Umfrageergebnis anzeigen: Ist AD(H)S eine Krankheit?

Teilnehmer
101. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja!

    28 27,72%
  • Nein!

    28 27,72%
  • Es ist keine Krankheit sondern ein Syndrom

    32 31,68%
  • Ich habe einen eigenen Gedanken (und schreibe den auch unten hin)

    19 18,81%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Ist ADS / ADHS eine Krankheit? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    In einem anderen Thread bin ich bei dem Thema so fest gefressen, dass ich es in einem eigenen T weiter führen will.

    cypher2k1 schreibt:
    [...] Heute sehe ich ADHS nicht mehr als Krankheit an. Mit dem Gerechtigkeitssinn hast du selbst schon einen von vielen Vorteilen genannt, die mit ADHS verbunden sein können. Was für eine Krankheit hat denn Vorteile?...
    Wenn man nun genau hinschaut wird man merken, das viele von diesen Vorteilen mit manchen unserer typischen Schwächen zusammen hängen, diese sogar kompensieren. Ein Beispiel: vielen ADSlern fällt es schwer sich feste Arbeitsabläufe zu merken und dann auch zu verinnerlichen. Andererseits sind ADSler aber auch berühmt für ihre Kreativität und ihr Improvisationstalent. So können sie Arbeitsabläufe an die sie sich nicht mehr erinnern oft rekonstruieren, oder sogar ganz neue Wege finden. Darum würde ich sagen, dass wir zwar anders sind als die Normalos, aber deshalb nicht weniger Leistungsfähig.

    Das gilt zumindest mal für unser Potential. Probleme entstehen erst dadurch, dass wir in einem Umfeld aufwachsen, in der wir uns nicht entfalten können:

    Wir können nicht das lernen was uns interessiert, sondern das was auf dem Lehrplan steht.
    Wir können nicht den Beruf ausüben der uns gefällt, sondern den für den wir Qualifiziert sind, falls eine Stelle frei ist.
    Wir können nicht das machen was wir wollen, sondern das was wir gesagt bekommen.
    Wir können nicht unsere Arbeit so machen wie wir denken, sondern so wie unser Vorgesetzter denkt.
    Wir können nicht nach unserer Moral leben, sondern nach dem Gesetz.
    Wir können nicht sagen was wir denken, sondern das was gerade angebracht ist.
    Wir können nicht so Leben wie wir wollen, weil man ausgerechnet uns noch mehr als anderen sagt wir brauchen die Struktur und feste Regeln.
    [...]
    Wir ecken überall an? Dann macht uns doch endlich mal Platz!
    [OT: Krass, ich hab mich gerade so in Rage geschrieben, das ich immer noch etwas Herzrasen hab ]


    Ich denke nicht, dass AD(H)S eine Krankheit ist. Viel nahe liegender finde ich, dass es uns krank macht in so eine starre Form gequetscht zu werden. Daraus entstehen dann die ganzen Folgeerkrankungen wie Depressionen & Co, die fast jeder von uns hat.

    Aber genug gelabert, jetzt interessiert mich erst einmal eure Meinung!

    Anmerkungen:
    - Wenn ich hier (oder in anderen Beiträgen) von "wir" rede, meine ich damit mich und alle ADSler die ich kenne. Natürlich kann ich nicht für alle sprechen, es handelt sich also nur um Vermutungen aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen.

    - Das hier sind meine eigenen (ersten und entsprechend unausgereiften) Gedanken zu dem Thema, die insbesondere von Thom Hartmanns Hunter-Theorie inspiriert wurden:
    "Thom Hartmann hat in seinem Buch "Eine andere Art die Welt zu sehen" die These aufgestellt, Betroffene seien aus genetischer Sicht die Nachfahren der steinzeitlichen Jäger und Sammler (Hartmann nennt sie Hunter).
    Ihm zufolge ist die heutige moderne Gesellschaft eine Weiterentwicklung der Gesellschaft sesshaft gewordener Farmer. Um sich in dieser Gesellschaftsform leicht zurechtzufinden, benötigt man andere Voraussetzungen und Fähigkeiten als in einer von Huntern geprägten Gesellschaft.
    Dieser Unterschied zwingt Hunter dazu, sich mit ihren anderen Fähigkeiten und Voraussetzungen einer Farmer-Gesellschaft anzupassen. Wie ein Farmer zu leben, stellt für Hunter jedoch eine permanente potentielle Belastung dar. Daher stehen sie vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, sich ihre Fähigkeiten trotz der ungünstigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zum Vorteil machen zu können. Das Ziel ist, Anerkennung für ihre besonderen Talente zu erlangen, anstatt permenent nur "anzuecken"." (Quelle)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Ist AD(H)S eine Krankheit?

    Danke für diese Worte.

    Sag die nur niemals von einem Rednerpodium aus.
    Die hätten zu viel Wirkung.

    :-)

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ist AD(H)S eine Krankheit?

    Ich seh das inzwischen so: ADHS ist an sich keine oder keine schlimme Krankheit - man kann sich echt üblere Sachen aus dem DSM-Katalog raussuchen. Aber es ist mindestens eine krankmachende Disposition.

    Überleg mal: Unter welchen der drei Kradinalsymptomen leidest du? Ich mach's mal als Beispiel für mich:

    Bei mir ist es:

    1. Die innere Unruhe, die Hibbeligkeit - das ist schon "krank" und macht krank. Das sorgt dafür dass mein Blutdruck steigt, dass ich wie in Huhn herumlaufe und 10 Dinge anfange ... aber das lässt sich aber gut medikamentös in den Griff kriegen. Deswegen bin ich ja zum Arzt, Schilddrüse, Mineralmangel, alles gecheckt; Depressionen ... zum Glück hatte mein Hausarzt echt Ahnung und ist nach 3 Jahren auf ADHS gekommen (" ... das passt alles nicht .... saaaaagen Sie mal, waren Sie so ein druchgeknllte kleiner, so ein Wildfang??? .... ")

    2. Die Verpeiltheit, die Fokussierungsschwäche: Ist nur blöd weil die Umwelt jederzeit abrufbare Hochkonzentration verlangt. Drum hab ich ein reizarmes Büro und mir den Job so eingerichtet, dass ich eben auch mal abdriftenkann. Listen und Notizblätter tun auch gute Dienste. Darunter leide ich nicht arg aber es ist mir ganz recht, wenn es besser wird.

    3. Die Impulsivität: Ja mei.... ich bin auch schnell wieder unten und haue ja nie niemanden ... die Familie und Freunde kennt mich, die wissen - der meint's nicht böse; bei Fremden kann ich mich recht lange zusammenreißen. Wenn nicht werden die Leute in Grund und Boden diskutiert ... darunter leid ich wenig bis nicht - aber ich habe nach der Behandlung ein paar Freunde gewonnen. Positiver Effekt aber dafür wär ich nicht zum Doc.

    In meiner Schulzeit war das allerdings alles etwas anders - viel schlimmer.

    Also, ist das "krank"? Das ADHS nicht. Aber einige seiner Folgen.

  4. #4
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Ist AD(H)S eine Krankheit?

    cypher2k1 schreibt:

    Das gilt zumindest mal für unser Potential. Probleme entstehen erst dadurch, dass wir in einem Umfeld aufwachsen, in der wir uns nicht entfalten können:

    Wir können nicht das lernen was uns interessiert, sondern das was auf dem Lehrplan steht.
    Wir können nicht den Beruf ausüben der uns gefällt, sondern den für den wir Qualifiziert sind, falls eine Stelle frei ist.
    Wir können nicht das machen was wir wollen, sondern das was wir gesagt bekommen.
    Wir können nicht unsere Arbeit so machen wie wir denken, sondern so wie unser Vorgesetzter denkt.
    Wir können nicht nach unserer Moral leben, sondern nach dem Gesetz.
    Wir können nicht sagen was wir denken, sondern das was gerade angebracht ist.
    Wir können nicht so Leben wie wir wollen, weil man ausgerechnet uns noch mehr als anderen sagt wir brauchen die Struktur und feste Regeln.
    [...]
    Wir ecken überall an? Dann macht uns doch endlich mal Platz!
    Hallo,

    also da muss ich Dir für meine Person widersprechen.
    Ich kann gerade das was mich interessiert lernen. Ich übe auch den Beruf aus, der mir gefällt und ich habe mir den Arsch aufgerissen, um zu zeigen, dass ich was kann... Die Wahl der Aufgaben, die ich erfüllen darf, kann ich sogar mitbestimmen. Und ich arbeite auch nicht nach Vorlage. Es gibt Dinge, an die ich mich auf Arbeit halten muss, das ist klar, das muss jeder. Aber, wie ich mein Ziel erreiche, das darf ich entscheiden. Das Ergebnis muss passen.

    Ich meine auch, dass ich schon nach einer gewissen Moral lebe. Ich habe Denkweisen, Auffassungen vom Leben, die recht gesund sind. Ich kann für mich abwägen, was ist gut, was nicht.
    Und ich habe auch gelernt zu sagen, was ich denke. Ich bring es sicher nicht so krass rüber, wie andere. Aber ich habe eine Meinung.

    Ich denke auch, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Klar brauchen wir Struktur und feste Regeln. Aber ich kenne Menschen, die keine ADHS-Diagnose besitzen, die völlig unstrukturierter Leben, als wir. Und ich finde es nicht schlimm, wenn wir Struktur brauchen. Die macht es uns doch im Endeffekt leichter. Warum sollten wir uns selbst im Weg stehen.

    Und überall anecken? Nee.. Es wird immer Menschen geben, mit denen man nicht klar kommt, auch das begründet sich nicht auf ADHS. Wenn die Chemie nicht stimmt, kann man nichts machen. Ich bin wie ich bin. Und ich denke, für manche Mitmenschen, die nicht zu den ADHSlern gehören, ist es auch nicht immer leicht, sich auf uns einzuschießen.

    Es nützt uns nichts, wenn wir nur sehen, was wir nicht können, oder nicht so gut oder eben anders machen. Wir müssen dahin schauen, was wir schaffen und leisten. Die Wahl der Mittel zum Ziel zu kommen, darf doch individuell verschieden sein.

    Ich sehe ADHS auch nicht als Krankheit. Es ist ein Teil von mir und die Antwort auf viele Fragen. Mit guter Unterstützung durch Ärzte etc. kann man zumindest den Komorbiditäten zuleibe rücken. Erst wenn dies nicht geschieht, bekommt alles zusammen einen krankhaften Charakter.

    LG Schnubbel

  5. #5
    Muus

    Gast

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ich sage, AD(H)S ist eine neurobiologische Störung, es ist ganz klar eine psychische Störung, aber ob es eine Krankheit ist? Dieses Thema ist heikel, irgendwie ist es eben doch eine Krankheit. Wir können aber nichts dafür. Punkt. Ich sage aber auch, es ist therapierbar und die Medikamenten MPH helfen dabei!

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Schnubbel, cypher2k1 meinte das mit dem lernen wie du bloß umgekehrt hingeschrieben

    Es ist eine Störung, krank ist man aber wegen der Folgen der Störung.

    Man kann es aber auch einfach machen und sagen dass man offenbar krank ist wenn man zum Arzt geht ...

  7. #7
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Sorry Wildfang.. ich bin verpeilt... ich check grad gar nichts mehr...

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ich sehe ADHS als Defekt, als Störung im Gehirn, als Krankheit. Was ist so schlimm daran, krank zu sein?

    Wenn ich mich gesund fühlen würde, wäre ich nicht hier. Dann wäre ich auch niemals zu einer Psychiaterin gegangen.
    Aber ich habe Probleme und zwar so große Probleme, dass ich das nicht mehr für gesund halte, sondern für "krank".

    Sicher werden einige meiner Probleme durch gesellschaftliche Regeln und Normen etc. verschärft.
    Aber ich habe auch Probleme in Bereichen, die ich hauptsächlich selber gestalten kann. Meine Probleme machen z.B. nicht vor meinen Hobbies halt, denn auch hier schaffe ich es oft nicht, Dinge zu Ende zu bringen.
    Ich bezweilfe auch, dass ich es als "Hunter" leichter hätte. Eventuell ein bisschen. Aber auch da müsste ich meine Jagdausrüstung zusammenhalten, ich müsste mir merken, wo die Tiere sich aufhalten, ich müsste rechtzeitig anfangen mit jagen, weil ich sonst verhungere und wahrscheinlich würde ich das immer und immer wieder aufschieben. Und große Tiere kann man nur im Team jagen. Tja, also müsste ich auch als Hunter mit anderen zusammen arbeiten und mit ihnen auskommen. Wutausbrüche etc. wären dort auch fehl am Platz.

    Die Hunter-Farmer-Betrachtung von ADHS ist meiner Meinung nach zu pauschal und wird dem komplexen Störungsbild der ADHS nicht gerecht.
    Bestimmte Bereiche unseres Gehirns funktionieren nicht so wie bei anderen Menschen. Das Arbeitsgedächtnis z.B. ist eingeschränkt. Und diese Arbeitsgedächtnis wäre auch eingeschränkt, wenn ich als Hunter leben könnten. Komplexe Abläufe zu erledigen, fällt mir daher sehr schwer. Und diese komplexen Abläufe findet man in jedem Bereich des Lebens. Auch in einem Hunter-Leben.

    Wenn man seine eigenen Einschränkungen kennt und akzeptiert, dass sie existieren, dann kann man ADHS in das eigene Leben und vor allem in das eigene Selbstbild integrieren.
    Das ist ein harter und langer Weg dorthin. Möglichkeiten und Wege zu finden, wie man trotz dieser Störung die Ziele erreichen kann, die man erreichen möchte, ist ein ständiges ausprobieren von neuen Dingen, es ist ein permantes sich selber wieder neu motivieren und vor allem auch Rückschläge einstecken können.
    Dazu kommt die Umwelt, die ADHS bedingte Schwierigkeiten als persönliches Versagen, als Faulheit, als mangelnden Ehrgeiz.... des Betroffenen auslegt.

    Es gibt keine solide und wissenschaftlich haltbare Studie, die zeigt, dass ADHS positive Seiten hat und dass ADHSler besondere Begabungen haben. Ja, ADHSler scheinen kreativer zu sein. Und ja, das kann mit dem ADHS spezifischem Störungsbild insbesondere dem fehlerhaften Arbeitsgedächtnis zusammenhängen. ADHSler müssen gezwungenermaßen neue Lösungen ausarbeiten, weil sie sie oft an den konvetionellen Lösungsweg nicht mehr erinnern. Außerdem schweift ihr Gehirn bei der Problemlösung immer wieder ab und geht neuen Gedankengängen nach. So kann eine höhere Kreativität bei ADHSlern vorkommen.
    Allerdings werden ADHSler eben durch das mangelhaft funktionierende Arbeitsgedächtnis oft gehindert, diese Kreativität auch ausdrücken zu können. Komplexe Abläufe darzustellen, dran bleiben bis was fertig ist, sich nicht ablenken etc. fällt ADHSlern extrem schwer.

    Diejenigen ADHSler, die ihre Fähigkeiten nutzen können, haben gelernt, mit ihren Schwächen umzugehen. Sie haben das nicht erreicht, weil sie ADHS haben, sondern trotz ihrer ADHS und aufgrund ihrer Begabungen, die sie haben.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ich finde Fliegenpilz Darstellung sehr interessant und sehe es in vielen Punkten genau so.
    Nur was das Thema Krankheit angeht, vertrete ich eine andere Meinung.

    Habe gestern lange mit einer guten Freundin darüber gesprochen und wir haben uns entschieden es als "besondere Eigenschaft" anzusehen.
    Ich fühle mich nicht wie ein Kranker (Bin aber auch nicht in psychologischer Behandlung und lehne bis jetzt auch jegliche Medikation ab), da
    ich für mich finde,dass vieles was aus dem ADS resultiert mit konsequenter Selbstreflexion und Übung von Lösungsstrategien zu bewältigen ist.
    So sehe ich es zumindest in meinem Fall.

    Krank ist für mich eine Schublade in die ich nicht gesteckt werden möchte, denn ich bin nich Abhängig von der hilfe anderer Leute und ich
    brauche auch keinen Sonderstatus (besonders keine dummen Bemerkungen zum ADS).

    Ich bin wie alle anderen Menschen nur mit medizinisch definierten Besonderheiten, die mich aber nicht von den anderen Menschen extrem abgrenzen.
    Ich bin genauso fähig alles zu erreichen was ich will wie JEDER, auch wenn das für mich vielleicht mehr oder andere Arbeit bedeutet.

    Ich benutze oft die Definition "Opfer meiner selbst" für meinen Umgang mit ADS, ich stehe mir oft selbst im Weg, doch wenn ich wie oben genannt konsequent an mit arbeite
    kann ich dieses Problem beseitigen und jedem Konkurrenten (gerade im Bezug auf den heutigen Arbeitsmarkt) paroli bieten.

    Ob man besser klar kommt wenn man ADS als Krankheit für sich akzeptiert ist natürlich Ansichtssache.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Also ich sehe ADS bzw ADHS nicht als Krankheit, sondern einerseits als Segen, andererseits als Hürde und Herrausvorderung.

    Wenn Ihr jetzt Segen lest, denk Ihr bestimmt ich hab sie nicht mehr alle keine Angst
    Ich sehe es deshalb als Segen, weil wir mit der "Problematik" Fähigkeiten haben, die andere Menschen niemals erfahren werden.
    Wir sind halt Indivieduen die von der "Norm" abweichen, und passen uns nun mal nicht gerne an.

    Als Hürde deshalb, weil es eine Art Mauer ist, die so hoch ist, das wenn man springt drüber schauen kann, jedoch so hoch ist das man niemals drüber klettern könnte. Jeder von uns kennt das Ziel aber noch lange nicht den Weg.

    Und als Herrausvorderung, weil wir auf die Probe gestellt werden ob wir es schaffen und durchstehen.

    Aber zum Ursprung zurück, ich stelle die reguläre These die AD(H)S bestimmt, in Frage.
    Wenn es nicht mit Sicherheit bestimmt ist, warum sollte ich den Ärzten dann glauben?
    Bis nichts nachgewiesen ist, suche ich selber nach einer Antwort.

    Akzeptiert Ihr die Aussagen der Ärzte etwa einfach?

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