im Leben) noch in die Augen schauen können und eine
    normale Konversation führenkönnnen.

    Das ist nicht durch die rosrote Brille geschaut - nein, so bin ich. Das war schon
    immer meine Einstellung dazu. Das wichtigste, was ich von einer Beziehung
    erwarte, ist Offenheit - über die Dinge, die einen quälen offen reden zu können.

    Es würde mich sehr sehr ärgern, wenn jemand nur des Friedens oder des vor
    Jahrzehnten gegebenen Versprechens willen, mit mir zusammenbleibt, aber
    darunter leiden würde. Ich kann da vernünftig einen Schlussstrich ziehen oder
    zumindest einen Punkt setzen - und meines Weges ziehen.

    Und: Ich kann vieles, aber meinen Partner mit jemand anderen teilen, sei es
    emotional oder körperlich (kann ich nicht trennen) - das geht bei mir gar nicht.
    Sorry.

  9. #89
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.426

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Hallo alle,

    So viel spannendes und ich gehe nicht auf alles ein...

    Nun einiges was mich so im sinn gekommen. Nach 16 jahren beziehung, mit hoch und tief, finde ich eigentlich sehr schön sich auf ein mensch, auf lange zeit einzulassen und alles daran setzten damit die beziehung auch schön wird. Am bestens geht es schon, wenn ich mit die einstellung umgehe, dass er der richtig ist, weil ich ihm gewählt hatte.

    So bald ich in eine krise, mich gedanken mache, ob es ein besser gibt, muss ich nur an meine freundinnen denken: Sie motzen genau so viel über ihre partner als ich... Also, andere männer sind nicht besser als meine beste hälfte, sie haben nur andere macken...

    Von eine blumenstrauss habe ich keine lust... Die tiefe und verbundenheit mit ein mensch, über jahren immer wieder zu erleben ist wirklich viel schöner.

    lg

  10. #90
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Treue ist definiert durch Loyalität. Loyalität zu seinem Partner. Wie diese aussieht, ist am Ende eine Sache der Partner und wie sie zueinander stehen.

    Ich kenne Pärchen, Ü40, die zusammen auf U25 Modelfang gehen, und einen Sport draus machen, wer es Abends schafft, die Beute "gemeinsam" aufzureissen. Ich kenne Paare, die 40 Jahre einander treu und monogam waren. Und auch Paare, die links und rechts mal etwas mitnehmen, aber als Regel nicht darüber sprechen. Der Mann auf Reisen nimmt sich die Barbekannt und der Poolboy muss für die Frau dran glauben.

    Alle drei Varianten sind einander aber treu, weil sie ehrlich sind und ihrer Natur entsprechen. Ich denke dass Treue immer Loyalität ist, die nur ein Brechen eines impliziten gemeinsamen Vertrages gebrochen werden kann. Es ist denke ich sinnvoll, weicht man von der Norm ab, darüber zu sprechen und den Vertrag zu definieren, die Ecken und Kanten festzulegen und immer klar zu machen, dass wenn ein Partner Änderung will, man dem gegenüber offen sein sollte, aber nicht zustimmen muss.

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