Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr (noch) ein gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

Teilnehmer
423. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, zu beiden (Mutter & Vater)

    172 40,66%
  • Nur zu meiner Mutter

    70 16,55%
  • Nur zu meinem Vater

    38 8,98%
  • Nein, zu keinen der Beiden

    143 33,81%
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Diskutiere im Thema Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #81
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Ich bin mit 15 ausgezogen.
    Meine Eltern sind alle eine Etage unter mir.

    LG --hirnbeiß--

  2. #82
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Doch, inzwischen ist es mir egal. Ich weiß das sie aus was auch immer für gelagerten Gründen nicht in der Lage sind, es zu akzeptieren bzw sich einzugestehen das sie mich nicht geschützt haben und selber ne Menge Dreck am stecken haben.
    Indem ich gelernt habe das ich die eigentliche Starke bin, schmerzt es auch kaum noch.
    Aber danke für Deine Anteilnahme

  3. #83
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Also ich habe zu meiner Mama noch guten Kontakt, aber das Problem ist, dass ich dann immer wieder meinem Stiefvater begegnen muss, wo ich nicht ganz so viel Lust drauf habe!
    Auch wenn sich der Kontakt normalisiert, also wir schaffen es in einem Raum zu sein ohne uns total fertig zu machen und anzuschreien. Was vor einem Jahr noch nicht möglich war.
    Mein Vater ist leider vor einem Jahr verstorben, aber zu ihm hatte ich immer ein sehr gutes Verhältnis, wenn auch nur sehr oberflächlich wenn ich genauer drüber nach denke.

    Aber ich bin so froh wie es ist. Dafür habe ich nämlich zu meinem Opa und seiner Frau (kenne sie nur als "Oma") ein sehr enges Verhältnis. Sie haben mich auch großgezogen wie ihr eigenes Kind und ich war eigentlich immer lieber bei meinen Großeltern als zu Hause. Habe nach einem Wochenende immer geweint und wollte dableiben und habe sie auch gefragt, warum sie nicht meine Eltern sein können. Meine Oma wusste zum Beispiel auch ein Jahr früher von meiner Homosexualität und ich kann mit ihr über einfach alles reden.

  4. #84
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Ich habe mit 28 wieder den Kontakt zu meinen Eltern gefunden!Für die war ich immer nur faul,
    unorganisiert und ein Nichtsnutz!
    Rausgeflogen bin ich mit 17 nach Dem Verlust meiner Lehrstelle.
    Dann ab zum Militär und selbstzerstörerisch in jede nur
    mögliche Gefahr gestürzt.(Afghanistan, 4 Jahre verpflichtet.Endlich mal dazu gehört)
    Danach in einer Drückerkolonne gelandet aus der ich nur wieder schwer raus kam.(Drogen, falsche
    Loyalität usw)
    Dann vor 3 Jahren den Absprung geschafft, Leben neu Aufgebaut.
    Eltern mal getroffen und seit ich vor 3 Monaten erfahren hab das ich adhs habe, sind meine
    Eltern wie ausgewechselt!
    Zuerst haben sie es belächelt, dann aber plötzlich sich drüber schlau gemacht und gesagt
    "Schade das wir das nicht früher wussten,dann hättest du es einfacher gehabt"
    Hätte nicht gedacht das es sich lohnt ihnen nochmal ne Chance zu geben!
    Gott sei dank bin ich über meinen Schatten gesprungen!

  5. #85
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Kann ich auch noch meinen Geschichte erzählen?
    Abstimmen möchte ich nicht, denn meine beiden Eltern leben nicht mehr.

    Heute habe ich das Bewusstsein, dass ich immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern hatte, na klar, ich bin
    schon immer harmoniesüchtig. Ich bin die dritte von sechs, da ist man harmonieerprobt, nicht nur wenn man
    ADHS hat. Mit meiner Mutter habe ich mich von klein auf gut verstanden. Bei meinem Vater habe ich den
    Verdacht, dass ich zwar ein Junge werden sollte (nach zwei Mädchen), aber ich habe gut zu ihm gepasst und
    war ein bisschen die Vater-Tochter, was für ein Mädchen nicht das Schlechteste ist.
    Natürlich erlebt man Momente des Neides und der Eifersucht in so einer großen Familie.
    Auch waren manche wesentlich impulsiver als ich. Da gab es schon mal Ärger. Und die Pubertät in den
    späten 60-Jahren fiel vielleicht heftiger aus, als meine Eltern sich das vorstellen konnten. Ich hatte allerdings
    immer zwei Anschauungsmodelle vor mir und musste nicht jeden Spleen mitmachen.

    Aber ich bin sehr früh wegen der Ausbildung ausgezogen und später in der Großstadt geblieben.
    Auch zu meinen Schwiegereltern, die ich bereits mit 16 Jahren kennen lernte, hatte ich immer ein gutes Verhältnis,
    sie lebten 700 km entfernt. Für mich und meinen Mann war es immer ein Fest, wenn sie uns besuchten,
    sehr oft konnten sie es nicht möglich machen, weil auch er aus einer großen Familie stammt.

    Sowohl für meinen Mann als auch für mich war es einfach nicht an der Tagesordnung, mit den Eltern
    über irgendwelche Probleme in der frühen Kindheit und Jugend zu grübeln. Wir haben früh eingesehen, dass sie
    ihr Bestes getan haben, so viele Kinder groß zu ziehen. Damals, in den 70-er Jahren, ist man gut zurecht gekommen.
    Mein Mann konnte auf dem 2. Bildungsweg studieren und hat einen Abschluss erzielt, der seinen Neigungen entspricht,
    und ich konnte uns beidewährend seines Studiums ernähren und meine Arbeit gefiel mir auch.

    Eine Herausforderung stellten dann erst unsere eigenen Kinder dar. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Mein Vater war ein einfacher Mann, aber er hat immer sehr gerne gelesen, jeden Montag den SPIEGEL, aber er
    war auch ein großer Fan der Klassiker, daher mein Nickname. Die hatte er in der russischen Gefangenschaft
    lieben gelernt, als Überlebensstrategie. (Kann sich hier im Forum jemand vorstellen, dass ein junger Mensch
    von 18 bis 27 Jahren sich im Krieg bzw. in Gefangenschaft befindet?)
    Und als er im Ruhestand war, hat er die Stadtbücherei leer gelesen und zuletzt die Bibel.

    Leider ist er kurz darauf verstorben, nachdem mein Sohn die ADHS-Diagnose bekam. Ich hätte gerne mit ihm
    darüber geredet und ihm das einzige damals in Deutschland vorhandene Buch "Unkonzentriert?" von
    Walter Eichelseder zu lesen gegeben. Vieles ist darin beschrieben, was ich von meiner Familie kannte.
    Wir lebten ein bisschen anders als unsere Mitbürger, es wurde hart gearbeitet, aber auch gefaulenzt,
    nie war es komplett aufgeräumt, alle hatten einen großen Hunger nach Literatur und Musik und Kunst in
    vielerlei Hinsicht, die Liebe zu Natur und Tieren teilen wir, alle in meiner Familie haben einen starken Gerechtigkeitssinn.
    Ja, und in meiner Kindheit erlebte ich es oft, dass wir zu spät kamen. Einen Vorteil hatten wir, es mussten nicht so
    viele Sachen "verwaltet" werden. Wenn ich mit meinem Mann eine Woche zu seinen Eltern reiste, dann war der
    Kleiderschrank leer, man hatte ein paar Schallplatten, einen Kassettenrecorder und das Fotografieren war sehr teuer,
    also versuchte man nur das Schönste festzuhalten. (Kurze Abschweifung ...)

    Mit meiner Mutter habe ich zwar die ADHS-Sache nicht diskutiert, auch hat sie die Dinge auf eine andere Weise
    gesehen als ich (obwohl meine Mutter ebenso den SPIEGEL durchgeackert und später viel gelesen hat).
    Sie war immer die liebste Oma für ihre zahlreichen Enkelkinder und hatte bis ins hohe Altern Verständnis vor allem für die,
    die woanders nicht so gut angekommen sind, und ihr Haus war beliebter Rückzugsort für die Kinder, wenn sie zu Hause mal
    zuviel Stress hatten. Ich habe ihr das Buch geschenkt, in dem ADHS an Hand der Geschichten über
    Michel aus Lönneberga erklärt wird. Das hat sie sehr gerne gelesen. Sie ist im letzten Jahr gestorben und ich
    fühlte mich in den über 40 Jahren meines eigenständigen Lebens sehr verbunden, erst durch Briefe und dann
    übers Telefon und in den letzten Jahren, als sie pflegebedürftig war, durch längere Besuche in kürzeren Abständen.
    Ich ertappe mich immer wieder, wie ich ihre Telefon-Nr wähle. Ich habe sie immer komplett eingetippt, es war
    meine Glückszahl.

    So, im Rückblick denke ich, dass mir der "Perspektivenwechsel" sehr früh gelungen ist. Allerdings habe ich
    den Eindruck bei mir, ich sei alt auf die Welt gekommen und im Laufe der Zeit immer jünger geworden. Auch wurden
    "ADHS-Eigenheiten" früher viel mehr geduldet.

    Bei mir selbst stelle ich oft fest, dass mir Kritik von meinen Kindern hart ankommt. Ich würde ihnen auch
    wünschen, dass sie so unabhängig von mir lebten wie ich es getan habe, aber offenbar haben sich die
    Zeiten geändert.


    Das war ein Bericht von einem der ältesten Forumsmitglieder -
    Danke fürs Lesen! Gretchen

  6. #86
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Mittlerweile ein gutes Verhältnis zu beiden (Mutter & Stiefvater)...hat lange Zeit gebraucht (ca 15 Jahre), viel Therapie (ca 8 jahre), viele Grenzen wurden überschritten, viel Übertragung fand statt, und Dinge, die aus Verzweiflung passiert sind, ohne tatsächlich böse Absicht....Kommunikation muss auch und/oder vorallem innerhalb der Familie manchmal schwer erlernt werden...und manchmal muss man als Tochter die stärkere sein und seine Fähigkeit zum Perspektivwechsel für beide Seiten (selbst UND Eltern) großzügig nutzen und dafür dankbar seinen können, schätzen und nutzen lernen.

    Am längeren Hebel zu sitzen und seinem Gegenüber eben dann KEINE reinzuwürgen, das ist von großer Art.

    Trotzallem, ich liebe meine Eltern & bin stolz auf sie!

    Liebe Grüße,

    Giggles (endlich wieder Kaffee.....mmmmh)

  7. #87
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Liebes Gretchen,

    vielen Dank für Deinen Bericht, er hat mich sehr berührt. Und ja, Du hast Recht, die Zeiten haben sich geändert. Kinder werden viel mehr in Schemata gepackt als früher.
    Früher bin ich raus gegangen und habe immer jemanden gefunden mit dem ich spielen konnte. Das ist bei meinen Kindern viel schwerer möglich. Zum einen, weil die Gefahren größer sind, aber auch weil Kinder sehr viel mehr Termine haben als früher. Da ihnen selber oft der Überblick fehlt sind die Erwachsenen wieder am Zug und müssen Kontakte zu Freunden organisieren.

    Noch nie hatten Kinder so viele Chancen aber auch gleichzeitig so viele Einschränkungen Alles konzentriert sich viel mehr auf die paar wenigen Kinder die da sind, oft haben Familien ja "nur" ein Kind.

    Sehr gerne würde ich meinen Kindern das geben können, was ich draußen mit anderen Kindern erlebt habe. Aber das geht nicht, denn es ist eben nicht mehr früher. Schade eigentlich...

    Lieben Gruß,
    Just Juts

  8. #88
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Liebe Just Juts,

    danke für deine Antwort.
    Ich sehe, du bist Dr. House Fan!
    Das ist die einzige Serie, die mich seit meiner Kindheit fasziniert hat.
    Ich bin immer noch dabei ihn zu analysieren.

    Einen schönen Tag - bei uns scheint die Sonne!
    LG Gretchen

  9. #89
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Leider oder Gott sei Dank beide tot. Meine Eltern haben sich kurz nach meiner Geburt getrennt.

    Es war eine schwierige Kindheit. Habe extrem unter meinem Onkel gelitten. Er war zuerst der Freund meiner Mutter, mußte dann aber auf Geheiß ihrer Oma die ältere Schwester heiraten. Als die schwanger war ist er immer noch heimlich zu meiner Mutter. Das mit meinem Vater war dann wohl nur ein Fluchtversuch. Wir sind trotzdem viel bei meiner Tante und ihrer Familie gewesen, da sonst niemand da war.

    Meine Mutter hat sich als ich 15 war das Leben genommen. Bei der Familie meines Vaters konnte ich auch nicht bleiben, so hat mich die Mutter meines besten Kumpels in Vormundschaft genommen. Das alles ist das Sahnehäubchen auf meine ADS.

  10. #90
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Nicht "noch", sondern "wieder".

    Wir haben uns alle weiterentwickelt und im gemeinsamen Gespräch unsere Leichen im Keller in anständige Gräber umgebettet. Heute begegnen wir uns als gleichwertige Erwachsene und respektieren unsere Unterschiede. Der Abstand durch das Alleine-Wohnen hilft auch.

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