Umfrageergebnis anzeigen: Ist AD(H)S eine Krankheit?

Teilnehmer
101. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja!

    28 27,72%
  • Nein!

    28 27,72%
  • Es ist keine Krankheit sondern ein Syndrom

    32 31,68%
  • Ich habe einen eigenen Gedanken (und schreibe den auch unten hin)

    19 18,81%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Ist ADS / ADHS eine Krankheit? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #71
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Bei "ADS ADHS bei Erwachsenen" habe ich folgendes geschrieben:
    Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

  2. #72
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hallo Celine,

    es lag mir auch schon in den Fingern, den Unterschied zwischen Krankheit und Behinerung anzuschreiben. Habe es aber gelassen, war mir zu kopliziert es eben mal auseinander zu dröseln.

    Aber Du hast es super dargestellt. Und Deine Schußfolgerung ist auch eindeutig:

    "Die Definition ist aber nicht so wichtig.
    Hauptsache, es kann uns bei Bedarf geholfen werden, und unsere Probleme werden nicht als Modediagnose angesehen, denn sie haben einen genetischen Ursprung, was Forschungsergebnisse bereits belegen."

    Eine Ärtztin sagte es in einer TV-Reportage mal so, oder ähnlich:
    ADHS ist wie Kurzsichtigkeit! Die Brille für AHDS sind die Medikamente (chemische Brille in Gehirn) womit man besser leben kann. Warum sollte man die Medikamente nicht geben, da sei so als ob man einem kurzsichtigen Kind, die Brille weg nimmt und sag nun streng Dich mal an das zu lesen.

    Ein Kurzsichtiger ist nicht krank oder behindert, erst wenn man ihm keine Brille zu gesteht wird er behindert!

  3. #73
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Cool...genauso fühle ich mich..Fang grad an zu Heulen.Mein Leben lang (Bin jetzt 43)sagt man mir das ich nicht richtig bin!Immer war ich anders...besonders sensibel...habe vieles anders als andere wahrgenommen....hat mich vieles sehr belastet weil ich immer dachte...boh,warum sind die so oberflächlich und sehen das nicht???Habe viel gekifft...und Medikamentiere mich gerade etwas mit Alkohol um auf dieser Welt mit den anderen einigermassen klar zu kommen....

  4. #74
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Ich finde, daß ADHS was hat. Wenn man in München ins P1 geht und sagt, daß man die Krätze hat..(mal ehrlich, da wird man doch gemieden)
    und wenn man irgendwas an den Geschlechtsteilen hat, dann hat man doch eh verschissen.
    Und wer diskutiert den schon gerne im Fernsehen über so etwas? Da kommt doch dann etwas so exotisches wie ADHS (weil Mangel an Fachwissen) einem doch
    geradezu entgegen. Und mal ehrlich, wenn manche von uns auch leiden und den Scheiß am liebsten an die Wand werfen würden,- die Medien sind doch noch lange nicht satt.
    Das ist wie mit einer stadtbekannten Hure, die mit Politikern abgelichtet wird und keiner deren Namen kennt... einfach der Reiz des Unbekannten.
    Was diese Hure wirklich anstellt ist gar nicht so wichtig, solange man nicht ihren Namen kennt. Sie existiert als Hilfsmittel (und Ablenkung) der eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen
    derer, die die ganze Geschichte gerne durchschauen würden und nicht in der Lage dazu sind, weil sie zu sehr vom Ruch der Exotik abgelenkt werden.
    Krankheit oder nicht. Ich finde das sollte jeder für sich ausmachen dürfen.
    Und für mich ist das scheißegal.

    LG --hirnbeiß--

  5. #75
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    IchUndDu schreibt:
    Eine Ärtztin sagte es in einer TV-Reportage mal so, oder ähnlich:
    ADHS ist wie Kurzsichtigkeit! Die Brille für AHDS sind die Medikamente (chemische Brille in Gehirn) womit man besser leben kann. Warum sollte man die Medikamente nicht geben, da sei so als ob man einem kurzsichtigen Kind, die Brille weg nimmt und sag nun streng Dich mal an das zu lesen.

    Ein Kurzsichtiger ist nicht krank oder behindert, erst wenn man ihm keine Brille zu gesteht wird er behindert!
    Der Vergleich mit der Brille hinkt meiner Meinung nach einwenig. Zum einen mag die Brille dem Kurzsichtigen sein Problem alleine lösen, das Medikament für den ADHSler allein reicht aber auf dauer Sicher nicht aus. Da sind sich alle Fachleute einig dass Medikamente ohne Therapie nicht ausreichen.

    Und zur Behinderung wollte ich auch noch anmerken, dass es immer von der Schwere der Beeinträchtigung abhängt. So wird sich ein Kurzsichtiger mit Brille nicht als Sehbehindert empfinden, erst wenn die Sehschwäche so stark ist dass auch eine Brille keine völlige herstellung der Sehkraft mehr ermöglicht wird er es als Behinderung empfinden.

    LG
    Lillemoor

  6. #76
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    @Lillemoor
    Vergleiche passen nie ganz genau, können aber etwas verdeutlichen und diesen Vergleich fand ich dazu sehr geeignet:
    Warum sollte man die Medikamente nicht geben, da sei so als ob man einem kurzsichtigen Kind, die Brille weg nimmt und sag nun streng Dich mal an das zu lesen.
    ...und ohne meine Brille würde ich mich jedenfalls stark behindert fühlen und wäre ständig auf Hilfe angewiesen (allerdings leide ich an Alterssichtigkeit).

    .......das Medikament für den ADHSler allein reicht aber auf dauer Sicher nicht aus. Da sind sich alle Fachleute einig dass Medikamente ohne Therapie nicht ausreichen.
    Wenn mehr als nur die Disposition vorliegt, reichen die Medikamente sicher meistens nicht alleine aus und geeignete Therapien wären sehr sinnvoll. Aber - sind sich wirklich alle Fachleute darüber einig?
    Das ist mir noch nicht bekannt. Häufig verordnen die "Fachleute" doch nur die Medikamente ohne eine Therapie, sogar manchmal noch wenn der Leidensdruck stark ist.
    Geändert von Celine ( 6.05.2012 um 00:34 Uhr)

  7. #77
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hallo Lillemoor,

    hast recht, dass die Brille bei ADHSlern etwas umfangreicher ist (Psycho- /Verhaltenstherapie, Medi, Gespräche mit dem Umfeld usw.) und letztlich nicht die "völlige Sehkraft" also den Normal Zustand eines Menschen (was auch immer das sein könnte) herstellen kann.

    Aber AD(H)S bedeutet erstmal nur als Baby eine genetische Eigenart zu haben, wie andere genetisch Linkshändigkeit oder blonde Haare usw. oder gar Mädchen oder Junge mit in die Wiege gelegt bekommen haben.

    Erst das Unwissen der Eltern, die nicht ausreichende qulifizierten Erzieherinnen und das Schulsystem und die daraus resultierenden Erfahrungen machen das ADHS-Kind behindert. Es wird verunsichert, kann nicht die Leistung bringen wie die andern, eckt ständig an, stört immer nur usw. Darauf hin entwicklet sich das Selbstwertgefühl und Selbstbild negativ und es entsteht eine Abwehertsspirale .... bis Deprie, Ängste, Sozialphobie, Dissoziation (interessantes Thema: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...soziation.html) usw.

    Würden wir alle in einer Welt leben, in der die Hälfte oder alle Menschen ADHSler wären, dann würde es vielleicht anders aussehen!? Wäre auch mal interessant sich das zu überlegen ...

    nachdenklich verbleibt ... äh Ich oder Du?! Du wie Ich ...
    IchUndDu!

  8. #78
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Sicher erlebt jeder ADHS anders, weils eben die eigene Welt ist. Für meinen Teil ist das eine genetische Störung, aber keine Krankheit. Obwohl eine Störung auch als Krankheit definiert werden könnte. Ist eben Ansichtssache. Wie oben schon geschrieben, wir sind nicht blöd oder doof, fallen nicht auf durch Missbildungen oder bedürfen einer Behandlung. Auch ich bin der festen Überzeugung, das wir in das heutige gesellschaftliche Modell nicht passen und das macht krank, nämlich depressiv. Depression ist eine Krankheit. Und diese wird behandelt, auf die eine oder andere Weise. Und so schließt sich der Kreis (zumindest in meiner Vorstellung).

    Ich stehe noch ganz am Anfang, ganz frische Diagnose und leider noch viele Wochen Wartezeit bis ich einen Psychologen oder Arzt mit freiem Termin erwische (kürzeste Wartezeit bisher: 8,5 Monate!!!). Ich habe mich vor über 10 Jahren selbstständig gemacht, weil ich kein Untergebener sein kann, immer und immer wieder Probleme hatte mit einem Vorgesetzten umzugehen, ihn zu akzeptieren. Auch der Umgang mit Kollegen ging nicht, Freunde waren mit der Zeit Mangelware, Vereinsamung, Alkohol, fast Selbstmord, habe alles durch. Und alles immer schön nacheinander, nicht in logischer Reihenfolge. Ok, meine Lebensgeschichte interessiert hier keinen.

    Seitdem ich frei entscheiden kann, was ich tue oder nicht gehts mir wesentlich besser, jedoch gibts da solche Sachen wie Finanzamt, Gesetze, Kontostand und so... Das wirft mich immer wieder zurück. Terminkalender? Nö! Geht auch so. Aber es geht eben nicht. Und das muß und will ich lernen, weiß nur nicht wie.

    LG Xyrx

  9. #79
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    ...Xyrx:-)))))Du schreibst über mich:-))Wie Geil!Sorry....Ausser das ich selbststaendig bin(was ich immer machen wollte)weil ich auch mit keinem Vorgesetztem klar komme...Mich interessiert deine Lebensgeschichte!Sehr!LG

  10. #80
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Ist ADS / ADHS eine Krankheit?

    Hallo du,

    mein Leben? Es ging rauf und runter, mehr runter als rauf, aber ich finde immer noch tiefere Stellen... Allerdings auch ungeahnte Höhen. Gehts mir deswegen schlecht? Nein. Aber gut auch nicht. Ist eben so.

    Im öffentlichem Forum plaudere ich gerne, aber nicht alle Details. Das geht nur per PN (hast du nicht freigegeben) oder in einer Gruppe.

    Du bist selbstständig? Wie lange, womit? Deine Diagnose war auch im April... Für mich wars erwartungsgemäß, hatte mich drauf vorbereiten können, mental. Aber trotzdem ein ganz eigenartiges Gefühl. Nicht weil es eine Bestätigung einer Vermutung war, sondern weils nun so ist. Jahrzehnte damit gelebt und nix gemerkt, nur gewundert. Warum soll nun alles anders sein? Aber Veränderung muss sein, sonst geht alles den Bach runter, gänzlich. Ach ja, meine Depri meldet sich...

    Nee, kann ich ab. Einzig und allein, in unserem Kopf ist immer was los, nie Ruhe! Das ist gut und auch belastend.

    Vielleicht reden wir ein bissel, such dir es aus.

    LG Xyrx

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