Umfrageergebnis anzeigen: Treue in der Partnerschaft

Teilnehmer
124. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich bin absolut treu

    57 45,97%
  • Ich flirte gerne, mehr auch nicht

    42 33,87%
  • Ich hab schon mal betrogen

    29 23,39%
  • ich war schon untreu, mein Partner weiß das

    11 8,87%
  • Küssen ist okay, alles andere nicht

    0 0%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Treue in der Partnerschaft im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    salamander

    Gast

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Eiselein schreibt:
    Frauen mit ADHS haben eine Art imaginäre Matratze auf dem Rücken, das bewerkstelligt, dass sie sich bei den geringsten Reizeinflüssen von außen in fast jeder Lebenslage einfach nach hinten fallen lassen können, ohne sich den Detz anzuschlagen, wobei sich sinnigerweise gleichzeitig noch die Beine öffnen.

    Bei Männern mit ADHS ist fast das Gegenteil der Fall: Extreme Treue bis hin zur Selbstverleugnung, oft allerdings auch gepaart mit absolutem Besitzanspruch an die Frau.
    Das find ich jetzt aber arg pauschaliert und über einen Kamm geschoren, hüben wie drüben.

    Ist das jetzt tatsächlich gemeint? oder ?

    Wenn ersters, dann klingt mir das genauso larifari, sorry, wie bei den Normalos "es ist nicht das was Du meinst", da komm ich jetzt mit meinem ADS nicht mit.
    Irgendwie ist mir das zu banal/seicht, mit dem Modell Reizüberflüsse von außen in fast jeder Lebenslage. ...und schwups, öffnen sich die Beine oder gehts auf 90° bzw. im anderen Fall Einknasten plus Selbstverleugnung bis zum umfallen...

    Da dreht mein ADS-Hirn Endlosschleife und fragt sich, was ist ADS da dran, weil JägerInnen und Unantastbarkeit, das klingt nach Hure oder Heilige, bzw. laß es krachen was das Zeug hält. Das gibt's in der Normalowelt auch bis zum anfallen. Ich krieg das jetzt nicht mit ADS zusammen.

    Salamander

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Treue,
    hm leider war ich noch nie treu.

    Früher kam immer noch ein tollerer Typ daher den ich unbedingt haben musste.
    Mir wurde es sehr schnell langweilig.
    Oft sind die Beziehungen aber auch an meiner besitzergreifenden Art gescheitert.

    Meinem jetzigen Mann war ich sehr lange treu, er ist ja auch meine große Liebe.
    Aber leider ist es mir vor ein paar Jahren dann doch wieder passiert.

    Langweile, Ehealtag, Stress mit den Kindern und dann....
    hab es ihm gebeichtet er hat mir verziehen, zumindest versucht er es

    :

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    IonTichy schreibt:
    Sex ist und bleibt nunmal eine ausgesprochen intime Geschichte.
    Und eine Partnerschaft auch.

    ...

    Wenn eine Partnerschaft mehr sein soll als eine Freundschaft, dann drückt sich das auch an einem größeren Grad an Intimität aus. In vielerlei Weise, bei weitem nicht nur Sex.
    Wenn diese Intimität beliebig zu anderen Freunden weitergegeben werden kann, bedroht das die Substanz der Partnerbeziehung. Es gibt kaum noch einen Unterschied zwischen dem Partner und anderen Freunden.
    Du bist vielleicht grad mal der Freund, bei dem sie Wohnt.
    Aber dafür engst Du sie ja überhaupt nicht ein..
    Eine Paarbeziehung hat nicht nur was mit Freiheit zu tun, sondern auch mit Verbindlichkeit.
    Das ist der Grund, warum Rosinchen nicht ohne Einverständnis ihres Mannes hinter seinem Rücken sex mit anderen Männern hat.
    Die Beziehung ist ihr das Wert. Sie würde andernfalls darunter leiden.
    ich glaube genau das ist der knackpunkt...

    ich finde es gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz arg traurig, wenn sex der einzige unterschied zwischen freundschaft und partnerschaft sein soll...
    mein partner ist der mann den ich rausgesucht habe um mit ihm (hoffentlich) mein restliches leben zu verbringen, mit ihm zusammen zu wachsen, um so viel wie möglich miteinander zu bauen und erleben, um voneinander zu lernen und profitieren, einander zu helfen, ist der mann den ich vertraue, verehre, abgöttisch liebe, und sehr viel mehr was ich jetzt nicht in worte fassen kann.

    ...und nix davon passt zu einen freund, und schon gar nicht zu eine sexbekanntschaft, nicht einmal zu eine sexbeziehung, was mir lieber ist als viele "fremden".

    du redest von intimität, ich habe es schon mal so ähnlich geschrieben, mit einem besten freund ist man doch oft intimer als mit den partner, wenn auch nicht körperlich, das ist aber nicht verwerflich, wieso muss körperliche intimität so viel wichtiger sein?
    ist es dann auch schlimm, wenn man sich mit freunde mit ein küsschen oder eine umarmung begrüsst, oder man sich knuddelt wenn's einem schlecht geht?
    ich nehme meinem freund nichts weg, wenn ich sex mit anderen habe, ich muss sogar (leider) sagen das ich sex mit anderen habe auch um seine und meine intimität zu respektieren, mein bedürfnis nach sex ist deutlich grösser als seiner, soll ich ihn denn vergewaltigen, oder mich kasteien?
    es kann nicht sein das auf der eine seite sex so wichtig ist, das man nicht fremd gehen darf, auf der andere seite so unwichtig, das man darauf verzichten müsste.

    ich hab' meine problemen mit den wort "verbindlichkeit", das klingt nach irgendwas was gemacht werden muss, und das wort "muss" hat meine meinung nach nichts in eine beziehung zu suchen.
    aber ok, ich bin aussengeländer, vielleicht verstehe ich es falsch.
    wenn ich das wort aber richtig verstehe, würde ich sogar sagen das verbindlichkeiten eine beziehung killen können.
    wie viele beziehungen gehen kaputt kurz nachdem man heiratet, weil man fälschlicherweise denkt das eine "verbindliche" bindung die problemen löst?
    verbindlichkeiten generieren druck, und das ist nicht der richtige weg um problemen zu lösen.

  4. #54
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Exxio schreibt:

    was verursacht mehr problemen, und welcher ist häufiger der fall, eine einvernehmliche offene beziehung, oder einmal im monat 5 minuten unbeliebtes pflichtsex gepaart mit besitzanspruch?
    ist das nicht ein deutlich schlimmerer verrat, an sich selbst und den partner, wenn man beiden so was wunderbar intimes enthält, wenn man sich der tiefsinnigste art der kommunikation verschliesst?
    sind es nicht meistens die, die sex nicht verstehen oder zulassen, die auch nach sexuelle treue verlangen?
    Ich finde es eindeutig am Schlimmsten, wenn zwei Partner zusammen sind die nicht zueinander passen und aufeinander nicht Rücksicht nehmen.

    Ob das nun einmal im Monat liebloser Pflichtsex mit Besitzanspruch ist, oder heimliches fremdvögeln ist, bei dem man die eigene Freiheit wichtiger schätzt als die Pflicht und der Respekt vor dem Partner.

    Wer sich in einer klassisch-monogamen Beziehung als "Besitz" fühlt, eingeeingt fühlt, für den wäre es besser, offen dazu zu stehen dass das kein Lebensmodell für ihn ist.
    Man sollte weder sich so weit verbiegen, dass man insgesamt unglücklich ist, aber auch nicht vom Partner verlangen dass der sich doch bitte zu verbiegen hat.

    Ich denke die Lebensrealität ist einfach, dass man nie alles haben kann was man gerne hätte. Man hat immer Entscheidungen zu treffen. Den Jackpot werden die wenigsten Gewinnen innerhalb von Beziehungen. Das heißt: WIN-WIN-Situationen in denen beide Partner das Optimum erreichen. Wenn beide zufrieden sein wollen müssen sie meistens beide Kompromisse eingehen, oder ewig suchen bis sie den perfekten Partner gefunden haben der intuitiv Gedanken lesen kann, weil er einem so ähnlich ist dass man keine Kompromisse schließen muss.
    Das halte ich aber für wirklich selten, weil es meist innerhalb von Beziehungen dazu kommt, dass einer sich selbst andere Freiheiten zugestehen möchte als seinem Partner.
    Viele hätten zum beispiel kein Problem damit selber Sex außerhalb der Beziehung zu haben, würden das ihrem Partner aber niemals zugestehen wollen.
    (Was wohl auch der Grund ist, warum so viele heimlich fremdgehen: sie möchten nicht dass der Partner das gleiche macht)


    Letztenendes muss jeder Topf sein Deckelchen finden: wenn zwei Menschen mit offenen Beziehungen besser klarkommen als mit Monogamie: wieso auch nicht.
    Die einen suchen Verbindlichkeit, Verantwortung und Geborgenheit, andere suchen eher Abendteuer, Freiheit und Flexibilität.
    Und sehr viele suchen beides gleichzeitig, was das schwierigste Kunststück ist, weil es für manche schwer zu glauben ist, dass man beides in einem Partner finden kann.

    Die Freiheitsfraktion spricht dann von "Einengen, Besitzdenken, Abhängigkeit", wenn sie den falschen Partner an der Backe haben.
    Die Geborgenheitsfraktion spricht dagegen dann von "Treulosigkeit, Schürzenjäger, Egoismus, Lieblosigkeit", wenn sie mit dem Falschen zusammen sind.

    Es gibt viele die ihre absolute Unabhängigkeit bewahren wollen, dabei merken sie nicht, dass auch sie abhängig sind. Nur halt nicht von ihrem Partner, sondern von anderen Sachen. Letztenendes ist das keine Unabhängigkeit und Freiheit, auch wenn es so genannt wird. Man verteilt seine Abhängigkeit nur auf andere Menschen und Objekte.
    Jeder sucht das, was für ihn selbst Priorität hat. Wer sich durch eine Beziehung eingeengt fühlt, halt wohl einfach eine andere Priorität.
    Wenn mir mein Freundeskreis, meine Karriere, mein Hobby wichtiger sind, als meine Beziehung, dann würde ich mich durch meine Beziehung immer eingeengt fühlen, denn meine Beziehung verlangt schließlich dass ich "Zeit für sie opfer", um sie am Leben zu halten.
    Zeit opfern bedeutet, dass man das Gefühl hat die Zeit besser anders zu verbringen. Wenn ich das Gefühl habe ich opfere etwas und hätte lieber etwas anderes, dann läuft es schon nicht mehr gut.

    Andererseits kann man das Gefühl haben, "man opfert Zeit für jemanden", aber wenn man sich dann auf das konzentriert was man eigentlich mag und die Beziehung beendet, erst dann merkt man manchmal hinterher, dass es vielleicht doch kein "opfern" war. Wie man mit dem Verlust von Menschen oder Tätigkeiten klarkommt weiß man meist erst hinterher.
    Das macht es so schwierig "richtig" zu entscheiden.


    edit:
    es kann nicht sein das auf der eine seite sex so wichtig ist, das man nicht fremd gehen darf, auf der andere seite so unwichtig, das man darauf verzichten müsste.


    Manchmal liegt es nicht daran. Es mag jetzt nicht auf deinen Fall passen, aber manchmal ist es auch so, dass der Partner keine Lust hat, beim anderen Partner zu "entdecken, die Basics zu lernen, es gemeinsam langsam angehen und zu steigern". Nein, da wird erwartet, dass man hier n paar Knöpfe drückt, und da ein bisschen dreht, und schon springt man an wie eine Maschine. Und wenn das dann nicht eintritt, aber man auch nicht darüber reden will was man mag, und das ganze vom einen zur langweiligen Pflichtverantstaltung wird, dann hat der andere Partner auch keinen Bock mehr.

    Vielleicht ist da das Hauptproblem wieder, dass beide Partner nicht zusammen passen. Aber man kann nicht erwarten, wenn zwei unerfahrene Menschen zusammen kommen, dass diese sich intuitiv verstehen. Manches muss offen kommuniziert werden können, beide sollten Wünsche äußern dürfen.
    Nur glaub ich dass es sich häufig hochschaukelt:
    Person A verlangt, dass Person B auf Knopfdruck funktioniert.
    Person A merkt, dass das nicht klappt, aber will auch keine Anregungen von Person B, reagiert eher lustlos auf Person B.
    Person B verliert die Lust auf Sex, reagiert ebenso lustlos, hofft aber dass mit steigender Übung und wachsender Nähe sich das Ganze noch bessert.
    --> Person A schiebt die Schuld auf Person B "der will ja nicht, der ist Schuld", und sucht sich Person C.
    Person B ist enttäuscht über die Treulosigkeit von Person A, weil Person A statt eine Lösung in der Beziehung zu suchen, die Lösung eher außerhalb sucht.
    Dabei ist Person B mit dem Sexleben auch unzufrieden. Wie soll man Lust auf viel Sex haben, wenn der Sex den man kennt, eher mittelmäßig ist?


    Das Szenario kann auch anders ablaufen:
    Und zwar, dass auch Person B fremdgeht, denn sie bekommt in der Beziehung ja auch nicht das, was sie braucht.

    Das beste wäre es, wenn Person A und B sich trennen, denn sie passen ja anscheinend nicht zusammen.
    Nur in den meisten Beziehungen wird der Kopf dann eher in den Sand gesteckt, vor allem wenn sie nicht erst ein paar Wochen alt sind, weil viele dann doch lieber ne beschissene Beziehung haben, als alleine zu sein. Man hat ja auch keine Garantie dass die nächste Beziehung besser wird, und zudem bedeutet eine neue Beziehung auch neue Arbeit. Also resigniert man.
    Und sehr wahrscheinlich beschuldigen sich beide dann Gegenseitig im Bett eine Niete zu sein.


    Dass Menschen dazu lernen können ist ja nicht aus der Luft gegriffen.
    Dass Menschen sich komplett ändern dagegen schon.
    Häufig erwarten zwei Menschen voneinander gegenseitig, dass sie sich ändern.
    Warum? Weil Menschen häufig zu individuell sind um in allen Punkten zueinander zu passen.
    Ohne dem Gefühl von Verbundenheit ists aber auch eher eine Zweckbeziehung als eine Liebesbeziehung, es braucht ja schon ein paar Reize damit sich überhaupt Gefühle füreinander einstellen.
    Leider sind diese Reize auch allzu häufig blos Projektion: man erwarten von jemandem, dass er sich auf eine gewisse Weise verhält. Aber die Verliebtheit und das GEfühl von Verbundenheit macht gleichzeitig so blind dass man nichtmal merkt, dass er eigentlich ein ganz anderer ist.
    Deswegen zerbrechen die meisten Beziehungen so nach spätestens 2 Jahren, wenn der große Gefühlsschub und das Kribbeln weg ist.
    Die, die dann noch zusammen bleiben sind entweder "der Jackpot", oder bleiben es aus Gewohnheit/Angst vor Veränderungen/keine Lust aufs Singlesein.
    Geändert von tasseKaffee ( 2.04.2013 um 16:04 Uhr) Grund: edit halt

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    huii, Eiselein, das klingt aber böse...
    und ein bisschen arg verallgemeint, oder?

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Exxio schreibt:
    sind es nicht meistens die, die sex nicht verstehen oder zulassen, die auch nach sexuelle treue verlangen?

    ...nicht das man mich falsch versteht, ich meine auf keinen fall das NUR leute die problemen mit sex haben nach treue verlangen!!!

  7. #57
    salamander

    Gast

    AW: Treue in der Partnerschaft

    @ exxio bezieht sich auf Deine Beitrag zu dem von Tichy

    ich find den Ansatz interessant und er läßt meine Gedanken wandern.

    Ich finde, dass das Element Freundschaft ein wesentlicher Bestandteil einer gut funktionierenden
    Beziehung ist. Für mich hat es damit zu tun, dass egal ob Beziehung oder nicht, jeder sich selbst
    gehört. Für mich auch wieder etwas das mit Verantwortung zu tun hat, keine die aufgebürdet vom
    aussen ist, sondern eine die ich übernehme. Sowohl für mich als auch für den anderen. Es geht
    darum mir selbst gerecht zu werden, der Person die ich bin, und der Beziehung die ich leben möchte.

    Deshalb finde ich die Definition von Lebensgefährte am passgenauesten, jedoch nicht im Sinne
    von Lebensabschnittsgefährten... Es bedeutet für mich einander durchs Leben zu begleiten, den/die
    andern so sein zu lassen wie sie/er ist. Dafür braucht's in meinen Augen die Freundschaft, weil die
    es leichter macht einen Schritt zurück treten läßt und sich gegenseitig die Freiheit zu lassen. Als
    Teil des Ganzen.

    Ich glaub nicht, dass es Menschen gibt, die in allem übereinstimmen. Kann mir das auch nicht vorstellen,
    und halt das für langweilig, weil da nichts Neues entstehen kann. Damit etwas halten kann, wie auch
    immer eine Verbindung aussieht, braucht es diese Entwicklungsspielräume und vor allem die Freiheit,
    Dinge alleine zu tun, sich auszuleben, eigene Erfahrungen zu machen, eigens zu haben und zu erhalten.
    Eben Luft bekommen. Das ist gar nicht so einfach für viele, sich das zuzugestehen. Ich halte das sogar
    für viele für schwieriger, als sexuelle Freiheit zuzugestehen.

    Die Links-und-Rechts-daneben-Variante ist nicht mein Ding, in den meisten Fällen leidet da einer
    der beiden. In den seltesten Fällen findet es der Klasse, der gerade am leiden ist...
    Um leiden kann es bei dem "Ding" aber nicht gehen, eher darum dass es einem miteinander gut geht
    und gut tut. Was ich finde, viel mit Freiräumen zu tun hat, und mit Mut. Freiraum heißt auch immer,
    dass da eine dritte Komponente mit ins Spiel kommt, die möglicherweise eine
    Sprengkraft entwickelt, die auseinander reißen kann, oder zumindest in die Nähe dessen bringt.
    Links-und-Rechts... ist ein gewisser Thrill der suggeriert, ich kann mit wem ich will aber ich weiß
    wo ich hin gehöre. Wie sieht's denn da wechselseitig, da frag ich mich immer, wenn diese Geschichten
    erzählt werden. Wirklich alles so in Butter, auf beiden Seiten?

    Wenn die Freiheit oberstes Gebot ist, wechselseitig, dann bin ich gezwungen, den anderen immer wieder
    zu lassen und er mich. Damit müssen sich beide aber auch immer wieder neu aufeinander einstellen,
    und kennenlernen, durch das was sie getrennt voneinander erlebt, bwz. welche Erfahrungen sie ge-
    macht sie haben. Das geht über die Sexualität weit hinaus. ERforfert sich miteinander zu beschäftigen,
    und auseinander zu setzen. DAs verlangt - finde ich - mehr voneinander als damit klar zu kommen,
    dass links-und-rechts im steten wechsel oder hin und wieder statt finden.

    Zum guten Sex, gehört doch auch sich einlassen können. Zumindest für mich. Für die schnelle Nummer
    mal zwischendurch, für irgendjemand der mich gerade reizt, braucht man das aber wieder nicht. Da
    passiert einfach nur was, da ist jemand der anders riecht, schmeckt, ist, ein kurzer Abstecher, in ein
    anderes Leben, danach zurück nach Hause. Was ich jetzt sage ist sehr provozierend, das ist ja wie
    bei Mami-und-Papi, da geht jemand immer wieder zurück zu den beiden, und wird wieder aufgenommen...

    Zu den Beziehungen die kurz nach der Ehe scheitern, oft sind die Bahnen doch vorher schon dahin
    gelenkt worden. Mit diesem besitzen des anderen. Besitzen meint für mich eine feste Vorstellung
    davon zu haben, wie der andere ist, sein soll, um mit ihm zusammen zu sein. Wo sind da die Freiheit
    und gelebtes Leben? Nicht nach Schema F, heiraten, haus, kinder, baum... etc.pp. Flitzen wird da
    hurtig zum naheliegendsten Gedanken, denn das ist Knast, gefangen gesetzt werden, nicht Beziehung.

    Vielleicht ist mein Ansatz zu philosophisch/psychologisch. Die offenen Beziehungen, wo es dazu ge-
    hört, dass oft was nebenher läuft, ich halte das für Flucht und Angst vorm einlassen, und auch
    für eine Sicherheitsnetz. Der Mensch ist "frei", geht hier hin und dahin, schaut sich um, könnt da
    nicht noch..., huia da geht was, was dort nicht geht... huia, da muß ich keinen Weg suchen, da gehts
    ja ganz von selber... ich kann immer noch.... ich bin für andere auch begehrenswert, und, und, und...
    aber was da bedient und betüttelt wird, sollte - aber so sehe ich das, und hat keinen allgemein gültigen
    Anspruch(!) aus einem selbst heraus kommen, ohne dass man andere dazu braucht.

    Das halte ich für echte Freiheit und Unabhänigkeit, sie ist die ganze Zeit vorhanden, in der Beziehung
    und im Leben. Damit umgehen zu lernen, halte ich für sehr viel schwieriger, denn es bedeutet, der andere
    bleibt immer Herr seiner selbst. Darum finde ich geht es auch in Beziehungen. Das ist ein Apsekt für
    den es die Freundschaft unbedingt braucht, denn sie macht mehr draus, als wenn es reine Liebes-
    beziehung ist. Ideal finde ich darum, wenn beides zusammen vorhanden ist. Damit gibt's Reisen der
    Helden mit Wendepunkten die gemeinsam gemeistert werden können, damit wieder was Neues
    Miteinander entstehen kann. Geht über das Sexuelle hinaus. Aber der Sex ist für eine Beziehung
    genauso wichtig.

    Schwieriges Thema...

    Salamander

  8. #58
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Es gibt da so vieles spannendes...

    Zuerst halte ich dass wenn in eine partnerschaft einer will dass der andere per knopfdruck funktionniert, noch nicht als zeichen dass beide nicht miteinandere passen, aber dass der partner der so denkt unreif ist und etwas zu lernen hat... Klar, wenn es sich mit der zeit nicht verbessert, wenn beiden damit kein weg finden, geht es mit der beziehung dann irgendwann nicht mehr. Aber ich halte kommunikation und sich auf der andere einstimmen (lernen wie er tickt) in eine beziehung als sehr wichtig, aber auch als hohe kunst und eben, es klappt auch nicht immer gut... Es ist schwierig und manchmal so schwierig dass man lieber aufgibt, was auch ok ist...

    Einmal hatte ich gelesen dass wenn jemand der fest gebunden hat, irgendwann sich zu jemand anders hingezogen fühlt, dass er eigentlich etwas sucht was ihm in seine momentanen beziehung fällt und daraus kann man auch mal sich gedanken machen was fehlt und wie weit man es doch aufbauen kann. Ich fand es immer hilfreich, wenn ich über andere männer innerlich geschwärmt weil ich dabei mit meine jetztige partner frustriert war... Ja, oft konnte ich in meine momentane beziehung echt etwas verbessern...

    So wie ich immer wieder höre, ist untreu nicht immer mit eine schnelle nummer... Manchmal geht es um heimliche, oder offiziellen nebenbeziehungen die auch tief und innig sind... Also, eine art polygamie wo parallel 2 Menschen geliebt werden. Naja, wenn einigen damit gut leben... Mich wäre vielleicht doch zu viel mich auf 2 männer so tief einzulassen.

    Der glück draussen zu suchen, weil es zu hause nicht mehr so gut ist, sehe ich als flucht... Wieso nicht schauen was nicht mehr stimmt, klären und verbessern was möglich ist oder mal ein schlussstrich ziehen wenn keine andere lösung gefunden wird? Aber es ist noch anders als menschen die einfach gleichzeitig 2 oder mehrere partner echt lieben können. Ich denke, unsere herz hat dafür platz, aber es ist auch ene aufwand im zeit...

    lg

  9. #59
    salamander

    Gast

    AW: Treue in der Partnerschaft

    mj71 schreibt:
    Aber es ist noch anders als menschen die einfach gleichzeitig 2 oder mehrere partner echt lieben können. Ich denke, unsere herz hat dafür platz, aber es ist auch ene aufwand im zeit...lg
    Frage: Glaubst Du daß, das wirklich so ist?

    Ich hab noch kein "Mehr-Fach-Gestirn" kennen gelernt, wo das für alle der Beteiligten so gewesen wäre. Und viele, wo Zwei oder Drei davon, gar nichts davon wußten. Ich hab da meine Zweifel.

    LG
    Sala

    PS Mach da keinen Mann/Frau Unterschied. Unterm Strich, ist es für alle das Gleiche

  10. #60
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Treue in der Partnerschaft

    Ich schliesse nur nicht aus dass es passieren kann, aber kenne dabei niemand. Für mich wäre ehe zu viel.

    lg

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