Umfrageergebnis anzeigen: Hast Du Symptomveränderungen wahrgenommen?

Teilnehmer
14. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Während meiner Medi Pause, habe ich positive Veränderungen der AD(H)S Symptome wahrgenommen.

    1 7,14%
  • Während meiner Medi Pause, habe ich negative Veränderungen der AD(H)S Symptome wahrgenommen

    9 64,29%
  • Während meiner Medi Pause, habe ich gar keine Veränderungen der AD(H)S Symptome wahrgenommen

    1 7,14%
  • Hmm, weiss nicht recht?!

    0 0%
  • Habe seit meiner Therapie, noch nie eine Medi Pause oder Auslassversuch gemacht

    3 21,43%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 14

Diskutiere im Thema Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 100

    Frage Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche?

    Hallöchen

    In meiner fast 10 jährigen Psychotherapie, habe ich 4 mal eine Stimulantienpause gemacht.
    Dabei (durfte) ich feststellen, welche Kernsymptome noch vorhanden sind.
    Das war jedesmal sehr, sehr, sehr unangenehm.

    Ich war jedesmal überrascht, wie schnell die Symptome wieder spürbar wurden.

    Mein Kopf fühlte sich wie ein Löchersieb an, wie mir jemand den (Gehirnfilter) entnommen hätte.

    Negative Ereignisse führten wieder bergab, in Richtung Depression. Positive Ereignisse gingen steil nach oben, in Richtung Euphorie.

    Jegliche Balance oder Ausgleichung und Reizfilterung meines Allgemeinzustandes, war wieder flöten. Fühlte sich fast gleich an, wie damals als Kind inder mein ADS noch unendteckt war.



    Es würde mich sehr interessieren, welche Erfahrungen ihr diesbezüglich gemacht habt.
    Eine zahlreicher Austausch wäre Cool!


    Bis bald


    Jorolym

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Ich nehme ja erst seit Kurzem MPH. Ich teste bereits jetzt etwas mit dem Aussetzen. Generell ist die Krankheit bei mir eher mäßig stark ausgeprägt aber wenn ich das nicht nehme bekomme ich eine weniger klare Wahrnehmung bzw. "sehe einfach weniger" und die Konzentrations- und Gedächtnisleistung lässt deutlich nach. Wesentlich mehr "Flüchtigkeits"fehler und starke Effizienzeinbußung. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, Bewegungen sind langsamer. Selbst wenn ich mich beeilen will ist es im Vergleich als würde eine innere Trägheit meine Bewegungen bremsen. Die Wirkung ist schon nicht abzustreiten und der Einfluss auf das allgemeine Leben sehr positiv. Ich bin froh, dass ich den Schrit gewagt habe zum Arzt zu gehen. Aber man muss sich auch im Klaren sein, dass das Medikament nicht heilen kann. Im Endeffekt ist das eine bleibende Behinderung die im Leben bestehen bleiben wird - und man kann nur Maßnahmen ergreifen die Auswirkungen zu mildern.

    P.S.: Ich bin ziemlich "reinrassiger" Hypo. Ich habe kaum Probleme mit Hyperaktivität oder Impulsivität. Aber mit der Konzentration, Träumereien und dem Gedächtnis vor allem. Dasselbe gilt für depressive oder andere Komorbiditäten - bei mir eher so schwach ausgeprägt dass ich kaum sagen kann ob es dahingehend etwas geändert hat.


    *edit*

    Vielleicht ist es noch ganz interessant hier von meinen Erfahrungen mit Bupropion (="Elontril") zu berichten, die ich davor gemacht habe. Das hat mir nämlich in Sachen Aufmerksamkeit, Fehleranfälligkeit und Konzentration exakt garnichts gebracht. Aber es hatte die Wirkung meinen Antrieb enorm zu steigern. Sprich, ich hatte auf einmal Lust (!!!) aufzuräumen. Ich hatte Spaß an alltäglichen Erledigungen die ich machen musste. Ich war stimmungsmäßig sehr zufrieden (es war fast schon eine Art "high" ^^). Außerdem meine ich eine leichte Serotoninwirkung bemerkt zu haben - frag mich nicht, wie die aussieht, ich hab irgendwie ein Gefühl dafür, weil ich mal Erfahrungen mit halluzinogenen Pilzen (=Serotonin-Overkill) gemacht habe. Nach zwei Wochen jedoch hab ich rein garnichts mehr davon gemerkt. Aber gemessen an der allgemeinen Beschreibung hat es bei mir auch einen eher untypischen Wirkungsverlauf an den Tag gelegt.

    Im Gegensatz dazu ist die MPH Wirkung bei mir schärfer. Sie beschränkt sich auf die Bereiche, wo ich die meisten Probleme habe. Mein Zimmer bleibt allerdings chaotisch. ^^ MPH hat bei mir keinen wirklichen Einfluss auf die Stimmung. Oder zumindest nicht immer, gestern hatte ich zB den Eindruck dass es doch Auslöser für eine Art Rededrang gewesen ist.

    Basierend auf meiner persönlichen Einschätzung würde ich fast vermuten, dass Elontril eher bei ADS mit (serotoninbasierten) Komorbiditäten wirksam ist. Ich kann mir vorstellen, dass es bei Depressionen sehr gut helfen kann weil es stark stimmungsstabilisierend war. (Ist ja auch nur als AD zugelassen). Ich kann mir vorstellen, dass es bei einem vorwiegend impulsiven bzw. hyperaktiven Typus mehr Erfolg verspricht als bei mir. Im Gegenzug ist MPH eher medikamentöse Effizienz. Also es beseitigt Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme. Aber alles eben nur symptomatisch, nicht permanent.
    Geändert von hypocampus ( 5.08.2011 um 13:45 Uhr)

  3. #3
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo Zusammen, ich nehme, mit Unterbrechungen, seit Frühjahr 2010 Strattera, MPH vertrage ich nicht, bin eine zappelige übernervöse Hypie und werde von MPH noch durchgedrehter. Strattera vertrage ich gut. Die Hauptwirkung ist, dass ich mich innerlich weniger wund und entzündet und überreizt fühle, sondern als ob da ein dicker warmer weicher Dämmschutz um meine Nerven liegt. Bis ich mit den Medis anfing, hatte ich tägliche Erschöpfungszusammenbrüche, seit dem Medibeginn keinen einzigen mehr, natürlich schon noch Erschöpfungszustände, aber ohne Zusammenbrüche.
    Dann bin ich in meinen Bewegungen langsamer (Witzig Hypocampus, bei dir ja genau umgekehrt), habe mehr Sitzfleisch in allen Situationen und springe nicht pausenlos auf und langweile mich auch nicht mehr so schnell.
    Mein Gedächtnis ist besser, meine Geduld, meine Frustrationstoleranz und meine Gelassenheit sind auch besser, deutlich. Aber die Verbesserungen Monat für Monat gehen noch immer weiter, mir fallen ständig noch neue auf, was wohl daran liegt, dass ich mich allmählich durch die deutlichen Verbesserungen an immer mehr Dinge herantraue.

    Meine Konzentration ist auch besser, meine Leistungsfähigkeit damit auch ohne Hyperfokus besser, mein Sozialverhalten auch.

    Depressionen hatte ich auch vor den Medis und nehme noch leicht dosiert ADs, will mal nach dem Winter gucken, ob ich die absetzen kann, im Winter neige ich zum Winterblues, da mache ich das lieber nicht.

    Die Wirkungs-Halbwertszeit von Strattera liegt ja bei 5 Stunden oder so. Jedenfalls, wenn ich morgens wach werde und bevor ich dann Strattera später nach dem Frühstück nehme, merke ich deutlich, dass weniger Wirkung da ist. Meine Gedanken schweifen ständig ab, ich muss sie immer wieder einfangen wie auseinanderrennende Pferde.
    Auch, wenn ich eine Erkältung bekomme oder wenn Tiefdruckwetter ist, schlägt mir das so auf die Psyche, dass die Wirkung des Medis sehr abgeschwächt wirkt. Dann bin ich so konfus, stimmungslabil, unkonzentriert und wenig belastbar, dass ich mich echt behindert und krank fühle.

    Von daher merke ich also eh schon im ganz normalen Alltag Wirkungsschwankungen.

    Als ich dann vor einem halben Jahr Strattera mal ganz absetzte, rutschte ich langsam wieder in alle Beschwerden hinein. Das Schlimme war auch noch, dass ich keine Frühanzeichen merkte, sondern schon wieder ganz schön tief in allen Beschwerden drin saß, bevor mir bewusst wurde, was da los ist. Also war meine Problem-Wahrnehmung und Reizverarbeitung auch eben deutlich verschlechtert.
    Weil ich ja auch jahrzehntelang undiagnostiziert damit rumgelaufen bin, ist meine Leidensbereitschaft auch sehr hoch, bevor selbst ich realisiere, dass ich wirklich Hilfe brauche. Von daher werde ich, solange ich selbst mit der Medi-Einnahme immer wieder starke Wirkungsschwankungen merke, garantiert keine erneute Einnahmepause machen.

    Anders bei dem AD. Wenn ich im Winter keinerlei depressive Zustände haben sollte, setze ich sie im Frühjahr ab.

    LG Maggy
    Geändert von Maggy ( 5.08.2011 um 15:24 Uhr) Grund: Tippfehler verbessern

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo hypocampus

    Vielen Dank für Deinen individuellen Erfahrungsbericht bezüglich diesem Thema.

    Genre möchte ich hier noch anfügen und mitteilen: Vor welchem Ereignis, habe ich richtig Angst wärend des Auslassversuches?


    Am meisten denke ich dabei, an meinen früheren multiplen Substanzmissbrauch, Selbstmedikation, Sucht und Abhängigkeit. (Seit langem, abstinent von allen Suchtmitteln.)
    Obwohl, mein Substanzmissbrauch nie wirklich Vordergründig war, denke ich das dies (unter anderem) die Auswirkungen, meines seit der Kindheit bestehenden (unbehandeltem ADHS waren).

    Ebenso hatte das unbehandelte ADHS enorme Auswirkungen auf meine zwischenmenschliche Dynamik im engeren sozialen Netz und allgemein auf meine Persönlichkeitsentwicklung.

    Der Grund weshalb ich das erste mal zum Arzt ging, war ein exzessiver Methamphetamin-Konsum, ((Selbstmedikation der ADHS Symptomatik)).
    Dies war schlussendlich für meinen Arzt, ein kleiner Teil der ADHS Diagnosestellung. (Warum, weshalb).

    Aus diesem Grund habe ich bei den Medi Pausen immer eine gewisse Skepsis oder villeicht sogar eine unbegründete Angst, meinen Kernsymptomen total ausgeliefert zu sein und wieder alte Verhaltensmuster, ungewollt an die Oberfläche zu ziehen.
    Dieser Fall ist zwar noch nie eingetroffen, weil ich in dieser Zeit von vielen Seiten unterstützt werde.

    Eben, Thema Reizfilterung, hochsensybilität und Gedankengänge.

    Grüsse

    Jorolym

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo Jorolym

    ich hab mich irgendwie auch schon auf "lebenslang" eingestellt, auch wenn ich das MPH mal 1,2 Tage weglasse zwischendurch und es irgendwie auch geht.

    Aber ohne MPH oder früher ohne Strattera bin ich ähnlich wie Maggy eben wieder völlig aufgedreht, viel zu schnell erschöpft, Nerven liegen blank,überreizt, Bewegungszwang und all die netten Symptome...das ist einfach auf Dauer keine Lebensqualität und daran haben Therapien leider auch nichts entscheidendes bewirkt. Zumindest nichts an genau diesen Symptomen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Jorolym schreibt:
    H
    Am meisten denke ich dabei, an meinen früheren multiplen Substanzmissbrauch, Selbstmedikation, Sucht und Abhängigkeit. (Seit langem, abstinent von allen Suchtmitteln.)
    Obwohl, mein Substanzmissbrauch nie wirklich Vordergründig war, denke ich das dies (unter anderem) die Auswirkungen, meines seit der Kindheit bestehenden (unbehandeltem ADHS waren).

    Der Grund weshalb ich das erste mal zum Arzt ging, war ein exzessiver Methamphetamin-Konsum, ((Selbstmedikation der ADHS Symptomatik)).
    Dies war schlussendlich für meinen Arzt, ein kleiner Teil der ADHS Diagnosestellung. (Warum, weshalb).
    Darf ich mal fragen ob es bei dir vordergründig der Spaß oder vordergründig die Milderung der Symptome war, die dich zum Amphetaminmissbrauch brachten?

    Ich habe zweimal Erfahrungen mit Amphetaminen gehabt, einmal davon mit Methamphetamin. Es hatte bei mir immer mehr experimentellen Charakter. Ich habe aber feststellen müssen, dass ich darauf eher schwach reagiere. Vielleicht war es einfach nicht so viel, ich hab da keine Ahnung von, einen "Kick" hatte ich auf jeden Fall kaum. Ich war nur wach (48h), es hat die Wahrnehmung der Alkoholwirkung stark absgeschwächt, sonst aber kaum etwas. Ich habe mir sogar schon gedacht dass ich wegen des ADS eventuell schwächer oder anders darauf reagiere als andere. (Zitat eines Freundes der mitgemacht hat: "Du bist wirklich VIEL zu ruhig. Trotz dem Zeug."). Ich sag mal, es hat keinen wirklichen Unterschied gemacht zu der Art wie das MPH nun bei mir wirkt.

    Hast du da ähnliche Erfahrungen gemacht im Vergleich mit anderen? War bei dir in der Wirkung etwas "anders"?

  7. #7
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo zusammen,

    Ich habe bisher 2x eine Einnahmepause machen MÜSSEN.
    In meinem Fall, ist das Schlimmste die Gedankenflut. Daraus ergeben sich verschiedene Probleme und die kamen sehr schnell, nach Absetzen zurück. Meinem Empfinden nach waren sie sogar verstärkt, aber es kann sein, dass man es vorher einfach irgendwie gewohnt war.

    Eigentlich müsste ich schon wieder absetzen, zur Abklärung einer neuen Symptomatik... aber das traue ich mich nicht mehr...und wenn, dann würde ich nie wieder von jetzt auf gleich absetzen, sondern langsam runter dosieren... Weiß aber nicht, ob das etwas bringt.


    Liebe Grüße
    happypill

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Auslassen ist kein Problem. Ich merke es immer daran, wenn ich vergessen habe, dass ich vieles verpeile, langsam bin, mir einfach selber im Weg stehe und die Stimmung schnell in die eine oder andere Richtung kippen kann. Alles ist dann irgendwie so dumpf, teigig, irgendwie diffus und zäh.

    hypocampus schreibt:
    .........
    Ich war nur wach (48h), es hat die Wahrnehmung der Alkoholwirkung stark absgeschwächt, sonst aber kaum etwas. Ich habe mir sogar schon gedacht dass ich wegen des ADS eventuell schwächer oder anders darauf reagiere als andere. (Zitat eines Freundes der mitgemacht hat: "Du bist wirklich VIEL zu ruhig. Trotz dem Zeug."). Ich sag mal, es hat keinen wirklichen Unterschied gemacht zu der Art wie das MPH nun bei mir wirkt.
    Hey Leute, das ist kein Drogenforum!
    Trotzdem kurz ein Kommentar zu Deiner Erfahrung: Deine Reaktion auf den Meth-konsum ist, wie du auch im Verhältnis zu deinen Freunden festgestellt hast, anderst, eben typisch AD(H)S. Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Dosis, bis ein ADHSler gleich reagiert wie seine Freunde. Er braucht dafür einfach mehr davon. Die konsumierte Dosis hat deine Hirnchemie zufälligerweise genau normalisiert und drum war das abgesehen von der Wachheit zumindest für Dich ziemlich unspektakulär.

    Da Methamphetamin im gegensatz zu "normalem" Amphetamin noch körper-ähnlicher und damit körpergängiger ist, wirkt es einerseits stärker und zugleich trotzdem sanfter.
    Wäre da nicht die Neurotoxizität, hätte Methamphetamin aufgrund der Halbwertzeit und Wirksamkeit wahrscheinlich schon lange den Platz an der Spitze der Medis der ersten Wahl bei ADHS errungen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommt Meth unter dem Produktenamen Desoxyn bei ADHS tatsächlich zur Anwendung, wenn auch nur als Ausweichmedi.

    lg matz

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo hypocampus,

    Ich sehe Du hast bezüglich Amphetaminen ähnlich Erfahrungen gemacht wie ich:


    Darf ich mal fragen ob es bei dir vordergründig der Spaß oder vordergründig die Milderung der Symptome war, die dich zum Amphetaminmissbrauch brachten?

    Nein, Vordergründig habe ich selten aus Spass Drogen konsumiert. Schon deswegen, weil Aphetamine als (Droge), für mich nie interessant waren. Das war schon um meine innere Unruhe, Hyperaktivität, Ängstlichkeit, Unsicherheit, Gefühlsachterbahnen und weitere Symptome des ADHS zu lindern.

    Am Anfang hat das auch sehr gut geklappt. Ich fühlte mich in der Wirkung der (Thai-Pillen) immer sehr wohl, ruhig, entspannt, konzentriert und irgendwie ausgeglichen. Sogar essen und schlafen ging eigentlich auch ganz gut. Eben, eine Art Selbstmedikation.

    Irgendwann wurde der Konsum aber exzessiv. Damit meine ich: Durch den ständigen Konsum dieser Pillen wurde die Konzentration de Dopamins so krass erhöht, dass ich leicht zu halluzinieren angefangen habe.
    Mein Arzt sagte, dass das bei diesem Konsumverhalten ganz Normal sei.

    Zusammengefasst kann ich mich Deinem und Matz seinem Beitrag anschliessen. Alles eine Frage der Dosis oder eben typisch ADHS.

    Ihr werdet villeicht staunen, aber mein aktuelles Medikament (Dextroamphetamin), unterscheidet sich von der Wirkung zu Methamphetamin nicht gross.


    Grüess

    Jorolym




    P.S. Matz stimmt, ist hier eigentlich kein Drogenforum. Ich bin da durch meine individuelle Erfahrung beim Auslassversuch, ein bisschen zu weit abgedriftet

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche

    Hallo happypill

    Ich kann Dich nur (zu gut) verstehen.



    Einerseits sehe ich diese Auslassversuche bei mir eher als Stressig und oder auch belastend. (Mein beitrag zu diesem Thema).


    Auf der anderen Seite sehe ich die Medi Pausen, (für mich) als Notwendig und zum teil auch wertvoll,
    zur Abklärung einer neuen Symptomatik...
    .
    Bei MPH habe ich die Erfahrung, (von Heute auf Morgen) absetzen gemacht. (Durfte ich vom Arzt her eigentlich nicht)

    Bei Dexamin bin ich wöchentlich (Tagesdosis 12,5 mg), um 2,5 mg runter bis 0 mg.

    Der einzig dür mich wirklich zählende Unterscheid, der beiden Absetz- oder Auslassmethoden, ist die entstehende Verzögerung der Ausschleichmethode.
    Ansonsten betrachte ich auch beide als sehr unangenehm.


    Grüsse

    Jorolym



Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. TriggerTrigger! Welche Erfahrungen habt ihr in Selbsthilfegruppen?
    Von Maggy im Forum ADHS ADS Erwachsene: Selbsthilfegruppen
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 29.09.2011, 13:53
  2. Antworten: 58
    Letzter Beitrag: 7.06.2011, 21:01
  3. Habt Ihr ADHS schon mal als Vorteil gesehen? Oder als Nachteil?
    Von Noid im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 22.08.2010, 16:42
  4. Strattera (80mg) oder Methylphenidat / Ritalin - Erfahrungen?
    Von Cleve im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 1.07.2009, 10:21

Stichworte

Thema: Betroffene: Habt Ihr Erfahrungen mit Stimulantienpausen oder Auslassversuche? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum