Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr als Erwachsene mal ins Bett gemacht?

Teilnehmer
174. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Mann: Ja

    18 10,34%
  • Mann: Nein

    42 24,14%
  • Frau: Ja

    25 14,37%
  • Frau: Nein

    89 51,15%
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Diskutiere im Thema Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    ...wird das Bettnässen von Dir genauso schrecklich dargestellt, wie es nun mal ist....Ich bewege mich... um Schämen, Verstecken, Verheimlichen ... nimmt so viel Raum ein ...ätzend....Selbstwert
    Guten Abend allesamt,
    ich misch mich mal einfach ein, geantwortet hab ich mit "nein", kann mich auch nicht daran erinnern, auch nicht soweit als Kind.
    Und auch gleich von Vornherein, ich sehe das anders als Ihr, und nicht weil ich "nicht" sondern weil ich schon Viele abgetrocknet und -geputzt habe.

    Gehts um Ursachen? Denke, eher nicht, 10 Leute 10 verschiedene Dinge, aber ein gemeinsames Problem, das da oben.
    Scham - Selbstwert, damit haben viele Menschen viele Probleme, auch wenn sie nicht nachts.....
    Ich sehe Euch reden um das Tun, besser das Lassen..., aber nicht übers eigentliche Problem, das "so schrecklich dargestellt, wie es nun mal ist".
    Das ist die Tat wo Ihr eingreifen sollt, es als so "schrecklich" zu erklären, dazu noch zu postulieren "wie es nun mal ist - Schrecklich" mit der Folge >Scham.
    (Postulieren = eine grundsätzliche Annahme oder Voraussetzung aufstellen)(Entschuldigung für die Erklärung dieses Wortes, halte keinen für dumm)

    Dabei seid es doch IHR selbst die diesen Grundsatz aufstellt, ein vernünftiger Mensch der nicht ins Bett macht tut das nämlich nicht!
    Der sieht Niemanden abwertend an nur weil das..., der findets halt Scheisse dass es Euch so geht, nur weil mit Euch so etwas geschieht.
    Und der ist froh, dass er sowas nicht hat, überlegt mal, da freut sich einer wegen der Sache, nicht darüber dass Ihr.., sondern dass er nicht!
    Klar, muss man ja nicht jedem erzählen, geht keinen was an, ich habe aber auch noch keinen gesehen der ein Schild umhängen hat: "ICH..."

    Scham - ein Wort das man dieser Zivilisation zuerst einmal richtig erklären und sie es erst richtig begreifen muss.
    Dazu kopier ich hier Wikipedia hin: "Scham ist ein Gefühl .. das auftreten kann .... sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben."
    So schlecht sind die hier, so verkehrt und verdreht, Scham einzureden wegen von denen selbst aufgestellten Normen!!
    Und Ihr seid die Leidtragenden, Ihr seid darauf hereingefallen, schämt Euch Euerer Natur, schämt Euch für etwas wozu Ihr nichts und wieder nichts könnt.
    Oder ist jemand dabei der das absichtlich macht??? Dann aber ab - schämen!

    Ihr seid darauf hereingefallen! 20mal lesen diesen Satz, mindestens 20mal!

    Also, was ist Scham? Oder besser: Weswegen muss man sich schämen?

    Hier schreib ich mal nicht weiter weil ich Euere Antworten lesen will, oder auch Euere Absage mir gegenüber,
    aus dem Grund, weil mir jemand sagte, dass ich "missionierend... sehr wohl ... gut meinend, aber ..bevormundend ..." schreiben würde,
    mag ja sein dass manches sich so liest, aber denkt Ihr, dass diese Aussage: "... dieser Zivilisation zuerst einmal richtig erklären und sie es erst richtig begreifen muss..." eine Ansage zur Missionierung oder Bevormundung ist? Kann ich denn etwas dazu, dass man hier nicht einmal weiß wie man sich den Hintern richtig abwischt???


    Mit besten Wünschen,
    Gerald
    Geändert von Grld.Ciseaau ( 5.08.2012 um 21:21 Uhr)

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    stargazer schreibt:
    Sieh dir die Umfrageergebnisse an.

    Ein gewisser Prozentsatz bejaht es.

    Wieso schliesst du den Zusammenhang jetzt aus?
    Stimmt, wenn man sich die Umfrage anschaut, legt sie einen Zusammenhang nahe.

    Anders die meisten Beiträge hier, auf die hatte ich mich bezogen. Liegt vermutlich daran, dass das Thema vielen einfach zu peinlich ist.

    Ich habe mich damit recht intensiv beschäftigt, und bisher aber keine Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang entdeckt, obwohl er mir so naheliegend zu sein scheint (wenn höhere Zahl bei Kindern mit ADHS, dann doch vermutlich auch bei Erwachsenen).
    Von daher wird hier "Neuland" betreten .
    Freue mich daher über weitere Abstimmungen, Berichte, Beobachtungen und - falls ihr mal über welche stolpert - links dazu .

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Nun denn. Peinlich ist mir das Thema eigentlich nicht mehr, da ich schon zu lange damit lebe.

    Da ich laut Diagnose eine Fehlsteuerung der Muskeln seitens des Gehirns habe, deshalb auch die Ticks mit dem Muskelanspannen ohne dass ich es bewusst merke, hab ich auch Probleme mit dem Blasenschließmuskel.

    Als Kind war man noch der Meinung dass es sich irgendwann "verwächst". Also wenn ich alt genug werde wird das schon.

    Nun bin ich 36, trage tags und nacht Windeln und bin teilweise so abwesend dass ich nicht mal merke ob und wann ich diese auch benutzt habe. Aber auch wie bei allem habe ich gute und schlechte Zeiten. Es gibt teilweise Wochen, da bräuchte ich sie fast gar nicht (zumindest tagsüber) und es gibt Zeiten da gehts nicht ohne.
    Klar war ich auch "Bettnässer", wenn man dies als solches bezeichnen kann.
    Lästig wirds nur, wenn ich jedesmal im Krankenhaus erklären muss, warum und wieso ich Windeln trage. Ein Psychologe meinte sogar mal ich solle doch einfach mal auf Klo gehen.
    Was solls. Da das nicht das einzige gesundheitliche "Problem" ist, geht das halt in der Masse mit unter. Für mich ist das einfach nur ein Kleidungsstück wie jedes andere.
    Ich bin einer von vielen tausenden und die kommen damit oft klar.
    Das Bettnässen(bei Kindern) und ADHS ne gewisse Verbindung haben, habe ich auch schon öfters gehört. Bei Erwachsenen wäre ich da ganz vorsichtig nen zusammenhang sehen zu wollen. Hat meist andere Gründe.

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Also wenn man diese - natürlich nicht repräsentative - Umfrage zu Grunde legt, scheint es ja doch einen deutlichen Zusammenhang zu geben!
    (nicht nur bei Kindern, da ist es ja bekannt, sondern eben auch bei Erwachsenen).
    Denn bei der "Normalbevölkerung" sind diese zahlen, soweit ich weiß, deutlich niedriger.

    Tja, wieder was gelernt

  5. #35
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Ich habe mal mit ja gestimmt, auch wenn es bei mir als Erwachsene nur zweimal vorkam und ich zudem alkoholisiert und berauscht war. Dennoch ja, weil es nicht selten vorkommt, dass ich in manchen Nächten mehrfach aufstehen und zur Toilette gehen muss. Irgendwo habe ich mal gelesen (jetzt bitte nicht schlagen ;-), dass Menschen die häufig des nachts deswegen öfter den Schlaf unterbrechen im Prinzip umerzogene Bettnässer wären.


    Achtung! Jetzt folgt ein riesiger Beitrag den ich versuche hierein zu kopieren. Es handelt sich hierbei um meine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen zum Thema Bettnässen mit Bezug zu Adhs. Bei nichtinteresse bitte einfach nicht lesen und übergehen:

    Habe mich mit dem Thema Bettnässen aus persönlichen Gründen früher sehr interessiert auseinander gesetzt und oft versucht Informationen oder neue Erkenntnisse zu bekommen. In wieweit diese Aussage mit dem "umerzogenen Bettnässer" stimmt weiß ich nicht, fands damals nur ziemlich lustig, weil: für mich als Betroffene irgendwie ein wenig tröstlich.

    Als Kind habe ich bis ca. 13 Jahre ins Bett gemacht. Eins meiner Geschwister übrigens ebenso. Problematisch war es eigentlich nur wegen Klassenfahrten etc. ansonsten hatte das größere Problem wohl meine berufstätige Mutter. Fast täglich hatte sie zwei Betten ab zu ziehen.

    Mit 10 Jahren war ich mal zu einer 3-wöchigen Ferienmaßnahme, was für mich diesbezüglich der reinste Alptraum war. Die Betreuer waren eingeweiht und ich hatte meiner Gummiunterlage unauffällig im Bett. Dennoch habe ich aus Angst nach Mittag nichts mehr getrunken. Der Erfolg war: drei Wochen trocken, aber fast vertrocknet ;-)

    Naja, mit ca. 13 war der Spuk dann Gott sei Dank vorbei, aber eine nervöse Reizblase (sag ich jetzt mal ) habe ich heute noch

    Dann bekam ich meinen Sohn (bei dem übrigens mit 7 Jahren MCD/heute ADHS diagnostiziert wurde) und was soll ich sagen, das Gleiche. Mich persönlich hat das nie gestört und ich hatte bestimmt auch auf Grund meiner eigenen Erfahrung nie ein Problem damit. Und wenn ich auch sonst ein recht unorganisierter und fauler Chaot war, das was diese Wascherei betraf habe ich aus dem FF im Griff gehabt. Mein Sohn hatte weiß Gott andere Probleme und ich wollte nicht, dass dies (für mich eine Nichtigkeit) für ihn auch noch zum Problem wird.

    Natürlich wollte hier und da schon mal ein Arzt oder mein damaliger Lebensgefährte diesbezüglich seinen Senf dazu abgeben und z.B. erfolglos nach seelischen Ursachen forschen, Pampers verschreiben, starke Psychopharmaka, Klingelhosen etc. bis hin zu Bestrafungen die mir nahegelegt wurden, da ihm hier sogar schon Absicht unterstellt worden war. Ich hab dann immer nur gesagt: „dafür kann er nichts, das hat er von mir und das macht er mit Sicherheit nicht extra“. Ich wurde nicht müde zu immer wieder zu betonen, dass ich es für erblich hielt, aber Niemand wollte darauf eingehen.

    Klar wurde mein Sohn älter und das Bettnässen zu einem Problem. Ich kannte das ja - Klassenfahrten etc. Bei längeren gemeinsamen Urlauben mit mir ging das auch relativ problemlos. Ich habe ihn in regelmäßigen Abständen nachts geweckt und ihn mehr oder weniger im Schlaf zur Toilette geführt und ihn mit Tricks wie Wasser laufen lassen zum Pipimachen motiviert. Außerdem hatte ich immer Unterlagen und Bettwäsche dabei.

    Nun wo er aber größer wurde, sollte und wollte er endlich auch einmal an einer Klassenfahrt teilnehmen. Seine überaus nette und liebe Lehrerin überredete uns es dafür mal mit Windelhosen zu probieren, was auch für diesen Zweck einigermaßen funktionierte.

    Als er dann schon Teenager war und zu einer mehrmonatigen Kur sollte, hatten wir ein ernsthaftes Problem. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie kamen wir dann zu dem Medikament Minirin und es hat meinem Sohn super geholfen. Nach einiger Zeit, war er dann auch ohne diesem Medikament für immer trocken und wir hatten ein Problem weniger.

    Jahre später übrigens, ich saß mit meiner Mutter beim Fernsehen und wir zapten uns so mehr zufällig durch die Programme, blieben wir auf einem Kanal hängen, weil gerade ein Film (Regisseur: Michael Landon, der übrigens wohl selbst Bettnässer war. Deutscher Titel: „Der Sieg seines Lebens“ von 1976) anfing. Es ging um einen Jungen der ins Bett nässte und seinen Vater der ihm dafür das Leben regelrecht zur Hölle machte. Ohne jetzt noch den genaueren Inhalt des Films wiedergeben zu können, ging es unter anderem darum, dass zum Schluss raus kam, dass der Vater selber als Kind ins Bett gemacht hat und dies nach Ansicht der Ärzte an sein Sohn weiter vererbt hat.

    Ich weiß noch wie aufgewühlt ich nach diesem Film war und was ich geweint habe. Nicht nur weil der Film sehr emotional war, sondern weil ich nun, wenn auch etwas spät, für mich die Bestätigung bekommen hatte, dass ich richtig lag und mich mein Gefühl nicht betrogen hatte. Wenn es auch „NUR“ durch einen Film war, aber meine persönliche Theorie, dass es ebenso wie viele andere Dinge vererblich ist, war für mich damit bestätigt.



    Inzwischen weiß ich, dass auch ich ADHS habe, und es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass es in unserer Familie mehrfach ADHS gibt und ebenso Bettnässen. Klar ist auch dass beides nicht Hand in Hand gehen muss und dass das eine das andere nicht bedingt, aber ich habe für mich hier (wenn auch laienhaft) so eine Art Erklärung oder Verstehen gefunden.

    Nämlich erstens dass beides unter anderem seinen Ursprung in einer chemischen Dysfunktion haben kann, und diese zweitens auch vererbt werden kann.

    Auch ich habe damals fest geschlafen und es meistens überhaupt nicht mitbekommen wenn ich ins Bett machte. Ebenso hatte ich aber auch manchmal das Gefühl gehabt, zu träumen, dass ich müsste und auf Toilette wäre. Vielleicht schlafen ADHS`ler, insbesondere Kinder wirklich manchmal fester. Mich würde es jedenfalls nicht wundern. Ab und an nehmen sie dann vielleicht sogar den Drang auch war und sind aber aufgrund des festen Schlafs garnicht in der Lage ausreichend auf wach um zu switchen und entsprechend zu reagieren.


    Nochmal zu dem Medikament:
    Leider kann ich ebenso nur Laienhaft erklären was ich glaube, wie dieses Minirin funktioniert hat. Und vielleicht spinne ich auch jetzt ein wenig rum, aber ich kann nur sagen, wie ich es verstehe und für mein Verhältnis wiedergeben kann:


    Also :
    Sämtliche Funktionen des Körpers werden wohl über Hormone gesteuert, selbst die, die bestimmen wann sich welche Menge Urin in unserer Blase sammelt. So gibt es beispielsweise ein Hormon, welches sich in unserem Fall witziger Weise ADH bzw. Adiuritin oder so nennt. Und wenn ich das richtig verstehe, sorgt es dafür, dass sich nachts weniger Urin in der Blase sammelt.

    Die Produktion dieses Hormons beginnt (glaube ich mal irgendwo gelesen zu haben) so mit ca. 2 bis 3 Jahren und führt dazu das Kinder ab diesem Alter nachts meist trocken werden.

    Wird dieses Hormon nun nicht oder nur unzureichend produziert, füllt sich die Blase unüblicher weise auch im Schlaf mit zu viel Urin. Wenn dieser Schlaf dann auch noch recht tief ist, ist das Malheur schon fast vorprogrammiert.

    Ich weiß auch, dass damit noch nicht abschließend geklärt ist, warum man nachts nicht immer wach wird wenn man muss, aber wenn sich erst gar nicht zu viel Urin in der Blase sammelt (wie es ja angeblich nachts normalerweise auch gar nicht sollte), dann müsste einem doch damit schon mal etwas geholfen sein, denk ich jetzt mal.

    Es besteht übrigens meinem (allerdings geringen) Kenntnisstand nach auch die Möglichkeit, eine solche Hormonproduktion durch die Einnahme des syntetisch hergestellten Hormons so zu sagen an zu schubsen. Dies wurde mir jedenfalls so in etwa mal auf die Frage geantwortet, wieso mein Sohn nach Einstellung der Medikamenteneinnahme trotzdem weiterhin nachts trocken blieb.

    Ich möchte hier keine Werbung machen und niemanden zu einem Medikament überreden, welches mit Sicherheit auch Nebenwirkungen hervorrufen kann, noch dazu ist das alles Jahre her und ich weiß auch nicht ob es das überhaupt noch gibt, aber vielleicht hat der ein oder andere noch nichts davon gehört und es könnte vielleicht auch ihm helfen.

    So, das war`s dazu von mir und ich hoffe es war nicht zu lang und zu verworren, wenn ja dann sorry hierfür

  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Zitat: Ich habe ihn in regelmäßigen Abständen nachts (…) mehr oder weniger im Schlaf zur Toilette geführt und ihn mit Tricks wie Wasser laufen lassen zum Pipimachen motiviert…

    Ihr habt vielleicht Glück gehabt, dass das gut ging. Als Behandlungsmethode würde ich so etwas auf keinen Fall anpreisen. Ich mal jetzt mal den Teufel an die Wand: Für das Kind ist es nicht gut, wenn es jede Nacht erlebt, dass es auf Gedeih und Verderb auf die mütterliche Hilfe angewiesen ist, um etwas zu schaffen, was andere schon als Zweijährige selbständig können. Vor allem aber nützt es nichts, wenn der Mensch dazu abgerichtet wird, im Halbschlaf beim Geräusch von laufendem Wasser seine Blase zu entleeren. Was passiert, wenn der Kleine andernorts mal im Halbschlaf Wasser rauschen hört oder wenn er träumt, er würde zu Hause zur Toilette geführt, dabei befindet es sich zu einer Auswärtsübernachtung in einem fremden Zimmer und dort wo zu Hause die Toilette wäre ist im fremden Haus der Kühlschrank oder der Fernseher.

    Mit einer solchen Therapie kriegt man schlimmstenfalls keinen umerzogenen Bettnässer sondern einen Schlafwandler.

    Die richtige Weckmethode ist hart, denn dabei muss das Opfer ganz wach gemacht werden, so dass es bei vollem Bewusstsein selbständig zur Toilette gehen kann. Frustrierend ist diese Methode, wenn die Weckzeit nicht mit der Zeit zusammenfällt, in der die Blase auch wirklich voll ist, denn dann geht man mit Ach und Krach zur Toilette und es lohnt sich nicht. Katastrophal ist die Wirkung, wenn man nach dem Toilettengang nicht mehr in den Schlaf zurück findet und am Morgen todmüde zur Schule muss, die Lektionen verpennt und damit den allgemeinen Volksglauben bestätigt, dass Bettnässer eben faul seien. In diesem Punkt müsste man mal nachfragen, was ist Ursache und was ist Wirkung.

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Strup schreibt:
    Zitat: Ich habe ihn in regelmäßigen Abständen nachts (…) mehr oder weniger im Schlaf zur Toilette geführt und ihn mit Tricks wie Wasser laufen lassen zum Pipimachen motiviert…

    Ihr habt vielleicht Glück gehabt, dass das gut ging. Als Behandlungsmethode würde ich so etwas auf keinen Fall anpreisen. Ich mal jetzt mal den Teufel an die Wand: Für das Kind ist es nicht gut, wenn es jede Nacht erlebt, dass es auf Gedeih und Verderb auf die mütterliche Hilfe angewiesen ist, um etwas zu schaffen, was andere schon als Zweijährige selbständig können. Vor allem aber nützt es nichts, wenn der Mensch dazu abgerichtet wird, im Halbschlaf beim Geräusch von laufendem Wasser seine Blase zu entleeren. Was passiert, wenn der Kleine andernorts mal im Halbschlaf Wasser rauschen hört oder wenn er träumt, er würde zu Hause zur Toilette geführt, dabei befindet es sich zu einer Auswärtsübernachtung in einem fremden Zimmer und dort wo zu Hause die Toilette wäre ist im fremden Haus der Kühlschrank oder der Fernseher.

    Mit einer solchen Therapie kriegt man schlimmstenfalls keinen umerzogenen Bettnässer sondern einen Schlafwandler.

    Die richtige Weckmethode ist hart, denn dabei muss das Opfer ganz wach gemacht werden, so dass es bei vollem Bewusstsein selbständig zur Toilette gehen kann. Frustrierend ist diese Methode, wenn die Weckzeit nicht mit der Zeit zusammenfällt, in der die Blase auch wirklich voll ist, denn dann geht man mit Ach und Krach zur Toilette und es lohnt sich nicht. Katastrophal ist die Wirkung, wenn man nach dem Toilettengang nicht mehr in den Schlaf zurück findet und am Morgen todmüde zur Schule muss, die Lektionen verpennt und damit den allgemeinen Volksglauben bestätigt, dass Bettnässer eben faul seien. In diesem Punkt müsste man mal nachfragen, was ist Ursache und was ist Wirkung.
    Hi, Du magst mit Deiner Kritik ja durch aus Recht haben, doch so weit habe ich damals garnicht gedacht. Mir hat der Wurm (sag ich jetzt mal so) einfach nur leid getan und
    ich habe das damals als als schlimm empfunden ihn nachts aus dem Schlaf zu reißen. Die regelmäßigen Abstände beschränkten sich übrigens auf ein bis zweimal und Du hast vollkommen Recht wenn Du sagst, die richtige Weckmethode wäre hart. Vor allem vor den Hintergrund, dass ich darin keinen Nutzen gesehen hätte, denn ich bin davon ausgegangen, dass es sich in seinem Fall ähnlich wie bei mir verhält und sich nicht durch drakonische Maßnahmen aberziehen lässt, sondern sich zu gegebener Zeit von allein erledigt.
    Für mich waren als Kind zB. Klingelmatratzen der reinste Horror und sie haben in meinem Fall null gebracht. Und ich hätte viel dafür gegeben.

    Ich nehme heute an, dass es sich in unserem persönlichen Fall wirklich um irgend eine chemische Dysfunktion (so wie bei ADHS) oder Hormonstörung handelte, die sich im Verlauf der Pupertät aber einpendelte. Nur so kann ich mir erklären, warum sich das später erledigte. Leider habe ich auf diesem Gebiet nicht mehr allzu viel mitbekommen, aber heute müsst man in Sachen individueller Ursachenforschung doch weiter sein. Ohne die genauere Ursache für etwas zu kennen ist es wohl schwer etwas auf die richtige Weise anzugehen. Vielleicht sind die Amis auf dem Gebiet ja weiter, würde mich nicht wundern (damals waren sie es) ;-)
    Vielleicht wäre aber auch ein Schlaflabor ja noch ein Tipp für Ursachenforschung. Meine in dem Zusammenhang damals etwas von einem Arzt gehört zu haben.

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Kenne ich auch: ein schlafendes Kind wecken tut weh (würde ich nur notfalls, wenn das Haus brennt oder wegen einem Blindgängerfund evakuiert werden muss, oder sonst etwas wirklich Schlimmes passiert). Wegen einem nassen Bett besteht kein Grund für solche Brutalomassnahmen, aber das sieht man natürlich anders, wenn man mitten drin steckt.

    Mit Klingelmatratze kenne ich mich nicht aus, aber mit so einem Sensor in der Hose schon. Ich bin nicht aufgewacht durch den Lärm, aber die anderen wurden gestört und begannen mich zu hassen dafür. Ich finde es auch nicht wirklich dem Familienfrieden dienlich, wenn bei jedem nächtlichen Zwischenfall per Alarm aller Welt verkündet wird, dass etwas passiert ist und der Verursacher friedlich alles verpennt. Vielleicht sind diese Methoden inzwischen verboten.

    Ursachenforschung wäre wirklich interessant. Aber was würde es ändern, wenn man etwas Neues dazu erfährt? Die Erklärung, dass es hormonell oder chemisch begründet ist, finde ich angenehm, denn damit ist der Verdacht vom Tisch, dass es aus Faul- oder Dummheit passiert. Es gibt ja auch welche, die durchblicken liessen, dass Absicht dahinter steckt: "Wenn er sich etwas mehr Mühe gäbe, würde er es schon schaffen!" Diesen Klassiker bekam ich allerdings in allen anderen Fächern zu hören, er passt wohl zu ADHS.

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Deine Aussage mit dem brennenden Haus gefällt mir ;-) Was hätte ich damals für ein wenig Verständnis und Nachsicht gegeben. Du glaubst garnicht wie schnell und leichtfertig das damals auf Faulheit und falsche Erziehung geschoben wurde. Doch in diesem Punkt war ich Gott sei Dank beharrlich und hab mir nicht rein reden lassen, schließlich wusste ich ja aus eigener Erfahrung, dass dies mit Sicherheit nicht der Grund war.

    Ich hab das mit dem Wecken übrigens wirklich nur gemacht wenn wir mal verreist waren und sah das dann eher pragmatisch. Daher war ich ja auch froh wenn er es kaum mitbekam ;-) Es sollte ihn einfach nicht oder möglichst wenig stören.

    Naja und neue Erkenntnisse fänd ich aus dem Grund wichtig, weil ja scheinbar noch nicht genug ausreichende Informationen vorliegen um vielen helfen zu können. Ob Kind oder Erwachsener.

    Den Ansatz mit dem Schlaflabor fand ich damals so Interessant, weil er mir plausibel vor kam. Wie kann man etwas tagsüber etwas messen bzw. feststellen, was tagsüber nicht vorhanden ist. (vereinfacht ausgedrückt)

    Ich spreche jetzt nicht von seelischen oder organischen Ursachen, die es mit Sicherheit auch gibt, sondern nur von chemischen/hormonellen oder rein auf den Schlaf bezogenen.

    So wie ich z.B. schon mal träumte dass ich zur Toilette muss, träumte ich auch schon mal dass ich Kopfweh hätte oder mir übel ist. Es war dann tatsächlich so, aber ich wurde in diesen Fällen davon nicht direkt wach und habe meinen Schlaf unterbrochen. Vermutlich habe ich da noch zu fest geschlafen und dann hat sich die Realität regelrecht in meine Träume geschlichen. Ich glaube sowas bzw. die Tiefe des Schlafs lässt sich dort zeitlich messen/dokumentieren.

    Anderes Beispiel: Ein Freund von mir schien mal einen Infarkt (oder ähnliches zu haben). Der Notarzt meinte bei der Blutabnahme, dass diese zeitnah zum Geschehen erfolgen müsse, um daraus lesen zu können was sich zugetragen hat.

    Vielleicht liege ich auch total falsch und spinne wieder rum, wünschen würde ich mir aber, dass man sich da nicht so schwer tut und nach individuellen Ursachen und Hilfen sucht. (also die Ärzte)

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Bettnässen als Erwachsene und ADHS - gibt es einen Zusammenhang?

    Schlaflabor ist interessant. Dort sieht man wie tief man schläft während man manche Sachen macht. Es wird gleichzeitig gefilmt und an verschiedenen verkabelten Punkten am Kopf und Körper jede Aktivität gemessen.

    Allerdings ist die Untersuchung nicht billig und nur wirklich angezeigt, wenn schwere Krankheiten vorliegen. Wegen Pipifax geht man da nicht hin.

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