Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr (noch) ein gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

Teilnehmer
423. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, zu beiden (Mutter & Vater)

    172 40,66%
  • Nur zu meiner Mutter

    70 16,55%
  • Nur zu meinem Vater

    38 8,98%
  • Nein, zu keinen der Beiden

    143 33,81%
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Diskutiere im Thema Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
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  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 374

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Guten Morgen Happy

    Das ist eine gute Frage mit dem schlechten Gewissen bzw. keines zu haben.

    Ich kann nur von mir sprechen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich anfangs auch, doch umso mehr Zeit verging, desto weniger wurde es.
    Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich es habe, doch ich versuche mir immer wieder bewusst zu machen, dass nicht ich diejenige bin, die eines haben muss.

    Schwierig ist es, weil ich mir einerseits sage, dass meine Eltern Fehler gemacht haben, die nicht wieder gut zu machen sind, Fehler, die nie hätten passieren dürfen, Fehler, unter denen ich noch heute tagtäglich zu leiden habe. Andererseits sage ich mir wieder, ich selber war kein einfaches Kind und damals war es sicher noch mal etwas schwieriger sich auch als Eltern Hilfe zu suchen. Ich frage mich trotz allem jeden Tag, ob es Ihnen die Berechtigung gab, so etwas zu tun...

    In den letzten Jahren gab es immer mal wieder Gespräche, in denen meine Mutter geweint und sich entschuldigt hat. Doch dann gab es wieder Situationen, in denen sie wie auch damals eiskalt war, mir zu verstehen gab, dass ich nicht gut genug bin, dass ich ihr nicht wichtig bin.
    Es ist ein Hin und Her, mit dem ich einfach irgendwann nicht mehr klar kam.

    Dazu kam ein gewisses Abhängigkeitsgefühl, welches mir die Sache nicht einfacher machte. Immer wieder habe ich versucht ein Stückweit der Liebe hinterherzulaufen, obwohl mir auch da schon bewusst war, dass nicht wirklich etwas auf emotionaler Ebene zurückkommt. Bin dann jedes Mal an der Reaktion meiner Eltern regelrecht zerbrochen.

    Irgendwann einmal hat sie gemeint, dass sie einfach sehr überfordert ist ( wohl auch mit sich selber ) und es ihr deshalb schwer fiel/fällt, Gefühle zu zeigen. Tja, was soll ich davon halten? Auch ich bin manchmal überfordert, habe ja auch nicht damit gerechnet, dass sich mein Leben so gestaltet. Doch das würde mich niemals davon abhalten, meinen Kindern zu sagen/zeigen, wie sehr lieb ich sie habe.

    Mittlerweile habe ich den Absprung so gut wie geschafft, auch wenn es oft noch weh tut, auch wenn so manches Mal noch Tränen fließen. Ich weiß, dass es mir so zumindest "besser" geht als wenn der Kontakt bestehen würde.

    Anders ist es bei meinen beiden Schwestern...ich mag den Kontakt gern haben, doch es soll nicht sein...ich habe einfach noch nicht die Kraft dafür, damit umzugehen...an meinem Geburtstag rief die Kleine an und weinte und machte mir Vorwürfe, warum ich mich nicht melde und sie mir so egal sei...ich habe versucht, es ihr zu erklären...sie hat es nicht verstanden...und ich verstehe, dass sie es nicht verstanden hat....verstehe es ja selbst nicht...es geht einfach nicht...auch wenn ich weiß, dass sie mich braucht..."Hallo schlechtes Gewissen"


    Ich denke, dass so ein schlechtes Gewissen nie wirklich ganz verschwindet, doch es wird einfacher und letztendlich muss man für sich selber ausprobieren, in welcher Situation und mit welcher Art und Weise von Kontakt es einem etwas besser geht.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die für dich richtige Entscheidung fällst und es schaffst mit ihr umzugehen! Lass dir Zeit und probiere es für dich aus, denn der Einzige, der dich dabei unter Druck setzen kann bist du selber


    Ganz liebe Grüße,
    Spengi

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Echt unglaublich, wenn man sich mal das Verhältnis zwischen "gut & schlecht", bzw. "ja & nein" im Ergebnis ansieht.

    Ich wünschte, ich könnte etwas anderes schreiben, aber nein, mein Verhältnis ist schlecht und ich habe momentan auch keine Kraft mehr
    noch länger so zu tun, als wenn ich immer alles verstehen könnte/würde/sollte. Das habe ich 37 Jahre lang gemacht: "Nein, Mama, Du
    konntest halt nicht anders." "Ja, Papa, das kann man jetzt nicht ändern, laß uns positiv in die zukunft sehen..."Blablabla.
    Es geht mir so dermaßen an die Substanz, wie beide Elternteile (vollkommen unabhängig voneinander) plötzlich anfangen, gaaaanz
    weich zu werden, ständig um meine Aufmerksamkeit buhlen und sooo entsetzlich nett werden. Jetzt, wo sie plötzlich merken, wie die
    Zeit vergangen ist, ohne, daß sich mal einer um mich gekümmert hätte. Und nun, wo ich 42 bin höre ich plötzlich Sachen, von denen ich
    geträumt hätte, früher...Aber ich, ich bin nur hart geworden. Unverzeihlich. Gnadenlos. Bitter.
    Ich kann das Geschwätz einfach nicht mehr hören und ich will es auch nicht. Basta.

    Denke, das gehört dazu und ich lasse es einfach geschehen.
    Vielleicht ändert sich dieses schreckliche Gefühl ja auch einmal wieder.

    Denke, dass ist wie Liebeskummer: Je mehr man sich wehrt gegen dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Wut, desto schlimmer wird es.

    Wer weiss das schon.

    Alles Gute Euch!

    Etosha

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Hallo,
    ich habe noch Kontakt zu meinen Eltern, aber ein Verhältnis kann man das nicht nennen. Ich habe ein sehr schwieriges Verhältnis zu meinem dominanten Vater, an meine Kindheit kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern. Meine Schwester erzählt mir Dinge, die habe ich total verdrängt, weiss ich gar nichts mehr davon. Ich bin auf dem Land, ziemlich wild aufgewachsen, darauf wurde auch meine zappeligkeit in der Grundschule geschoben.

    Ich habe immer nach Bestätigung und Liebe bei meinen Eltern gesucht, aber NIE bekommen. Habe lange daran geklammert, tja und letztlich ist meine Ehe am jahrelangen, nach bestätigung suchen bei meinen Eltern, jetzt wohl auch gescheitert. Durch die Ads Diagnose wird einem dann so einiges klar, aber leider zu spät.

    lieben Gruss Martin

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Ich habe ein gutes Verhältniss zu meinen Eltern, aber teilweise war es auch verdammt schwer in dieser Familie aufzuwachsen.
    Besonders zu meiner Mutter hatte ich immer ein sehr enges Verhältniss.
    Als Kind war ich sehr hyperaktiv/verhaltensauffällig und habe die Nerven meiner Eltern sicher weit über die Norm hinaus strapaziert.
    Als ich auszog, entspannte sich unser Verhältniss aber wieder.

    2010/2011 wurde dann die Zeit der Grenzüberschreitungen, bzw. wurden diese immer mehr. Erst knallte es, dann war lange Zeit viel Funkstille, sporadischer Kontakt, aber innerlich streubte sich bei mir alles dagegen, denn sie überrannte mich immer wieder aufs neue.
    Letzten Sommer habe ich dann eine Therapie angefangen, mich verändert und meine Mutter kam damit so garnicht klar. Es hat dann erst einige male ordentlich gerappelt zwischen uns und irgendwann kamen dann stundenlange Gespräche, bei denen mein Dad teilweise auch dabei war. Aber generell war es mit ihm einfach, daher gab es die Gespräche vorallem mit meiner Mutter.
    Die Gespräche waren sehr lang, es gab auch einige Tränen, viele offene Worte und das Ergebniss ist nun deutlich mehr Verständniss und Zurückhaltung.
    Es war irgendwie nochmal sowas wie eine Abnabelung, nur diesmal vorallem für meine Mutter.
    Und nun kann man wirklich sagen, dass es ein gutes Verhältniss ist!

  5. #45
    Allanon

    Gast

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Gutes Verhaeltnis zu beiden Elternteile !
    Bin antiauthoritaer aufgewachsen, mit meiner Mutter gab NIEMALS stunk wegen "wegraeumen"/"aufraemen" etc. - auch wenn sie ihre speziellen Macken hat, ist sie nicht zickig wie viele Frauen wie eben wegen Ordnung etc meckern !
    Hatte massive Probleme in der Grundschule (das uebliche Vorwuerfe bei ADHS Kinder ^^), aber kaum Zuhause (ausser eben wenn ich mich ungerecht behandelt gefuehlt hatte) ^^
    Habe eine ADHS freundliche Mutter die mich niemals runtergezogen hatte ;-)


  6. #46
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Ich habe jetzt eine gute verhältnis mit beiden eltern.

    Aber es war auch anders... Ich hatte als kind angst von meine unberechenbar vater der einfach reizbar war. Heute ist es mich egal, ich kann fast lachen dabei wenn er wieder seine ausbruch hat.

    Ich hatte mich von meine mutter zu wenig unterstützt gefühlt, aber irgendwie hatte sie probiert.

    Meine kindheit war nicht schön, ich war gemobbt auf pauseplatz. Zu hause war besser als in der schule, aber irgendwie auch schwierig...

    Ich hatte mich mit ihnen viel gezofft und ich weiss, ich kann mit beiden offen sein. Ich habe auch viel an mich gearbeitet... Es geht mit beiden besser auch weil ich von ihnen nicht mehr erwarte was sie mich nicht geben konnten. Dabei merke ich heute wie sie hinten mich stehen und da sind für mich. Immer noch.

    lg

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Schade dass es keine Option gibt wenn die Eltern bereits verstorben sind.

    Ich habe dennoch Nein angeklickt, denn ich hatte bis zu deren Tod und fünfzehn Jahre lang davor keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern.

  8. #48
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Ich habe schon lange (einige Jahre) keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern.

    Sie haben mir nur selten gezeigt das sie mich mögen und ich mich bei ihnen geborgen fühlen kann.

    Körperlich und selig wurde ich massiv verletzt, auch wenn ich durch ADHS vielleicht nicht einfach zu erziehen war, rechtfertigt das nicht einen Bruchteil dessen was ich erleiden musste.

    Nur der Hass auf meine Eltern hat mir die Kraft geben, dass ich nicht trotz meinen gravierenden ADHS-Symtome nicht abzustürzte.

    Heute empfinde ich fast nichts mehr wenn das Thema "Eltern" irgendwo fällt.

    Man, was hätte ich mit dieser Energie, wenn ich sie nicht dazu verwendet hätte meine Eltern zu hassen alles anfangen können?

    Dann kam vor Monaten der große Zusammenbruch -keine Energie mehr- .

    Hauptsache ist, dass sie mich in Ruhe lassen!!!


  9. #49
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    Eigentlich schon. Aber eher meistens aus der Ferne (Tel.) Wohne zum Glück weit genug weg, denn ich könnte regelmäßigen pers. Kontakt gar nicht ertragen. Nicht dass meine Eltern schlecht sind, aber nervig, (alters)schrullig, überbesorgt bzg. jd. Scheiß (drama drama drama). Einfach nicht umgänglich. Hab auch keine Geduld. Liebe sie aber über alles - lieber aus der Ferne.

    cchick

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Habt ihr ein (noch) gutes Verhältnis zu Euren Eltern?

    japp, war zwar oftz schwer (vor allem fuer meinen vater,mutter hab ich eh fast nie gesehn, sehr fruehe trennung, und ich war ihr irwie nich so wichtig sich haeufiger als am geburtstag zu melden...) aber haben uns immer wieder vertragen. hatte mit meinem vater sicherlich viel glueck gehabt, meine kindheit war sehr interessant und schoen. er hat mich immer beschaeftigt sehr viel gereist etc. auch sportlich, mit radtouren nach london und zurueck zb (1400 km in 4 wochen. 2 wochen fahren und 2 wochen entspannung, wenns an einer ettappe besonders schoen war.gepaeck und campingausruestung auf dem fahrad ^^ ich war damals 12, und mein bike hoeher beladen als ich gross war xD ... und das war nur eine von vielen touren . ich fuhr zu dem zeitpunkt aber schon eine weile radrennen, bevor es jetzt heisst das geht nich in dem alter . koennte das nun weiter fortsetzen, aber ich denke ihr habt schon verstanden was ich ausdruecken wollte

    er hat wohl immer geahnt was mit mir los ist und miich beschaeftigt, auch wenn die diagnose erst 5-6 jahre her ist.


    lg timson

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